Dort, wo alles begann …

Die Geburtsstunde des heutigen Fliegenfischens liegt, wie man wohl weiß, in England – doch wo genau? An einem kalten, aber sonnigen Wochenende waren wir dort, wo alles begann …

An den Flüssen Test und Itchen begann die moderne Fliegenfischerei. ORVIS hat hier eigene Strecken zum Fliegenfischen.

Zwei malerische Kreideflüsse, der Test und Itchen River im Süden Englands,waren damals die Wiege des modernen Fliegenfischens. Hier trafen sich heutige Legenden und haben über die Techniken, Präsentationen und Fliegen diskutiert.

Durch Thies und Manfred von ORVIS Deutschland hatten wir die Möglichkeit, an den Ursprung zurückzukehren, an den Ort, wo alles begann. Durch eine Einladung ergab sich Ende November für uns die Möglichkeit, am River Test und Itchen zu fischen. 

Traumhaft schön – an den Kreideflüssen im Süden Englands fühlt man sich wie auf einer Zeitreise in die Vergangenheit.

Trotz des kalten Wetters und der wenigen Insekten auf dem Wasser bot sich uns an beiden Flüssen eine eindrucksvolle und wunderbare Fischerei auf Äsche, Bachforelle und auch auf Hecht.

ORVIS kann je einen Beat an den Flüssen sein Eigen nennen, perfekt ausgestattet mit kleiner Hütte und Ofen – und natürlich dem Tisch draußen, auf der frisch gemähten Wiese, mit Blick auf den Pool.

Very British, der frisch gemähte Rasen am Ufer.

Nachdem wir von Richard, Repräsentant für ORVIS im europäischen Markt, mit frischem Kaffee und aufgebauten Ruten begrüßt wurden, konnten wir keine Sekunde unsere Augen vom River Test nehmen. Wir sehen einen herrlichen Kreidefluss, klares Wasser und den einen oder anderen steigenden Fisch. 

Wir nahmen Platz auf den kleinen Bänken entlang des Tests und beobachteten das Wasser einige Zeit. Uns wurde klar, dass sich hier eine einzigartige Möglichkeit bot, das moderne Fliegenfischen zu entwickeln.

Beim Fliegenfischen an den ORVIS-Strecken am Test und Itchen fingen wir schöne Bachforellen.

Wir konnten einige der heiklen Fische mit Nymphen überlisten, und staunten immer wieder über die makellosen Fische. Sogar Lachse, die im Test noch in einer geringen Stückzahl vorkommen, sahen wir das Wehr am oberen Ende des Beats überwinden

Gestärkt von einem Full English Breakfast ging es am nächsten Tag weiter an den Itchen River. Dort bot sich uns zwar auch das Bild eines Kreideflusses, doch diesmal in ganz anderer Form. Hier wechselten sich schnelle Rieselstrecken mit langgezogenen, tiefen Rinnen ab, in denen man starke Äschen und Bachforellen auf der Suche nach Nahrung beobachten konnte.

Wer über diese alte Brücke geht, der wandelt auch auf historischen Pfaden.

Wir können uns nicht oft genug bei ORVIS bedanken für dieses perfekte und erlebnisreiche Wochenende an den hauseignen Strecken mit Fliegenfischer-Geschichte. Danke an Thies, Manfred und natürlich Richard für die Organisation!

Tight Lines,
Danicadudes
www.danicadudes.com

Die Manfred Raguse Kolumne im Dezember

Liebe ORVIS-Freunde,

die extreme Nässe gerade in der zweiten Novemberhälfte hier im Norden Deutschlands, mit Überschwemmungen, Hochwasser und der Gefahr von Deichbrüchen, bildete in weiten Teilen des vergangenen Monats nicht gerade eine ertragreiche Kulisse für die Fliegenfischer. Aber gelegentlich gab es doch den einen oder anderen halbwegs schönen Tag. So nutzte ich die Chance, am letzten Sonntag noch einmal an meinen kleinen Heidebach zu kommen und zu sehen, wie es den Äschen geht. Diese haben noch bis zum 15. Januar Saison.

Hier und etwas oberhalb gab es an meinem kleinen Heidebach früher immer aktive Äschen.

Dieser Bach ist mir seit Beginn meiner Mitgliedschaft 1970 intim bekannt und ich habe dort früher viele schöne Tage verbracht, mit der Trockenfliege und auch beim Nymphenfischen. In dieser Zeit war ich fasziniert dabei, mit Hilfe der zeitgemäßen Fliegenfischer-Literatur ( u. a. z. B. Erich Stoll/ Hans Gebetsroither: „Hohe Schule auf Äschen“, 1972) viel über diese Fischerei zu lernen und zu probieren.

In den letzten Jahren war die Zeit knapp und ich bin nur sehr selten dort gewesen. Bei diesen Besuchen waren bei Begegnungen mit anderen Vereinsmitgliedern auch meist pessimistische Töne zu hören. Die Hauptschuld an einem schwachen Fischbestand trägt wohl der Kormoran, wie zu vernehmen ist. Trotzdem glaubte ich am letzten Sonntag an vergangene Erfolge anknüpfen zu können und war rechtzeitig am Wasser, weil ich mich nur zu gut daran erinnere, dass im späten November die Äschen bei gutem Wetter gern auf sehr kleine Fliegen stiegen.  Ich bin gut gerüstet und möchte meine neue Helios 3 „F“ (für fein) mit feinstem Vorfach und winzigen Fliegen einsetzen. In meiner Posigrip  Fliegendose sind winzige Mückenimitationen auf dem Einfädler wie auf einer Perlenkette aufgereiht und gaukeln mir ein „nimm mich“ vor.

Bild oben: Ich möchte meine neue Helios 3 „F“ (fein) mit feinstem Vorfach einsetzen…

In diesem kleinen Blasenteppich (unten, Mitte) zeigten sich doch früher immer kleine Ringe…

Aber es blieb ruhig, selbst zur besten Tageszeit waren keine Aktivitäten von Äschen auszumachen. Und es sind keinerlei Insekten zusehen! Der Bach sieht gut aus, man hat ihn in teilweise richtig zuwachsen lassen und korrigierende Eingriffe hat es in diesem Bereich schon lange nicht mehr gegeben. Das Wetter ist vielversprechend. Aber wo sind die Insekten?

Der reife Erich Stoll hatte damals nach erfahrungsreichen Jahren geschrieben: „Heute bin ich der Auffassung, dass das Thema Fliegen stark überbewertet wird“.  Ok, er hatte das natürlich anders gemeint. Er wollte damals sagen, dass er mit nur wenigen Fliegenmustern auskommt und von der heute offensichtlichen Problematik, der weit verbreiteten Abwesenheit natürlicher Insekten, hat er damals nichts geahnt.

Aber hier, unterhalb des Einlaufes sind doch früher bei jedem Wetter Fische gestiegen…

Sie alle haben es bemerkt: Fährt man mit dem Auto über Land, sind es nur noch ganz wenige Insekten, die auf der Windschutzscheibe kleben bleiben. Die meisten erinnern sich daran, dass dieses mal ganz anders war. Der Rückgang der Insektenbiomasse ist ein Fakt und inzwischen eindrucksvoll dokumentiert. Ein hoher Stellenwert kommt der Studie der Radboud-Universität Nijmegen zu. In ihr wird der großflächige drastische Rückgang der Insekten in Deutschland dargestellt. Die Grundlage dieser Untersuchung sind die Daten, die über einen Zeitraum von 27 Jahren seit 1989 vom Entomologischen Verein Krefeld in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg mittels aufgestellter Insektenfallen in 63 Naturschutzgebieten gesammelt wurden. Obwohl während eines so langen Untersuchungszeitraums Schwankungen auftreten, ist die Tendenz unstrittig. Es gibt sogar in Naturschutzgebieten etwa nur noch ein Viertel so viele Insekten, wie zu Beginn der Untersuchungen, d. h., der Verlust beträgt seit 1989 mehr als 75% der Biomasse! Außerhalb der Naturschutzgebiete dürfte es noch schlechter aussehen. Aber es gibt nur wenige Untersuchungen und das liegt daran, dass es sehr schwierig ist, für wissenschaftliche Untersuchungen dieser Art Mittel zu bekommen. Die Chemische Industrie und die Landwirtschaft sind daran interessiert viel Gewinn zu machen und Kosten dieser Art werden gerne vermieden, insbesondere, wenn die Politik korrumpiert ist oder schläft.  Sie lenkt lieber von solchen Problemen ab und fordert gar nicht erst Untersuchungen. Die etablierten Parteien haben auf ganzer Linie versagt!

Dennoch ist die Forschung nach den Ursachen weiter vorangekommen und als Hauptursache werden von den Wissenschaftlern die Folgewirkungen der Intensivierung der Landwirtschaft genannt. Großflächige Umgestaltungen der Landschaft sind nur in geringerem Maße verantwortlich, denn der Rückgang der Insekten wurde ja in Naturschutzgebieten festgestellt. Auch der Klimawandel scheint hier nicht so eine gravierende Rolle zu spielen, denn es wurden steigende Durchschnittstemperaturen festgestellt.

Idyllischer Bachlauf in der Heide, aber wo sind unsere Insekten geblieben?

