Zweihandrute: Lachsfischen ohne Wecker

Früh aufstehen – das lohnt sich beim Lachsfischen. Aber, so Bernd Kuleisa, der Wecker muss nicht an die Zweihandrute geschraubt werden…

Einst wurden schwere Rollen an die Zweihandruten geschraubt, doch heute ist Lachsfischen ohne “Wecker” angesagt.

Die schweren, dicken „Lachswecker“ als Rolle – das war früher sinnvoll, aber Zweihand- und Switchruten von heute sind federleicht. Ich habe letztes Jahr an der Gaula eine ORVIS Hydros SL in der Größe 4 (erstmals) nicht nur für meine Switch-Rute benutzt, sondern auch an meiner 13.6’ Helios Zweihand. Die Rolle schien mir vorher dafür zu leicht und auch zu klein– welch ein Irrtum!

Herrlich leicht in der Hand fühlte sich das an und genug Backing ging auch noch auf die Rolle. Und: Zwei besonders schöne Lachse konnte ich mit der leichten Kombi fangen. Einen 5 kg Fisch und einen über 10 kg!

Nette Episode: Für den kleineren Fisch klingelte ich während des Drills Thies Reimers an, damit er ein schönes Foto machen könnte. Er kam sofort angebraust und es klappte. (Danke, Thies!)

Lachsfischen ohne Wecker – aber um diese Uhrzeit mit Weckruf?

Bernd Kuleisa fischt schon eine kleine Ewigkeit mit der Zweihandrute auf Lachs, für dieses Foto eilte Thies Reimers mit der Kamera herbei.

Den großen Lachs drillte ich auch, während Thies in der Nähe war – doch Thies schlief allerdings noch um 4 Uhr morgens im Tilseth Haus und ich überlegte „Anrufen oder nicht?“ Nein, dafür war’s zu früh. Allerdings nicht zu früh für meine riesige Freude über den Fang!

Mancher hat mich schon gefragt: Gewöhnt man sich an den Fang von 10 kg Lachsen irgendwann? Nein, ich nicht und so viele waren es nun auch wieder nicht in meinem Leben, dass es langsam langweilig werden könnte.

Allen Lesern dieser Homepage gönne ich in dieser 2018er Saison gern einen Großlachs! Vielleicht diesmal mit einer herrlich leichten ORVIS-Rolle

Zweihand-Kurse mit Bernd Kuleisa

Bernd Kuleisa ist übrigens Autor des Standardwerks „Erfolg mit der Zweihand“ und bietet eintägige Zweihandkurse an.

Bernd Kuleisa fischt mit der Zweihandrute nicht nur auf Lachs, er setzt diese Rute auch in seiner Heimat ein und fängt mit beim Fliegenfischen in Norddeutschland vor allem Meerforelle, Hecht und Rapfen.

Die Kurse finden ganzjährig in Schleswig-Holstein an einem größeren Fließgewässer statt, also unter echten Bedingungen, die dem Lachsfischen in der Praxis nahekommen.

Die Besonderheit: Pro Tag widmet sich der nur einer Person ganz intensiv. Zudem kann der Termin individuell in Absprache mit dem Kursleiter frei gewählt werden. Der Kursinhalt: Gerätekunde (Rute, Rolle, Schussköpfe, Fliegenwahl) und Wurftraining mit dem Schwerpunkt Spey- und Unterhandwurf.

Kontakt zu Bernd Kuleisa:
Tel. 04821-892050
E-Mail: kuleisa.bernd@t-online.de

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage von Bernd Kuleisa.

Für die Lachsfischerei an der Gaula kontaktieren Sie bitte: info@internationalflyfishersclub.com

Weitere Infos zur Gaula finden Sie auf www.internationalflyfishersclub.com

Kursleiter, die Orvis vertrauen: Bernd Kuleisa

Die neue, lockere Folge von Beiträgen stellt Kursleiter vor, die Orvis-Geräten vertrauen und auf diese Weise demonstrieren, dass sie Wert auf eine perfekte Ausrüstung legen.

Bernd Kuleisa (zweiter von rechts), hier bei einem Fliegenfischen-Kurs zum Thema Switch bei adh, vertraut in seinen Kursen auf Gerät von Orvis.

Kursleiter, die Orvis vertrauen: Bernd Kuleisa

Zweihandkurse sind die Spezialität von Bernd Kuleisa. Wobei die Besonderheit darin liegt, dass auch Switchruten-Kurse von Bernd angeboten werden.

