Fliegenfischen auf Hecht in Holland

Wirft man einen Blick auf eine Landkarte der Niederlande, so ist man überrascht, über welche Gewässervielfalt dieses flächenmäßig überschaubare Land verfügt. Besonders interessant ist das Fliegenfischen auf Hecht in den holländischen Poldern!

Hecht 80 cm Fliegenfischen auf Hecht in Holland

Neulich, beim Fliegenfischen auf Hecht in Holland, fing Nico diesen Hecht, 80 cm lang, mit einem schwarzen Streamer und seiner Helios Covert 908 von ORVIS.

Für den Fliegenfischer besonders interessant sind die von zahlreichen Entwässerungsgräben durchzogenen Poldergebiete, wie es sie insbesondere in den Provinzen Noord- und Zuidholland, Utrecht oder Brabant gibt. Diese Gräben wirken zunächst recht unscheinbar, sind oft nicht besonders breit und überschreiten meist auch nicht die Metertiefe. Dennoch beherbergen sie einen hervorragenden Fischbestand, wobei für den Fliegenfischer insbesondere die Hecht-Fischerei zu erwähnen ist. Besonders im Herbst und im Winter ist jederzeit der Fang eines Meterfisches mit dem Streamer möglich!

Zander und Barsch sind dabei gelegentlich willkommene Beifänge. Im letzten Spätherbst konnte Nico von der FFN Pro Shop-Crew sogar einen 188 cm langen Wels mit dem Streamer überlisten. Überraschungen sind also jederzeit möglich.

Ein typischer Polder in Holland. Diese Entwässerungsgräben sind meist nur einen Meter tief und nicht sehr breit. Ideal für das Streamerfischen auf Hecht mit der Schwimmschnur.

Die Herbst- und Winterfischerei an den Poldern ist für den Fliegenfischer daher ein willkommener Ausgleich während der Salmoniden-Schonzeit. Jetzt sind die Raubfische zwar nicht so spritzig, aber welcher Köder lässt sich langsamer führen als ein Streamer? Zudem fischt das Auge mit, und die Hechtattacken sind in den flachen Gewässern häufig gut zu erkennen und sorgen für den plötzlichen Adrenalinschub. Das Werfen mit den großen Streamern ist an den Poldern auch kein Problem, da meist keine Hindernisse im Uferbereich zu finden sind.

Fliegenfischen auf Hecht in Holland: Saison, Revier und Fischarten

Die Raubfischsaison erstreckt sich normalerweise vom 1. Juli eines jeden Jahres bis zum   28. Februar des Folgejahres. Örtlich können Sonderregelungen gelten.

Wie oben erwähnt, sind die Provinzen Noord- und Zuidholland, Utrecht oder Brabant besonders interessant. Hinweise zu Gewässern erhält man über www.visplanner.nl

Bei Eingabe des Zielortes ist hier auch ersichtlich, in welchen Gewässern man mit dem notwendigen Vispas angeln darf (im Visplanner dunkelblau gekennzeichnet). Anhand des Visplanners kann man seine Angeltour hervorragend vorplanen

In den Poldergewässern gibt es einen ausgezeichneten Hechtbestand. Daneben findet man neben nahezu allen Friedfischarten auch Zander und Barsch – und gelegentlich auch Wels.

In den Niederlanden wird Catch & Release besonders groß geschrieben. Vielfach ist das Töten der Hechte strengstens verboten.

 Tipps zum Fliegenfischen auf Hecht in Holland

Echte Hotspots sind solche Durchläufe. Hier stehen fast immer Hechte, denn die Weißfische müssen diese Engstellen passieren und sind so leichte Beute.

Der Wasserstand spielt beim Fischen in den Poldergewässern keine Rolle, er ist meist gleichbleibend. Dennoch empfiehlt sich vor Planung einer Tour im Winter der Blick in die Wetterkarte. Bei länger anhaltenden Minustemperaturen frieren die strömungsarmen Entwässerungsgräben auch schon einmal zu.

Die Entwässerungsgräben verfügen über viele Übergänge, beziehungsweise Durchläufe. Diese sind leicht zu erkennen und sind Hotspots für den Hecht. An diesen Stellen findet man in der Regel immer Fisch. Aber auch auf der Strecke kann man immer Beute machen.