Es scheint so, als ob die Landwirtschaft vergessen hat, im Einklang mit der Natur zu leben, zu große Freiräume genießt, die Natur viel zu stark belastet und in ihrer Kalkulation die Schädigung der Umwelt vergessen hat. Dies ist nur deshalb möglich, weil die etablierten Parteien sich scheuen, daran etwas zu ändern. Deshalb ist mein Frust über die Zerstörung der Insektenvorkommen ohne Gegenwehr der langjährig regierenden Parteien grenzenlos. Gerade der aktuelle Skandal um die Verlängerung der Nutzungserlaubnis des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat durch Agrarminister Christian Schmidt (CSU) verstärkt meinen Frust, zumal der Minister mit dümmlichen Statements in der Öffentlichkeit agiert und zumindest als „Bauernopfer“ im wahrsten Sinne des Wortes einen sofortigen Rausschmiss verdient hätte, wozu es wohl leider nicht kommen wird. Das Totalherbizid Glyphosat vernichtet nicht nur das eigentliche Unkraut, sondern tötet flächendeckend alle Pflanzen auf dem Acker. Damit entzieht es Insekten, Vögeln und anderen Tieren die Nahrungsgrundlage, warnt das Bundesumweltamt (UBA). Es ist fraglich, ob es irgendwann möglich sein wird, den in den genannten Insekten-Untersuchungen geschilderten Trend umzukehren. Ich bin entschlossen, mich dafür aktiv einzusetzen und hoffe, Sie sehen es ähnlich.  In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Dezember, mit schönen Festtagen, an denen hoffentlich etwas von ORVIS* untere dem Baum liegt und einem guten Rutsch.

Herzlichst, Ihr Manfred Raguse

*Eine Gelegenheit, noch ein Geschenk von ORVIS zu besorgen haben Sie noch auf einigen Hausmessen im Dezember und natürlich jederzeit bei Ihrem ORVIS Händler. Gute Atmosphäre herrschte auf der Fliegenfischer-Hausmesse bei Spezi Erfurt vor wenigen Tagen.

Oben: Gute Stimmung auf der Hausmesse bei Spezi Erfurt. Unten: Jungangler (im Vordergrund!) mit ORVIS Practicaster, einem besonders coolen Geschenk.

 

Die Manfred Raguse Kolumne im November

Liebe Orvis-Freunde,

der Herbst hat überall Einzug gehalten und es treffen aus verschieden Richtungen beeindruckende Fangmeldungen ein. Herzlich gratuliere ich unserem Orvis Händler Werner Steinsdorfer aus Neustadt a. d. Donau zu seinem phantastischen Hecht von 1,11 m Länge, gefangen mit seiner Helios 2 an der Donau.  Wie Sie sehen, ein Bild von einem Hecht! Es gelingt Werner immer wieder,  in den Gewässern seiner Umgebung herausragende Fänge zu machen und er ist für seine Kunden ein besonders wertvoller Ratgeber, der seine Kenntnisse gern weitergibt.

Werner Steinsdorfer mit seinem wirklich „tollen“ Hecht aus der Donau.

Offen gestanden, bei mir selbst lief es fischereilich im Oktober nicht so gut. Auf der Rückreise aus Schweden fuhr ich noch durch Dänemark, um es zusammen mit meinem Freund Heinz Werner Heller noch auf Lachs zu versuchen. Aber die Verhältnisse dort waren nach starken Regenfällen geprägt durch extrem hohes und gefärbtes Wasser. Unsere Chancen waren gering und deshalb fuhren wir auch früher als geplant zurück nach Deutschland.

Mein Freund Heinz Werner testet begeistert bei bestem Wetter in Schweden die neue 908 Helios 3 mit der Bank Shot Schnur…

… und zwei Tage später versuchen wir unser Glück noch zwei Tage in Dänemark auf Lachs, bei schlimmen Regenwetter mit viel Wind…

… haben aber bei dieser Wasserfärbung nur geringe Chancen

Zurück in Hamburg wartete, nicht überraschend, viel Arbeit auf mich und nachdem das Wichtigste erledigt war, suchte ich mir unter den neuen ORVIS Produkten für 2018 den neuen Practicaster heraus, um ihn im Trockenen auszuprobieren. Mein Assistent Thies hatte mich neugierig gemacht, indem er erzählte, dass bei einem Besuch bei einem unserer Orvis Händler einer der Angestellten mit unserem Practicaster quasi ins Spielfieber geraten war und er fast Gewalt anwenden musste, um diesen wieder mitnehmen zu können.

Das Anwerfen der „Zielfische“ mit Klettoberfäche macht ein bisschen süchtig und da diese auf der gesamten Oberfläche gehakt werden können, ist ein leiser sportlicher Zweifel unvermeidbar.

Der neue Practicaster kommt mit drei „Zielfischen“ im Helios 3 Design daher und könnte deshalb gewissermaßen als die „Helios 3 des kleinen Mannes“ bezeichnet werden (EVK € 59,-).

Es macht ehrlich Spaß mit dem Practicaster auf die „Zielfische“ zu fischen und das gerade auch deshalb, weil es wirklich nicht so einfach ist. Schon der alte Practicaster hat viel Spaß gemacht, mit dem haben wir in Norwegen auf dem Bauernhof die Katzen süchtig gemacht. Eine von ihnen, ein roter Kater den wir „Findus“ getauft hatten, war immer auf unseren Spaziergängen über Kilometer mitgekommen, magisch angezogen von der mit dem Practicaster geworfenen Wollschnur, die er unermüdlich versuchte zu fangen. Den neuen Practicaster kann ich auf jeden Fall für Schlechtwetterperioden, Familienzusammenkünfte, festliche Anlässe und Schneidertage am Wasser empfehlen. Er könnte auch die Motivation zum Fliegenfischen beim Nachwuchs erhöhen und ist dem Konsum bildungsferner Fernsehserien auf jeden Fall vorzuziehen. Ein Tipp für die Weihnachtszeit ist er ganz sicher, der neue Practicaster von ORVIS.

In den Herbstferien ging es dann mit der Famile für eine gute Woche nach Mallorca zum Strandurlaub. Aber natürlich nehme ich auf jede Reise auch eine Fliegenrute (mindestens!) mit und versuche mein Glück. Schon am zweiten Tag war ich nach einer Fahrt nach Sa Pobla zum Fischereiamt „Fogaiba“ im Besitz einer „Licencia de pesca maritima recreativa individual“, einer Lizenz, die mit unserem Fischereischein vergleichbar ist. Damit im Sling Pack und einer 905 Recon Rute, Battenkill Rolle und Schwimmschnur probierte ich dann mein Glück an drei Abenden vor dem Abendessen ganz in der Nähe unseres Hotels.

Der Auslauf aus einem großen Sumpfgebiet auf Mallorca.

Beim Gewässer handelte es sich um einen strömenden Abfluss aus einem großen Sumpfgebiet, der allerdings tidenabhängig war. Es war schwieriger als ich geglaubt hatte und ich gebe zu, dass ich die Meeräschen, die ich von einer Brücke aus beobachten konnte, unterschätzt hatte.

Der geringe Zeiteinsatz von ca. 1 -1 ½ Stunden pro Tag an den drei Tagen reichte nicht aus, um die Geheimnisse um diesen Fisch in dieser Umgebung erfolgreich zu ergründen.  Da es sich um einen Familienurlaub handelte, hatte ich mir dieses knapp bemessene Zeitlimit gesetzt, da ich mich kenne…

Von hier sind es nur ca. 1500 Meter bis zur Mündung im Meer.

Diese Rehhaarfliege auf Haken Gr. 14 wurde am letzten Abend auf den letzten Wurf in der Dämmerung genommen.

Das Gewässer hatte recht vielversprechend ausgesehen, aber die Realität sah anders aus. Die Meeräschen waren an und unter der Oberfläche mäßig aktiv, aber ich konnte nicht ausmachen, was auf ihrer Speisekarte stand. Meine unterschiedlichsten Nymphen, Trocken-und Nassfliegen wurden komplett ignoriert. Erst am letzten Abend, es war schon dunkel geworden, verlor ich eine Meeräsche und konnte dann doch noch – buchstäblich mit dem letzten Wurf- eine kleine fangen. Inzwischen war ich mit meinem Vorfach auf 7x runtergegangen. Das war völlig in Ordnung für mich, aber es wurde somit auch deutlich, dass ich mich für das nächste Mal besser vorbereiten muss. Meeräschen darf man nicht unterschätzen, soviel ist mir inzwischen klar geworden.

Mühsam erkämpfte Beute: Eine kleine Meeräsche in der Dämmerung am letzten Tag auf Mallorca.

Ich hoffe, bei Ihnen ist der Oktober erfolgreicher verlaufen und wünsche Ihnen eine tolle Fischerei im November.

Herzlichst,

Ihr Manfred Raguse

Die Manfred Raguse Kolumne im Oktober

Liebe Orvis-Freunde,

der Monat September hatte auch in diesem Jahr wieder zwei alljährlich stattfindende Highlights für mich parat: Die Reise nach England zu ORVIS nach Stockbridge /Hampshire und dann Ende September noch ein paar Tage Lachs- und Meerforellenfischerei in Schweden.

