Die Manfred Raguse-Kolumne im September

Liebe Orvis-Freunde!

Die norwegische Lachssaison, die mit dem Monat August endet, liegt gerade hinter mir. Eine kurze Bilanz: Sehr mildes Wetter hatte zu ausgezeichneten Bedingungen für die Junifischerei geführt. Während so früh in der Saison in den meisten Jahren gegen schwieriges Wetter und hohes Wasser angetreten werden muss, war es diesmal anders. Die Lachse stiegen in großer Anzahl auf und wurden in der Gaula auch sehr erfolgreich mit der Fliege gefangen. Großlachse und auch mittelgroße Fische bestimmten das Bild. Leider setzte allzu früh Niedrigwasser ein und übte einen negativen Einfluss auf einige der traditionellen Top-Wochen aus. Die Fische kamen bald in reduzierter Anzahl und die Fänge fielen schlechter als gewohnt aus. Auch der August erwies sich als launisch und und trotz eines beeindruckenden Saisonfangens an der Gaula von über 27 Tonnen blieb bei einigen Gästen das Resultat hinter den Erwartungen zurück, bei anderen lief es besser als erhofft – das ist Lachsfischen!

Diesen 90 cm langen Lachs konnte ich am 17. Juni an der Gaula landen.

An unseren Forellen- und Äschenflüssen steht jetzt die vielleicht schönste Zeit des Jahres an. Herrlich, die Tage des Altweibersommers mit dunstigen, frühen Stunden und strahlendem Sonnenschein danach. Und um die Mittagszeit bis in den frühen Abend dürfen wir mit Eintagsfliegenschlüpfen rechnen. Wunderbar!

Die „kleine Graue“ ist Trumpf; als Emerger gefischt fängt sie zumeist besser als die klassische Dun. CDC ist jetzt wieder Trumpf: einen CDC-Emerger der Größe 16 sollte jeder in der Box haben!

Immer wieder erstaunlich, dass selbst Regenbogenforellen von einem Kilo und mehr sich die Mühe machen, diese CDC-Zwerge aus dem Oberflächenfilm zu nippen. Spannende Stunden stehen uns bevor. Feine Spitzen sind angesagt; ein klarer Fall für das zuverlässige Superstrong Plus – Monofil von Orvis!

Die größeren Flüsse der Äschenregion laufen jetzt zur Hochform auf. Präzise Würfe sind gefragt – zuweilen auch auf Distanz – ein klarer Fall für den Fliegenfischer, der eine 4er oder 5 er Helios 2 – Rute mit sich führt. Enge Wurfschlaufen, punktgenaue Präsentation: dies ist bei Helios 2 sozusagen eingebaut.

Genießen Sie diese herrliche Zeit am Fischwasser!

Mit allen Sinnen. Und mit Orvis!

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse

Händler des Monats Sepp Egner Fischereigeräte

Ort: Fachgeschäft seit 1987 in Huglfing (Pfaffenwinkel / Bayern)

Geschäftsführung: Christine und Sepp Egner

Profil: Sepp Egner und seine Frau Christine sind einem breiten Publikum bekannt, da sie seit Jahren den Orvis-Stand auf der EWF-Messe betreiben. Dieses Familienunternehmen besteht seit 1987, wobei die Fliegenfischerei aus persönlicher Neigung ein immer größeres Gewicht im Geschäftsumfang erreichte. Seit vielen Jahren sind die Egner’s nun schon “Authorized Orvis Dealer”. Damit sind sie, nach eigener Aussage, sehr glücklich, da Orvis ihr Bemühen um Qualität, Seriosität und gute Kundenbetreuung optimal unterstützt. Das Fischereigeschäft liegt in Huglfing, im Herzen des Pfaffenwinkels. Idyllisch zwischen Loisach und Ammer, am Rande der Alpen, also dort, wo andere Urlaub machen oder gern wohnen würden! Die Fliegenfischerei ist hier einfach ein natürlicher Bestandteil des Lebens.

Sepp Egner über Orvis:

„Ein großer Schwerpunkt in meinem heimatlichen Umfeld ist die Bachfischerei mit der Trockenfliege. Meine Kunden kann ich dank des überzeugenden, vielfältigen Orvis-Angebots von Ruten der Schnurklassen 3 und 4 sehr gut bedienen. Die bei uns meist üblichen Längen bewegen sich zwischen 7’ und 8.6’.

