Zweihandrute: Lachsfischen ohne Wecker

Früh aufstehen – das lohnt sich beim Lachsfischen. Aber, so Bernd Kuleisa, der Wecker muss nicht an die Zweihandrute geschraubt werden…

Einst wurden schwere Rollen an die Zweihandruten geschraubt, doch heute ist Lachsfischen ohne “Wecker” angesagt.

Die schweren, dicken „Lachswecker“ als Rolle – das war früher sinnvoll, aber Zweihand- und Switchruten von heute sind federleicht. Ich habe letztes Jahr an der Gaula eine ORVIS Hydros SL in der Größe 4 (erstmals) nicht nur für meine Switch-Rute benutzt, sondern auch an meiner 13.6’ Helios Zweihand. Die Rolle schien mir vorher dafür zu leicht und auch zu klein– welch ein Irrtum!

Herrlich leicht in der Hand fühlte sich das an und genug Backing ging auch noch auf die Rolle. Und: Zwei besonders schöne Lachse konnte ich mit der leichten Kombi fangen. Einen 5 kg Fisch und einen über 10 kg!

Nette Episode: Für den kleineren Fisch klingelte ich während des Drills Thies Reimers an, damit er ein schönes Foto machen könnte. Er kam sofort angebraust und es klappte. (Danke, Thies!)

Lachsfischen ohne Wecker – aber um diese Uhrzeit mit Weckruf?

Bernd Kuleisa fischt schon eine kleine Ewigkeit mit der Zweihandrute auf Lachs, für dieses Foto eilte Thies Reimers mit der Kamera herbei.

Den großen Lachs drillte ich auch, während Thies in der Nähe war – doch Thies schlief allerdings noch um 4 Uhr morgens im Tilseth Haus und ich überlegte „Anrufen oder nicht?“ Nein, dafür war’s zu früh. Allerdings nicht zu früh für meine riesige Freude über den Fang!

Mancher hat mich schon gefragt: Gewöhnt man sich an den Fang von 10 kg Lachsen irgendwann? Nein, ich nicht und so viele waren es nun auch wieder nicht in meinem Leben, dass es langsam langweilig werden könnte.

Allen Lesern dieser Homepage gönne ich in dieser 2018er Saison gern einen Großlachs! Vielleicht diesmal mit einer herrlich leichten ORVIS-Rolle

Zweihand-Kurse mit Bernd Kuleisa

Bernd Kuleisa ist übrigens Autor des Standardwerks „Erfolg mit der Zweihand“ und bietet eintägige Zweihandkurse an.

Bernd Kuleisa fischt mit der Zweihandrute nicht nur auf Lachs, er setzt diese Rute auch in seiner Heimat ein und fängt mit beim Fliegenfischen in Norddeutschland vor allem Meerforelle, Hecht und Rapfen.

Die Kurse finden ganzjährig in Schleswig-Holstein an einem größeren Fließgewässer statt, also unter echten Bedingungen, die dem Lachsfischen in der Praxis nahekommen.

Die Besonderheit: Pro Tag widmet sich der nur einer Person ganz intensiv. Zudem kann der Termin individuell in Absprache mit dem Kursleiter frei gewählt werden. Der Kursinhalt: Gerätekunde (Rute, Rolle, Schussköpfe, Fliegenwahl) und Wurftraining mit dem Schwerpunkt Spey- und Unterhandwurf.

Kontakt zu Bernd Kuleisa:
Tel. 04821-892050
E-Mail: kuleisa.bernd@t-online.de

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage von Bernd Kuleisa.

Für die Lachsfischerei an der Gaula kontaktieren Sie bitte: info@internationalflyfishersclub.com

Weitere Infos zur Gaula finden Sie auf www.internationalflyfishersclub.com

NFC-Kurswoche für Lachsfischer

 

Lachs Kurs NFC Bernd Kuleisa Gaula

Kursleiter Bernd Kuleisa mit einem August-Lachs aus der Gaula. Im NFC-Kurs zeigt er Ihnen, wie Sie richtig auf Lachs fischen.

Gute Nachrichten! In der ersten Augustwoche 2017 steht nun  beim NFC eine zusätzliche Kurswoche unter der Leitung von Bernd Kuleisa allen Gaula-Freunden offen.

Die Vielfalt der Techniken zu lernen, um die Pools des NFC erfolgreich zu befischen: Das ist der Inhalt des Kurses! Es handelt sich im besten Sinne um „betreutes Fischen“, bei dem sich Bernd Kuleisa eingehend um das Wohl der Gäste kümmert. Die vielen zufriedenen Stammgäste haben dafür gesorgt, dass die erste Kurswoche (32) bereits ausgebucht ist.

Gute Chancen für Lachs-Einsteiger beim Kurs mit Bernd Kuleisa

Deshalb gibt es nun zusätzlich die Woche 31/2017 (vom Sonntag, 30. Juli bis Sonntag, 6. August)! Die Woche 31 ist bekannt für das besonders gute Preis/Leitungsverhältnis; sie bietet gute Fangchancen zum moderaten Preis.

Kontakt: Manfred Raguse
Tel. 040/589 23 02
www.internationalflyfishersclub.com

Die Manfred Raguse Kolumne im Juli

Liebe Orvis-Freunde!

Die Lachsaison an der Gaula hat begonnen und zwar ausgesprochen gut. Meinen ersten Lachs in dieser Saison konnte ich am 6. Juni in der unteren Gaula fangen und es folgten noch etliche weitere gute Fische. Sie können dazu auf der Webseite www.internationalflyfishersclub.com interessante Informationen lesen.