In England ging es wieder darum, im Rahmen eines europäischen Händlertreffens, die neuen Produkte von Orvis für das Jahr 2018 zu testen und genau unter die Lupe zu nehmen. Diesmal begleitete mich auch erstmals mein Assistent Thies Reimers.
Am ersten Tag wartete eine interessante Fischerei einschließlich Barbeque an der Eigenstrecke von ORVIS am Test auf uns. Die Strecke heißt „Kimbridge“ und ist wahrlich historischer Grund. In den Dokumenten des Flyfishers Club fand ich dieses Foto aus dem Jahre 1939:

ORVIS Test Neville Chamberlain  Sir Joseph Ball Fly  Fishing Fliegenfischen

Der britische Premierminister Neville Chamberlain sagte im Mai 1939 nach einem gemeinsamen Wochenende am Test zu Sir Joseph Ball: „Nice place you have here, Ball.“ („Sie haben ein schönes Plätzchen hier, Ball”). Dieser antwortete: „Oh, I don’t know, Prime Minister, it’s only six miles of fishing on the Test and a modest house.” („Finden Sie wirklich, Premierminister? Es sind nur 6 Meilen Fischerei am Test und ein bescheidenes Haus”).

Neues ORVIS-Gerät wird am traditionsreichen River Test getestet

Die Strecke Kimbridge gehört ORVIS seit vielen Jahrzehnten und ist ein wunderschöner Abschnitt des klassischen Kreideflusses Test. Der hier genannte Sir Joseph Ball war ein aktiver Fliegenfischer und beteiligte sich seinerzeit an zahlreichen Debatten zur Ästhetik der Fliegenfischerei, die vielfach hier am Test ihre Ursprünge hatten. Auch heute gibt es viele namhafte Leute, die den Test schätzen. Einer von ihnen ist unser Nachbar am ORVIS-Beat Kimbridge, Roger Waters von Pink Floyd.

Typische Szene am traditionsreichen ORVIS Beat Kimbridge am Test: große Bachforelle im Drill.

ORVIS  hat heutzutage zur Betreuung der Strecke einen Ghillie angestellt und benutzt die Strecke zu repräsentativen Zwecken, wie zu diesem Händlertreffen, gibt aber auch Lizenzen heraus. Wenn es Sie interessieren sollte, einmal an einem klassischen Kreidefluss zu fischen, wenden Sie sich gerne an uns. Wir können es Ihnen ermöglichen, an den ORVIS-eigenen Strecken am Test und Itchen zu fischen.

Mit von der Partie waren in diesem Jahr auch wieder Orvis Händler aus dem deutschsprachigen Raum, wie Jan Aben von Finest Flyfishing und Sonja und Evandro Kürsteiner von Fun Fisch aus der Schweiz.

ORVIS Jan Aben Finest Flyfishing Helios 3 Fliegenrute

Jan Aben von Finest Flyfishing genoss die Tage an den englischen ORVIS-Strecken. Hier beim Testen der neuen Helios 3 Rute.

Überraschender Besuch am Kimbridge Beat: Barrie Welham, britischer Casting Champion, früherer ORVIS Direktor, Gründer der British Fly Reels Company und mein guter Freund, ließ es sich zu meiner großen Freude nicht nehmen, am Test vorbeizuschauen und brachte ein paar Flaschen guten Wein mit!

ORVIS Thies Reimers Regenbogenforelle Test England

Thies Reimers von ORVIS mit schöner Regenbogenforelle aus dem Test.

Massimo Clini (im Vordergrund), der bei der letzten Weltmeisterschaft im Fliegenfischen (Master) den dritten Platz belegte mit den Kollegen von ORVIS Italien am Kimbridge Beat.

ORVIS Beat Kimbridge am River Test

Der Kimbridge Beat von ORVIS am Test mit seinem Strohdach Cottage ist ein Paradies für Fliegenfischer.

Leider konnten wir diesmal nicht die ORVIS Strecke am Itchen befischen, aber dafür den Timsburry Beat am Test, eine weitere Top-Strecke von ORVIS.

Bei dieser Fischerei wurden die neuen Helios 3 Ruten intensiv getestet und herausragend beurteilt. Zahlreiche weitere neue Produkte wurden ebenfalls unter die Lupe genommen und wir werden Ihnen einen Teil davon nach und nach auf dieser Webseite vorstellen.

Vom Test in England ging es nach Berlin zum Helios 3-Test bei Angeljoe

ORVIS Falko Ueschner von Angeljoe Dresden Test Helios 3

Falko Ueschner von Angeljoe Dresden beim Testwerfen der neuen Helios 3 in einem Park in Berlin: beeindruckende Performance auf engstem Raum. Mit viel Kompetenz beurteilt Falko die Helios 3 F als ausgezeichnet.

Wenige Tage nach dem Besuch in England traf ich in Berlin den fliegenfischenden Filialleiter von Angeljoe Dresden, Falko Ueschner.

Der Shop Angeljoe führt seit einigen Monaten auch ORVIS und ich kann einen Besuch empfehlen, auch in den Filialen Dresden und Flensburg.  Wir besuchten die Berliner Filiale von Angeljoe und fuhren dann bei allerbestem Wetter in einen nahegelegenen Park und testeten viel ORVIS Ruten. Auch Falko war sehr angetan von den Helios 3 Ruten und anderen ORVIS Produkten.

Falko Ueschner Angeljoe ORVIS Bekleidung

Falko Ueschner konnte sich auch für einige der neuen technischen Bekleidungsstücke von Orvis erwärmen und wird ab Anfang 2018 eine Auswahl im Angeljoe Shop Dresden präsentieren.

Schweden: Rute geklaut! Doch der Täter wurde entlarvt.

Ende des Monats ging es dann nach Schweden. Am zweiten Morgen meiner Schweden-Reise im September trete ich aus dem Haus und traue meinen Augen kaum: meine zweite Lachsrute ist weg. Ich kann es nicht glauben. Zwar ist mir klar, dass man heutzutage überall mit dem plötzlichen Auftreten der Kriminalität rechnen muss. Aber in Skandinavien sind wir wirklich verwöhnt, aber gerade hier… ich fasse es nicht!

ORVIS Stene Hellberg Helios Lachsruten

Lachs- und Meerforellenspezialist Stene Hellberg, einer meiner langjährigen Angelkollegen in Schweden, der im Nachbarhaus wohnt, sitzt entspannt mit einer Zigarre auf unserer Veranda. Zu diesem Zeitpunkt standen meine beiden Helios Lachsruten noch am Baum.

Dann sehe ich plötzlich in 20 Metern Entfernung eine Rute im Gras liegen. Ich gehe näher und sehe, dass es meine Helios Lachsrute ist, einige Meter Fliegenschnur liegen wirr abgezogen im Gras. Hat sie dem Dieb etwa nicht gefallen, hat er sie einfach weg geworfen? Das ist doch sehr unwahrscheinlich.

ORVIS Lachrute Zweihand

Die Zweihandrute liegt in 20 Metern Entfernung im Gras – rätselhaft.  Aber immerhin ist die Zweihandrute unbeschädigt.

Glücklicherweise ist meiner Rute nichts passiert und ich gehe kopfschüttelnd zum Haus zurück und versuche das Geschehene zu verstehen.

Dann begreife ich blitzartig: Der neue grasmähende Roboter, den ich gestern Abend mehrfach im Garten gesehen hatte, könnte der Schuldige sein! Tatsächlich war mir der unermüdliche Fleiß aufgefallen, mit dem er noch in der Dämmerung hin und her unterwegs war. Ich hatte schon fast menschliche Gefühle für den fleißigen Kerl entwickelt. Und jetzt die plötzliche Erkenntnis, dass man dem Roboter nicht mehr trauen kann …

Der Angriff des Mäh-Roboters. Die Rute stand zuvor am Baum, wurde zum Fallen gebracht und dann vom Mähwerk überfahren.

Später höre ich Fischerkollegen erzählen, das im Nachbarhaus eine Rute verschwunden ist – das erste Mal in der Geschichte an diesem friedlichen Ort, für alle eine desillusionierende Erfahrung, alle sind in Aufruhr, ist die Kriminalität bis hier vorgedrungen?

Ich ahne die Zusammenhänge und äußere meinen Verdacht und Hoffnung keimt bei den Kollegen auf. Ich gehe in den Garten und sehe mich um. Nach einiger Zeit entdecke ich etwa 40 Meter vom ursprünglichen Standort beim Nachbarhäuschen eine Rute im Gras liegen. Diese ist aber schwer mitgenommen, die Spitze ist gebrochen und die Fliegenschnur ist gekappt, mehrere Ringe sind zerstört.

Zweihandrute Lachs

Stene’s Gerät ist schwerbeschädigt, die Spitze der Fliegenrute ist gebrochen, die Fliegenschnur ist gekappt.

Ich bringe die zerstörte Fliegenrute Stene Hellberg zurück. Dieser scheint trotz der Beschädigungen eher erleichtert darüber, dass die Kriminalität doch noch nicht bis hierhin vorgedrungen ist. Das sehen alle genauso und fühlen sich schon besser…

Ihnen wünsche ich im Oktober eine erfolgreiche Fischwaid. Nehmen Sie sich die Zeit, wieder häufiger ans Wasser zu kommen, denn dieser Monat bietet viele gute Möglichkeiten mit der Fliegenrute.

Herzlichst,

Ihr Manfred Raguse

 

 

 

 

 

 

 

Die Manfred Raguse Kolumne im September

Liebe Orvis-Freunde,

schon sind wir im September angekommen, dieser ist häufig ein Prachtmonat für die Fliegenfischerei. Nach dem Sommer pegeln sich die Temperaturen wieder in einem Bereich ein, den zumindest ich als angenehmer für die meisten fischereilichen Aktivitäten empfinde. Wichtiger: auch die Fische fühlen sich mit etwas geringeren Wassertemperaturen wieder wohler.