Manchmal jedoch darf es eine oder zwei Schnurklassen höher sein! Der Grund: Oft sind im Sommer große Steinfliegen in schnellen Flüssen mit grobem Geröll wie Isar oder Ammer aktiv. Sehr große Nymphen, bis Hakengröße 4 oder entsprechende Nass- und Trockenfliegen verlangen geradezu nach einer kräftigen Recon in der 5er oder 6er Schnurklasse. Und nach entsprechenden Vorfächern wie den neuen Superstrong Plus Leader  mit stark erhöhter Tragkraft.

Erfolgreich getestet habe ich auch die Superfine Glass 866-3 in # 6 auf die kräftigen Ammerforellen. Die parabolische Aktion hielt die „Ausbruchsversuchen“ der zum Teil mehrpfündigen Fische besser Stand als Kohlefaser! Ich darf diese Gerte also wirklich empfehlen; testen Sie diese selbst!

Und noch ein Highlight: Sehr gut bewährt haben sich natürlich die neuen Hydros SL Rollen und der bequeme Access Watschuh.“

Kontakt:

Sepp Egner Angelgeräte, Hauptstraße 17, 82386 Huglfing. Telefon 08802-1332.

j.chr.egner@t-online.de

www.firstclass-flyfishing.de

Ihr Sicherheitskonto ist ab sofort im PLUS!

Woran hängt der Fisch? Wovon hängt im Belastungsfall die glückliche Landung ab? Von der schwächsten Stelle der Montage.Und die befindet sich im Vorfach. Hält es? Hält es wirklich?

Orvis hat nun mit dem neuen Super Strong Plus eine Sicherheitsreserve geschaffen: Die Vorfächer und das Tippetmaterial halten im Knoten bis zu 45% mehr an Belastung aus. Mehr muss man eigentlich nicht sagen; man sollte es nur wissen und geschwind die eigenen Vorfächer umstellen – auf Super Strong Plus von Orvis!

Nebenbei gesagt: Wenn Sie ein 4 x Material fischen wollen, dann bekommen Sie es bei Orvis auch. Kein Schummeln, kein Mogeln, ehrliches, bärenstarkes Material. Zu Ihrem Vorteil und jetzt bei Ihrem Orvis-Händler zu haben.

Wir kennen erfahrene Orvis-Händler, die mittels Mikrometer schon seit Jahren feststellen, dass die Durchmesser bei Orvis stimmen. Ganz im Gegensatz zu manchen Produkten der Konkurrenz. Dieser Vorteil zählt jetzt erst recht!

Vertrauen Sie auf Orvis!

Kursleiter, die Orvis vertrauen: Werner Steinsdorfer

Die neue, lockere Folge von Beiträgen stellt Kursleiter vor, die Orvis-Geräten vertrauen und auf diese Weise demonstrieren, dass sie Wert auf eine perfekte Ausrüstung legen.

Leitet Werner Steinsdorfer einen Fliegenfischenkurs, dann setzt er sein Vertrauen auf Orvis.

Jeder Fliegenfischer kennt ihn, den Bindefuchs aus Neustadt an der Donau. Er bietet seinen Kursteilnehmern „Orvis only“ an, weil er damit beste Erfahrungen gemacht hat und weil ihm auch die Loyalität zu dieser Weltmarke wichtig ist. Wer Orvis führt, ist auch stolz darauf.

Kursleiter, die Orvis vertrauen: Werner Steinsdorfer

Werner Steinsdorfers Meinung zu Orvis  ist kurz und trotzdem umfassend: „Bei Orvis stimmt alles – sogar die Durchmesser der Monofil-Materialien. Zu den Ruten und Rollen und Flugschnüren ist nichts zu sagen, außer: perfekt. Etwas anderes kommt nicht in die Hände meiner Kunden!“

Bei den Kursen von Werner Steinsdorfer braucht man nur gute Laune mitzubringen, alles andere wird gestellt. Fliegenruten, Fliegenrollen, Fliegenschnüre sind natürlich von Orvis und auch die Watbekleidung.

Infos zu den Fliegenfischenkursen von Werner Steinsdorfer finden Sie unter:
www.flyfishing-steinsdorfer.com

Die perfekte Nymphe für den September: Glitzer Girl

von Bernd Kuleisa

An dieser Stelle wollen wir, liebe Orvis-Freunde, nun auch öfter einmal innovative Fliegen von namhaften Bindern vorstellen. Und so geht es los:

Einer der besten Fliegenbinder Deutschlands kommt aus dem Schwabenland: Alfons Schefhold. Er ist Serien-Sieger bei Bindewettbewerben und viele virtuos gebundene Muster stammen von ihm. Er kann aber auch anders: schlicht, einfach, aber fängig.