Manfred Raguse mit seinem ersten Gaula-Lachs der Saison, gefangen am 6. Juni, Länge 90cm. Der Fisch wurde schonend wieder zurückgesetzt.

Wäre es nicht einmal wieder Zeit für die Trockenfliege? Jetzt im Juli?

Oft spielt sich in Deutschland die Forellenfischerei an kleineren Bächen ab: zugewachsen, urig, fischreich. Hier sind keine weiten Würfe gefragt, sondern wer diese Gewässer mit Genuss befischen will, braucht Unterstützung. Nicht etwa einen Guide, aber eine Rute, die alles mitmacht, die sozusagen von selbst wirft. Eine Gerte, die unsere Trockenfliege auf 6 bis 8 Meter Distanz (oft kürzer!) auf das Wasser schmeichelt. Man braucht ein Wurfinstrument, das schon mit wenigen Metern Schnur auf unsere Ideen anspricht. Was Sie brauchen ist, kurz gesagt: Orvis Superfine!

Diese Ruten sind wie geschaffen für das feine Fischen auf Nahdistanz. Beide Versionen –Superfine Carbon und Superfine Glass – haben einfach die gefühlvolle Aktion, welche die Reihen der Fans immer größer werden lassen.

Der Trend zu schnellen Fliegenruten ist ungebrochen, aber die Nische für die geschilderten Fälle der leichten Fischerei ist ebenso erkennbar perfekt besetzt durch Orvis-Superfine.

Nicht nur Forellen, sondern auch Äschen lassen sich von der weichen Präsentation der Trockenfliege überzeugen.

Feine Vorfachspitzen, wie sie die vorsichtigen Fische in Bächen im Laufe der Saison immer mehr fordern (Befischungsdruck!), sind kein Problem. Die sanfte Aktion der Superfine-Rute federt jeden Stoß, jeden Sprung, jede Flucht gaaaanz sanft ab. Wie am Gummiband geführt, landet der Fisch im Kescher.

Auch das sind Sommerfreuden! Die von der sanften, gefühlvollen Art!

Viel Freude beim Fischen wünscht herzlich

Ihr

Manfred Raguse

Die Manfred Raguse Kolumne im Mai

Liebe Orvis-Freunde!

Herzlich willkommen zum Supermonat Mai! Er markiert den Startschuss zur Hauptsaison; wir sind also jetzt mittendrin im Geschehen und überall eröffnen sich tolle Möglichkeiten: Bachforellen (Stichwort Maifliege), Meerforellen und Hornhechte an der Küste, die ersten schönen Hechte… Es gibt viel zu tun!

Gut, dass Orvis die volle Palette des Geschehens abdeckt. Von der gefühlvollen Trockenfliegenpräsentation (Stichwort Superfine) über den ultrapräzisen Weitwurf mit dem Streamer an der Küste (Helios 2, Recon) bis zu ersten Testwürfen beim Fliegenfischerstart (Encounter, Clearwater) – Orvis hat für jeden genau das richtige. Nicht nur bei den Ruten ist das so, wie jeder feststellt, der sich die Zeit nimmt und den neuen Orvis-Katalog studiert.

Obwohl ich immer mit den Themen Lachs und Meerforelle in Verbindung gebracht werde, fische ich – was manche überrascht – auch gern auf Forellen, Hecht und Barsch! Hinzu gekommen ist meine Neigung, auch im warmen Salzwasser die Fliege anzubieten. Genau vor einem Jahr war ich auf Kuba und hatte dort viel Spaß mit Orvis Gerät in den höheren Schnurklassen. Am 1. Mai geht es diesmal wieder an meinen Heidebach, den ich seit 1970 befische, aber für den ich in den letzten Jahren viel zu wenig Zeit hatte. Dann geht es aber noch in der ersten Maiwoche auf Hecht in Brandenburg.

Die norwegische Lachssaison steht vor der Tür, sicher sind wieder einige Fische in diesem Kaliber dabei.

Gedanklich bin ich im Mai aber auch schon häufiger in Norwegen. Die Gaula lockt wieder und viele von Ihnen würden sicher gern einmal beim Saisonstart und auch später mit dabei sein. Schicken Sie mit einfach eine Mail; es sind noch einige Ruten Anfang Juni frei und auch später gibt es noch die eine oder andere freie Rute. Bernd Kuleisa bietet nun doch noch in Woche 33 einen Einsteigerkurs auf Lachs an, nachdem sein Kurs in der Woche davor ausgebucht ist. Wir erwarten eine Großlachssaison. Mehr Info finden Sie auf www.internationalflyfishersclub.com

Ich wünsche Ihnen allen aber erstmal einen wunderschönen Mai!

Herzlichst!

Manfred Raguse

Faszination Junilachs

von Thies Reimers

Saisonstart an der Gaula. Das Wasser ist relativ hoch und kalt.

Bald startet auch in Norwegen die Lachssaison 2016 und ich kann es kaum noch erwarten. Sind es doch gerade die ersten Wochen der Saison, die mich jedes Jahr wieder faszinieren. Von vielen Fliegenfischern höre ich immer wieder, dass sie gerade die ersten Wochen der Saison meiden. Ein Hauptgrund dafür ist das hohe und kalte Wasser, was schwere Sinkschnüre und Ruten von 15′ der Klasse 10 erfordert. Das ist nicht von der Hand zu weisen! Aber sollte das der Grund sein, diese spannende Fischerei in den ersten Juniwochen zu meiden? Ich denke nicht! Vor 20 Jahren hätte diese “Ausrede” noch Geltung gehabt, schwere Ruten und Sinkschnüre (Vollschnüre!), die sich extrem schwierig werfen ließen, machten das Fliegenfischen auf Lachs während der ersten Wochen der Saison mit Sicherheit nicht angenehm. Aber in der heutigen Zeit von Nano Technologie im Rutenbau und perfekt funktionierenden Schussköpfen kann ich nur jedem echten Lachsfan empfehlen, diese Herausforderung anzunehmen. Der Moment, in dem die Fliege an der Strömungskante stehen bleibt, man schon den nächsten Hänger vermutet und wenn sich dieser dann auf einmal bewegt, das ist einfach einmalig!