Nach meiner Fischerei an der Gaula, die wieder eine gute Saison erlebt hat, zog es mich Mitte August wieder an die brandenburgischen Seen und von dort sogar ein paar Tage weiter nach Polen, wohin mich mein Sohn Alexander begleitete.

Die Gaula hatte wieder eine ordentliche Saison. Manfred Raguse befischt den Bogen Sondre Beat im August. Foto: Bernd Kuleisa

Einer meiner letzten Fische in dieser Saison an der Gaula.

Ich löste für ein größeres Gebiet im ehemaligen Pommern eine 3-Tageskarte und konnte mit der ORVIS Recon am See meines Großvaters den ersten Barsch schon mit dem dritten Wurf auf eine schnell geführte Nymphe fangen.

Kulissenwechsel – von Norwegen über Brandenburg an einen See im ehemaligen Pommern.

Ein Barsch nimmt die Nymphe beim dritten Wurf mit der Recon.

Fast unbemerkt durch die wohltuenden sommerlichen Aktivitäten an den diversen Gewässern ist inzwischen die Zeit näher gerückt, in der die ersten Helios 3 Ruten auch nach Europa und somit auch nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz geliefert werden. ORVIS liegt ganz gut im Zeitplan und die Spannung auf die neuen Ruten ist bei einigen ORVIS Händlern und ihren Kunden groß. Das ist kein Wunder, denn ORVIS sagt: „Helios 3 sind die präzisesten Ruten der Welt“ und die Fakten sprechen für sich:

- Helios 3 Ruten sind die einzigen Fliegenruten auf dem Markt, die konzipiert wurden, um Wurfenergie in Präzision umzuwandeln.

- Durch die neuen Materialien und Herstellungstechniken lassen sich die Ruten noch präziser werfen und Schwingungen beim Wurf werden minimiert.

- Durch eine neue Gewichtsverteilung fühlen sich die Ruten noch leichter an.

- Ihre Zugfestigkeit bzw. Dehnbarkeit (Tensile Strength) ist 17% höher,  die Biegungsstabilität des Blanks bei der Verformung von rund zu oval bei Wurfbelastung (Hoop Strength,) ist um 40% erhöht und außerdem wurde die Haltbarkeit bei Einwirkung von außen (Impact Strength) um 77 % gesteigert.

- Sie haben eine matte, reflektionsarme Oberfläche, die für eine Minimierung der Scheuchwirkung bei den Fischen sorgt.

- Sie sind mit einem exklusiv für ORVIS hergestellten Rollenhalter ausgestattet, der im selben Unternehmen hergestellt wird, wie die neue Mirage Rolle.

Wie hat ORVIS bei den neuen Helios 3 Ruten diesen hohen Präzisionsgrad erreicht?

- Die neue Kohlefaser hat eine höhere Dichte und führt zur schnelleren Stabilisierung des Blanks.

- Erhöhte Biegungsstabilität sorgt für besseres Tracking.

- Jede einzelne Sektion jeder Rute wird von Hand abgestimmt.

- Neue fortschrittliche Taper sorgen für eine bessere Energieübertragung, bei der die Spitze etwas sensibler wird und das Handteil mehr Kraftreserven bietet.

- Es sind zwei neue Helios Rutenfamilien erhältlich: Helios 3 F für feine, gefühlvolle und punktgenaue Präsentation auf kurzen und mittleren Distanzen. Die Helios 3 D (Distanz) steht für Präzision bei großen Weiten und auch bei starkem Wind.

Präzision ist deshalb so wichtig, weil es beim Fliegenfischen oft auf wenige Zentimeter ankommt und die Fliege genau dort landet, wo Sie den Fisch vermuten.

Bei den wunderbaren Möglichkeiten mit der Fliegenrute, die uns der Monat September bietet, werden sicher einige von uns die neue Helios 3 mit ans Wasser führen. Halten Sie die Augen offen, man erkennt diese Ruten schon auf Abstand und vielleicht ergibt sich die Möglichkeit zu ein paar Testwürfen (Sie können sich gern auf mich berufen…).  Ansonsten wird Ihr ORVIS Händler – vorausgesetzt, er hat sich schon rechtzeitig eine Helios 3 gesichert – Ihnen bestimmt ermöglichen, diese zur Probe zu werfen.

Ich wünsche Ihnen für den September spannende Stunden am Wasser.

Ihr,

Manfred Raguse

Die Manfred Raguse Kolumne im August

Liebe Orvis-Freunde,

ich hatte in dieser Kolumne im letzten Monat versprochen, zeitnah mehr über die neuen Orvis Produkte für 2018 zu berichten. Hier sind natürlich meine ersten eigenen Erfahrungen mit Helios 3 an erster Stelle zu nennen.  Am Delaware River in den USA konnte ich die neuen Top-Ruten von Orvis in der Praxis ausprobieren und war schwer beeindruckt. Es wird zwischen Orvis Helios 3 F (= Fein) und Helios 3D (= Distanz) unterschieden. Ich bekam für das Testfischen beide Versionen und begann mit der „3F“.

Testfischen der neuen Helios 3F und der neuen Mirage Rolle in der Abenddämmerung am Delaware River in den Catskills.

Schon nach wenigen Würfen mit der Trockenfliege wurde mir spontan klar, dass dies die beste Fliegenrute war, die ich jemals gefischt hatte. Helios 3 wurde mit dem Ziel entworfen, Wurfenergie in Zielgenauigkeit zu übertragen, das war bei jedem Wurf deutlich spürbar. Orvis beansprucht, mit der Helios 3 die präziseste Rute der Welt geschaffen zu haben.  Dies zu verifizieren überfordert mich, aber ich kann es mir gut vorstellen und als ich dann die „Fein“ gegen die „Distanz“ tauschte, konnte ich diesen hohen Anspruch noch besser nachvollziehen. Irgendwann im Herbst wird es die ersten Helios 3 Ruten auf dem deutschen Markt zu sehen geben. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Beurteilung.

Meine erste mit der neuen Helios 3 und der neuen Mirage Rolle gefangene Trockenfliegen-Bachforelle am Delaware River. Auch die neue Lightweight-Wathose wird gleichzeitig getestet.

Es gibt zahlreiche technische Details und Fakten, die die hohe Qualität der Helios 3 untermauern, wir werden darüber berichten.

Don Swanson, Boss der Orvis Rutenproduktion, erklärt einige Orvis-Geheimnisse für die Produktion der Helios 3.

Die neue Mirage Rolle ist auch ein Traum beim Forellenfischen.

Beim praktischen Fischen konnte ich feststellen, dass die neue Mirage die Helios 3 perfekt ausbalanciert und die einzigartige Sanftheit der Bremse einem die Furcht vor dem Bruch des feinsten Vorfachs nimmt.

Bereits auf 25m Entfernung lässt es sich erkennen, dass es sich hier um die neue Helios 3 handelt. Der kaum reflektierende Blank verhindert das Verscheuchen der Fische.

Helios 3 Bruchtest: Die eingespannte Rute übertrifft die Erwartungen und hält unglaublich viel aus, alle halten den Atem an und sind gespannt…

Gerade ist es passiert, bei einer Belastung wie Sie in der Praxis nie vorkommen würde, es sei denn, man fischt mit der Forellenrute auf Hai…

Orvis hat für 2018 noch viel mehr neu im Programm. Allein auf der Fly Tackle Retailer Show in Orlando/ USA im Juli gewann Orvis 4 Auszeichnungen. Deshalb achten Sie bitte künftig auf neue Orvis Produkte mit der Bezeichnung „Ultralight“. Die neuen Watschuhe, die neuen Wathosen und ein Watjacket mit dieser Bezeichnung gehören mit zu den in Orlando ausgezeichneten Produkten.

Zerreißtest für die Nähte bei den neuen Wathosen: Kurz vor der Maximal-Belastungsgrenze

Ich konnte am Delaware River die neuen Lightweight Wathosen ausprobieren und wurde besonders durch deren Leichtigkeit überzeugt. Außerdem gibt es bei den Hosenträgern ein geniales neues System mit Magneten, die das Konvertieren in eine Hüfthose sehr bequem machen.  Aber besonders überzeugend dürfte die hohe Haltbarkeit der neuen Wathosen – bei geringstem Gewicht – sein.

Zerreißtest für die Nähte bei Wathosen: Genaueste Aufzeichnung – Orvis liegt weit über allen getesteten Konkurrenz-Wathosen, auch den teuersten auf dem Markt!

Ich werde Sie nach und nach in dieser Kolumne mit weiteren neuen Orvis Produkten bekannt machen und hoffe, Sie werden genauso begeistert sein wie ich. Bitte glauben Sie nun bitte nicht, ich hätte die im Sommer so wichtige Lachsfischerei in Norwegen vernachlässigt. Nein, hier geht alles mit gewohnter Intensität weiter, es gilt wie immer, so häufig wie möglich am Wasser zu sein.

An der Gaula wird weiterhin gut gefangen: Der Autor dieser Kolumne mit einem Lachsmilchner von 108cm Länge und ca. 13kg Gewicht, gefangen Mitte Juli.

Der Fisch wird vorsichtig wieder zurückgesetzt.

An der Gaula beträgt der bisherige Jahresfang inzwischen schon über 20 Tonnen Lachs und es wurden sehr große Fische gefangen. Wenn Sie sich noch spontan für einen Trip nach Norwegen in dieser Saison (bis 31. August) interessieren, sehen Sie mal auf der Webseite www.internationalflyfishersclub.com nach. Es gibt noch freie Plätze.