Zu den Orvis-Switchruten stellt Bernd Kuleisa folgendes fest: „Helios-Switch heißt die Antwort, wenn nach leichten und trotzdem leistungsstarken Zweihandruten gefragt wird. Sie sind super und etwas anderes gebe ich meinen Kursteilnehmern nicht in die Hand!“

Termine seiner Kurse finden Sie auf der Homepage von Bernd Kuleisa:
www.bernd-kuleisa.de

Jetzt auch Island erprobt – meine 7er Recon!

von Bernd Kuleisa

Wo leben die wildesten Bachforellen Europas? Wo bläst der Wind in Stärke 7 von vorn? Was nimmt man auf die Reise dorthin mit?

Zu Frage 1 und 2: Island!
Frage 3: eine 7er Recon!

Ich kann es kurz machen im Telegrammstil: War auf Island im Juli. Toll. Super Forellen, ungeheuer kampfstark. Hatte meine 7er Recon mit. Gute Idee! Genau die richtige Antwort auf alle Forellenfragen, wenn es um 60er Fische geht. Foto gefällig: Bitte!

Eine 62er Bachforelle, die sich dem Trio (bestehend aus Recon-Rute, Access-Rolle und BK) fügen musste.

Wer keine Recon hat, sollte das sich noch mal überlegen. Moderater Preis, super Leistung!

Clearwater-Zweihand bestens bewährt!

von Bernd Kuleisa

Manchmal lege ich meine innig geliebte 13.6er Helios Zweihand beiseite und greife zur Clearwater 13.6’. Warum? Weil auch diese Orvis-Rute richtig gut ist.
Zweihandfischen und Zweihandkurse leiten – beides ist meine Passion. Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass nicht jeder sich eine Top-Rute leisten will und mancher gern „gut, aber günstig“ vorzieht. Und da ist Clearwater eine Entscheidung, die man nicht bereut!
Auch in meinen Kursen in diesem Jahr kam die Clearwater 13.6, die ich zur Demo immer dabei habe, regelmäßig gut an. Sie macht bestens mit, vermittelt ein vollmundiges Wurfgefühl. Gerade für Einsteiger ist das ideal.
In diesem Juli konnte ich mit der Clearwater sogar eine meiner schönsten Meerforellen überhaupt fangen: 81 cm, 7 Kilo.

Bernd Kuleisa mit seiner 7 kg Meerforelle. Nein, nicht aus dem Rio Grande. Auch deutsche Meerforellen können stattlich sein.

Als Rolle benutzte ich eine Hydros der jetzt ausgelaufenen Serie, die nun vom Typ Hydros SL abgelöst wurde. Die „alte“ ist gut, die neuen Hydros SL sind vielleicht noch besser, aber ich kaufe mir nicht jedes Jahr eine neue Rolle; wobei… die SL reizt mich schon…

Schaun wir mal!

Hart am Wind mit der 7er Recon!

von Bernd Kuleisa

In diesem Jahr zum Hornhechtzeit hatte ich Gelegenheit die 7er Recon (9’) zu testen. Der Wind blies in Stärke 4 aus Ost; einige Böen hatten sicher Sturmstärke. Da die Fische an einer Stelle nahe Neustadt bereits am Vortage lokalisiert worden waren, ließ ich mich auf das Fischen gegen (!) den Wind ein. Also tief eingewatet und – schwupp – mit Doppelzugunterstützung gelangen durchaus Würfe bis 20 Meter. Donnerwetter!

Bernd Kuleisa im Hornhechtdrill bei Starkwind von vorn. Die Recon jedoch „steht“ wie eine Eins!

Ein besseres Zeugnis für eine 7er gibt es nicht! Selbst bei Bedingungen hart an der Unfischbarkeitsgrenze bewährte sich die Rute mit ihrer flotten Aktion, die meine Würfe wirkungsvoll durch den Wind stechen ließ.
Eine schöne Erfahrung! Ich werde die Rute nun mit sehr viel Vertrauen auch an anderen Gewässern einsetzen und weiter darüber berichten, wie sie sich unter normalen Bedingungen schlägt. Fortsetzung folgt also!

Ein schöner Horni für Bernd und seine 7er Recon!

Ein schöner Horni für Bernd und seine 7er Recon!