7 Tipps für den Saisonstart:

1.         Die passende Rute (Orvis Helios Spey 15′)

An großen Flüssen wie der Gaula ist eine 15′ Rute der Schnurklasse 10 zum Saisonbeginn einfach Pflicht. Gar nicht so sehr wegen der großen Fische, denn wir landen auch im Juli/ August Fische von über 100 cm an deutlich kürzeren und leichteren Ruten. Doch bei der Kombination aus großen Fischen und viel Wasser, also einem sehr hohen Strömungsdruck, erleichtert es eine 15′ Rute den Fisch schneller unter Kontrolle zu bringen. Außerdem lassen sich die schnell sinkenden Schussköpfe mit einer 15′ Rute einfacher liften und damit auch angenehmer werfen.

2.         Die passende Rolle (Mirage VI)

Wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht auf eine bestimmte Orvis-Rolle fixiert. Ob man jetzt eine Mirage nimmt, eine Hydros oder eine Access – alle genannten Orvis-Rollen werden, was die Bremse angeht, mit einem frischen Juni-Lachs fertig. Viel wichtiger ist die Größe und die davon abhängige Backingkapazität, denn unter 200 Meter Backing auf der Rolle solltet Ihr nicht ans Wasser gehen. Ihr werdet zwar in mehr als 90 % der Fälle niemals 200 Meter Backing benötigen, aber ein bisschen Reserve ist immer gut. Der Tag wird kommen, an dem Ihr dem Fisch nicht ohne Probleme folgen könnt, er den Pool verlässt und dann seid Ihr froh, dass Ihr noch ein bisschen extra Zeit zum Reagieren habt.

3.         Die passende Schnur

In den ersten Wochen der Saison führt kein Weg an einer Sinkschnur vorbei. Das Wasser ist immer kalt und hoch. Zwar variiert der Wasserstand und die Wassertemperatur – aber so warm wird es nie, dass man mit einer Intermediate oder sogar einer Schwimmschnur eine wirklich gute Chance hat. Es kommt darauf an, den Schusskopf immer an den Wasserstand und den gerade zu befischenden Pool anzupassen. Man könnte jetzt eine Wissenschaft daraus machen, aber ein Satz bringt es auf den Punkt: Wenn Ihr nicht regelmäßig kurz vor Ende der Drift Grundkontakte bekommt, dann fischt Ihr nicht tief genug! Ihr benötigt also eine größere Auswahl von passenden Schussköpfen. Vier Köpfe mit unterschiedlichen Sinkraten haben sich in den letzten Jahren als Grundausstattung durchgesetzt:

I/S2/S4
S1/S3/S5
S2/S4/S6
S3/S5/S7

Je kürzer der Kopf, desto einfacher lässt er sich werfen. Der nicht so geübte Zweihandfischer sollte also lieber auf etwas kürzere Köpfe zurückgreifen, die er dann aber die ganze Woche entspannt fischen kann. Der erfahrene Zweihandfischer wählt die Köpfe etwas länger. Bei der Runningline muss jeder für sich entscheiden, was er bevorzugt. Eine Monofile bringt definitiv den einen oder anderen Meter mehr Wurfweite und der Schusskopf sinkt auch schneller ab als an einer “normalen” Runningline. Die normale Runningline ist dafür etwas entspannter zu fischen, da sie sich nicht so schnell “vertüddelt” und selbst wenn das mal passiert, bekommt man diese wieder gelöst und es bleibt keine störenden Knicke in der Runningline zurück.

Jetzt wird es im Drill noch mal richtig gefährlich. Der Fisch flüchtet stromab in den nächsten Pool und kann sich jederzeit an einem der großen Steine festsetzen.

4.         Das richtige Vorfach

Ob jetzt Fluorocarbon oder normales Monofil – das ist meiner Meinung nach egal. Ich fische meistens normales Monofil, denn zum einen ist das Wasser meistens eh zum Saisonbeginn leicht angetrübt, so dass der Vorteil der “Unsichtbarkeit” des FC nicht wirklich sichtbar ist und zum anderen ist die Knotenfestigkeit von normalen Nylon gegenüber FC dann doch höher. Der einzige Vorteil den FC dann tatsächlich hat ist, dass es schneller sinkt als normales Monofil. Ich würde Euch raten, nicht unter 0,45 mm Monofil-Spitze (Orvis Superstrong) zu fischen. Dieses Material hat eine hohe Tragkraft und reicht aus. Außerdem ist es wichtig, dass das Vorfach abriebfest ist. Denn man hat bei dieser Fischerei ständig Kontakt mit Steinen auf dem Grund und auch der Lachs scheuert im Drill oftmals an diesen Steinen vorbei, somit ist es sinnvoll, ein bisschen Reserve zu haben, um den hart erarbeiteten Fisch nicht wegen eines durchgescheuerten Vorfaches zu verlieren.