Auch Ihnen wünsche ich wieder viel Erfolg und Erholung am Wasser im August.

Ihr,

Manfred Raguse

Die Manfred Raguse Kolumne im Juli

Liebe Orvis-Freunde!

Der Juni war für mich fischereilich kein einfacher Monat. Wie immer traf ich am 31. Mai an der Gaula ein und war somit pünktlich für den Saisonstart am 1. Juni vor Ort. Die Berichte von den Forschungsnetzen am Eingang des Fjords waren ermunternd, aber die Natur war doch etwas hinter einer normalen Entwicklung zurückgeblieben. Es hatte noch nach Ostern heftige Schneefälle gegeben und das Einzugsgebiet der Gaula war mit großen Schneemengen angereichert. Umso überraschender war es, dass die Lachse schon da waren. Sie waren früh in die Gaula eingestiegen und überraschten mit einem wirklich phantastischen Eröffnungstag in dessen Verlauf rund 90 Lachse bis zu 21 kg gelandet wurden! Das Durchschnittsgewicht der zehn größten Lachse betrug 15,9 kg! Am zweiten Tag der Saison wurde kurz unterhalb unserer Strecken in Kval ein Lachmilchner von 23,1 kg gelandet.

Mein erster Gaula-Lachs in der Saison 2017, ein mittelgroßer Fisch im Gewicht von ca. 5,5 kg, den ich nach dem Foto schnell wieder zurücksetzte.

Bei mir dauerte es aber ein paar Tage, bis ich meinen ersten diesjährigen Gaula-Lachs landen konnte. Die Fischerei konzentrierte sich in der Gaula während der ersten drei Wochen hauptsächlich auf die unteren 30 km und die dort erzielten Fänge waren beeindruckend, Mitte Juni waren bereits 582 Lachse mit einem Durchschnittsgewicht von 8,8 kg gefangen worden. Ab 19. Juni wurden dann die ersten Fische an unseren Strecken oberhalb Gaulfossen gelandet.

Mein zweiter Gaula-Lachs in der Saison 2017, ein Rogner mit 106cm Länge und einem Gewicht von 11,1 kg, gefangen im New Pool.

Nach 10 Tonnen Lachs ging es in die USA zu ORVIS

Am 23. Juni flog ich zu ORVIS in die USA und verpasste damit die beste Juniwoche in dieser Saison. Ende Juni waren an der Gaula 1.429 Lachse mit einem Gesamtgewicht von 10.714 kg registriert worden. Die Einladung zu ORVIS in die USA diente dem Zweck, die zahlreichen neuen Produkte für 2018 frühzeitig kennenzulernen. Am 5. Juli wird ORVIS in Presserklärungen bekannt machen, was an neuen Produkten zu erwarten ist. Ich möchte dem hier nicht vorgreifen und bitte um etwas Geduld. Auf dieser Webseite werden wir demnächst mehr darüber berichten. Sie dürfen gespannt sein!

Meine Woche in den USA war vollgepackt mit Fischerei, Begegnungen mit ORVIS-Kollegen, Meetings zum Kennenlernen neuer Produkte, Strategien, Hintergründen und Produktionsprozessen. Hier folgen einige Fotos, die davon einen kleinen Eindruck vermitteln.

Ich verabschiede mich schon hier und wünsche Ihnen im Juli Fischerei vom Feinsten, wo auch immer Sie diese Genießen werden.

Ihr,

Manfred Raguse

Bill Reed, ORVIS Director of Wholesale for Rod & Tackle zeigt uns auf einer Rundtour einige der attrakven Flüsse in den Catskills, bevor wir am Delaware River fischen.

Blick in einen Fly Shop am Delaware River, West Branch Angler

Überall wird das Fliegenfischen erlernt.

Einfahrt zum Fly Shop West Branch Angler am Delaware River.

Blick von unserer Veranda auf den Delaware River und eine geguidete Gruppe.

Mit dem ORVIS-Bär durch den Flagship Store in Manchester Vermont

Seitenansicht vom Flagship Store

Bill Reed, Direktor für ORVIS Großhandel weltweit, erklärt einige neue Produkte im Hauptquartier Sunderland, Vermont.

Blick aus dem Orvis Flagship Store in Manchester/Vermont draußen findet bereits morgens früh der erste Unterricht statt.

Wathosen Display im Flagship Store

Beeindruckendes Ruten Display im Flagship Store

 

Die Manfred Raguse Kolumne im Juni

Liebe Orvis-Freunde!

Ich hoffe, der Start der Hechtsaison verlief bei Ihnen erfolgreicher als bei mir? Als jemand, der gern etwas länger schläft, wurde ich beim ersten Blick aus meiner Hütte in Brandenburg gleich zwei Booten auf dem Barschberg ansichtig! Und während ich mein Frühstück inklusive 6-Minuten-Ei in aller Ruhe genoss, kamen zwei weitere Boote in meinen Sichtbereich. So etwas hatte ich hier noch nie erlebt!

Offensichtlich hat der 1. Mai in dem Maße, wie sich seine Bedeutung als Kampftag der Arbeiterklasse abgeschwächt hat, als Hecht-Stichtag an Bedeutung gewonnen.

Was nimmt man für den Fisch? Streamer oder Soja Soße?

Hechtausrüstung Orvis Helios 2 in Klasse 10 mit Hydros Fliegenrolle mit Fliegenschnur  Bank Shot Sink-Tip zum Fliegenfischen

Perfekt ausgerüstet zum Start der Hecht-Saison. An der Helios 2 mit der neuen Hydros Rolle und der ORVIS Bank Shot Sink-Tip Schnur macht sich ein Wiggletail Streamer von Fulling Mill ganz gut.

Für mich verlief der Start der Hechtsaison ab 1. Mai diesmal sehr ruhig. Zwei Tage passierte nicht viel – nur drei Bisse und drei Nachläufer – das war es, kein gelandeter Hecht. Mein Assistent Thies hatte mir den Tipp gegeben, an der Helios 2 in Klasse 10 die ORVIS Bank Shot Sink-Tip Schnur zu verwenden, um die großen Hechtstreamer gut werfen zu können. Das funktionierte wirklich sehr gut, aber die Hechte wollten trotzdem nicht. Meine Tante Gerda (95) wartete vergeblich, im Häuschen zwei Bootsstege weiter links, auf in „guter Butter“ gebratenen Hecht von mir.

Also musste Plan B ran – ich hatte sicherheitshalber ein Stück eingefrorenen Lachs mitgebracht, denn mit etwas Reis und ganz spezieller Soja Soße (alljährliches Geschenk der Sawadas) hat man ganz schnell ein wunderbares Essen gezaubert.

Ein Leben, über 60 Jahre an einem See

Abenddämmerung am See am letzten Wochenende. Die Rotfedern steigen fleißig, nachdem die Badeaktivitäten vorbei sind – und nehmen meine mit der ORVIS Superfine präsentierte Trockenfliege.

Termin 13 Uhr am nächsten Tag. Ich hatte mir vorgenommen, um kurz nach 12 Uhr zurück zu rudern, das Essen zuzubereiten und rechtzeitig bei Tante Gerda zu sein (mit dem Ruderboot, denn sie wohnt ja fast nebenan). Doch dann begann es plötzlich zu beißen! Innerhalb einer Viertelstunde hatte ich 3 Hechte gelandet, alle nicht groß, aber wenn Beißzeit ist, sagte ich mir, steigen die Chancen auch auf die großen. Mein Anruf bei Tante Gerda stößt auf Verständnis – klar, nach über 60 Jahren am See, ein Leben unter Anglern, versteht sie genau, dass der Hunger warten muss, wenn die Fische endlich mal beißen. Das gemeinsame Essen wurde auf später verschoben, ich fing noch zwei wirklich kleine Hechte und dann herrschte wieder völlige Ruhe. Das Essen am selben Abend war ein voller Erfolg, der mitgebrachte Lachs war ausgezeichnet.

Der Lachs und die Reise an den Delaware River

Was liegt an im Juni? Klar, es geht wieder auf Lachs nach Norwegen an die Gaula. Dort liegt zwar noch viel Schnee, aber von den Forschungsnetzen am Eingang des Trondheim Fjords wurden zahlreiche im Anmarsch befindliche Lachse gemeldet – und zwar fünfmal so viele wie zum selben Zeitpunkt im Vorjahr! Und 2016 war bereits besser als die letzten Jahre davor. Die Lachssaison wird also wieder interessant. Sie finden aktuelle Berichte auf der Webseite www.internationalflyfishersclub.com

In der letzten Juniwoche geht es zu ORVIS in die USA. Es passt mir zeitlich nicht sonderlich gut, Norwegen ausgerechnet in der St. Hans-Woche den Rücken zu kehren, aber es muss sein. Zu viele aufsehenerregende neue ORVIS Produkte für das Jahr 2018 müssen kennengelernt werden. Man darf gespannt sein. Wir werden Ihnen hier bald mehr darüber berichten. Aber wie immer wird bei ORVIS auch gefischt, diesmal am Delaware River.

Tom Rosenbauer von Orvis beim Fliegenfischen.

Bei meinem Besuch bei ORVIS traf ich den bekannten Fliegenfischer Tom Rosenbauer, seitdem ist, neben dem Fliegenfischen, das Opossum unser gemeinsames Thema.

