Geräte-Besprechung: Fliegenrollen ORVIS Mirage V (Modelljahr 2017) aus dem Fliegenfischer-Forum

Das seit Jahren immer weiter entwickelte “beste Pferd im Stall” unter den ORVIS Fliegenrollen heißt Mirage und bietet jede Menge Know How! Mirage Großkern-Fliegenrollen sind Made in USA und wissen nicht nur durch ihr ansprechendes, modernes Design und ihre enorme Stärke zu überzeugen, sondern auch durch eine ausgefeilte, überlegene Technik, die hochwertigen, in ihr verarbeiteten Materialien und nicht zuletzt durch ein raffiniertes, besonders starkes Bremssystem.
Verfügbare Modelle (Stand Sommer 2017)
Die aktuelle Mirage Rollenserie wurde von ehemals acht auf fünf Modelle (II-VI) reduziert, welche die Schnurklassen von #3 bis #13 abdecken. Farben: Midnigth Black und Pewter.
Mirage II (für #3-5)
Mirage III (für #5-7)
Mirage IV (für #7-9)
Mirage V (für #9-11)
Mirage VI (für #11-13)
Unser Testmodell war eine ORVIS Mirage V in Pewter.

Technische Daten (eigene Messungen): 
Farbe: “Pewter” (Titan Matt), Oberfläche: militärisch spezifizierte Typ III anodiosierte Hartbeschichtung
Gewichte: Rolle: 276 Gramm / Spule allein: 96 Gramm
Rollendurchmesser: 114 mm
Rollenbreite (ohne/mit Kurbel): 42 (84) mm, Spuleninnenbreite: 30 mm
max. Spulentiefe (nutzbar): 22 (19) mm
Spulenkerndurchmesser: 70 mm
Schnuraufnahme bei einer ganzen Umdrehung mit voller Spule: 33 cm 
Schnurfassung: WF10F + 225 yds 30lbs Backing
Lieferumfang: Karton, Rollen-Etui, Werkzeug, Beipackzettel (in Englisch) mit Instruktionen und Garantiebestimmungen
Garantie: Nicht befristete Garantie auf Material- und Herstellungsfehler gegen geringen Unkostenbeitrag, zudem jederzeit Wartungs- und Reparatur-Möglichkeit, ebenfalls gegen einen Unkostenbeitrag, mehr dazu beim Fachhändler.
Seriennummer: ja, auf der Gehäuseinnenseite
Herstellungsland: USA
Preise (UVP): Rolle: 809,00 €, E-Spule: 415,00 €

Beschreibung und Praxistest: Stabil konstruierte Großkern-Fliegenrolle in sehr moderner und ansprechender Optik, aus dem vollen 6061-T6- Aluminiumblock gedreht und gefräst. Die Rollenoberfläche wurde mit einer “militärisch spezifizierten Typ III anodiosierten Hartbeschichtung” geschützt. Laut Hersteller (von uns (noch) nicht geprüft) ist die Rollenserie selbstverständlich für den Salzwasser- Einsatz geeignet. Die mehrfach gelagerte Spule läuft auf einem Achsensystem aus Titan, welches mit dem Bremssystem komplett im Rollengehäuse untergebracht ist, im offenen Rollenrahmen. Die gehäuseseitige Platzausnutzung ist gut. Die Rollenrückseite und der Spulenkern besitzen ein modernes, offenes Design. Die Spulen- Vorder- und Rückseiten sowie der Spulenboden sind durch umlaufende Ausfräsungen ebenfalls fast vollständig offen, bzw. stark ventiliert. Am Gehäuse befinden sich zwei Stege: hinten ein breiterer Steg für den zweifach von Außen angeschraubten Rollenfuß (vorbildlich: die Bohrlöcher für die Schrauben gehen nicht durch, außerdem wurde der Rollenfuß abgerundet, um darum gelegte Vorfächer nicht zu knicken) und vorne mittig ein Innen offener Steg für die Schnurführung. Die Gefahr eines ungewollten Durchrutschens von Schnur oder Vorfach zwischen Rollenrahmen und Spule wird durch das tiefe Hereingreifen der Stege in die Spulennut und die nur äußerst geringen Fertigungstoleranzen wirkungsvoll vermindert. Auf der Spulenvorderseite befindet sich eine griffige geformte Kurbel aus Aluminium in Rollenfarbe, welche butterweich, absolut spielfrei und perfekt läuft und durch ihre Form einem Verfangen der Schnur entgegen wirkt. Ihr gegenüber sorgt ein (nicht über die Spulenkante herausragendes) Kontergewicht für einen tadellos ruhigen Spulenlauf. Scharfe Ecken und Kanten sucht man bei der Mirage vergeblich, ebenso gibt es absolut keinerlei störendes Spiel, kein Schlagen und nirgendwo zu große Abstände – das alles spricht für eine äußerst präzise Verarbeitung. Die (Leer-)Rolle ist, am Rollenfuß gehalten, sehr gut ausbalanciert.

Die Spule lässt sich leicht und einfach wechseln, hierzu wird die Mutter auf der Spulenvorderseite per Hand locker geschraubt, anschließend kann die Spule nach vorne heraus gezogen werden. Die Mutter besitzt eine Führung und kann daher auch im gelockertem Zustand nicht versehentlich verloren werden. Ein Umbau von Links- auf Rechtshandbetrieb oder umgekehrt ist in Eigenregie möglich und in den der Rolle beiliegenden Papieren in englischer Sprache erläutert. Ein entsprechendes Spezialwerkzeug hierfür liegt der Rolle ebenfalls bei.
Im Betrieb lässt die Mirage in beiden Laufrichtungen ein angenehmes Schnurren hören. Der Rundlauf der Spule ist 100%ig “schlagfrei” ausbalanciert. Das zuverlässig arbeitende und starke, neu konstruierte Multischeibenbremssystem der Mirage auf Basis von Kohlefaser- und Edelstahl-Bremsscheiben wurde geschützt und komplett wartungsfrei versiegelt im Gehäuseinneren untergebracht. Hier wirken je nach Rollenmodell/Größe bis zu 20 Bremsscheiben. Die Bremse läuft völlig ruckfrei an und lässt sich mit dem gut bedienbaren Bremseinstellrad (31,5 mm Durchmesser) auf der Gehäuse-Rückseite in 30 Klicks und nur knapp einer einzigen Komplettumdrehung fein von „Ungebremst“ bis „Sehr stark“ regulieren. Ein vorderer und hinterer Anschlag sowie eine kleine Markierung machen die Bedienung sicher und komfortabel. Unser Bremsen-Testwert (maximales Abzugsgewicht in Kilogramm bei vollständig geschlossener Bremse und bei gefüllter Spule) ergibt einen Wert bis um 4,1 kg – ein sehr guter Wert, entsprechend dem Drillanspruch in dieser Schnurklasse. Ebenfalls vorbildlich: Beim Verstärken der Bremseinstellungen von Minimum bis Maximum wird das Einstellrad nicht im Gehäuse versenkt. Im Test waren weder im nassen Zustand, noch bei unseren Belastungstests irgendwelche Schwächen des Bremssystems festzustellen. Eine Zuhilfenahme der Hand beim Bremsen ist durch den frei laufenden Spulenrand technisch möglich, jedoch kaum nötig. Optisch, sowie von Gewicht und Größe her passt unser Testmodell Mirage V optimal zu modernen #10er (+/- 1) Fliegenruten. Die Mirage V besitzt die vollen, sehr geschätzten Vorzüge echter Large Arbor Fliegenrollen, z.B. einen geringen Anlaufwiderstand, einen stets relativ gleich bleibenden Abzugswiderstand und eine rasche Schnuraufnahme. Das Schnurfassungsvermögen der Rolle lässt für eine Rolle dieser Bauart keine Wünsche offen.