Zur Vorfachlänge würde ich raten: so kurz wie möglich! Bei trübem Wasser reicht eine Vorfachlänge von ca. 1,5 m aus. Ist das Wasser relativ klar, können es auch mal 2 m sein, aber länger bitte nicht. Jetzt sagen einige sicher: „Das ist aber kurz!“ Nur, was bringt es Euch, wenn Ihr den ganzen Tag schwerste Sinkschnüre fischt und dann ein 4 oder 5 m langes Vorfach anknotet an dem die Fliege dann viel höher auftreibt als die Sinkschnur? Ihr müsst so nah an den Grund wie möglich und das geht nur mit einem möglichst kurzen Vorfach.

5.         Die Fliege

Hier halte ich es ganz einfach. Vier Fliegen reichen aus um unter den meisten Situationen klar zu kommen. Schwarz/grün, schwarz/orange, Phatagorva und Sunray Shadow – mehr braucht Ihr eigentlich nicht. Diese Muster in unterschiedlichen Größen und variabel beschwert, dann seit Ihr bestens gerüstet. Achtung: Macht die Fliegen aber bitte nicht zu schwer. Eine Kombination aus einer möglichst leichten Tube und einer schnell sinkenden Schnur ist meistens besser als eine superschwere Tube und einer nur leicht sinkenden Schnur.

6.         Der richtige Haken

Hier hat jeder Lachsfischer seinen eigenen Favoriten, dem er vertraut. Macht aber bitte nicht den Fehler, am Haken zu sparen. Ein guter Haken kostet etwas mehr, aber dieses Extra ist wirklich gut angelegt.

Die Freude ist groß, denn so ein Fisch entschädigt für die vielen Stunden harter Fischerei!

7.         Ausdauer

Einige haben das Glück und fangen direkt am ersten Tag Ihren ersten Lachs, aber wenn wir ehrlich sind, ist dies meistens nicht der Fall. Junifische sind etwas Besonders und keine Massenware. Was tun? Dran bleiben und kämpfen! Gönnt Euch aber ab und zu eine Pause, denn nur so  könnt Ihr die ganze Woche konzentriert fischen. Denn selbst wenn bis zum letzten Tag nichts passiert ist, kann mit dem letzen Wurf der Woche immer noch der Traumfisch die Fliege nehmen.

Und genau das wünsche ich Euch!

Die Manfred Raguse Kolumne im März

Wie in jedem Jahr verging der Februar bei mir wieder überraschend schnell. Und zwar so schnell, dass ich garnicht zum Fischen gekommen bin! Hoffentlich ist es Ihnen nicht genauso ergangen, wie mir. Aber jetzt ändert sich alles, jetzt schreiben wir März und wir sollten alle unsere Chance bekommen.

Ganz früher verbrachte ich die erste Märzwoche immer an den dänischen Forellenflüssen, die bereits so früh Saisonbeginn haben, bzw. hatten. Inzwischen ist hier und dort etwas eingestrammt worden, die Schutzbestimmungen wurden vielerorts angepasst.  Gern erinnere ich mich an das kleine windgeschützte Tal, in dem die Trockenfliege bereits ab 1. März ganz wunderbar auf große Bachforellen funktionierte und mir traumhafte Fischerei bescherte. Wie es dort wohl heute aussehen mag? Bloß nicht sentimental werden, denn in der zweiten Märzhälfte geht es bereits gemäß jahrzehntelanger Tradition nach Schweden auf Meerforellen.

Der Saisonstart kann Überraschungen bieten, so wie hier: Am 7. April 1980 fing ich den bis dahin am frühesten gefangenen frisch aufgestiegenen Blanklachs an diesem Fluss überhaupt.

Nach dem langen Winter ist es schön, wieder am Fluss zu sein und den ersten Fisch zu drillen.

Bevor ich mental auf die neue Saison engestellt bin, ist sie schon da (wenn auch nicht überall). Aber ich weiß, ich bin nicht der einzige, dem es so geht. Plötzlich werden die Fachhändler von nervösen und fischereilich stark motivierten Zeitgenossen „aus dem Winterschlaf gerüttelt“ und es kommt wieder Leben in die Bude. Es wird plötzlich offensichtlich, das für den Saisonstart dieses und jenes fehlt und der gut sortierte Fachhändler hilft gerne, egal ob es sich um die wichtigen kleinen Utensilien, Vorfachmaterial, oder sogar um eine neue Rute oder Wathose handelt.

Damit diese vielfach plötzlich dem Fachhändler präsentierten Wünsche erfüllt werden können, hat dieser aber schon viel an Planung seit dem letzten Herbst geleistet und hat für eine vernünftige Lagerhaltung der erfahrungsgemäß am häufigsten nachgefragten Produkte gesorgt. Das ist keine leichte Aufgabe, es gehört viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl dazu, und sie erfordert auch einen erheblichen Kapitaleinsatz von Ihrem Händler. Sie könnten ihm seine Aufgabe erleichtern, wenn Sie schon ein paar Wochen vorher mal im Laden vorbeischauen und eventuelle Spezialwünsche ankündigen, damit geben Sie ihm die Möglichkeit, das von Ihnen gewünschte Gerät rechtzeitig zu beschaffen.

Seit vielen Jahren setzen wir fast alle Fische wieder schonend zurück.

Zeigen Sie doch mal Ihrem lokalen Fachhändler, dass Sie seinen Einsatz schätzen und das Sie froh sind, das es ihn gibt. Dann wird er einmal mehr das Unmögliche für Sie möglich machen und Sie perfekt rüsten für Ihre so wichtigen Stunden am Wasser. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen März und einen spannenden Saisonstart.

