Meine Lieblingsschnur? Das ist die Hydros Superfine von ORVIS!

Fragt man Winfried Kellermann von Fliegenfischen-Hammermühle“ an der Wiesent nach seiner Lieblingsschnur, dann folgt, nach einem kurzen Lächeln, eine klare Antwort: „Hydros Superfine“. Wir haben ihn gefragt, warum.

Eine schöne Bachforelle, gefangen in der Wiesent von Winfried Kellermann. Obwohl er in seinem Shop “Fliegenfischen Hammermühle” die freie Auswahl hat, fischt der erfahrene Fliegenfischer am liebsten mit der Hydros Superfine von ORVIS.

Nein, ich möchte meine Lieblingsschnur nicht bewerben, um das Geschäft anzukurbeln oder gar um einen zu hohen Bestand in meinem Geschäft abzubauen. Im Gegenteil: 2017 musste ich mir einige Male vorwerfen, zu zaghaft bestellt zu haben und Fliegenfischer, die die Vorzüge der Hydros Superfine ausprobiert hatten, auf das Eintreffen der nächsten Lieferung vertrösten zu müssen. Das wird hoffentlich nicht wieder passieren …

 Es gibt viele gute Fliegenschnüre, doch die Hydros Superfine …

Sicher gibt es viele gute und sehr gute Fliegenschnüre, von denen jede berechtigt viele überzeugte Anhänger hat. Doch meine Art zu fischen und die Bedingungen am Fluss vor meiner Haustür haben dazu geführt, nur noch ausnahmsweise von der Hydros Superfine abzuweichen. Wer die Wiesent kennt, weiß, dass sie im Gebiet von Waischenfeld und abwärts überwiegend gemächlich bis langsam fließend daher kommt und eine ruhige, kaum strukturierte Oberfläche hat.

Die Hydros Superfine von ORVIS ist perfekt für heikle Fische.

Für die Bachforellen und Äschen ist alles, was sich an dieser Oberfläche abspielt, gut sichtbar und spürbar. Abgesehen davon, dass ich selbst wenig Freude an überschweren, kurzköpfigen und schussfreudigen Raketenschnüren habe, ist es bei der Fischerei mit Trockenfliege oder Nymphe auf Sicht keine gute Idee, ein Tau in der Nähe des Fisches ins Wasser fallen zu lassen. Oft kann man beobachten, dass angeworfene aktive Fische trotz passender Fliege und akkurater Drift nicht nur die Fliege nicht nehmen, sondern das Steigen einstellen oder sogar ihren Einstand verlassen. Selten wird der Hinweis ernst genommen, doch mal über das Verhalten der Schnur beim Aufsetzen und auch beim Abheben nachzudenken. Die Hydros Superfine macht mir diesen Stress nicht. Ich muss sie nicht werfen, sondern kann sie fliegen lassen, wie ich es mag.

Die Wiesent fließt meist gemächlich dahin, doch es gibt auch schnell fließende Strecken. Obwohl die Hydros Superfine für die langsamen Strecken perfekt ist, lässt sie sich auch gut im schnellen Wasser fischen.

Die Hydros Superfine schwebt aus wie ein Segelflugzeug und legt sich sanft auf dem Wasser ab. Das Coating ist nicht stark aufgeschäumt, weshalb sie gut gleitet und auch gut von der Oberfläche weg kommt. Sie folgt den Bewegungen der Rute zügig, aber ohne Überreaktion, und ist überall dort die richtige Wahl, wo die Wiesent Ecken hat, in denen man mit „einfach 15 Meter geradeaus“ nicht zurechtkommt oder von Bäumen umgeben ist.

Der Aufbau der Fliegenschnur Hydros Superfine von ORVIS.

Dort gehen nur Spey oder Würfe aus der Manteltasche. Die lassen sich mit der Hydros Superfine sehr gut ausführen, denn die Masseverteilung in Verbindung mit dem 10 Fuß langen Reartaper erleichtert ein Auslegen der Schnur in der Luft nach kurzem Impuls aus dem Handgelenk. Das lange Reartaper ist obendrein sehr vorteilhaft beim Menden. Insgesamt ist diese Schnur sehr gut zu dirigieren und unterstützt moderate und weiche Ruten hervorragend beim Ausspielen ihrer Vorteile. Bambusruten schließe ich hier ausdrücklich ein.

Die Hydros Superfine ist nicht gut sichtbar – auch für die Fische!

Doch auch wer eine schnelle Rute aufladen will, kommt mit der Hydros Superfine gut klar. Die Schnur eine Klasse höher als die Rute zu wählen ist als Tipp sicher ein alter Hut, doch hier wird der Nachteil des etwas raueren Aufsetzens der etwas schwereren Schnur wegen höherer Masse durch das 9 Fuß lange Fronttaper ganz gut ausgeglichen. Also bin ich bei allen Aktivitäten, die sich sowohl auf kurze Entfernung als auch auf Distanzen bis 15 m abspielen, mit der Hydros Superfine bestens versorgt. Und wenn’s mal weiter gehen soll, sie schießt auch gut. Kritikern, die bemängeln, dass sie aufgrund ihrer unscheinbaren Färbung nicht so gut zu sehen ist, möchte ich sagen: Ihr seid nicht die Einzigen – auch die Fische können die Schnur nicht gut sehen. Sie verstehen?

Ich wünsche mir jedenfalls, dass die Hydros Superfine nie das Schicksal mancher Schnurlegende teilt und einer Mode geopfert wird.

Kontakt:

Fliegenfischen-Hammermühle
Winfried Kellermann
Hammermühle 2
91344 Waischenfeld
Tel.: 0172/6639400
E-Mail: info@fliegenfischen-hammermuehle.de
www.fliegenfischen-hammermuehle.de

 

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