Empfehlenswert sind Fliegenruten in den Klassen 8 bis 10 mit 9 Fuß Länge. Dazu eine passende Schwimmschnur für Hecht oder eine Schnur mit Intermediate-Spitze, das reicht in den flachen Gewässern aus. Nicht vergessen: solide Hecht-Vorfächer.

Streamer von 15 bis 25 cm Länge, gern in Grüntönen, im Firetiger-Design oder simpel in schwarz mit ein wenig goldfarbenem Flash mögen die Hechte in den Poldern besonders gerne

Angelkarten für das Fliegenfischen in Holland

Rainer Klockow fing beim Streamerfischen in Holland diesen schönen 90er Hecht. Er fischte mit der ORVIS H2 Covert 908.

Den in den Niederlanden erforderlichen Vispas kann man online bestellen über: www.vispas.nl

Daneben ist der Vispas in der Regel auch in den örtlichen Angelgeschäften erhältlich. Die Kosten bewegen sich, je nach Region, um 40 Euro für das Jahr. Mit dem Vispas kann man eine Vielzahl von Gewässern in den Niederlanden beangeln. Nähere Informationen sind der mitgelieferten Broschüre zu entnehmen, sie finden diese auch auf www.visplanner.nl

Wertvolle Tipps und Auskünfte zum Fischen und zum Gerät erhalten Sie von:

Fly Fishing Nation Pro Shop GmbH
Auf dem Berlich 30
D-50667 Köln
Tel.: 0221/1690 1348
www.ffnproshop.com

Die perfekte Fliegenschnur für den Hecht: Hydros Bank Shot Sink Tip

Sie suchen eine gute Fliegenschnur für das Fliegenfischen auf Hecht? Die Hydros Bank Shot Sink Tip sollte Ihre Suche beenden! Sie ist perfekt für das Fischen mit großen Streamern. Die Hydros Bank Shot Sink Tip ist das ORVIS-Produkt des Monats!

Die Fliegenschnur für das Fischen mit dem Streamer auf Hecht von Orvis heißt  Bank Shot Sink Tip

Bank Shot Sink Tip heißt die neue Fliegenschnur von ORVIS . In den niedrigen Schnurklassen hervorragend für das Streamerfischen auf Forellen, in den höheren Klassen perfekt für das Fischen mit dem Streamer auf Hecht.

Die Hecht Saison startet vielerorts am 1. Mai, und gerade jetzt zum Saisonstart stehen die Fische noch relativ flach. Oftmals allerdings dann doch etwas zu tief, um sie mit der Schwimmschnur vernünftig befischen zu können. Klar, man kann dem großen Hecht-Streamer auch noch einen großen Tungsten-Conehead vorschalten, allerdings lässt sich diese Kombination wirklich schlecht werfen.

Die Hydros Bank Shot Sink Tip von ORVIS  ist die perfekte Fliegenschnur für den Hecht

Die Alternative ist eine Schnur mit einer Sinkspitze und einem schwimmenden Kopf. Mit dieser sind zwar keine Wassertiefen von 6 oder mehr Metern zu erreichen, allerdings ist dies früh in der Saison auch meist nicht nötig. Die Hechte stehen meist flacher, und für solche Bedingungen ist die Hydros Bank Shot Sink Tip von ORVIS genau die richtige Schnur!

Sie besitzt den sehr schweren und kompakten Kopf der Hydros HD Bank Shot, ist allerdings mit einer sinkenden Spitze ausgestattet. Die Sinkrate der Spitze der Hydros Bank Shot Sink Tip variiert je nach Schnurklasse:

WF 5: Sinkrate 5 ips (12,7 cm/Sekunde)
WF 6: Sinkrate 6 ips (15,2 cm/Sekunde)
WF 7: Sinkrate 7 ips (17,8 cm/Sekunde)
WF8: Sinkrate 8 ips (20,3 cm/Sekunde)
WF 9: Sinkrate 9 ips (22,9 cm/Sekunde)
WF 10: Sinkrate 10 ips (25,4 cm/Sekunde)

Die Hydros Bank Shot Sink Tip hat den Test von “Fisch&Fang” bereits bestanden

Mit dieser sehr kompakten Schnur werfen Sie auch noch die größten Streamer ohne Probleme! Die sehr dezente Farbe der Hydros Bank Shot Sink Tip hat zudem eine sehr geringe Scheuchwirkung, was gerade bei einem viel befischten Gewässer ein echter Vorteil ist!