Ihr,

Manfred Raguse

Lachsfischen – die mentale Seite

Über die hilfreiche Mentalität, also über die richtige Einstellung zum Lachsfischen, wird selten geredet oder geschrieben. Um diesen Aspekt sollte man sich aber kümmern, bevor die Reise an das Gewässer angetreten wird. Bernd Kuleisa beleuchtet das Thema.

„In aller Kürze, die dieses Format hier vorgibt, ist folgendes zu sagen: Setzen wir als wichtiges Rüstzeug voraus, dass der Lachsfischer das passende Gerät besitzt und in der Lage ist, einen Schusskopf mit einigen Metern Runningline auszubringen. Dies sicher zu stellen, ist mit wenig Aufwand möglich. Man informiere sich gründlich, lasse sich beraten (Orvis-Fachhändler) und man übe an heimischen Gewässern das Werfen. Tut der Einsteiger das nicht, was leider in der Praxis immer wieder vorkommt, so fährt er bereits mit einem schlummernden Problem belastet in den Urlaub. Dieses Problem bricht auf, wenn er am Wasser steht und nicht umgehend Erfolge eintreten. Sofortige Erfolge sind aber selten beim Lachsfischen, selbst bei erfahrenen Fischern. Man muss Geduld haben und beharrlich sein. Geduld und innere Stärke sind die vielleicht wichtigsten Zutaten, um am Fischwasser glücklich zu werden, wenn es um schwierige, zuweilen unberechenbare Zielfische wie den Lachs geht. Wie kann ein Einsteiger diese mentalen Tugenden in sich wecken?

Der sicherste Weg führt über fünf Schritte:

  1. Bleiben Sie beratbar! Lassen Sie sich führen und hören Sie wirklich zu, wenn erfahrene Fischer ihnen zu diesem und jenem Verhalten raten. Ein Guide oder ein Kurs mit Beratung kann hier eine wichtige Hilfe sein.
  2. Sehen Sie einen Lachstrip auch als Urlaub oder – wenn Ihnen das besser liegt – als Erkenntnisgewinn. Versuchen Sie jeden Tag nicht nur unter dem Fangaspekt zu sehen, sondern versuchen Sie auch den Fluss und die Umgebung zu genießen. Das lockert die Spannung und hilft, Freude am Tun zu aktivieren. Streifen Sie eine allzu dominante Fangfixierung ab. Und der erste Schritt zur Gelassenheit ist getan.
  3. Die richtige Portion Gelassenheit macht es Ihnen leichter, Ihren (!!) Weg zu gehen. Lassen Sie jede Stunde und jeden Tag auf sich zukommen und machen Sie sich keinen Druck. Vermeiden Sie in jedem Fall, sich durch Kleinigkeiten aus dem Gleichgewicht bringen zu lassen. Ignorieren Sie Kollegen, die schlechte Stimmung verbreiten. Deren mentale Probleme sollten Sie sich nicht zuziehen. Sehen Sie das als schlechtes Beispiel. Das sollte nicht Ihr Weg sein!
  4. Es kommt vor, dass Lachse, die Sie haken, sich nach kurzem oder längerem Drill wieder verabschieden. Das passiert jedem, wird aber vom Einsteiger oft als tragisch empfunden. Das ist verständlich. Wahrscheinlich haben Sie aber nur Pech gehabt. Und können Sie das nicht auch so sehen: Ich habe etwas richtig gemacht! Sonst hätte der Fisch ja nicht gebissen! Ich nähere mich also dem ersehnten Ziel.
  5. Nähert sich das Ende der Lachswoche und es hat sich bislang kein Fang eingestellt, so ist das keineswegs zwingend Ihr „Fehler“. Dies passiert auch sehr erfahrenen Fischern und gehört sozusagen zum Lachsfischen dazu. Sonst wäre der Erfolg nicht so kostbar. Bleiben Sie bis zur letzten Minute aufmerksam, so lange Sie die Chance zum Fischen haben. Nicht selten klappt es doch noch. Die geschilderten mentalen Klippen zu umschiffen, diese Aufgabe stellt sich auch erfahrenen Fischern, die dies vielleicht besser überspielen können. Außerdem haben diese bereits einige Fänge im inneren Fangbuch, was Ihnen noch bevorsteht. An der Gelassenheit und inneren Stärke ganz bewusst zu arbeiten, ist für den Lachs-Einsteiger schwierig, aber eben auch besonders wichtig.

Ich würde Ihnen wünschen, dass Sie sich vor dem Lachsurlaub (dieser Ausdruck ist bewusst gewählt) klar machen, wie Sie ihn meistern können. Von der inneren Stärke zur äußeren Stärke. Aus der Ruhe kommt dann die Kraft, die Sie entspannt zu immer besseren Würfen und zu besserem Fischen führt. Das ist es, was ich im Umgang mit Einsteigern am Lachsfluss immer wieder sehe und zu fördern versuche. Gelingt es Ihnen, diesen Weg für sich zu finden, so sind Sie eigentlich schon ein richtiger Lachsfischer. Selbst wenn der Erfolg anfangs auf sich warten lässt. Er wird kommen!

Die Manfred Raguse-Kolumne im Dezember

Liebe Orvis-Freunde!

Das Jahr 2015 ist auf der Zielgeraden. Zeit für eine Bilanz der Eindrücke, die sich bei mir festgesetzt haben. Meine eigene Fischerei hatte viele Highlights – wieder war es die Gaula, meine alte Heimat, die für ganz besondere Momente sorgte. Es gelangen mir bemerkenswerte Fänge und – was noch viel wichtiger ist – die Ergebnisse unserer Gäste waren vielfach auch sehr gut! Nach einem schwierigen Jahr mit überaus heißem Wetter (2014) wurde die ersehnte Wende zum Guten geschafft.