Ich war dort bereits vor ein paar Jahren und erinnere mich an Forellenfischerei vom Feinsten, obwohl der Fluss auch einen Hydro-Ausbau verkraften musste. Ich hatte damals meine neuen Joggingschuhe vergessen und mein Hütten-Kompagnon, Tom Rosenbauer, war so lieb, mir diese nach Deutschland hinterherzuschicken.

Wir hatte eine tolle Zeit zusammen und bei einem gemeinsamen Ausflug in ein Tal, in dem viele merkwürdige Leute zu wohnen schienen (wie in gewissen amerikanischen Horrorfilmen), sahen wir ein Auto, dessen Kfz-Kennzeichen lautete: „Eat more Opossum“! Die Erinnerung daran führte uns dazu, dass wir in alle spätere Korrespondenz zwischen uns irgendetwas Witziges über Opossums einbauten. Vielleicht werde ich bei meinem nächsten Besuch am Delaware River die Gelegenheit wahrnehmen, mal ein Opossum zu probieren. Und da die Opossums in den letzten Jahren Karriere als Fliegenbindematerial gemacht haben, bringe ich dann auch gleich ein Fellstück mit.

Ich hoffe, Sie bleiben mir trotzdem gewogen, ich wünsche Ihnen auf jeden Fall einen schönen Juni,

Ihr Manfred Raguse

 

 

Die Manfred Raguse Kolumne im Mai

Liebe ORVIS-Freunde!

Die ersten drei Tage im Mai stehen bei mir Hechtfischen in Brandenburg auf dem Programm, wie immer, wenn ich nicht gerade in der Weltgeschichte unterwegs bin. Dabei werden einige schöne Hecht-Streamer von Werner Steinsdorfer sein, die jetzt schon lange genug auf ihren Einsatz warten. Das kühle April-Wetter wird hoffentlich dazu geführt haben, dass die Hechte nach dem Laichen Anfang Mai noch im flachen Wasser stehen. Das erhöht die Chancen, mit dem Hecht-Streamer und der richtigen Fliegenschnur an meinem Gewässer Erfolg zu haben, ganz beträchtlich.

Orvis Hecht Streamer Werner Steinsdorfer

Schöne Hecht-Streamer, von Werner Steinsdorfer gebunden, warten auf ihren Einsatz!

Aber über den April gibt es noch mehr zu berichten. Ganz besonders wichtig war wieder die EWF in Fürstenfeldbruck am 1. und 2. April.

EWF Orvis Stand Vanessa Kemmler AKM

Der ORVIS Stand auf der EWF wurde diesmal von Tom Kemmler und seiner Frau Vanessa von der Fa. AKM in München ausgerichtet.

Nachdem Sepp Egner nach vielen Jahren EWF den ORVIS Stand weitergegeben hatte, wurden die zahlreichen ORVIS Fans diesmal von Tom Kemmler und seiner Frau Vanessa von AKM München beraten und natürlich von Richard Banbury (ORVIS UK), sowie von Thies Reimers und mir.

Richard Banbury (ORVIS UK) und Vanessa Kemmler von AKM am ORVIS Stand auf der EWF.

Die EWF hatte wie immer ganz viel zu bieten, und zahlreiche Besucher und Aussteller aus aller Welt erlebten zwei wunderbare Tage bei schönem Wetter, in denen es ausschließlich ums Fliegenfischen ging.

 Die ersten Lachse der Saison wurden in Dänemark gefangen!

Ostern verbrachte ich in Hamburg, aber bereits am Ostermontag ging es für 2 Tage nach Dänemark, wo am 16. April die Lachssaison begonnen hatte. Das dänische Wildlachscenter (Danmarks Center for Vildlaks) hat es in Jahren erfolgreicher Arbeit geschafft, die Lachs- und Meerforellenbestände des Landes wieder aufzubauen und zahlreiche Fischer aus den benachbarten Ländern und natürlich aus Dänemark selbst, stellen wieder den Großsalmoniden mit viel Optimismus nach. Schön ist es, dass es in mehreren Flüssen gelungen ist, den ursprünglichen Lachsstamm bis heute zu bewahren. Es gibt mehrere Flüsse, in denen man heute mit der Fliege wieder eine Chance auf Lachs und Meerforelle hat. Die kostspielige Renaturierung mancherorts hat sich gelohnt.

Lachs und Meerforellen Pool Dänemark.

Typischer Pool an einem dänischen Lachs- und Meerforellenfluss.

Ich hatte nicht erwartet, mit Lachsen überhaupt in Kontakt zu kommen. Die Anzahl der Fischer mit Spinn-, Wurm- und Fliegengerät am Fluss war überwältigend und auf den Parkplätzen wurde der Platz knapp. Umso größer war meine Überraschung, als ich im Laufe des Tages (11 Uhr 30 und 19 Uhr) meine beiden ersten frisch aufgestiegenen dänischen Blanklachse mit meiner Helios Zweihandrute und Sinkschnur auf eine Tubenfliege von Fulling Mill landen konnte! Der erste Fisch wog ca. 6 kg und der zweite ca. 9kg.

Ein blanker Lachs im Gewicht von ca. 6 kg im Drill.

Manfred Raguse drillt mit einer Helios Zweihandrute von Orvis einen blanken Lachs im Gewicht von rund 6 kg.

Beide Fische wurden schnell und unversehrt wieder zurückgesetzt. Dieses außergewöhnliche Glück wird sich bestimmt nicht so schnell wiederholen, da bin ich mir ganz sicher.  

Manfred Raguse landet den ersten seiner beiden dänischen Lachse, jetzt muss es flott gehen, denn der Fisch soll schnell und unversehrt zurück ins Wasser.

Entspannte Atmosphäre unter den dänischen Lachsfischern – viele sind ORVIS Fans

Erstaunlich war auch die gute Atmosphäre am Fluss und auch in der Unterkunft, wo ich zahlreiche dänische Fischer kennenlernte. Da ich mich auf Norwegisch überall gut verständigen konnte, kam es überall zu hoch interessanten Gesprächen und es wurde mir bald klar, wie engagiert unsere dänischen Nachbarn in Fragen des Lachsschutzes sind. Und als meine besondere Beziehung zu ORVIS sichtbar wurde, gaben sich zahlreiche gestandene ORVIS Fans als solche zu erkennen. Wie oft bei solchen Gelegenheiten, wurde mir die Liebe zu „meiner Superfine“ gestanden, wurden in unterschiedlichen Jahrzehnten hergestellte ORVIS Rollen aus dem Angelgepäck hervorgekramt und ORVIS Ruten zusammengesteckt, damit ich mich persönlich von der Loyalität gegenüber dieser geliebten, uralten Marke überzeugen konnte.

Diese beiden dänischen ORVIS Fans erzählten mir enthusiastisch wie gern sie mit Orvis Geräten fischen und rühmten die unvergleichbare Haltbarkeit und Qualität. Links sehen wir eine HLS Lachsrute 15‘ und rechts eine Odyssey Rolle.

Aber ORVIS ist gleichzeitig noch immer hochaktuell in Dänemark. Helios 2 ist für viele Fliegenfischer, sowohl an der Küste, als auch in den Flüssen, die erste Wahl. Dies ist in erster Linie dem Fachgeschäft Go Fishing in Odense zu verdanken. Dort gibt es ORVIS seit einem Vierteljahrhundert. Und weil ORVIS in Dänemark so beliebt ist, wird man die Marke künftig auch auf Seeland und auf Jütland in kompetenten Fachgeschäften finden.

Mit etwas Glück fand ich diese kleine Hütte, war aber bei erwartetem Nachtfrost von minus 5 Grad froh, dass mir eine Abbestellung in letzter Minute ein Upgrade ermöglichte.

Ich wünsche Ihnen im Mai allerbeste Fischerei, ganz egal, wo Sie Ihre Ruten auspacken. Unerwartet kann mancherorts die große Überraschung auf Sie warten, so wie es mir diesmal in Dänemark erging.

Viel Freude am Wasser wünscht Ihnen im Wonnemonat,

Ihr Manfred Raguse

ORVIS Gewässer-Tipp: Fliegenfischen an der Donau

Fliegenfischen in der Donau? Exakt! Unterhalb des Irnsinger Bergs bei Neustadt befindet sich eine Strecke, die Sie unbedingt kennen sollten. Werner Steinsdorfer stellt Ihnen das Revier vor.

Beim Fliegenfischen an der Donau gefangener Rapfen (Schied) von Werner Steinsdorfer.

Beim Fliegenfischen an der Donau gefangener Rapfen (Schied) von Werner Steinsdorfer. Die Strecke bietet aber noch mehr Möglichkeiten.

Die Donaustrecke des KFV Kelheims ist für Flora und Fauna von herausragendem Wert. So sind hier nahezu alle heimischen Fischarten des Donaueinzugsgebiets beheimatet. Angefangen bei großen Schwärmen an Friedfischen wie Brassen, Zährten oder Rotaugen gibt es einen großen Bestand an Raubfischen wie Hecht, Schied, Barsch und Zander.

Neben diesen genannten Fischen sind allerdings auch viele, mittlerweile eher seltene Fischarten der Donau, in unserem Gewässerteil beheimatet. So finden sich im Donau-Abschnitt des KFV Kelheims die heimischen Fischarten Barbe, Frauennerfling und Nase sowie die echten Donau-Barscharten Streber, Schrätzer und Zingel, welche allesamt vereinzelt immer wieder gefangen werden.