Fazit: Die neue Mirage hat uns wie auch schon ihre Vorgänger sehr gut gefallen, es ist eine enorm starke Großkern-Fliegenrolle mit einem sehr ansprechenden, modernen Design und einem technisch sehr ausgereiften Innenleben. Die Fertigungsgüte ist exzellent und das große Leistungsspektrum ist praktisch wohl nicht auszuschöpfen. Ebenfalls hervorragend ist das zeitgemäße Garantie- und Serviceversprechen von Orvis. Auch ohne geschlossenen Rollenkäfig ist die Mirage eine der derzeit stärksten Fliegenrollen am Markt. Einziger Wehrmutstropfen ist der recht deftige Anschaffungspreis…
Bezug: Im Fachhandel (Orvisdealer). Orvis-Vertretung für Deutschland: Orvis Services, Inc. M. Raguse, Hamburg, deutsche Website: www.orvis.de

Quelle: www.fliegenfischer-forum.de

ORVIS-Shop des Monats: Beutler Fisch

In Neuhausen in der Schweiz leitet Geschäftsführer Peter Beutler seit 30 Jahren liebevoll seine Firma „Beutler Fisch“, die zuvor als „Fish Corner“ gegründet worden war. Wir stellen Ihnen unseren ORVIS-Shop des Monats vor.

Fisch Beutler ist ein  Orvis Shop in der Schweiz.

Beutler Fisch in Neuhausen (Schweiz) ist unser ORVIS-Shop des Monats. Das Geschäft, es liegt direkt am Wasser, führt Peter Beutler seit gut 20 Jahren.

Fragt man Peter Beutler nach seinem Beruf, leuchten seine Augen und er erzählt: „Die Firma Beutler Fisch feiert diese Jahr ihr 30ig jähriges Bestehen! Wenige Jahre nach der Gründung konnten wir eine grössere Liegenschaft direkt am Rhein erwerben,damit ging ein Traum in Erfüllung. Es gibt nichts Schöneres, als bei solch einer einzigartigen Lage direkt vor der Haustüre auf Forellen und Äschen fischen zu können.

Diese einmalige Lage gibt der Kundschaft die Möglichkeit, jederzeit zum Beispiel eine Helios 3 – Rute in die Hand zu nehmen und gleich am Wasser zu testen. Und genau dies, so glaube ich, stellt mit Sicherheit für jeden Fliegenfischer etwas ganz Besonderes dar..Zudem zeigen die Ruten beim Test klar auf, wieso sie den Unterschied ausmachen..“

Peter Beutler ist Geschäftsführer von Fisch Beutler in der Schweiz.

Freundlich und kompetent: Peter Beutler ist Ihr ORVIS-Händler in Neuhausen/Schweiz und ein guter Ansprechpartner, wenn es um das Fliegenfischen geht.

So sieht Peter Beutler die Zusammenarbeit mit ORVIS

Für uns ist die Firma ORVIS eine vertrauenswürdige Firma, mit der die Zusammenarbeit besonders viel Spaß macht! Ihr Konzept mit ihrer strukturellen Form gibt uns die Möglichkeit, einerseits die weltbekannten Helios 3-Ruten zu verkaufen oder in der Mittelklasse eine Recon und für Anfänger eine Encounter. Was uns zudem besonders freut, sind die qualitativ hochwertigen Silver Sonic Guide-Wathosen. Zu solchen Produkten kommt noch der perfekte Service, der die Firma ORVIS immer wieder auszeichnet. Folglich ist mein Vertrauen als Händler zu ORVIS groß. Und dies wiederum die beste Voraussetzung, um unsere Kundschaft optimal mit Orvis-Produkten bedienen zu können.
Wir sind stolz, die Firma ORVIS vertreten zu dürfen und darauf, dass wir ORVIS-Shop des Monats geworden sind.

Beutler Fisch
Viktor-von-Bruns-Straße 15
CH-8212 Neuhausen
Tel.: 0041/526 72 30 50
E-Mail: info@fischbeutler.ch
www.fischbeutler.ch

Dort, wo alles begann …

Die Geburtsstunde des heutigen Fliegenfischens liegt, wie man wohl weiß, in England – doch wo genau? An einem kalten, aber sonnigen Wochenende waren wir dort, wo alles begann …

An den Flüssen Test und Itchen begann die moderne Fliegenfischerei. ORVIS hat hier eigene Strecken zum Fliegenfischen.

Zwei malerische Kreideflüsse, der Test und Itchen River im Süden Englands,waren damals die Wiege des modernen Fliegenfischens. Hier trafen sich heutige Legenden und haben über die Techniken, Präsentationen und Fliegen diskutiert.

Durch Thies und Manfred von ORVIS Deutschland hatten wir die Möglichkeit, an den Ursprung zurückzukehren, an den Ort, wo alles begann. Durch eine Einladung ergab sich Ende November für uns die Möglichkeit, am River Test und Itchen zu fischen. 

Traumhaft schön – an den Kreideflüssen im Süden Englands fühlt man sich wie auf einer Zeitreise in die Vergangenheit.

Trotz des kalten Wetters und der wenigen Insekten auf dem Wasser bot sich uns an beiden Flüssen eine eindrucksvolle und wunderbare Fischerei auf Äsche, Bachforelle und auch auf Hecht.

ORVIS kann je einen Beat an den Flüssen sein Eigen nennen, perfekt ausgestattet mit kleiner Hütte und Ofen – und natürlich dem Tisch draußen, auf der frisch gemähten Wiese, mit Blick auf den Pool.

Very British, der frisch gemähte Rasen am Ufer.

Nachdem wir von Richard, Repräsentant für ORVIS im europäischen Markt, mit frischem Kaffee und aufgebauten Ruten begrüßt wurden, konnten wir keine Sekunde unsere Augen vom River Test nehmen. Wir sehen einen herrlichen Kreidefluss, klares Wasser und den einen oder anderen steigenden Fisch. 

Wir nahmen Platz auf den kleinen Bänken entlang des Tests und beobachteten das Wasser einige Zeit. Uns wurde klar, dass sich hier eine einzigartige Möglichkeit bot, das moderne Fliegenfischen zu entwickeln.