Fliegenfischen mit dem Streamer und Hydros Bank Shot Sink Tip auf Hecht.

Birger mit einem tollen Hecht, den er mit der Hydros Bank Shot Sink Tip und seiner Clearwater Rute von ORVIS landen konnte.

Birger Domeyer von der Zeitschrift „Fisch&Fang“ hat die Schnur schon vor der Schonzeit getestet und war mit der Performance sehr zufrieden. Dass man mit dieser Hydros Bank Shot Sink Tip auch schöne Fische fangen kann, hat Birger dann auch gleich mit einem schönen Hecht unter Beweis gestellt.

Sollten Sie noch nicht die richtige Hecht-Schnur für den Saisonstart auf Ihrer Rolle haben, dann schauen Sie mal bei Ihrem ORVIS Händler vorbei und gucken Sie sich die Hydros Bank Shot Sink Tip einmal genauer an!

Bank Shot Sink Tip Taper Fliegenschnur Streamer Hecht

Die spezielle Taperung der Bank Shot Sink Tip Taper (hier als Beispiel eine WF 5) macht diese Leine zu einer perfekten Fliegenschnur für das Fischen mit dem Streamer auf Hecht in den höheren Schnurklassen. Aber auch in den niedrigen Schnurklassen gibt es viele Einsatzbereiche.

 

Technische Daten der Hydros Bank Shot Sink Tip von ORVIS

(Längenangaben der Taper in Meter)

Klasse

Tip

Tip Taper

Sink Front Taper

Sink/Float Transition Taper

Front Taper

Belly

Rear Taper

Handling Line Taper

Running Line

Head Length

Total Length

Weight 9,14 m in g

WF 5

0,15

0,15

2,4

0,15

1,98

1,8

0,60

6,1

16,7

6,7

30,5

13,6

WF 6

0,15

0,15

2,4

0,15

1,98

1,8

0,60

6,1

16,7

6,7

30,5

15,5

WF 7

0,15

0,15

2,4

0,15

2,1

1,8

0,60

6,1

16,7

7,0

30,5

17,5

WF 8

0,15

0,15

2,4

0,15

2,1

1,8

0,60

6,1

16,7

7,0

30,5

19,4

WF 9

0,15

0,15

2,4

0,15

2,28

1,98

0,60

6,1

16,4

7,3

30,5

20,4

WF10

0,15

0,15

2,4

0,15

2,28

1,98

0,60

6,1

16,4

7,3

30,5

21,4

 

Die perfekte Fliege für den Herbst? Hechtstreamer aus Meisterhand

Werner Steinsdorfer bindet für Sie Hechtstreamer, die es in sich haben. Er kann es eben, der Werner. Hier seine Bindetipps!

Bindeanleitung

Haken : Gamakatsu LS-5013F in 4/0 und 6/0
Bindegarn: UTC 140 schwarz
Bucktail: Farbe passend.
Schwanz: Orvis Marabou Strung
Körper: Orvis ICE Chenille Standard
Schwingen: Orvis Marabou Strung
Glitterfäden: Orvis Krinkle Mirror Flash
Augen: Messing T-Augen 4,8 oder 5,5 mm