Die neue Hydros macht auch an einem Meerforellen- und Lachsfluss einen guten Eindruck…

Die Lachssaison 2015 war vom ersten Tag an bis zum Ende spannend, was die Gaula angeht – also fast volle drei Monate der Faszination. Davon kann man lange zehren und deshalb möchte ich Interessenten bitten, sich doch so bald wie möglich zu melden, wenn es 2016 mit dem IFC an die Gaula gehen soll. Meine Prognose für die nächste Saison ist: An der Gaula steht eine Großlachs Saison in Haus. Es werden wahrscheinlich große Lachse, die meist zwischen 8 und 11kg wiegen, in der Überzahl sein, aber es wird auch etliche, noch deutlich größere Fische geben. Auch die Fische, die nur 2 Seewinter im Meer verbracht haben und im nächsten Sommer meist 5 – 6 ½ kg wiegen werden, sind wahrscheinlich gut vertreten.

Zum Thema Orvis ist zu notieren, dass wir gut aufgestellt in die neue Saison gehen. Die Neuigkeiten, die wir teilweise schon kurz vorgestellt haben und die wir ausführlich in den nächsten Monaten darstellen werden, kommen gut an bei den Händlern. Bald auch bei Ihnen, da bin ich sicher! Über allem schwebt die Grundzufriedenheit der Orvis-Händler mit den Tugenden dieser Firma. Beeindruckend klar schilderte dies kürzlich Jan Aben von „Finest Fly Fishing“. Ich möchte das mit Freude zitieren: „Den Service, den wir unseren Kunden anbieten, erwarten wir auch von unseren Partnern. Spezielle Kundenwünsche versuchen wir schnell zu berücksichtigen. Das klappt mit Orvis hervorragend! Ob mit gerade nicht lagernden Produkten oder bei Reparaturen. Immer unkompliziert und einwandfrei.“ Eine solche Aussage ist hoch zu bewerten. Jede Firma würde sich das gern ans Revers heften. Wenn ein namhafter Händler dies so ausdrückt, so ist dies ein Statement, das aus dem täglichen Erleben kommt. Nicht ausgedacht. Nicht gekünstelt. Nicht herbei geredet, weil man irgendeinen Vorteil davon hat. Nein, ein Statement im Sinne von „so ist es, dazu stehe ich!“

Es gibt noch viele gute Möglichkeiten, auch im Dezember ans Wasser zu gehen, nicht zuletzt auch beim Meerforellenfischen an der Ostsee. Von dort schrieb mir kürzlich Stefan Nölting, ein sehr erfahrener und erfolgreicher Guide, der auch Berichte für dänische Angelmagazine und deutsche Angelführer schreibt und der das Gebiet um Fehmarn wie seine Westentasche kennt: „Ich fische seit einigen Jahren die Helios 1, 908 midflex……und ich liebe diese Rute, es gibt für mich keine Bessere.“

Eine wohlerprobte Helios 1 mit guter Meerforelle. Foto: Stefan Nölting.

Ich wünsche Ihnen, liebe Orvis-Freunde, auch im Dezember noch schöne Tage am Wasser, hoffentlich auch mit Orvis Gerät. Es würde mich freuen, auch von Ihnen mal etwas zu hören, vielleicht mit einem Foto von einem guten Fisch, der mit Orvis Gerät gefangen wurde. Meldungen, wie von Stefan Nölting, höre ich wirklich jederzeit sehr gerne.

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse

Die Manfred Raguse Kolumne im August

Liebe Orvis-Freunde!

Der Hochsommer lässt beim Fliegenfischer zwiespältige Gefühle auskommen. Die Familie freut sich über das warme Wetter (schön!), die Fische „freuen“ sich weniger (nicht so schön). Aber es gibt ja Ausnahmen, denn einige Fische lieben den Hochsommer: Barsch und Döbel, Zander und Rapfen gehören dazu. Der Rapfen oder Schied (in Süddeutschland und Österreich) ist vielleicht der meist unterschätzte Traumfisch unserer Flüsse. Für mich als Fliegenfischer ist die Faszination für einen blanken, formschönen Fisch sofort da und wenn ich sehe, dass nun doch langsam, aber sicher, immer mehr Fliegenfischer diesem Räuber nachstellen, so kann ich das gut nachvollziehen.

In sommerlicher Runde am Fluß – soziales Zusammensein statt sozialer Medien.

Auch das Fischen auf den Rapfen mit der Schwimmschnur und der Zweihand (an großen Flüssen vorteilhaft) oder mit der Switch erinnert etwas an die Fischwaid auf Lachs, nur muss durch fleißiges Strippen deutlich mehr nachgeholfen werden, um Bisse zu provozieren. Ich möchte Ihnen eine Switchrute von Orvis als Idealgerät für diesen Zielfisch empfehlen. Leicht, elegant, die Zweihand für die heimischen Gewässer! Mittlerweile zeichnet sich bei diesen Gerten ein Trend ab: Weil es soviel Spaß macht, mit ihnen zu fischen, rücken sie immer mehr ins Zentrum des Interesses. Und, liebe Freunde: Orvis hat die Nase vorn mit den leichtesten Swichruten der Welt vom Typ Helios 2! Ich rate auf Rapfen dazu, die Schnurklasse nicht zu hoch zu wählen. Eine 6er oder 7er ist genau richtig. Hat man eine solche erworben, so bieten sich noch weitere Anwendungsmöglichkeiten: auf Meerforellen in der Ostsee und in Flüssen, auf kleinere Lachse generell und als „Niedrigwasserrute“ für große Lachsflüsse, die nun schrumpfen und überlegen lassen, ob man nicht von der 14’ Zweihand auf die 11’ Switch wechseln sollte. Tun Sie es! Nehmen Sie eine Switch mit in den Lachsurlaub, wenn Sie im August in den Urlaub fahren. Eine perfekt abgestimmte schwimmende Switchline von Orvis dazu: fertig! Die Schwimmtiefe der Fliege können Sie durch das Fliegengewicht und verschiedene Orvis-Polyleader variieren.