Beim Fliegenfischen an den ORVIS-Strecken am Test und Itchen fingen wir schöne Bachforellen.

Wir konnten einige der heiklen Fische mit Nymphen überlisten, und staunten immer wieder über die makellosen Fische. Sogar Lachse, die im Test noch in einer geringen Stückzahl vorkommen, sahen wir das Wehr am oberen Ende des Beats überwinden

Gestärkt von einem Full English Breakfast ging es am nächsten Tag weiter an den Itchen River. Dort bot sich uns zwar auch das Bild eines Kreideflusses, doch diesmal in ganz anderer Form. Hier wechselten sich schnelle Rieselstrecken mit langgezogenen, tiefen Rinnen ab, in denen man starke Äschen und Bachforellen auf der Suche nach Nahrung beobachten konnte.

Wer über diese alte Brücke geht, der wandelt auch auf historischen Pfaden.

Wir können uns nicht oft genug bei ORVIS bedanken für dieses perfekte und erlebnisreiche Wochenende an den hauseignen Strecken mit Fliegenfischer-Geschichte. Danke an Thies, Manfred und natürlich Richard für die Organisation!

Tight Lines,
Danicadudes
www.danicadudes.com

Die Manfred Raguse Kolumne im Dezember

Liebe ORVIS-Freunde,

die extreme Nässe gerade in der zweiten Novemberhälfte hier im Norden Deutschlands, mit Überschwemmungen, Hochwasser und der Gefahr von Deichbrüchen, bildete in weiten Teilen des vergangenen Monats nicht gerade eine ertragreiche Kulisse für die Fliegenfischer. Aber gelegentlich gab es doch den einen oder anderen halbwegs schönen Tag. So nutzte ich die Chance, am letzten Sonntag noch einmal an meinen kleinen Heidebach zu kommen und zu sehen, wie es den Äschen geht. Diese haben noch bis zum 15. Januar Saison.

Hier und etwas oberhalb gab es an meinem kleinen Heidebach früher immer aktive Äschen.

Dieser Bach ist mir seit Beginn meiner Mitgliedschaft 1970 intim bekannt und ich habe dort früher viele schöne Tage verbracht, mit der Trockenfliege und auch beim Nymphenfischen. In dieser Zeit war ich fasziniert dabei, mit Hilfe der zeitgemäßen Fliegenfischer-Literatur ( u. a. z. B. Erich Stoll/ Hans Gebetsroither: „Hohe Schule auf Äschen“, 1972) viel über diese Fischerei zu lernen und zu probieren.

In den letzten Jahren war die Zeit knapp und ich bin nur sehr selten dort gewesen. Bei diesen Besuchen waren bei Begegnungen mit anderen Vereinsmitgliedern auch meist pessimistische Töne zu hören. Die Hauptschuld an einem schwachen Fischbestand trägt wohl der Kormoran, wie zu vernehmen ist. Trotzdem glaubte ich am letzten Sonntag an vergangene Erfolge anknüpfen zu können und war rechtzeitig am Wasser, weil ich mich nur zu gut daran erinnere, dass im späten November die Äschen bei gutem Wetter gern auf sehr kleine Fliegen stiegen.  Ich bin gut gerüstet und möchte meine neue Helios 3 „F“ (für fein) mit feinstem Vorfach und winzigen Fliegen einsetzen. In meiner Posigrip  Fliegendose sind winzige Mückenimitationen auf dem Einfädler wie auf einer Perlenkette aufgereiht und gaukeln mir ein „nimm mich“ vor.

Bild oben: Ich möchte meine neue Helios 3 „F“ (fein) mit feinstem Vorfach einsetzen…

In diesem kleinen Blasenteppich (unten, Mitte) zeigten sich doch früher immer kleine Ringe…

Aber es blieb ruhig, selbst zur besten Tageszeit waren keine Aktivitäten von Äschen auszumachen. Und es sind keinerlei Insekten zusehen! Der Bach sieht gut aus, man hat ihn in teilweise richtig zuwachsen lassen und korrigierende Eingriffe hat es in diesem Bereich schon lange nicht mehr gegeben. Das Wetter ist vielversprechend. Aber wo sind die Insekten?

Der reife Erich Stoll hatte damals nach erfahrungsreichen Jahren geschrieben: „Heute bin ich der Auffassung, dass das Thema Fliegen stark überbewertet wird“.  Ok, er hatte das natürlich anders gemeint. Er wollte damals sagen, dass er mit nur wenigen Fliegenmustern auskommt und von der heute offensichtlichen Problematik, der weit verbreiteten Abwesenheit natürlicher Insekten, hat er damals nichts geahnt.

Aber hier, unterhalb des Einlaufes sind doch früher bei jedem Wetter Fische gestiegen…

Sie alle haben es bemerkt: Fährt man mit dem Auto über Land, sind es nur noch ganz wenige Insekten, die auf der Windschutzscheibe kleben bleiben. Die meisten erinnern sich daran, dass dieses mal ganz anders war. Der Rückgang der Insektenbiomasse ist ein Fakt und inzwischen eindrucksvoll dokumentiert. Ein hoher Stellenwert kommt der Studie der Radboud-Universität Nijmegen zu. In ihr wird der großflächige drastische Rückgang der Insekten in Deutschland dargestellt. Die Grundlage dieser Untersuchung sind die Daten, die über einen Zeitraum von 27 Jahren seit 1989 vom Entomologischen Verein Krefeld in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg mittels aufgestellter Insektenfallen in 63 Naturschutzgebieten gesammelt wurden. Obwohl während eines so langen Untersuchungszeitraums Schwankungen auftreten, ist die Tendenz unstrittig. Es gibt sogar in Naturschutzgebieten etwa nur noch ein Viertel so viele Insekten, wie zu Beginn der Untersuchungen, d. h., der Verlust beträgt seit 1989 mehr als 75% der Biomasse! Außerhalb der Naturschutzgebiete dürfte es noch schlechter aussehen. Aber es gibt nur wenige Untersuchungen und das liegt daran, dass es sehr schwierig ist, für wissenschaftliche Untersuchungen dieser Art Mittel zu bekommen. Die Chemische Industrie und die Landwirtschaft sind daran interessiert viel Gewinn zu machen und Kosten dieser Art werden gerne vermieden, insbesondere, wenn die Politik korrumpiert ist oder schläft.  Sie lenkt lieber von solchen Problemen ab und fordert gar nicht erst Untersuchungen. Die etablierten Parteien haben auf ganzer Linie versagt!

Dennoch ist die Forschung nach den Ursachen weiter vorangekommen und als Hauptursache werden von den Wissenschaftlern die Folgewirkungen der Intensivierung der Landwirtschaft genannt. Großflächige Umgestaltungen der Landschaft sind nur in geringerem Maße verantwortlich, denn der Rückgang der Insekten wurde ja in Naturschutzgebieten festgestellt. Auch der Klimawandel scheint hier nicht so eine gravierende Rolle zu spielen, denn es wurden steigende Durchschnittstemperaturen festgestellt.