Haken einspannen und Faden anlegen. Wicklung nach dem Öhr ca. 1 cm dann Messingaugen in Achterwicklung am Haken unten einbinden. Grundwicklung bis zum Hakenbogen. Ein kleines Büschel Bucktail einbinden (des verhindert dass sich das Marabou beim Wurf um den Hakenbogen legt). Dann einen Marabou Strung (z.B. Weiß) anbinden mit einigen Fäden Mirror Flash, danach weiteren Strung (z.B. Pink) einbinden, darauf wieder ein paar Fäden Mirror Flash (z,B. Rootbeer) und schräg abschneiden, das gibt einen besseren Übergang. ICE Chenille ca. 15 cm lang anwinden und 3-4 Wicklungen machen und mit dem Faden festlegen. Wieder einen Marabou Strung einbinden, nur etwas kürzer als beim Schwanz (z.B. Weiß) den Faden wieder vorlegen und wieder 3-4 Wicklungen mir dem ICE Chenille machen und festlegen. Erneut einen kurzen Marabou Strung einbinden und das ICE Chenille bis kurz vor die Augen wickeln, abbinden und Rest entfernen. Wieder einen Marabou Strung einbinden, dieser sollte länger sein (z.B. Pink) Rest abschneiden und Krinkle Mirror Flash darüber legen und einbinden. Mit dem Faden eine Schlaufe legen, Marabou in die Klemme legen und Kiehl weg schneiden. Das Marabou in die Schlaufe stecken, den Faden mit dem Twister spannen und die Klemme öffnen. Das Marabou (z.B. Rot) verdrallen, einige Windungen hinter den Augen machen und den Rest vor die Augen bis zum Öhr wickeln. Wenn zu wenig Marabou in der Schlaufe ist, erneut Marabou eintwistern und bis zum Öhr auffüllen. Kopf wickeln, so dass das Marabou ein wenig nach hinten gedrückt wird. Kopf mit UV Lack abschließen. Um den Streamer haltbarer zu machen, sollte man nach jedem Arbeitsschritt alles mit einem wasserfesten Sekundenkleber sichern.

Viel Spaß beim Binden und beim Hechtfang, Euer Werner!

ORVIS-Fliegenfischerschule & Shop
Werner Steinsdorfer
Platanenallee 41
D-93333 Neustadt / Donau
Tel:       0049 (0) 9445 970 455
Mob:     0049 (0) 160 185 39 69
Mail:     flifi-steinsdorfer@t-online.de

Die Manfred Raguse-Kolumne im Juni

Liebe Orvis-Freunde!

Herzlich willkommen zur Urlaubszeit, zur Hochsaison, zur großen Zeit der Fliegenfischerei nahezu überall! Ja, ein wenig Enthusiasmus schwingt mit bei mir, denn ich befinde mich jetzt in Norwegen in meiner zweiten Heimat an der Gaula.

Die Bedingungen kurz vor Saisonstart Ende Mai sehen sehr gut aus, wir erwarten eine gute Saison, in erster Linie durch zahlreiche Großlachse.

Im Mai: Nach 7-8 Minuten Entertainment verlor dieser Nachläufer (87 cm) die Geduld und packte meinen Pike Bunny

Wie sieht es in der Heimat bei uns an den Forellenflüssen aus?

Der erfahrene Fliegenfischer hat sicher mehrere Orvis-Ruten zur Hand, die er jetzt ans Wasser führen kann. Auch eine vom Typ Recon?

Im Mai: Ein Besuch am Heidebach bescherte mir bei bestem Wetter u.a. diese 40er Bachforelle.

Dazu mein persönlicher Tipp: Wem der Sprung in die Oberklasse zu Helios 2 zu teuer ist, dem kann ich aus jetzt schon gebührender Erfahrung das mittlere Preissegment von Orvis – eben die Recon-Gerten – sehr empfehlen. Auch diese vereinen eine enorme Leichtigkeit mit Wurfpräzision. Der Transfer von hochmoderner Orvis-Technologie wirkt sich äußerst positiv aus: spritzig, herrlich leicht in der Hand, kampfstark (Rückgrat!) im Drill.

Alle Ruten werden in den USA hergestellt und sind ihr Geld auch deshalb wert, weil die großzügige Orvis-Garantie beim Erwerb mitgekauft wird. Das lohnt sich, denn mit der Garantie im Rücken fischt es sich einfach unbeschwerter. Obwohl: Ich habe Recon-Ruten auf Reisen mitgeführt und wirklich hart belastet. Fazit: Daumen hoch, super!

Recon-Ruten sind ähnlich robust wie die vom Typ Helios 2 – was uns allen das gute Gefühl gibt, nicht nur herrliche Wurfinstrumente zu besitzen sondern zugleich solche, die sich in der harten Praxis hervorragend bewähren.

Man findet einfach nichts zu bemängeln an der Segmentierung des Orvis Ruten Angebotes mit bester Qualität für jeden Geldbeutel: Good, better, best! Ganz oben Helios 2, dann Recon in der Mitte und Clearwater als Basis – alle drei Segmente bieten höchste Qualität für den Preis, den Sie zahlen.

Der Kauf einer Orvis-Gerte bereitet Freude, die lange währt!