Auf Rapfen jedoch ist ein monofiles Vorfach (Super Strong von Orvis) genau richtig. Noch eine interne Meldung: Mittlerweile tut sich bei uns auf Facebook eine ganze Menge. Danke für Ihr waches Interesse und für das Mitmachen an alle, die sich einschalten! Schauen Sie doch rein: Hier!

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sommer!

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse

Die Juni-Rute

Fischen auf den großen Juni-Lachs! Das bedeutet: silberblanke Großlachse, hoher Wasserstand, sinkende Schussköpfe, hohe Belastung für das Gerät beim Werfen und beim Drill. Da gibt es aus unserer Sicht nur eine Rute, die haargenau passt! Die Helios Spey in 15’! In Norwegen fängt die Lachsaison am 1. Juni an. Manfred Raguse und Thies Reimers werden dann schon an der Gaula sein und die NFC-Pools observieren. Am Ufer steht, es ist fünf Minuten vor Mitternacht am Sonntag dem 31. Mai 2015, schon die Helios 15’ Rute bereit. Bei beiden, das ist klar.

Warum genau diese Rute?

Thies Reimers bringt es auf den Punkt: „15’ Ruten haben einen ganz schön langen Hebel und somit lassen sich die schnell sinkenden Schussköpfe im Juni noch angenehm werfen. Was aber mindestens genauso wichtig ist wie die richtige Länge, dass ist das geringe Gewicht, denn man spürt die besondere Leichtigkeit der Helios im Vergleich zu anderen Ruten deutlich. Beides zusammen ermöglicht ein ermüdungsfreies Fischen mit Sinkschnüren während der ersten Wochen der Saison.

Thies mit einem frischen Lachs aus dem Juni, den er mit der Helios 15′ landen konnte.

Seit Jahren benutzen wir die 15’ Helios aber auch im Juli und August, wenn der Wasserstand hoch ist. Wie im vergangenen August, als plötzlich eine tolle Fischerei möglich war, nachdem es endlich kühler wurde und Regen fiel.

Manfred Raguse mit seinem Lachs von ca. 18kg.

Dass diese Rute auch mit richtig großen Fischen keine Probleme hat, beweist der 18 kg Lachs von Manfred Raguse, den er im letzen Jahr landen konnte. Dieser Fisch war gleichzeitig auch der größte mit der Fliege gefangene Lachs  der Saison an der Gaula! Hier können Sie sich das Befischen, den Biß, den Drill, die Landung und das Zurücksetzen ansehen:

Die Manfred Raguse Kolumne im März

Liebe Orvis-Freunde!

Jetzt startet die Saison! Wenn es einen Monat gibt, der von Fliegenfischern mit Sehnsucht erwartet wird, dann dieser: der März. Der klassische Fisch zu dieser Zeit ist unsere Bachforelle, die heimische Forelle und ihr naher Verwandter, die Meerforelle, folgt sogleich auf der Skala der begehrenswerten Exemplare. Überall in Deutschland, Österreich, der Schweiz, und in den benachbarten Ländern rüsten sich die Fliegenfischer für den Saisonstart. In allen diesen Ländern finden Sie einen Partner, der sich mit dem Fliegenfischen auskennt und der Sie fachkundig berät. Die Rede ist natürlich von Ihrem Orvis-Händler.

Schöne Erinnerungen an den Saisonstart in Schweden im März des letzten Jahres: Die Natur sieht noch recht karg aus, aber bereits um 10:15 setze ich den ersten (97cm), von meinen sechs an diesem Tag gefangenen Fischen wieder zurück. Gerät: Orvis (Helios Zweihand 15’).

Die neuen Gerätschaften von Orvis sind auf dem Weg in Ihre Fachgeschäfte. Den besten Überblick darüber, was unser aktuelles Programm bietet, verleiht der neue Orvis-Katalog der in der ersten Märzwoche fertig ist und bald auf dieser Homepage einzusehen sein wird. Die gedruckte Form hält Ihr Orvis-Händler für Sie bereit. Viel Spaß beim Studieren!

Es läuft gut, um 12:30 lande ich den dritten Fisch (65cm) und setze ihn nach dem Foto schnell wieder zurück.

Der März ist auch der Monat der Hausmessen und Fliegenfischerkurse, die nun stattfinden oder sich langsam füllen. Auch hier vermittelt Ihr Orvis-Händler Ihnen gern eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln auf dem Weg, noch erfolgreicher zu sein und mehr Freude an Ihrer Zeit am Wasser zu gewinnen. Nutzen Sie diese Chance!

Von den Orvis-Neuheiten bieten sich für den März ganz besonders folgende Artikel an:

-          Fischen auf Bachforellen in Fließgewässern: die neuen Recon-Ruten mit schneller Aktion oder für den, der es gefühlvoller mag, die neuen Superfine Carbon-Ruten aus Kohlefaser (12 neue Modelle von # 1 bis # 5).