Hornhecht-Kurs bei Kalles Angelshop: Die Silberpfeile waren zur Stelle!

von Bernd Kuleisa und Thies Reimers

Kai Rohde mit dem glücklichen Kursteilnehmer Philipp Lingohr, der sich sehr geschickt anstellte und dessen Ausdauer mit zwei Fischen belohnt wurde.

Vor wenigen Tagen (am 7. Mai) fand erstmals ein Orvis-Hornhechtkurs statt, der nah bei Neustadt bzw. unserem Orvis-Händler „Kalles Angelshop“ an der Ostsee durchgeführt wurde.

Kursteilnehmer Marc Ochsen verbesserte dank der Tipps von Thies Reimers seine Wurftechnik.

Dank toller Organisation von der Familie Rohde (zu loben sind alle: Karin, Kalle und Kai, der mit ans Wasser kam), konnten Thies Reimers und Bernd Kuleisa den Kursteilnehmern einen schönen Fischertag auf Hornhecht bereiten. Abgesehen von kulinarischen Highlights wie Brötchen zum zweiten Frühstück, leckerem Kuchen am Nachmittag und zuletzt auch gegrillten Hornhechten am Strand stand die Fischerei im Mittelpunkt: Sie waren „da“, die Hornis!

Kursteilnehmer Andreas Reddeck ganz cool: Er fing zwei Hornhechte!

Bei lebhaftem Wind standen erst Wurfübungen bei den Einsteigern im Vordergrund, während einige gleich loslegten und sich auf den Fang konzentrierten. Nicht alle konnten einen „Horni“ landen, aber insgesamt 14 Fische bei 12 Kursteilnehmern – das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann. Einige Doppelfänge waren also zu verzeichnen, zum Beispiel von Andreas Reddeck, der unermüdlich von 11 Uhr bis 17 Uhr im Wasser stand und sich den Kuchen als Kräftezufuhr nur kurz schmecken ließ.

Daumen hoch! Das passende Symbol für den schönen Kurstag an der Ostsee.

Schönes Wetter, gute Stimmung, alle verließen den Strand mit dem Zeichen „Daumen oben“. Den großartigen Einsatz von Kai Rohde, der Getränke und Grill per Fahrrad (!) an den Strand brachte, möchten wir als Kursleiter besonders hervorheben! Super!

Und vielen Dank an alle Teilnehmer, die mitmachten und den Tag bereicherten!

Gästekolumne: Die Gaula, meine Gäste und ich

Bernd Kuleisa berichtet über seine Erfahrungen beim Lachsfischen im späten Juli und August: „Seit einigen Jahren habe ich die Freude und Ehre, an der Gaula in Zusammenarbeit mit dem IFC Kurse für Lachsfischer anzubieten (umfassende Info inklusive Film unter www.internationalflyfishersclub.com ).

Bernd Kuleisa ist Ihr Kursleiter an der Gaula.

Meine Kurse bewährten sich von Anfang an, so dass wir auch 2016 wieder 4 bis 6 Fischern pro Woche die Chance geben, daran teilzunehmen. Da der erste Termin ausgebucht ist, haben wir uns entschlossen, eine weitere Woche anzubieten.

Die aktuellen Termine

1 Termin 2016: Sonntag, 7. August bis Sonntag, 14. August (ausgebucht)
2 Termin 2016: Sonntag, 14. August bis Sonntag, 21. August (zusätzlich, neu!)

Die Wahl des Termins später in der Saison geschieht aus drei Gründen:

  1. Dies ist für den Gast die finanziell günstigste Zeit und damit „machbar“ für jeden, der sich ernsthaft mit der Lachsfischerei an der Gaula beschäftigen will.
  2. Man kann überwiegend mit der Schwimmschnur und relativ kleinen Fliegen (Größe 6 bis 8) fischen, was Einsteigern viel leichter fällt als der Umgang mit Sinkleinen und großen Tubenfliegen.
  3. Nun sind (spät in der Saison) die meisten Lachse im Fluss-System eingetroffen und die Chance, einen Lachs zu haken, ist an allen Pools gegeben. Die riesige Auswahl der Gaula-Pools ist ein besonderer Trumpf. Aber auch ein Problem für den unbetreuten Fischer, der erstmals an die Gaula kommt. Welche Pools sind heiß? Welche vielleicht weniger?

Markus mit einem schönen Lachs, den er in der letzten Saison während des Kurses fangen konnte.