Dieser Satz gilt! Und zwar uneingeschränkt.

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse

Kurz und gut!

Im Januar stellte an dieser Stelle Thies Reimers eine besonders interessante Recon-Rute vor. Werner Steinsdorfer (www.flyfishing-steinsdorfer.com) hat sich ebenfalls mit diesem Gerät beschäftigt. Hier seine Erfahrungen beim Hechtfischen mit der Recon 7119-4.

Werner Steinsdorfer mit einem schönen Hecht, den er mit der Recon 7119-4 fangen konnte.

Werner Steinsdorfer: „Leider war die Fischerei auf den Seychellen diesmal nix und ich konnte meine neue Recon 7119-4 erst daheim richtig am Fisch testen. Die Rute wirft sich sehr gut und ermüdungsfrei auch mit großen Streamern. Sie ist so kurz, dass ich jetzt Stellen befischen kann, an denen ich mit einer 9ft Rute Probleme hatte. Und sie ist lang genug, um beim Rückwurf übers Schilf zu kommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man den Streamer bis vor die Füße strippen kann. Zwischen den Weiden kann ich fast jede Lücke nutzen und da noch werfen, wo es mit meinen 9ft Ruten unmöglich war.

Zur Praxis: Nach meinen Urlaub auf den Seychellen brauchte ich ein Erfolgserlebnis, sonst hätte ich am Rad gedreht. Nach meinem zweiten Arbeitstag machte ich eine kurze Pause an der Abens in Bad Gögging, um ein paar Würfe zu machen, Bingo, schon nach 5 Minuten knallte es in der Rute. Ein schöner Hecht mit 76 cm machte mit dieser Rute mächtig Spaß. Am nächsten Tag nach der Arbeit machte ich einen Abstecher an die Kels um die Rute dort zu fischen wo ich mit der langen Rute nicht werfen konnte, unter den Weiden bei einer Brücke. Oben kein Platz, hinten wenig Platz und der Streamer landete genau am Punkt. Auch der zweite Wurf gelang mühelos und nach ein paar Strips knallte es schon wieder. Diesmal war die Gegenwehr größer, jetzt zeigte sich, dass die Rute mit einem 90er Hecht spielend fertig wird – auch wenn man bei einer Flucht voll dagegen hält, damit er nicht in einen Biberbau flüchten kann. Zwei Tage später konnte ich an derselben Stelle noch einen Hecht mit 75 cm fangen. Ich habe mit dieser kurzen Rute meinen Aktionsradius beim Hechtfischen enorm erweitern können! Ein tolles Gerät!“

Sieben Fuß plus elf Zoll: Was sind denn das für Recon-Ruten?

Thies Reimers pirschte sich langsam, aber sicher an einige Recon-Ruten heran, die etwas anders sind. Die ungewöhnliche Länge von 7’ 11’’ gibt zu denken. Aber nachdenken lohnt sich in diesem Fall!

Als die neuen Recon Ruten von Orvis 2015 auf den Markt kamen, ja – eigentlich schon, als ich die Auflistung der neuen Modelle im Spätsommer 2014 sah, fiel mir eine Sache schnell auf: Was sind das für „komische“ Ruten mit Bezeichnungen wie „7119-4“? Im ersten Moment dachte ich an Switch Ruten, doch da Orvis im Gegensatz zu anderen Herstellern erst die Rutenlänge und dann die Schnurklasse angibt, konnte das nicht sein. Das mussten also Ruten von 7′ 11” in den Klassen 8, 9 und 10 sein. Warum und wofür?

Eine Recon 7’11 in der Klasse 9 und große Streamer : das ist eine perfekte Kombination.

Als vorläufige Antwort konnte ich ermitteln, dass diese Länge beispielsweise bei Bass Tournaments die maximal zugelassene Länge ist und solche Ruten für diesen Markt produziert werden. Okay, dachte ich mir, aber was sollen wir dann hier in Europa mit diesen 2,41 m langen Ruten? Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich das lange gefragt – bis zum Herbst 2015! Als nun zufällig einige Ruten aus dem UK für das Händlertreffen in Deutschland bei uns eintrafen, waren zwei dieser ominösen 7’11” Ruten im Karton. Okay – angucken kann man sich die ja mal… Also, Rutenrohr aufgeschraubt, zusammengesteckt und beim ersten Anwippen glaubte ich (vom Gewicht her) eine Rute der Klasse 7 in der Hand zu haben und zwar eine mit ordentlich Power! Es war aber die Recon 7’11” in der Klasse 9, die mit einem Gewicht von nur 104 g (!!) – eben hier im Büro gewogen –  als Super-Leichtgewicht gelten kann.