Idyllischer Bachlauf in der Heide, aber wo sind unsere Insekten geblieben?

Es scheint so, als ob die Landwirtschaft vergessen hat, im Einklang mit der Natur zu leben, zu große Freiräume genießt, die Natur viel zu stark belastet und in ihrer Kalkulation die Schädigung der Umwelt vergessen hat. Dies ist nur deshalb möglich, weil die etablierten Parteien sich scheuen, daran etwas zu ändern. Deshalb ist mein Frust über die Zerstörung der Insektenvorkommen ohne Gegenwehr der langjährig regierenden Parteien grenzenlos. Gerade der aktuelle Skandal um die Verlängerung der Nutzungserlaubnis des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat durch Agrarminister Christian Schmidt (CSU) verstärkt meinen Frust, zumal der Minister mit dümmlichen Statements in der Öffentlichkeit agiert und zumindest als „Bauernopfer“ im wahrsten Sinne des Wortes einen sofortigen Rausschmiss verdient hätte, wozu es wohl leider nicht kommen wird. Das Totalherbizid Glyphosat vernichtet nicht nur das eigentliche Unkraut, sondern tötet flächendeckend alle Pflanzen auf dem Acker. Damit entzieht es Insekten, Vögeln und anderen Tieren die Nahrungsgrundlage, warnt das Bundesumweltamt (UBA). Es ist fraglich, ob es irgendwann möglich sein wird, den in den genannten Insekten-Untersuchungen geschilderten Trend umzukehren. Ich bin entschlossen, mich dafür aktiv einzusetzen und hoffe, Sie sehen es ähnlich.  In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Dezember, mit schönen Festtagen, an denen hoffentlich etwas von ORVIS* untere dem Baum liegt und einem guten Rutsch.

Herzlichst, Ihr Manfred Raguse

*Eine Gelegenheit, noch ein Geschenk von ORVIS zu besorgen haben Sie noch auf einigen Hausmessen im Dezember und natürlich jederzeit bei Ihrem ORVIS Händler. Gute Atmosphäre herrschte auf der Fliegenfischer-Hausmesse bei Spezi Erfurt vor wenigen Tagen.

Oben: Gute Stimmung auf der Hausmesse bei Spezi Erfurt. Unten: Jungangler (im Vordergrund!) mit ORVIS Practicaster, einem besonders coolen Geschenk.

 

Produkt des Monats: Das TyWheel

Fast überall hat uns die Schonzeit im Griff und das ist die beste Zeit, um die Fliegenboxen wieder aufzufüllen. Binden Sie jetzt Ihre Fliegen – und nutzen Sie die Zeit lieber während der Saison zum Fischen! Dabei kann Ihnen das TyWheel sehr helfen – das TyWheel ist übrigens auch ein tolles Weihnachtsgeschenk für Fliegenfischer.

Das TyWeel macht aus jedem Tisch einen gut organisierten Platz zum Fliegenbinden.

Ordnung auf dem Bindetisch ist sehr wichtig. Nur so kann man sich auf das Binden konzentrieren und muss nicht stundenlang das benötigte Garn, die Goldköpfe oder die richtige Schere suchen. Das TyWheel ist ein echtes Organisationstalent, das das gesamte Werkzeug und Material zum Fliegenbinden auf kleinsten Raum ordentlich zusammenhält.

 Das TyWheel sorgt für Ordnung beim Fliegenbinden

Das TyWheel ist magnetisch, vier Sektionen können befestigt am Grundelement angebracht werden.

Das TyWheel besteht aus einer magnetischen Grundplatte, diese allein hilft dem Fliegenbinder schon ungemein weiter. Hier kann er seine Schere, Haken und andere Sachen aus Metall ablegen, ohne dass diese herunterfallen. Die 4 weiteren Sektionen, die durch Magneten an die Grundplatte angesteckt werden können, vervollständigen das TyWheel.

Das TyWheel ist durchdacht bis ins Detail

Jede dieser Sektionen ist gut durchdacht und hilft dem Fliegenbinder beim Organisieren seiner Sachen, so gibt es beispielsweise eine Sektion mit Messingstiften für Bindefäden. Die Stifte können ganz individuell nach Ihren Wünschen oben oder auch an der Seite angebracht werden. Eine weitere Sektion hat 3 kleine „Töpfe“, in denen Sie Haken, Perlen oder anderes Bindezubehör unterbringen können, das Ihnen sonst über den Tisch rollen würden. Auch eine Sektion mit kleinen und großen Löchern ist dabei, in die Sie Ihr Bindewerkzeug stecken können. Zum Schluss darf natürlich der Müllbehälter nicht fehlen. So bleibt Ihr Bindetisch immer schön sauber. Dieser Behälter ist an der Spitze magnetisch, sodass niemals die Gefahr besteht, dass Sie aus Versehen Haken oder fertig gebundenen Fliegen wegschmeißen.

In dieser Verpackung ist das TyWheel erhältlich. Hier zu sehen: Die Grundplatte und Sektionen, die an dieser befestigt werden können.

Der Verkaufspreis für das TyWheel liegt im bei 179 Euro.

Um eine noch bessere Vorstellung zu diesem innovativen Produkt zu bekommen, sehen Sie hier noch ein kurzes Video zum TyWheel


 

ORVIS Film-Tipp: Saved by Axe

Als Soldat der US Navy hat Chad Brown einiges in seinem Leben mitmachen müssen, und fast hätten Desert Storm und Restore Hope sein Leben zerstört. Doch zum Glück ist er auf den Hund gekommen, und dieser Hund heißt Axe.

Chad Brown stellte sich dem Kampf mit PTBS und fand einen Mitstreiter – seinen Hund Axe.

Chad Brown, Soldat der US Navy, hat es erwischt. Die Operation Desert Storm in Kuwait und die Operation Restore Hope in Somalia sind nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Diagnose: Post-Traumatic Stress Disorder, auch bekannt als PTBS (posttraumatische Belastungsstörung).

Klingt harmlos, doch PTBS raubt dem Betroffenen sämtliche Energie und Lebensfreude, führt zu schweren Depressionen und endet meist tragisch. Chad Brown stellte sich dem Kampf mit PTBS und fand einen Mitstreiter – seinen Hund Axe.

Axe begleitet Chad auf Schritt und Tritt, natürlich auch zum Fischen.

Im ORVIS Film-Tipp “Saved by Axe” erfahren Sie die persönliche Geschichte von Chad und Axe, und natürlich führt Sie diese Geschichte auch ans Wasser. Denn Fliegenfischen ist bekanntlich die beste Therapie.