Dieser Punkt, die Auswahl der Pools, die man mit voller Energie angeht, ist einer der zentralen Bestandteile des Kurses. Es ist nämlich so, dass der Wasserstand im Laufe des Sommers und auch oft während einer Woche schwankt. Gelegentlich dramatisch! Das ist durchaus gern gesehen, denn so kommen die Fische in Schwung und die Beißwilligkeit steigt wieder an.

Deshalb stelle ich meine Gäste praktisch täglich auf die veränderten Bedingungen neu ein. Der Kurs hört also mit dem Werfen nicht auf. Ich halte die Taktikberatung für noch wichtiger, wenn es um Ihren Fangerfolg geht.

Welchen Lachstyp hat man zu erwarten? Das ist schwer zu sagen, denn es werden auch zum Ende der Saison noch blanke Großlachse gefangen (ich fing zwei im Jahr 2015: 10.5 kg und 12.5 kg), ebenso sind blanke Zweiseewinterfische (4 bis 6 Kilo) möglich und natürlich gibt es Grilse, die immer wieder Freude machen und oft die Woche retten. Gefärbte Fische sind ebenfalls an der Tagesordnung, aber eben nicht nur, das gilt festzuhalten.

Tobi mit einem weiteren Kurslachs aus der Saison 2015.

Lachsfischen ist immer eine Wundertüte. Man weiß nie, was drin ist. Aber die Teilnahme an einem meiner Lachskurse macht das Abenteuer für Einsteiger berechenbarer. Das waren meine Informationen und vielleicht fällt es Ihnen leichter, mit diesem Wissen „Ja!“ zu einer solchen Unternehmung zu sagen! Ich hoffe, wir sehen uns an der Gaula!

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an folgende Mailadressen: raguse@interntionalflyfishersclub.com oder reimers@internationalflyfishersclub.com .

Lachsfischen – die mentale Seite

Über die hilfreiche Mentalität, also über die richtige Einstellung zum Lachsfischen, wird selten geredet oder geschrieben. Um diesen Aspekt sollte man sich aber kümmern, bevor die Reise an das Gewässer angetreten wird. Bernd Kuleisa beleuchtet das Thema.

„In aller Kürze, die dieses Format hier vorgibt, ist folgendes zu sagen: Setzen wir als wichtiges Rüstzeug voraus, dass der Lachsfischer das passende Gerät besitzt und in der Lage ist, einen Schusskopf mit einigen Metern Runningline auszubringen. Dies sicher zu stellen, ist mit wenig Aufwand möglich. Man informiere sich gründlich, lasse sich beraten (Orvis-Fachhändler) und man übe an heimischen Gewässern das Werfen. Tut der Einsteiger das nicht, was leider in der Praxis immer wieder vorkommt, so fährt er bereits mit einem schlummernden Problem belastet in den Urlaub. Dieses Problem bricht auf, wenn er am Wasser steht und nicht umgehend Erfolge eintreten. Sofortige Erfolge sind aber selten beim Lachsfischen, selbst bei erfahrenen Fischern. Man muss Geduld haben und beharrlich sein. Geduld und innere Stärke sind die vielleicht wichtigsten Zutaten, um am Fischwasser glücklich zu werden, wenn es um schwierige, zuweilen unberechenbare Zielfische wie den Lachs geht. Wie kann ein Einsteiger diese mentalen Tugenden in sich wecken?

Der sicherste Weg führt über fünf Schritte:

  1. Bleiben Sie beratbar! Lassen Sie sich führen und hören Sie wirklich zu, wenn erfahrene Fischer ihnen zu diesem und jenem Verhalten raten. Ein Guide oder ein Kurs mit Beratung kann hier eine wichtige Hilfe sein.
  2. Sehen Sie einen Lachstrip auch als Urlaub oder – wenn Ihnen das besser liegt – als Erkenntnisgewinn. Versuchen Sie jeden Tag nicht nur unter dem Fangaspekt zu sehen, sondern versuchen Sie auch den Fluss und die Umgebung zu genießen. Das lockert die Spannung und hilft, Freude am Tun zu aktivieren. Streifen Sie eine allzu dominante Fangfixierung ab. Und der erste Schritt zur Gelassenheit ist getan.
  3. Die richtige Portion Gelassenheit macht es Ihnen leichter, Ihren (!!) Weg zu gehen. Lassen Sie jede Stunde und jeden Tag auf sich zukommen und machen Sie sich keinen Druck. Vermeiden Sie in jedem Fall, sich durch Kleinigkeiten aus dem Gleichgewicht bringen zu lassen. Ignorieren Sie Kollegen, die schlechte Stimmung verbreiten. Deren mentale Probleme sollten Sie sich nicht zuziehen. Sehen Sie das als schlechtes Beispiel. Das sollte nicht Ihr Weg sein!
  4. Es kommt vor, dass Lachse, die Sie haken, sich nach kurzem oder längerem Drill wieder verabschieden. Das passiert jedem, wird aber vom Einsteiger oft als tragisch empfunden. Das ist verständlich. Wahrscheinlich haben Sie aber nur Pech gehabt. Und können Sie das nicht auch so sehen: Ich habe etwas richtig gemacht! Sonst hätte der Fisch ja nicht gebissen! Ich nähere mich also dem ersehnten Ziel.
  5. Nähert sich das Ende der Lachswoche und es hat sich bislang kein Fang eingestellt, so ist das keineswegs zwingend Ihr „Fehler“. Dies passiert auch sehr erfahrenen Fischern und gehört sozusagen zum Lachsfischen dazu. Sonst wäre der Erfolg nicht so kostbar. Bleiben Sie bis zur letzten Minute aufmerksam, so lange Sie die Chance zum Fischen haben. Nicht selten klappt es doch noch. Die geschilderten mentalen Klippen zu umschiffen, diese Aufgabe stellt sich auch erfahrenen Fischern, die dies vielleicht besser überspielen können. Außerdem haben diese bereits einige Fänge im inneren Fangbuch, was Ihnen noch bevorsteht. An der Gelassenheit und inneren Stärke ganz bewusst zu arbeiten, ist für den Lachs-Einsteiger schwierig, aber eben auch besonders wichtig.

Ich würde Ihnen wünschen, dass Sie sich vor dem Lachsurlaub (dieser Ausdruck ist bewusst gewählt) klar machen, wie Sie ihn meistern können. Von der inneren Stärke zur äußeren Stärke. Aus der Ruhe kommt dann die Kraft, die Sie entspannt zu immer besseren Würfen und zu besserem Fischen führt. Das ist es, was ich im Umgang mit Einsteigern am Lachsfluss immer wieder sehe und zu fördern versuche. Gelingt es Ihnen, diesen Weg für sich zu finden, so sind Sie eigentlich schon ein richtiger Lachsfischer. Selbst wenn der Erfolg anfangs auf sich warten lässt. Er wird kommen!

Super fein!

Die Rutenserie Superfine ist der Orvis-Klassiker, wenn es um den Rutenbau geht. Bernd Kuleisa testete eine Rute der neuen Superfine Carbon-Serie mit 8’ # 4 am Fisch. Hier sein Bericht:

„Etwas umstellen muss man sich schon, wenn man bislang eine Helios 2 auf Forellen ans Wasser führte. Es geht alles etwas langsamer, erfordert mehr Gefühl und Geduld. Ja, das Werfen mit Superfine Carbon ist eine andere Welt. Wenn es jedoch um feine Vorfächer und kleine Fliegen geht, dann kommen die Vorteile ans Tageslicht. Die Präsentation der Muster gelingt wie mit Zauberhand, subtiler als mit einer schnellen Rute. Die unglaubliche Nachgiebigkeit und Federwirkung von Superfine Carbon ist dann vor allem im Drill zu spüren.

Die Forelle, die auf dem Foto zu sehen ist, wog sicher 3 Pfund und konnte unter schwierigen Bedingungen mit einer 18er Nymphe überlistet werden. Der kampfstarke Fisch war – so schien mir – schneller müde, als es üblich ist, wenn man eine schnelle Rute benutzt.

Die starke Regenbogen musste sich der Superfine beugen!

Jetzt wo der September ins Land kommt und bald die kleineren Fliegen und die Äschenpirsch locken, werde ich die Superfine Carbon mit 8’ # 4 wieder benutzen. Der erste Test hat mich überzeugt!

Noch eine kleinere Regenbogen, die mit der 8’ Superfine gefangen wurde.