„Die muss ich zum Hechtfischen mitnehmen!“ Das war mein erster Gedanke. Doch bis zum nächsten Tag am Wasser sollte es noch ein bisschen dauern, denn es folgte das Händlertreffen in München. Natürlich konnte ich es nicht lassen, die Rute sofort den Händlern in die Hände zu drücken, die alle ein ähnliches Gefühl hatten: „Donnerwetter, die ist aber leicht!“

Werner Steinsdorfer bestellte sich selbst direkt eine für seinen Trip auf die Seychellen und Peter Ebert eine zum Hechtfischen. Zwei Wochen später war ich dann auf der Hausmesse bei Thomas Dürkop, dem ich ebenfalls die Rute sofort empfehlen wollte. Lässiger Kommentar: „ Kenne ich schon, steht hier, guck mal…“

Am nächsten Tag wollte ich jetzt aber die Rute sofort testen. Holger Lachmann (www.theonefly.com) war so nett und gab mir noch eine seiner tollen Hechtfliegen mit. Am Wasser merkte ich dann sofort, dass diese Rute perfekt ist für das Hechtfischen mit großen Streamern. Grund: Durch das geringe Gewicht und den schlanken Blank ermöglicht sie ein fast ermüdungsfreies Fischen.

Ab und zu verirrt sich auch in Hamburg mal ein Zander an die Fliege.

Selbst vom Belly Boat aus (ich hatte da zu Anfang Bedenken) ist die „komische Länge“ super! Eines ist auf jeden Fall sicher: Die Recon 7’11” in der Klasse 9 wird mich demnächst öfter zum Hechtfischen begleiten und die 7’11 in der Klasse 8 werde ich so schnell wie es geht an der Küste testen! Diese seltsame Länge von 7’11 muss man sich also merken! Schauen Sie sich doch die entsprechenden Modelle einmal bei Ihrem Fachhändler an!

Helios 2 im Hechttest

Orvis-Händler suchen den engen Kontakt zur Praxis, ohne den eine kompetente Beratung ja auch gar nicht möglich ist. Werner Steinsdorfer aus Neustadt / Donau ist einer von ihnen (www.flyfishing-steinsdorfer.com). Werner nutzte den Besuch eines Kunden, um ihm die Vorzüge der von ihm neu erworbenen Helios 2 # 8 zu demonstrieren. Also gingen beide gemeinsam an den Heimatfluss unseres Händlers, an die Abens, und es wurde gestreamert. Und zwar auf Hecht!

          Christoph Dudy mit seinem Hecht den er mit seiner neuen Helios 2 fing!

Ein Doppelschlag unterstrich die Qualität der Wahl, denn beide – Werner Steinsdorfer und sein Kunde Christoph Dudy, konnten einen Hecht erwischen, wie unsere Fotos zeigen. Dass der Esox von Herrn Dudy etwas kleiner ausfiel als der Prachthecht von Werner, das tat der Freude über den Test mit sofortigem Erfolg keinen Abbruch.

Und wie groß war der Fisch von Werner Steinsdorfer? 10 Pfund? Wir fragten ihn: „Na, ein bisserl größer schon…“

                                         Werner Steinsdorfer mit seinem tollen Hecht.

Unser Kommentar auf Thema „Test auf Hecht“: nicht schlecht, Herr Specht! Die Helios 2 # 8 ist wirklich eine tolle Raubfischrute!

Testen auch Sie die besondere Qualität von Helios 2!

Manfred Raguse-Kolumne im Oktober

Liebe Orvis-Freunde!

Die Saison geht in die herbstliche Phase. Kein Grund zur Melancholie!

Es gibt viel zu tun. Äsche, Hecht und dann auch bald Huchen stehen jetzt auf unserer Sehnsuchtsliste ganz oben. Klare Luft, gefärbtes Laub, angenehme Temperaturen für Bewegungsfischer: Wer will darüber klagen?