Eine solche Nymphe schickte er mir zu und ich freue mich, Sie hier allen Orvis-Freunden zum Nachbinden zu empfehlen; sie heißt Glitzer Girl.

Dank der Tungsten-Perle taucht sie schnell tief ab und findet den Fisch. Selbst Fische, die jede Goldkopfnymphe schon ablehnen, nehmen sie ohne zu zögern!

Glitzer Girl von Alfons Schefhold

Haken: TMC 200R Größe 10 oder 12

Faden: 8.0 beige

Tungstenperle: 3.8 mm

Körper: Krystal-Flash (Farbe nach Wahl), Coq de Leon-Feder, Rebhuhnfeder, Squirrel-Dubbing (braun und grau)

Bindeanleitung:

1. Perle auf den Haken bringen und Grundwicklung legen

2. Coq de Leon-Fiber als Schwänzchen einbinden

3. Circa 8 cm Krystal-Flash an beiden Enden vor dem Schwänzchen einbinden und eine Schlaufe bilden

4. Graues Squirrel-Dubbing in die Schlaufe legen und verdrallen

5. Dubbingstrang um den Haken winden und Körper formen

6. Braunes Dubbing in eine Schlaufe legen, verdrallen und den Thorax bilden

7. Rebhuhnfeder an der Federspitze einbinden und zwischen Thorax und Perle mit 3-4 Windungen festlegen – fertig!

Tipp: Beim Verdrallen der Dubbingstränge das Material ausbürsten und überflüssige Bestandteile auszupfen. Das Krystal-Flash sollte gut sichtbar sein; so erhält die Fliege das gewisse Extra!

Die Manfred Raguse-Kolumne im August

Liebe Orvis-Freunde!

Hält der Sommer, was uns eigentlich ein richtiger August verspricht? Wird es richtig warm? Das ist für den „Nur-Urlauber“ schön, doch für unsere Salmoniden keineswegs. Es sind die alternativen Zielfische, die jetzt gut zu fangen sind. Fangen wir einmal mit dem schwierigsten Fisch an, der Meeräsche. Sie vagabundiert in größeren Schulen nun die Ostseeküste entlang. Und wer sie fangen will, braucht Geduld, selbst wenn man mitten im Schwarm steht. Allgemein ist eine schnelle 6er Rute plus Schwimmschnur das richtige Outfit für die Pirsch. Eine 6er Helios 2 (Salzwassermodell) oder eine 6er Recon passen genau zur Meeräschenfischerei. Die Fliege sollte auf einen starken Haken gebunden sein und GRÜN ist bei diesem Zielfisch die Hoffnung: eine 6er bis 8er „Algen-Fliege“ hat sich bewährt.

So sehen fängige Meeräschenfliegen aus!

Natürlich gibt es im August auch Möglichkeiten auf Lachs zu fischen. Meist sind die Wasserstände niedriger und das verwendete Gerät wird auch feiner und die Fliegen schrumpfen ebenfalls bis zu ganz kleinen Hakengrößen. Dann gibt es die Regenfälle, die den Fluss zum Steigen bringen und die meistens besten Einfluss auf das Beissverhalten der Lachse haben. Gern denke ich daran: Im August 2014 konnte ich den in der gesamten Saison größten mit der Fliege gefangenen Lachs an der Gaula fangen. Sehen Sie hier den Film dazu…

 

Karpfen, Döbel und Barsch sind andere Sommerliebhaber, die sich jetzt sehr gut auf Sicht anwerfen lassen. Vielleicht ist es eine Anregung wert, Sie einmal auf diese Fische hinzuweisen? Spannende Drills sind garantiert – vor allem beim Karpfen.

Sommerkarpfen stehen jetzt oft „hoch“ und sind gezielt zu befischen! Foto: Werner Steinsdorfer

Die geschilderte Ausrüstung für Meeräschen ist auch für Karpfen goldrichtig. Orvis-Geräte sind also nicht nur für Salmoniden geschaffen, sondern für alle Fische, die sich sinnvoll mit der Fliege anpirschen lassen.

Versuchen Sie es!

Nochmal ein kurzer Schwenk nach Norwegen an die Gaula, wo das Finale der Saison eingeläutet wird. Noch sind einige wenige Plätze für Kurzentschlossene frei – auch in dem Fliegenfischerkurs mit Bernd Kuleisa, der in der Woche 33 stattfindet. Mehr Info: www.internationalflyfishersclub.com,

Mit herzlichem Gruß!
Manfred Raguse