Die Manfred Raguse Kolumne im November

Liebe Orvis-Freunde,

der Herbst hat überall Einzug gehalten und es treffen aus verschieden Richtungen beeindruckende Fangmeldungen ein. Herzlich gratuliere ich unserem Orvis Händler Werner Steinsdorfer aus Neustadt a. d. Donau zu seinem phantastischen Hecht von 1,11 m Länge, gefangen mit seiner Helios 2 an der Donau.  Wie Sie sehen, ein Bild von einem Hecht! Es gelingt Werner immer wieder,  in den Gewässern seiner Umgebung herausragende Fänge zu machen und er ist für seine Kunden ein besonders wertvoller Ratgeber, der seine Kenntnisse gern weitergibt.

Werner Steinsdorfer mit seinem wirklich „tollen“ Hecht aus der Donau.

Offen gestanden, bei mir selbst lief es fischereilich im Oktober nicht so gut. Auf der Rückreise aus Schweden fuhr ich noch durch Dänemark, um es zusammen mit meinem Freund Heinz Werner Heller noch auf Lachs zu versuchen. Aber die Verhältnisse dort waren nach starken Regenfällen geprägt durch extrem hohes und gefärbtes Wasser. Unsere Chancen waren gering und deshalb fuhren wir auch früher als geplant zurück nach Deutschland.

Mein Freund Heinz Werner testet begeistert bei bestem Wetter in Schweden die neue 908 Helios 3 mit der Bank Shot Schnur…

… und zwei Tage später versuchen wir unser Glück noch zwei Tage in Dänemark auf Lachs, bei schlimmen Regenwetter mit viel Wind…

… haben aber bei dieser Wasserfärbung nur geringe Chancen

Zurück in Hamburg wartete, nicht überraschend, viel Arbeit auf mich und nachdem das Wichtigste erledigt war, suchte ich mir unter den neuen ORVIS Produkten für 2018 den neuen Practicaster heraus, um ihn im Trockenen auszuprobieren. Mein Assistent Thies hatte mich neugierig gemacht, indem er erzählte, dass bei einem Besuch bei einem unserer Orvis Händler einer der Angestellten mit unserem Practicaster quasi ins Spielfieber geraten war und er fast Gewalt anwenden musste, um diesen wieder mitnehmen zu können.

Das Anwerfen der „Zielfische“ mit Klettoberfäche macht ein bisschen süchtig und da diese auf der gesamten Oberfläche gehakt werden können, ist ein leiser sportlicher Zweifel unvermeidbar.

Der neue Practicaster kommt mit drei „Zielfischen“ im Helios 3 Design daher und könnte deshalb gewissermaßen als die „Helios 3 des kleinen Mannes“ bezeichnet werden (EVK € 59,-).

Es macht ehrlich Spaß mit dem Practicaster auf die „Zielfische“ zu fischen und das gerade auch deshalb, weil es wirklich nicht so einfach ist. Schon der alte Practicaster hat viel Spaß gemacht, mit dem haben wir in Norwegen auf dem Bauernhof die Katzen süchtig gemacht. Eine von ihnen, ein roter Kater den wir „Findus“ getauft hatten, war immer auf unseren Spaziergängen über Kilometer mitgekommen, magisch angezogen von der mit dem Practicaster geworfenen Wollschnur, die er unermüdlich versuchte zu fangen. Den neuen Practicaster kann ich auf jeden Fall für Schlechtwetterperioden, Familienzusammenkünfte, festliche Anlässe und Schneidertage am Wasser empfehlen. Er könnte auch die Motivation zum Fliegenfischen beim Nachwuchs erhöhen und ist dem Konsum bildungsferner Fernsehserien auf jeden Fall vorzuziehen. Ein Tipp für die Weihnachtszeit ist er ganz sicher, der neue Practicaster von ORVIS.

In den Herbstferien ging es dann mit der Famile für eine gute Woche nach Mallorca zum Strandurlaub. Aber natürlich nehme ich auf jede Reise auch eine Fliegenrute (mindestens!) mit und versuche mein Glück. Schon am zweiten Tag war ich nach einer Fahrt nach Sa Pobla zum Fischereiamt „Fogaiba“ im Besitz einer „Licencia de pesca maritima recreativa individual“, einer Lizenz, die mit unserem Fischereischein vergleichbar ist. Damit im Sling Pack und einer 905 Recon Rute, Battenkill Rolle und Schwimmschnur probierte ich dann mein Glück an drei Abenden vor dem Abendessen ganz in der Nähe unseres Hotels.

Der Auslauf aus einem großen Sumpfgebiet auf Mallorca.

Beim Gewässer handelte es sich um einen strömenden Abfluss aus einem großen Sumpfgebiet, der allerdings tidenabhängig war. Es war schwieriger als ich geglaubt hatte und ich gebe zu, dass ich die Meeräschen, die ich von einer Brücke aus beobachten konnte, unterschätzt hatte.

Der geringe Zeiteinsatz von ca. 1 -1 ½ Stunden pro Tag an den drei Tagen reichte nicht aus, um die Geheimnisse um diesen Fisch in dieser Umgebung erfolgreich zu ergründen.  Da es sich um einen Familienurlaub handelte, hatte ich mir dieses knapp bemessene Zeitlimit gesetzt, da ich mich kenne…

Von hier sind es nur ca. 1500 Meter bis zur Mündung im Meer.

Diese Rehhaarfliege auf Haken Gr. 14 wurde am letzten Abend auf den letzten Wurf in der Dämmerung genommen.

Das Gewässer hatte recht vielversprechend ausgesehen, aber die Realität sah anders aus. Die Meeräschen waren an und unter der Oberfläche mäßig aktiv, aber ich konnte nicht ausmachen, was auf ihrer Speisekarte stand. Meine unterschiedlichsten Nymphen, Trocken-und Nassfliegen wurden komplett ignoriert. Erst am letzten Abend, es war schon dunkel geworden, verlor ich eine Meeräsche und konnte dann doch noch – buchstäblich mit dem letzten Wurf- eine kleine fangen. Inzwischen war ich mit meinem Vorfach auf 7x runtergegangen. Das war völlig in Ordnung für mich, aber es wurde somit auch deutlich, dass ich mich für das nächste Mal besser vorbereiten muss. Meeräschen darf man nicht unterschätzen, soviel ist mir inzwischen klar geworden.

Mühsam erkämpfte Beute: Eine kleine Meeräsche in der Dämmerung am letzten Tag auf Mallorca.

Ich hoffe, bei Ihnen ist der Oktober erfolgreicher verlaufen und wünsche Ihnen eine tolle Fischerei im November.

Herzlichst,

Ihr Manfred Raguse

ORVIS-Shop des Monats: Angeljoe Flensburg

Der nördlichste ORVIS Shop in Deutschland befindet sich direkt an der A7, nur wenige Kilometer von der dänischen Grenze entfernt. Angeljoe im Scandinavian Park öffnete im Mai 2017 und wir freuen uns, dass Sie nun auch wieder in Flensburg Produkte von ORVIS bekommen können.