-          Fischen auf Meerforellen an der Küste: die neuen Recon-Ruten ab Schnurklasse 6 oder die günstigen, 11’ langen  Switchruten vom Typ Clearwater von der Schnurklasse 6 bis 9. Diese sind für nur € 375 zu haben und öffnen den letzten Zweiflern die Tür für den Einstieg in die Switch Ruten Fischerei. Und wenn es eine neue Schnur sein soll, dann greifen Sie zu den neuen Hydros-Schnüren, die es in großer Auswahl gibt.

Tipp: An der Fliegenschnur sollte man nicht sparen! Sie gibt zusammen mit Ihrer Orvis-Rute den Takt vor; diese beiden Komponenten sind es, die im Wesentlichen bestimmen, wie komfortabel und zufrieden Sie in die neue Saison starten.

Machen Sie das Beste aus der neuen Saison – vertrauen Sie auf die Weltmarke Orvis!

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse

Die Manfred Raguse-Kolumne im September

Liebe Orvis-Freunde!

September! Ich halte mich nicht lange mit der Frage auf, ob dieser Monat der schönste für Fliegenfischer ist. Vielleicht stimmt es, richtig ist ganz sicher folgendes: Die kommenden Wochen sind eine höchst interessante Zeit für die klassische Fliegenfischerei.

Forellen und Äschen langen jetzt wieder richtig zu; das Angebot der Eintagsfliegen und schwärmenden Köcherfliegen ist groß und gleichzeitig wird das Wasser endlich wieder frischer. Der Appetit der Fische, das Verlangen, vor dem Winter noch einmal die Kräfte zu sammeln, ist groß. Soweit bekannt, aber immer wieder Grund zur Vorfreude! Und außerdem: Fische wie die Meerforelle (Ostsee) und auch wenig populäre Zielfische wie der Thunfisch, auf den sich in den nächsten Wochen mein Assistent Thies Reimers versuchen wird (ich hoffe auf Erfolg und einen entsprechenden Bericht), reizen zu einem Versuch.

Mich selbst fasziniert der Gedanke, mich mit der Äsche im Frühherbst und Herbst zu beschäftigen. In Norwegen hatte ich in diesem Sommer mittelbar Kontakt mit einem Fischer, der Begegnungen mit wahrhaft riesigen Äschen in der Provinz Hedmark hatte. Es sollen Exemplare über 60 Zentimeter gelandet worden sein. Da schlägt das Fischerherz schneller; wobei: auch Fische mit den bei uns üblichen 35 oder 40 Zentimetern reichen mir am sanften Gerät völlig aus. Mal sehen, ob ich das irgendwie von der Vorstellung in die Praxis umsetzen kann.

Natürlich ist die Auswahl an geeigneten Ruten, Rollen und Schnüren bei Orvis groß. So groß, dass jeder für seinen Geschmack und Geldbeutel die richtige Wahl treffen kann. Für die Äschenpirsch mit den oft geforderten feinen Vorfachspitzen und kleinen Fliegen sind die neuen Glasruten von Orvis beispielsweise höchst interessant. Unlängst erschien ein Fachbeitrag von Bernd Kuleisa in der Zeitschrift FLIEGENFISCHEN, der auf das Comeback der Ruten mit „sanfter Aktion“ hinwies. Das Stichwort Superfine Glass deutet auf die Verwandtschaft dieser Ruten mit den Kohlefaserruten vom Typ Superfine Touch hin. Beide Orvis-Rutenserien haben eine sanfte Aktion und ermöglichen den perfekten Service auf Nahdistanz und die Verwendung von feinsten Vorfachspitzen. Ohne Bruchgefahr im Drill, da die sanfte Aktion scharfe Reaktionen der Fische abpuffert.

Bernd Kuleisa unterstreicht dies in seinem Beitrag: „Die Sache mit dem Abpuffern klappt wirklich, wie ich im Frühjahr diesen Jahres erleben durfte, als ich eine 7.6’ lange 4er Glasrute von Typ „Superfine Glass“ (Orvis) testete. Eine 53er Bachforelle, mehrere kiloschwere Regenbogenforellen, gute Äschen und einen netten Saibling konnte ich in einem zugewachsenen Bach fangen. Nicht ein Abriss innerhalb einer Woche! Obwohl die Kontakte teilweise ganz schön heftig waren Ich benutzte eine 0.16er Spitze und hatte keine Probleme.“

Neben den schnellen Ruten vom Typ Helios 2 oder den schnellen oder mittelschnellen Access-Gerten von Orvis wirken die „sanften Gerten“ mit dem Kennzeichen Superfine wie aus der Zeit gefallen. Sie stehen aber mitten drin und mischen kräftig mit, wenn es um den Fang schöner Fische geht.

Eine Weltfirma kann nur dann behaupten, ein komplettes Programm zu bieten, wenn für jeden Geschmack und jede Spielart des Fliegenfischens das ideale Gerät vorhanden ist. Das gesamte Team und die Marke Orvis stehen genau dafür; Praxisnähe wird gelebt. Die Chefetage und die Angestellten in Vermont und die Fachhändler in aller Welt, die Field-Tester, unsere treuen Kunden – nicht zuletzt auch wir vom www.orvis.de – Team: Wir freuen uns auf den September!

Mit herzlichem Gruß!

Manfred Raguse

P.S. Obwohl wir in Norwegen den wärmsten Sommer aller Zeiten erlebten, endete die Saison noch recht gut. Sobald der Regen kam wurde die Fischerei besser und ich hatte sogar das Glück, den größten mit der Fliege gefangenen Lachs an der Gaula zu fangen