Die schönste Strecke zum Fliegenfischen an der Donau

Donau Durchbruch Weltenburg Fliegenfischen Gewässer Tipp Werner Steinsdorfer

Einer der schönsten und spektakulärsten Bereiche unseres Gewässerteils ist hier der Donau-Durchbruch bei Weltenburg. Auch zum Fliegenfischen eignet sich dieser Abschnitt sehr gut.

Im Bereich zwischen Irnsinger Berg und Weltenburger Enge gehen zudem regelmäßig stattliche Huchen an den Haken. Bach- und Regenbogenforellen lassen sich entlang der Kiesbänke beim Waten mit der Fliege überlisten, ab und an nimmt auch eine stattliche Äsche die Fliege oder Nymphe.

Fliegenfischen an der Donau Waten Gewässer Tipp Orvis Werner Steinsdorfer

Beim Fliegenfischen an der Donau können Sie beim Waten an den Kiesbänken Nasen, Forellen und Äschen fangen.

Für den Fliegenfischer ist vor allem der gute Bestand an Rapfen (Schied) und der Barsche interessant, die in kapitalen Größen immer wieder gefangen werden.

Fliegenfischen in einem traumhaften Abschnitt der Donau

Die Donau ist mit einer Länge von 2.857 km, von seinen Quellen im Schwarzwald bis hin zur Mündung im Schwarzen Meer, der zweitgrößte europäische Fluss. Die Gewässerstrecke des KFV Kelheims darf dabei wohl in vielerlei Hinsicht als eine der außergewöhnlichsten der gesamten Donau bezeichnet werden! Zum einen stellt dieser Bereich einen der letzten noch frei fließenden Flussabschnitte der Bayerischen Donau dar, zum anderen ist diese zugleich die längste zusammenhängende bewirtschaftete Gewässerstrecke Deutschlands!

Schied Rapfen Donau Fliegenfischen Werner Steinsdorfer Gewässer Tipp Orvis

Werner Steinsdorfer fischt an dieser Donau-Strecke besonders gerne auf Rapfen (Schied), hier drillt er gerade ein besonders großes Exemplar.

Die 45 km lange Donaustrecke beginnt unterhalb des Irnsinger Bergs bei Neustadt a.d. Donau und endet bei Regensburg, wo die Naab in die Donau fließt. Das Fischereirecht erstreckt sich auch auf die Abens von der Ottilienkapelle flussabwärts bis zur Mündung, den Mündungsbereich der Kels sowie der Mündung des RMD-Kanals bis zur Europabrücke.

Donau Fliegenfischen Zweihandrute

Sie haben eine leichte Zweihandrute? Nehmen Sie die gerne mit zum Fliegenfischen an der Donau!

Einer der schönsten und spektakulärsten Bereiche unseres Gewässerteils ist der Donau-Durchbruch bei Weltenburg, ein Bild dazu sehen Sie oben. Allein dieser Anblick wäre schon einen Besuch wert. Doch mit der Fliegenrute ist der Besuch noch schöner.

Tipps zum Fliegenfischen an der Donau

Ausrüstung: Für Barben, Nasen, Aitel und Forellen reichen Fliegenruten der Klasse 5 – 6 in 9 – 10 ft. Für Hecht, Huchen, Schied, Zander und Barsch werden Fliegenruten von 9 - 10 ft in den Klassen 8 -10 verwendet. Alternativ dazu werden auch Switchruten in den Klassen 7 – 8 sehr erfolgreich eingesetzt.
Tipp: Zum Fischen auf Rapfen (Schied) kann eine Zweihandrute (Klasse 7 – 8 mit 13 -14 ft) vorteilhaft sein.

Die richtigen Fliegen für die Donau

Fliegenfischen Donau Nase Forelle Äsche

Eine Nase aus der Donau, gefangen mit der Fliegenrute. Mit der Nymphe fangen Sie beim Fliegenfischen an der Donau auch Forellen, Äschen und Barsche.

Barben: Hans van Klinken`s Leadhead Gr. 8 – 10, Bachflohkrebs 8 - 10, Czech Nymphen, All Black und Whitefish Worm.
Hecht und Huchen: Marabou- oder Fell-Streamer, Hakengröße 2/0 - 6/0 zwischen 12 und 25 cm lang, für Huchen mit wenig Flash. Vorfach Stahl oder Hard Mono.
Schied (Rapfen): Gurgler, WS Stropper, Popper und Marabou-Streamer in Weiß/Chartreuse oder Gelb/Orange Größe 2 - 4, Vorfach 0,28 – 0,35 mm.
Barsch: Bonefish-Fliegen wie Crazy Charlie, Hot Leg Foxy Gotcha in Pink und Chartreuse, Größe 2 - 4 und WS Glitternymphe in Größe 6 – 8. Vorfach 0,25 mm.

Kartenpreise und Bestimmungen

Die Angelkarten für die Donau kosten pro Tag 10 € , Woche 50 € , Monat 75 €  und für das Jahr 300 €. Alle Informationen zu Bestimmungen Schonmaßen, Entnahme, Kartenausgabestellen usw. finden Sie unter www.kfv-kelheim.de

Hier kommen Sie direkt zu Werner Steinsdorfer.

Die Manfred Raguse Kolumne im April

Liebe ORVIS-Freunde!

Der März war für mich wie immer ein ereignisreicher Monat, in dem der Saisonstart in Schweden eine besonders wichtige Rolle spielt. Und tatsächlich, die Meerforellen waren ebenfalls bester Laune – allerdings zunächst nicht bei mir.

Orvis Manfred Raguse mit Meerforelle aus dem Em in Schweden.

Manfred Raguse mit schönen Fisch aus einem schwedischen Fluss. Eine frisch aufgestiegene Meerforelle mit einer Länge von 86 cm fängt man nicht jeden Tag.

Diesmal war der Wasserstand gut, nicht zu hoch und nicht zu niedrig, während die Wassertemperatur im Fluss schon bei 4 Grad angekommen war. Für jemanden, der es gewohnt ist, in dieser Jahreszeit mit atmungsaktiven ORVIS-Wathosen bei Temperaturen gerade unter oder über dem Gefrierpunkt und einem kalten, auflandigen Wind von der Ostsee her klarzukommen, wahrlich paradiesische Verhältnisse. Die fingerlosen Handschuhe wurden gar nicht ausgepackt und über die drei Unterhosen zur Umsetzung des Zwiebelprinzips wurde nicht weiter gesprochen.

Orvis Mikael Frödin drillt am Em in Schweden.

Mikael Frödin drillt im ersten Licht des Tages – für die Kamera zu schwach, die Meerforelle hat seine Fliege trotzdem gesehen und genommen.

Michael Frödin fischte gegenüber und konnte einen wirklich großen Fisch zum Biss verleiten und nach längerem Drill erfolgreich landen. Hakan Norling konnte ich etwas später stromab mit deutlich gebogener Rute beobachten. Und mein Freund Heinz-Werner gab etwas oberhalb von mir dieses für ihn typische Geräusch von sich, was sich nicht beschreiben oder nachahmen lässt, aber ganz klar sagt: Ich bin im Drill! Völlig authentisch, geprägt durch die lange Wartezeit und die Ungewissheit vor dem Saisonstart und letztlich befreiend, weil sich die Gewissheit Bahn bricht, dass die Meerforellen noch immer da sind.

Heinz-Werner mit seiner ersten Meerforelle in dieser Saison.

Ich fühle mich um 40 Jahre zurückversetzt, schon damals – noch in einer ganz anderen Zeit – haben wir beide fast genau dieses hier zusammen erlebt. Seitdem haben wir kein Jahr ausgelassen, aber die unterschiedlichsten Verhältnisse erlebt, fischereilich mal besser, mal schlechter. Immer aber im Bewusstsein, etwas ganz Besonderes zu erleben.

Dann, endlich, tut sich auch bei mir etwas und ich erlebe sogar eine Phase mit unglaublich guter Fischerei, wie es hin und wieder passiert. Es läuft einfach wie geschmiert. Meine Orvis-Zweihandausrüstung funktioniert wie immer fehlerfrei, es ist eine Freude! Bereits am Vormittag droht die „Gefahr“, dass ich das Bag Limit erreiche und mache daher eine gaaaanz lange Pause. Dann steige ich auf Seidenschnur um, tue praktische alles, damit ich keinen weiteren Fisch fange, und genieße die Zeit am Fluss.

Ein Drill, ein Sturz und die neue Templedog-Tubenfliege von Hakan Norling

Die nächsten Tage vergehen viel zu schnell und sind geprägt von Begegnungen mit langjährigen Freunden und guter Fischerei. Ich treffe auf Hakan Norling, wie er gerade einen Fisch hakt.

Orvis Temple Dog Hakan Norling Drill Meerforelle

Als ich am Ufer entlanggehe sehe ich Hakan Norling, der gerade einen Fisch hakt.

Er klagt, wie am Vortage, über starke Schmerzen im Knie und beißt die Zähne zusammen, fischt und drillt – naja, wir sind eben nicht mehr die Jüngsten, schließlich ist es rund 25 Jahre her, seit er den Tempel Dog erfunden hat. Hakan kommt drillend an Land,  stolpert plötzlich böse und schlägt hin. Ich springe erschreckt zu ihm, biete ihm Hilfe an. Er steht langsam auf, sein erst schmerzverzerrtes Gesicht hellt sich auf, obwohl der Fisch weg ist – und dann grinst er und sagt „der Schmerz im Knie ist wie weggeblasen.“ So etwas gefällt mir, „always look on the bright side of life…“.