Als Angeljoe das Flensburger Geschäft von Fishermans Partner übernahm, war für uns sofort klar, dass dies ein guter Standort für ORVIS wäre. Da auch die Angeljoe Filialen in Berlin, Potsdam und Dresden neuerdings Produkte von ORVIS führen, war es nicht schwierig, den fliegenfischenden Filialleiter Daniel Schwer von Orvis zu überzeugen. Gerade die zentrale Lage macht diesen Shop zu einem perfekten Zwischenstopp auf der Reise in den Norden. Denn wenn Sie nach Dänemark fahren, oder die Fähren von Dänemark nach Schweden oder Norwegen nutzen, kommen sie quasi direkt am Laden vorbei. Die Lage im Skandinavienpark ist ideal und die Rasenfläche direkt vor dem Laden bietet genügend Platz, um Ruten probeweise zu werfen. Sie können den Stopp auch nutzen, um das Auto noch mal vollzutanken, Lebensmittel einzukaufen und das große Gastronomieangebot lässt auch keine Wünsche offen. Es ist ein Ort, an dem die ganze Familie ihren Spaß hat.

Daniel Schwer, Manfred Raguse und Tjorven Rohweder beim Begutachten der ORVIS-Produkte.

So sieht Daniel Schwer von Angeljoe Flensburg die Zusammenarbeit mit ORVIS:

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit ORVIS. Dieses Unternehmen bietet ein Komplettprogramm für den Fliegenfischer, aber eben nicht nur für den Fliegenfischer. Denn die Wathosen, Watjacken, Bekleidung, Taschen und Rucksäcke sind auch für den Spinnfischer sehr interessant und wenn ein Spinnfischer hochwertiges Vorfachmaterial wünscht, hat ORVIS mit dem Mirage Fluorocarbon und dem Super Strong Plus Nylon zwei hervorragende Produkte im Programm.“

An der Wiese direkt vor dem Laden können die Ruten gleich getestet werden.

Daniel führt weiter aus: „Was mir bei ORVIS außerdem sehr gut gefällt ist, dass gute Produkte in allen Preisklassen angeboten werden. Viele verbinden die Marke ORVIS mit Premium Produkten wie den Helios Ruten und den Mirage Rollen, denn dies sind nun mal die Aushängeschilder des Unternehmens. Aber neben diesen Produkten der absoluten Spitzenklasse bietet ORVIS eben auch ein breites Programm für den kleineren und mittleren Geldbeutel. Denn getreu dem ORVIS-Motto „Gut, besser, am besten“ bietet ORVIS Ruten (Clearwater, Recon, Helios 3), Rollen (Clearwater, Hydros, Mirage), Schnüre (Clearwater, Access, Hydros), aber auch Wathosen (Encounter, Ultralight, Silver Sonic Guide) und Watjacken (Encounter, Clearwater, Ultralight, Guide) in mindestens 3 verschiedenen Preisklassen.“

Bei Angeljoe finden Sie auch eine kleine Auswahl an Fliegenbindeprodukten.

Doch der Großteil der Kunden bei Angeljoe Flensburg besteht aus “nicht Fliegenfischern”, die aber gerne mal mit der Fliege fischen würden und auch für die hat ORVIS ein tolles Produkt im Programm. Die Encounter Sets sind hervorragend für den Einsteiger geeignet. Es gibt das Set in den Klassen 5, 6 und 8. Somit ist für jeden Einsteiger etwas dabei, egal ob er in den dänischen Auen auf Forelle fischen möchte, in der Ostsee den Meerforellen, Hornhechten und Dorschen nachstellen will, oder in den vielen Seen in der Umgebung auf Hecht fischen möchte. Im Set enthalten ist eine Encounter Rute, eine Encounter Rolle, eine Clearwater Schnur, Backing und ein Vorfach. Die Rute wird sogar in einem Cordura Rutenrohr geliefert, so dass sie sogar auf Reisen ohne Probleme mitgenommen werden kann. Sie benötigen also nur noch ein paar Fliegen, die Sie natürlich auch hier bekommen.

Auf der Veranstaltung am 9.12. können Sie die ORVIS-Ruten direkt vor dem Laden testen.

Daniel weist auf eine für viele Kunden interessante Möglichkeit in Kürze hin: „Wer mal in das Fliegenfischen hineinschnuppern möchte, kommt am besten am 9. Dezember 2017 bei uns im Laden vorbei. An diesem Tag beantworten Fliegenbinder alle Fragen rund um das Thema Fliegenbinden und auch Thies Reimers von der Firma ORVIS ist an diesem Tag mit einer großen Auswahl von Demo Ruten dabei, die Sie direkt vor dem Laden probewerfen können. Selbstverständlich hat Thies auch die neuen Helios 3 Ruten dabei.“

ANGELJOE FLENSBURG
Scandinavian Park 3
24983 Flensburg-Handewitt
Tel.: +49 (0) 4608 9722970
E-Mail: flensburg@angeljoe.de
www.angeljoe.de

Direkt an der A 7, letzte Ausfahrt vor der Grenze zu Dänemark

Waterproof Backpack ORVIS: Dieser Rucksack ist 100 Prozent wasserdicht!

“Wasserabweisend“ oder „wasserdicht“ – das ist ein riesiger Unterschied! Und der neue Rucksack „Waterproof Backpack“ von ORVIS ist garantiert 100 % wasserdicht!

100 Prozent wasserdicht: Der neue Rucksack “Waterproof Backpack” von ORVIS.

Viele Rücksäcke, auch der alte „Gale Force“, sind wasserabweisend, allerdings kann in diese bei sehr starkem Regen oder einem unfreiwilligen Vollbad im Fluss Wasser eindringen, meist durch den Reißverschluss. Genau diese Schwachstelle ist bei dem neuen “Waterproof Backpack” von ORVIS beseitigt worden! Dieser Rucksack hält, was sein Name verspricht: Er ist 100 % wasserdicht, auch der Reißverschluss!

Der Rucksack Waterproof Backpack von ORVIS ist garantiert wasserdicht!

Kaum zu glauben? Machen Sie doch einfach einen Test bei Ihrem ORVIS-Händler: Schließen Sie den Reißverschluss fast und pusten Sie durch den kleinen Schlitz Luft hinein und ziehen Sie dann den Reißverschluss komplett zu. Wichtig: Achten Sie beim Zuziehen darauf, dass der Reißverschluss wirklich ganz geschlossen ist. Danach können Sie den “Waterproof Backpack” knautschen, drücken und sogar als Kopfkissen benutzen – es wird kein bisschen Luft entweichen! Und wo keine Luft entweichen kann, da kann auch kein Wasser eindringen.

Die Innenansicht des wasserdichten “Waterproof Backpack” von ORVIS – die helle Farbe hilft, Dinge schneller zu finden.

Die Innenseite des wasserdichten Rucksacks „Waterproof Backpack“ ist in den Farben Grün/Gelb gehalten, diese sorgen für einen besseren Kontrast und so finden Sie Ihre Sachen im großen Rucksack etwas einfacher. Für Ordnung sorgen im Rucksack drei zusätzliche Reißverschlusstaschen, hier können Sie Kleinteile (Vorfächer, Tippet-Material und Fliegendosen) unterbringen, und auch Ihr Handy können Sie im „Waterproof Backpack“ sicher verstauen.