Viele denken, ich wäre ein reiner Lachs- und Meerforellenfischer, aber ich habe schon immer gern auch auf die anderen einheimischen Salmonnidenarten, sowie Hechte und Barsche gefischt. Und durch zahlreiche Dienstreisen zu Orvis in die USA, bei denen immer viel gefischt wird, habe ich eine ganze Reihe anderer Spezies kennengelernt, vom Striper auf Martha’s Vineyard bis hin zum Redfish in der Umgebung von New Orleans. Auf jeder Reise ist die Fliegenrute dabei. Mein Herz schlägt aber auch sehr stark für den Hecht. Und ich würde mich freuen, wenn ich Sie motivieren könnte, es auch zu versuchen.

Streamern auf Hecht verlangt in ganz besonderem Maße nach dem richtigen Gerät und der richtigen Technik, insbesondere beim Anschlag! Sonst kann die Sache nicht gelingen!

Eine kraftvolle Rute muss her. Spätestens seit der Einführung der Thermoplastic Technologie hat Orvis hier viel zu bieten.  Hier fällt mir eine Episode von vor einigen Jahren auf einem Golfplatz ein, wo ich den Fulling Mill Hechtstreamer an der legendären Orvis T3 (9’ # 8) fischte, die erste Rute in dieser neuen Technologie . Die Angelwoche war mit der Kamera dabei…

Das, liebe Orvis-Freunde, war die Vergangenheit.  Die Gegenwart heißt Helios 2!!

Die wunderbar leichten und enorm leistungsstarken Helios 2-Ruten kann man kaum noch mit früheren Gerten (oder heutigen Top-Ruten anderer Firmen) vergleichen. Eine 8er oder 9er Helios 2, handmade by Orvis/Vermont, liegt in der Hand wie eine Rute früheren Typs, die drei Schnurklassen leichter war; es ist phantastisch, das zu erleben.

Schauen Sie sich bitte die neuen Helios 2 -Ruten einmal in Bezug auf die Aspekte „Herbst/Huchen/Hecht“ an. Mein Assistent Thies Reimers hatte kürzlich über seine guten Erfahrungen beim „Hard-Core-Streamern“ am Fjord berichtet und seine Rute war die Helios 2 in  9’ # 8. Thies ist von dieser Rute absolut überzeugt und auch ich bin von ihr begeistert!

Natürlich möchte ich auch Huchenfreunden die Helios 2-Qualität sehr ans Herz legen.

Hoch aktuell ist allerdings nach wie vor die richtige Großfliege, z. B. der fängige Streamer den ich bereits auf dem Golfplatz fischte, ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg auf Hecht und Huchen. Mein Tipp: Viele Orvis-Händler bedienen sich der großen Auswahl aus dem Angebot von „Fulling Mill“. Die Streamer von Fulling Mill sind einfach Klasse und wurden von uns mit Erfolg getestet!

Mehr als ein paar Hechtfliegen von Fulling Mill braucht man nicht.

Fragen Sie Ihren Fachhändler nach den Fliegen von Fulling Mill, nicht nur für Hecht, sondern auch für Lachs, Meerforelle, Forellen am Bach und am Teich! Fulling Mill bietet viele Spezialfliegen für alle Einsatzbereiche, die sonst schwer zu besorgen sind, wie zum Beispiel die Lieblingslachsfliege von Bernd Kuleisa namens Cascade (bekannt aus dem Buch „Einfach auf Lachs“).

Lassen Sie den Herbst in Ihr Herz!

Nutzen Sie die letzten warmen Tage für die Äschenpirsch! Und was tun, wenn der erste Frost kommt? Na klar: Fischen Sie einfach auf Hecht!

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse

Hochwasser + Helios 2 = HECHT!

Unser Orvis-Händler Werner Steinsdorfer aus Neustadt an der Donau ist nicht zu stoppen. Trotz Hochwasser an seiner Kels fing er mit seiner neuen 8er Helios 2 mehrere gute Hechte. Ein schönes Foto dokumentiert dies. Der Fang ereignete sich am 31.Mai mitten in der Hochwasserperiode, die Deutschlands Süden momentan voll im Griff hat.
Dies nur als Anregung: nicht aufgeben, liebe Orvis-Freunde!

                     Werner Steinsdorfer fing diesen tollen Hecht mit seiner neuen Helios 2.