Hinweis: Eine Allroundrute ist die 4er Superfine nicht; zu schwere Nymphen oder gar Streamer verträgt sie nicht. Macht auch nichts, dafür haben wir ja noch eine alternative 5er oder 6er Rute im Auto. Zum Genussfischen mit leicht beschwerten, kleineren Nymphen oder Trockenfliegen der Größe 12 bis 20 (oder kleiner) ist sie ideal.“

Middle Fork Fly Patch

Jetzt folgt keine Sensation, sondern ein Beitrag über eine kleine, nette Verbesserung der Praxis. Der Middle Fork Fly Patch schont Geldbeutel und Nerven, meint Bernd Kuleisa.

Der Middle Fork Fly Patch mit Klemmschlitzen für die Fliegen.

Er notiert: „Ich habe ihnen schon immer misstraut, den Fellflusen an der Weste oder den Foam-Stücken. Meine Fliegen habe ich dort nie mehr angebracht, nachdem gefühlte 100 sich im Laufe der ersten Jahre meiner Fliegenfischerzeit lösten und verabschiedeten.

Bernd’s Fly Patch während seiner Guiding-Wochen in Österreich/Schärding. Nicht eine Fliege „kam aus“!!

Kurz und gut: Der Middle Fork Fly Patch von Orvis brachte jetzt im März 2015 die Wende!Gekauft, probiert, noch nie kam eine Fliege „aus“ (wie der Österreicher ja gern sagt), selbst widerhakenlose Muster halten sicher. Die Haken halten in den Klemmspalten richtig gut; es gehen auch eine Menge Fliegen rauf, da beidseitig bestückt werden kann. Das ist mein Eindruck: toll!“

Und das ist der Preis: 25,- Euro.

Meerforellen-Premiere für RECON

Anfang März testeten Thies Reimers und Bernd Kuleisa Orvis-Ruten der Klasse 6 (9.6’) an der Ostsee. Mit Erfolg!

                                       Bernd Kuleisa mit einer schönen Meerforelle.

Thies fischte mit der 9.6’ # 6 Helios 2 und Bernd testete eine neue RECON (gleiche Länge, gleiche Klasse). Nun, Thies hatte mit der Helios 2 bei der Wurfweite und vor allen bei der „gefühlten Leichtigkeit“ die Nase vorn. Helios 2 ist nun einmal einsame Spitze! Übrigens auch im Fangergebnis: Thies konnte 7 Fische zwischen Mitte 40 cm und Anfang 50 cm fangen. Super!

An der 6er Recon machen auch kleinere Fische richtig Spaß.

Bernd war aber auch sehr zufrieden, denn die Würfe mit der 6er Recon gelangen bestens und auch im Drill zeigte sich diese Rute guten Fischen gewachsen. Einen schönen Fisch mit 52 cm konnte er für die Kamera vorzeigen, ein noch besserer Fisch von gut 60 entkam im letzten Moment. Beide Meerforellen lieferten sehr lebhafte Drills, die von der Recon perfekt abgefedert wurden. Testurteil: voll zufrieden stellend! Recon hat seine Küstenpremiere mit Auszeichnung bestanden!

Thies mit einer seiner Meerforellen, die er an diesem Tag überlisten konnte.

Gesamtergebnis also 8 Fänge und ein halber; alle Fische wurden wieder entlassen!
Der Trend, bei moderatem Wind auf eine 6er Orvis-Rute zu setzen, wenn es an die Küste geht, ist aus unserer Sicht verständlich. Zum einen wird der Drill zum echten Erlebnis, zum anderen schlitzen die Fische durch die relativ leichten Ruten nicht so schnell aus.

Wir wünschen allen Orvis-Freunden ähnliche Top-Tage an der Küste!

 

Kursfilm Gaula

Wie läuft ein Lachskurs an der Gaula ab? Wie sieht die Unterkunft aus? Wie stehen die Fangchancen?
Einen Einblick in die Kurswelt des NFC an der Gaula bietet unser Film. Zu sehen sind die Kursgäste und der Kursleiter Bernd Kuleisa sowie Thies Reimers, der für die Kameraarbeit zuständig war. Sprecher: Manfred Raguse. Damit sind an dem Film alle drei Personen beteiligt, die den Kern des www.orvis.de – Homepageteams bilden.
Auch in diesem Jahr finden wieder Kurse an der Gaula statt, die Bernd Kuleisa leitet. Termine: Woche 31 und 32. Es sind noch einige wenige Plätze frei. Bei Interesse bitte gleich anrufen unter Tel. 040-5892302. Mail: raguse@t-online.de