Die Außentasche des “Waterproof Backpack” von ORVIS ist wasserabweisend, jedoch nicht wasserdicht. In dieser können Sie zum Beispiel Ihre Polbrille oder anderes wasserunempfindliches Zubehör unterbringen.

Außen am “Waterproof Backpack”, er verfügt übrigens über einen gummibeschichteten Tragegurt, finden Sie ebenfalls durchdachte Befestigungsmöglichkeiten: einen D Ring zum Befestigen Ihres Keschers, zwei Ösen zum Befestigen von Vorfachspulenhaltern und eine wasserabweisende (aber nicht wasserdichte!) Reißverschlusstasche für weiteres Zubehör. An beiden Seiten können Sie außerdem noch Trinkflaschen für eine längere Tour oder je ein Rutenrohr sicher anbringen.

Waterproof Backpack im Praxis-Test am Wasser

Die breiten und bequemen Schultergurte des “Waterproof Backpack” von ORVIS sorgen für einen hohen Tragekomfort, zudem ist der Rücken gut belüftet.

Doch wie trägt sich der „Waterproof Backpack“? Die beiden gepolsterten Schultergurte sorgen für einen angenehmen Tragekomfort und sowohl der Brustgurt als auch der Hüftgurt verhindern ein Verrutschen und Wackeln des Rucksacks beim Fischen. Auf dem linken Schultergurt besteht außerdem die Möglichkeit, einen Zinger und eine Zangesicher zu verstauen. Die Rückenpartie ist gut gepolstert und perforiert, die Luft kann daher an Ihrem Rücken gut zirkulieren und der Rucksack ist angenehm zu tragen.

Viele kleine Details, zum Beispiel für das Unterbringen von Zubehör, zeichnen den wasserdichten Rucksack aus.

Der Rucksack ist 50,8 x 30,5 x 19,1 cm groß und hat ein Fassungsvermögen von 21 Litern. Es ist also genügend Platz, um alles unterzubringen, was Sie für einen langen Tag am Wasser benötigen.

Der Waterproof Backpack von ORVIS erhielt Auszeichnungen

Der ORVIS “Waterproof Backpack” ist übrigens im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet – obwohl er brandneu ist, hat er schon einige Auszeichnungen erhalten! So wurde er bereits im Fly Fusion Magazin als “Fly Fusion Editor’s Choice Functional Gear Bag, 2017″ und im American Angler als “American Angler Gear of the Year 2017″ ausgezeichnet! Der wasserdichte ORVIS “Waterproof Backpack” ist für 335 Euro bei Ihrem ORVIS-Händler erhältlich. Schauen Sie doch mal bei Ihrem ORVIS-Händler vorbei und überzeugen Sie sich selbst von der hohen Qualität des neuen “Waterproof Backpack” von ORVIS.

ORVIS Film-Tipp: The Hidden

In unserem Film-Tipp des Monats, The Hidden, erwarten Sie atemberaubende Aufnahmen und spannende Szenen, die jedes Fliegenfischer-Herz sofort höher schlagen lassen

Ein Film muss nicht lang sein, um tiefe Gefühle zu wecken – “The Hidden” macht in 2:09 Minuten jedem Fliegenfischer klar, warum er zumindest einmal die Gewässer auf Island befischt haben sollte!

Traumhaft schöne Bachforellen, atemberaubende Landschaftsaufnahmen – der Film “The Hidden” ist unser ORVIS Film-Tipp des Monats.

Meistens steht auf Island zwar der Lachs im Vordergrund, doch fast noch spektakulärer ist die Fischerei auf wilde Bachforellen auf dieser Insel im Nordatlantik.

In diesem kurzen Trailer sehen Sie Spencer Higa und seine Freunde von „Western Waters Media“, wie Sie einige der schönsten und größten Bachforellen auf diesem Planeten fangen.

“The Hidden” (Trailer) – Official Selection, IF4™ 2017 from IF4™ on Vimeo.

 

Die Manfred Raguse Kolumne im Oktober

Liebe Orvis-Freunde,

der Monat September hatte auch in diesem Jahr wieder zwei alljährlich stattfindende Highlights für mich parat: Die Reise nach England zu ORVIS nach Stockbridge /Hampshire und dann Ende September noch ein paar Tage Lachs- und Meerforellenfischerei in Schweden.

In England ging es wieder darum, im Rahmen eines europäischen Händlertreffens, die neuen Produkte von Orvis für das Jahr 2018 zu testen und genau unter die Lupe zu nehmen. Diesmal begleitete mich auch erstmals mein Assistent Thies Reimers.
Am ersten Tag wartete eine interessante Fischerei einschließlich Barbeque an der Eigenstrecke von ORVIS am Test auf uns. Die Strecke heißt „Kimbridge“ und ist wahrlich historischer Grund. In den Dokumenten des Flyfishers Club fand ich dieses Foto aus dem Jahre 1939:

ORVIS Test Neville Chamberlain  Sir Joseph Ball Fly  Fishing Fliegenfischen

Der britische Premierminister Neville Chamberlain sagte im Mai 1939 nach einem gemeinsamen Wochenende am Test zu Sir Joseph Ball: „Nice place you have here, Ball.“ („Sie haben ein schönes Plätzchen hier, Ball”). Dieser antwortete: „Oh, I don’t know, Prime Minister, it’s only six miles of fishing on the Test and a modest house.” („Finden Sie wirklich, Premierminister? Es sind nur 6 Meilen Fischerei am Test und ein bescheidenes Haus”).

Neues ORVIS-Gerät wird am traditionsreichen River Test getestet

Die Strecke Kimbridge gehört ORVIS seit vielen Jahrzehnten und ist ein wunderschöner Abschnitt des klassischen Kreideflusses Test. Der hier genannte Sir Joseph Ball war ein aktiver Fliegenfischer und beteiligte sich seinerzeit an zahlreichen Debatten zur Ästhetik der Fliegenfischerei, die vielfach hier am Test ihre Ursprünge hatten. Auch heute gibt es viele namhafte Leute, die den Test schätzen. Einer von ihnen ist unser Nachbar am ORVIS-Beat Kimbridge, Roger Waters von Pink Floyd.

Typische Szene am traditionsreichen ORVIS Beat Kimbridge am Test: große Bachforelle im Drill.

ORVIS  hat heutzutage zur Betreuung der Strecke einen Ghillie angestellt und benutzt die Strecke zu repräsentativen Zwecken, wie zu diesem Händlertreffen, gibt aber auch Lizenzen heraus. Wenn es Sie interessieren sollte, einmal an einem klassischen Kreidefluss zu fischen, wenden Sie sich gerne an uns. Wir können es Ihnen ermöglichen, an den ORVIS-eigenen Strecken am Test und Itchen zu fischen.