Ein Temple Dog der neuesten Bauart, von Hakan Norling selbst gebunden.

Orvis Hakon Hakan Norling Temple Dog Em Schweden

Fischen ist die beste Medizin – nach dem Drill waren die Schmerzen im Knie wie weggeblasen.

Wir lachen und dann schenkt er mir einen von ihm gebundenen Temple Dog neuster Bauart. Dieser hat vorn ein Conehead aus Tungsten und ist im Körper durch etwas Beschwerung genau austariert.

Mails im Büro und Meerforellen an der Küste

Zwei Tage später sitze ich wieder im Hamburger Büro, die E-Mails strömen unaufhörlich herein, aber ich habe mir durch ein paar schöne Tage am Wasser ein gutes Polster gegen den Stress angeeignet. Und Gott sei Dank bekomme ich auch erfreuliche E-Mails, wie diese von einem wichtigen Autor einer großen Angelzeitschrift:

…Ich war direkt am Wochenende mit der ORVIS Clearwater fischen. Die Rute ist ja wirklich sensationell, sehr leicht, schöne, feine Aktion, nicht zu hart in der Spitze und pfeffert auch große Hechtstreamer ohne Probleme. Und vor allem für den Preis, unglaublich. Ich habe ehrlich gesagt meine #10 ***-Rute zur Seite gestellt, die ORVIS Clearwater gefällt mir um Längen besser. Wie gut muss denn bitte erst das Flaggschiff aus dem Hause, also die Helios 2, sein?“.

Das sind die Mails, die mich wirklich stolz machen, und ein demnächst im Fliegenfischer-Forum erscheinender Test wird die Antwort auf diese Frage geben. Wir halten Sie informiert.

Von der Küste hört man, dass einige Meerforellen gefangen werden, aber Sensationen scheint es, wie Thies meint, noch keine gegeben zu haben. Das sollte sich bald ändern und ich wünsche Ihnen an Ihren unterschiedlichen Gewässern viel Erfolg im April.

Ihr

Manfred Raguse

Die Manfred Raguse Kolumne im März

Liebe Orvis-Freunde!

Die meisten von uns haben dem Saisonbeginn an einer Vielzahl von Gewässern entgegen gefiebert. Die tote Zeit ist nun für viele vorbei. Wer kennt sie nicht, die etwas kopflosen Besuche im Angelladen noch kurz vorher, weil noch dieses oder jenes fehlt, um den ersten Besuch am Gewässer mit vollständiger Ausstattung genießen zu können. Dies wiederholt sich alljährlich und der Fachhändler, der sich darauf gut vorbereitet hat,  kann die spontanen Wünsche seiner Kunden unmittelbar erfüllen. Bei mir selbst hält sich die vorsaisonale Aufregung diesmal in Grenzen – kein Wunder – denn ich war schon unterwegs!

Diese schöne Regenbogen konnte ich bei meinem Aufenthalt am Jurassic Lake in Patagonien (Argentinien) Anfang Februar fangen.

Ich habe eben eine Schwäche dafür, aus unserem inzwischen meist schmuddeligen Winter, ab in den Frühling, bzw. in den Sommer zu fliegen. Und auch diese Reise hat wieder ganz viel Spass gemacht. Für die erste Woche ging es über die Flugroute Hamburg – Buenois Aires – Commodoro Rivadavia an den Jurassic Lake, der eigentlich Lago Strobel heißt. Dieser, mitten in der patagonischen Steppe liegende See, hat einen selbst reproduzierenden Stamm großwüchsiger Regenbogenforellen, die in großer Zahl bis zu Stückgewichten von über 10 Kilo abwachsen und die mit Trockenfliege, Nymphen und Streamern gefangen werden. Das Geheimnis hinter dem enormen Wachstum dieser Fische liegt im aussergewöhnlich reichhaltigen Insekten-Nahrungsangebot im See.

Die neue Orvis Covert 908 und die neue Mirage Rolle (made in USA) im ersten Licht morgens am Jurassic Lake. Diese Kombination, teils mit Power Taper, teils mit der Bank Shot gefischt, machte mich beim oft heftigen Wind wunschlos glücklich.

Obwohl der Februar zur Nebensaison gezählt wird, die lange vorausgegangene Zeit ohne Regen den See auf ein Minimum reduziert hatte und der Rio Barrancoso bis auf einen Pool im Nahbreich praktisch unfischbar war, erlebten wir eine wunderbare Fischerei auf Regenbogenforellen in allen Größen. Unter den gegebenen Bedingungen waren die Chancen auf die großen, blanken Regenbogen im See selbst am besten. Hier lagen sehr produktive Partien in unmittelbarer Nähe der Lodge. Insbesondere ist der Einlauf des Rio Barrancoso zu nennen, der vielleicht der produktivste Bereich ist, weil dieser der einzige relevante Bach ist, der in den See mündet. Und hier laichen auch die Fische. Aber auch eine Halbinsel, die zum Teil von der Lodge aus sichtbar ist, und in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist, erwies sich als sehr fischhaltig. Insbesondere die Bucht auf der linken Seite füllte sich häufig bei auflandigem Wind mit zahlreichen großen Fischen (Trupps um die hundert Fische!) , die im durch den Wind angetrübten Wasser nach Muscheln und Krebschen suchten und dabei anscheinend immer wieder dieselbe Wanderroute benutzten.

Im Rio Barrancoso gab es einen Pool, ebenfalls bequem in nur wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, den wir „Aquarium“ nannten. Sie können sich schon denken warum: er war vollgestopft mit steigenden und nymphenden Fischen. Es sei nur gesagt, dass wir hier mit Trockenfliegen und Nymphen viele Fische bis gut 5 kg Gewicht landen konnten. Einige größere gingen im Drill verloren. Die Fische im Rio waren sehr farbenprächtig, aber schlanker, als die großen Blanken im See, weil sie wohl schon eine Weile im Fluss waren. Im See fischte ich in windstillen Phasen mit der 906 Helios 2 Rute, der neuen kleine Mirage ll Rolle und Power Taper Schimmschnur. Die anderen 8 Ruten in meinem Gepäck wurden nicht benötigt. Nach einem Gespräch mit zwei am See tätigen Biologen, die u.a. eine Probe mit den wichtigsten Nahrungstierchen im Glas genommen hatten , war die Frage der richtigen Scud-Imitation nachhaltig gelöst…

In windstillen Phasen mit der 906 Helios 2 Rute, der neuen kleine Mirage ll Rolle und Power Taper Schimmschnur.

Den Lesern meiner Kolumnne vom letzten Monat möchte ich nicht die Antwort schuldig bleiben, ob ich es geschafft habe, meinen persönlichen Rekord auf Regenbogenforelle (Schweden 1990, 6,9kg Gewicht) zu überbieten. Ja, es hat geklappt, Meine größte Regenbogen aus dem Jurassic Lake haben wir auf ca. 8kg geschätzt. Nach einer grandiosen Woche am Jurassic Lake ging es mit dem Auto weiter zum Rio Gallegos. Nach ca. drei Stunden über holprige Steppenwege, die ich wegen der gut gefederten Geländewagen fast durchgeschlafen habe, ging es für gute 3 – 4 Stunden auf einer glatten Asphaltstraße weiter. Am Rio Gallegos wurden wir in der erstklassigen Las Buitreras Lodge von den einfühlsamen und ständig hilfsbereiten Angestellten mit einem prächtigen Willkommensessen und dem gehaltvollen Rotwein des Hauses begrüßt.

Es folgte eine Woche Fischerei auf Meerforellen und Bachforellen in grandioser Umgebung. Obwohl auch hier Niedrigwasser herrschte, fingen wir schon vom ersten Abend ab schöne Fische.

Meine erste Meerforelle am Rio Gallegos war 78 cm lang und wog ca. 6 kg.

Schön war es zu sehen, dass im Laufe der Woche auch sehr durchschnittliche Fischer sehr gut fingen. Die zu Las Buitreras gehörende Strecke ist 42 km lang. Die neun Ruten in unserer Woche hatten also eine sehr exklusive Fischerei. Natürlich spielt – wie fast überall in Patagonien – der Wind eine wichtige Rolle. Aber durch die weitläufige Strecke und sehr kundige Guides wird es den Gästen ermöglicht, immer nur die unter den jeweiligen Wetterbedingungen besten Pools von der „richtigen“ Seite aus zu befischen. Über die Erfahrungen am Jurassic Lake und am Rio Grande lesen Sie bitte in Kürze mehr auf www.internationalflyfishersclub.com  Dort gibt es auch konkrete Informationen über die Reisemöglichkeiten an diese beiden tollen Destinationen, an denen wir übrigens alle Fische schonend wieder zurücksetzten.

Wieder zurück am Schreibtisch in Hamburg wartete erstmal viel Arbeit, aber ich hoffe, in der ersten Märzwoche an einen unserer heimischen Bäche zu gehen. Mein Assistent Thies wird mit Sicherheit an die Küste gehen. Von unseren Orvis Händlern an der Küste hören wir, das hier und da Fische gefangen werden. Aber die Wassertemperatur ist mit ca. 3°C noch immer sehr niedrig und auch die Nachttemperaturen zwischen 2 und 4°C sind nicht optimal. Das wird sich sicher bald ändern. Ich hoffe, Sie finden ebenfalls die Möglichkeit, im März an Ihre Gewässer zu gehen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Eine schöne Zeit im März am Wasser wünscht Ihnen, Ihr

Manfred Raguse