Mit von der Partie waren in diesem Jahr auch wieder Orvis Händler aus dem deutschsprachigen Raum, wie Jan Aben von Finest Flyfishing und Sonja und Evandro Kürsteiner von Fun Fisch aus der Schweiz.

ORVIS Jan Aben Finest Flyfishing Helios 3 Fliegenrute

Jan Aben von Finest Flyfishing genoss die Tage an den englischen ORVIS-Strecken. Hier beim Testen der neuen Helios 3 Rute.

Überraschender Besuch am Kimbridge Beat: Barrie Welham, britischer Casting Champion, früherer ORVIS Direktor, Gründer der British Fly Reels Company und mein guter Freund, ließ es sich zu meiner großen Freude nicht nehmen, am Test vorbeizuschauen und brachte ein paar Flaschen guten Wein mit!

ORVIS Thies Reimers Regenbogenforelle Test England

Thies Reimers von ORVIS mit schöner Regenbogenforelle aus dem Test.

Massimo Clini (im Vordergrund), der bei der letzten Weltmeisterschaft im Fliegenfischen (Master) den dritten Platz belegte mit den Kollegen von ORVIS Italien am Kimbridge Beat.

ORVIS Beat Kimbridge am River Test

Der Kimbridge Beat von ORVIS am Test mit seinem Strohdach Cottage ist ein Paradies für Fliegenfischer.

Leider konnten wir diesmal nicht die ORVIS Strecke am Itchen befischen, aber dafür den Timsburry Beat am Test, eine weitere Top-Strecke von ORVIS.

Bei dieser Fischerei wurden die neuen Helios 3 Ruten intensiv getestet und herausragend beurteilt. Zahlreiche weitere neue Produkte wurden ebenfalls unter die Lupe genommen und wir werden Ihnen einen Teil davon nach und nach auf dieser Webseite vorstellen.

Vom Test in England ging es nach Berlin zum Helios 3-Test bei Angeljoe

ORVIS Falko Ueschner von Angeljoe Dresden Test Helios 3

Falko Ueschner von Angeljoe Dresden beim Testwerfen der neuen Helios 3 in einem Park in Berlin: beeindruckende Performance auf engstem Raum. Mit viel Kompetenz beurteilt Falko die Helios 3 F als ausgezeichnet.

Wenige Tage nach dem Besuch in England traf ich in Berlin den fliegenfischenden Filialleiter von Angeljoe Dresden, Falko Ueschner.

Der Shop Angeljoe führt seit einigen Monaten auch ORVIS und ich kann einen Besuch empfehlen, auch in den Filialen Dresden und Flensburg.  Wir besuchten die Berliner Filiale von Angeljoe und fuhren dann bei allerbestem Wetter in einen nahegelegenen Park und testeten viel ORVIS Ruten. Auch Falko war sehr angetan von den Helios 3 Ruten und anderen ORVIS Produkten.

Falko Ueschner Angeljoe ORVIS Bekleidung

Falko Ueschner konnte sich auch für einige der neuen technischen Bekleidungsstücke von Orvis erwärmen und wird ab Anfang 2018 eine Auswahl im Angeljoe Shop Dresden präsentieren.

Schweden: Rute geklaut! Doch der Täter wurde entlarvt.

Ende des Monats ging es dann nach Schweden. Am zweiten Morgen meiner Schweden-Reise im September trete ich aus dem Haus und traue meinen Augen kaum: meine zweite Lachsrute ist weg. Ich kann es nicht glauben. Zwar ist mir klar, dass man heutzutage überall mit dem plötzlichen Auftreten der Kriminalität rechnen muss. Aber in Skandinavien sind wir wirklich verwöhnt, aber gerade hier… ich fasse es nicht!

ORVIS Stene Hellberg Helios Lachsruten

Lachs- und Meerforellenspezialist Stene Hellberg, einer meiner langjährigen Angelkollegen in Schweden, der im Nachbarhaus wohnt, sitzt entspannt mit einer Zigarre auf unserer Veranda. Zu diesem Zeitpunkt standen meine beiden Helios Lachsruten noch am Baum.

Dann sehe ich plötzlich in 20 Metern Entfernung eine Rute im Gras liegen. Ich gehe näher und sehe, dass es meine Helios Lachsrute ist, einige Meter Fliegenschnur liegen wirr abgezogen im Gras. Hat sie dem Dieb etwa nicht gefallen, hat er sie einfach weg geworfen? Das ist doch sehr unwahrscheinlich.

ORVIS Lachrute Zweihand

Die Zweihandrute liegt in 20 Metern Entfernung im Gras – rätselhaft.  Aber immerhin ist die Zweihandrute unbeschädigt.

Glücklicherweise ist meiner Rute nichts passiert und ich gehe kopfschüttelnd zum Haus zurück und versuche das Geschehene zu verstehen.

Dann begreife ich blitzartig: Der neue grasmähende Roboter, den ich gestern Abend mehrfach im Garten gesehen hatte, könnte der Schuldige sein! Tatsächlich war mir der unermüdliche Fleiß aufgefallen, mit dem er noch in der Dämmerung hin und her unterwegs war. Ich hatte schon fast menschliche Gefühle für den fleißigen Kerl entwickelt. Und jetzt die plötzliche Erkenntnis, dass man dem Roboter nicht mehr trauen kann …

Der Angriff des Mäh-Roboters. Die Rute stand zuvor am Baum, wurde zum Fallen gebracht und dann vom Mähwerk überfahren.

Später höre ich Fischerkollegen erzählen, das im Nachbarhaus eine Rute verschwunden ist – das erste Mal in der Geschichte an diesem friedlichen Ort, für alle eine desillusionierende Erfahrung, alle sind in Aufruhr, ist die Kriminalität bis hier vorgedrungen?

Ich ahne die Zusammenhänge und äußere meinen Verdacht und Hoffnung keimt bei den Kollegen auf. Ich gehe in den Garten und sehe mich um. Nach einiger Zeit entdecke ich etwa 40 Meter vom ursprünglichen Standort beim Nachbarhäuschen eine Rute im Gras liegen. Diese ist aber schwer mitgenommen, die Spitze ist gebrochen und die Fliegenschnur ist gekappt, mehrere Ringe sind zerstört.

Zweihandrute Lachs

Stene’s Gerät ist schwerbeschädigt, die Spitze der Fliegenrute ist gebrochen, die Fliegenschnur ist gekappt.

Ich bringe die zerstörte Fliegenrute Stene Hellberg zurück. Dieser scheint trotz der Beschädigungen eher erleichtert darüber, dass die Kriminalität doch noch nicht bis hierhin vorgedrungen ist. Das sehen alle genauso und fühlen sich schon besser…

Ihnen wünsche ich im Oktober eine erfolgreiche Fischwaid. Nehmen Sie sich die Zeit, wieder häufiger ans Wasser zu kommen, denn dieser Monat bietet viele gute Möglichkeiten mit der Fliegenrute.

Herzlichst,

Ihr Manfred Raguse