Händler des Monats: Kalles Angelshop

Standort: Neustadt / Schleswig Holstein

Geschäftsführer: Kalle Rohde

Kalle Rohde ist Ihr Orvis Händler in Neustadt an der Ostsee.

Profil: Kalles Angelshop – eine Institution an der Ostsee in dem schönen Städtchen Neustadt in Ostholstein. Die Familie Rohde ist während der Hauptsaison sieben Tage in der Woche (!) für Angler da. Neben Brandungsanglern, Urlaubs-Petrijüngern und Spinnfischern betreut der Chef Kalle Rohde natürlich auch Fliegenfischer, die von nah und fern zu ihm kommen. Und es werden immer mehr, denn Kalle ist selbst ein kundiger Fliegenfischer. Als Meerforellenfuchs ist Kalle Rohde weithin bekannt und sein Sohn Kai (man beachte das Foto mit dem riesigen Eishai im Ladengeschäft!) sowie – last not least – seine Frau Karin sind ebenfalls perfekte Berater und Gastgeber für Besucher von Kalles Angelshop.

Und so sieht Kalle Rohde die Zusammenarbeit mit Orvis:

Orvis hat ein klasse Programm, aus dem ich mich gern bediene. Was mir als Ausstattung für die Einsteiger gut gefällt, das sind die Orvis-Encounter Sets! Ideal für Urlauber, die „einfach mal“ Fliegenfischen wollen! Alles perfekt montiert, für jeden Zielfisch von der Meerforelle bis zur Teichforelle gibt es ein passendes Set. Toll sind auch die neuen Taschen wie die „Carry-It-All“, die ich mir selbst sofort angeschafft habe.

Natürlich spielt das Meerforellenfischen bei meinen Kunden eine große Rolle. Prima, dass Orvis mit der Serie Helios 2 da genau die richtigen Ruten präsentiert. Einige Kunden von uns haben sich mit 6er Modellen und auch 8er Ruten vom Typ Helios 2 ausgerüstet und sind sehr zufrieden damit. Ein ganz eifriger Fischer und Helios 2-Fan ist Martin Timm, der in diesem Frühjahr eine tolle 67er mit der Fliege fing und seitdem auf der Suche nach einem Fisch „Über 70“ ist – man muss sich ja Ziele setzen. Welche Brocken von Meerforellen bei uns in Ostholstein gefangen werden, zeigt der Fang einer Superforelle von 92 cm aus dem März 2015. Der Fisch wog über 9 Kilo! (Köder war ein Blinker, aber es bleibt einfach ein toller Fisch!)

Die Fliegenfischerei an der Ostsee nimmt immer mehr zu: auf Meerforelle, Hornhecht, Dorsch, Meeräsche. Orvis wird aus diesem Grund eine noch weiter wachsende Bedeutung für unser Geschäft haben!

Seit vielen Jahren kenne und schätze ich Manfred Raguse und seinen Mitarbeiter Thies Reimers; mit beiden verbinden mich schöne Erlebnisse (mit Manfred an der Gaula, Thies kaufte einst seine erste Fliegenrute bei mir auf einer Messe). Dieser persönliche Kontakt ist einfach eine gute Grundlage für unsere Arbeit mit Orvis. Solche Dinge zählen auch in der heutigen Zeit, jedenfalls für mich!

Abschließend darf ich noch anfügen, dass regelmäßig Fliegenfischerkurse bei uns stattfinden. Zum Beispiel am 7. Mai 2016 der Orvis-Kurs „Einstieg in die Ostsee“, den Bernd Kuleisa und Thies Reimers gemeinsam durchführen. Die praktische Seite des Kurses findet am Wasser statt und es wird auf Hornhecht gefischt. Mehr Info? Siehe unsere Homepage: www.kalles-angelshop.de

Schauen Sie doch einfach mal vorbei in unserer schönen Stadt!

Kalles Angelshop
Vor dem Kremper Tor
23730 Neustadt/Ostsee
Tel. 04561-6450
Kalles-angelshop@t-online.de
www.kalles-angelshop.de

Die Manfred Raguse-Kolumne im November

Liebe Orvis-Freunde!

Winterreifen, Frostnächte, Tee mit Rum. Kühl ist es geworden und doch birgt diese schmalere Auswahl der Zielfische, die mit dem Spätherbst Einzug hält, auch Chancen. Man kann sich konzentrieren! Auf Hecht, auf Huchen oder auf Äschen, die ja in schönen Tagen durchaus noch zum Steigen zu bringen sind. Bevor es vielleicht zu kalt wird: ans Wasser! Und fischen!

Hier drille ich gerade am Rande unseres englischen Händlertreffens eine schöne Forelle im englischen Kreidefluss Test mit der Recon und der neuen Hydros Rolle.

Und man kann und sollte schon an das kommende Jahr denken! Wir haben das auf dem Orvis-Händlermeeting am 24./25. Oktober getan und in diesem Kreis die Neuerungen für das Jahr 2016 unter die Lupe genommen.

Beim Huchenfischen in der Dunkelheit an der Isar nahm eine schöne Regenbogen den an der Zweihandrute und der neuen Hydros Rolle gefischen Huchenstreamer. Ein schönes Erlebnis am Rande des diesjährigen Treffens der Orvis Händler in München.

Das beeindruckende Echo erfahrener Fachhändler auf die neuen Produkte ist Anlass, einmal nach den Ursachen zu forschen. Was ist es was eine Weltfirma wie Orvis von vielen anderen unterscheidet: Die Innovationen zum Beispiel im Rutenbereich (Helios 2, Recon, Superfine Glass) oder bei den Wathosen (Stichwort. Silver Sonic) – um nur einige Beispiele zu nennen – gehen von Orvis selbst aus. Sie werden nicht irgendwo abgeguckt, sondern sind Entwicklungen, die sich aus der Innovationsfreudigkeit der Firma Orvis ableiten. Das kann nur ein Unternehmen leisten, welches Tradition und Fortschritt (beides!) erfolgreich lebt. Und man braucht natürlich die richtigen Menschen dazu, die nah an der Praxis sind: die erfahrenen Fliegenfischer in der Zentrale in Vermont, die weltweit aktiven Fachhändler, die Orvis-Guides in aller Welt bis hin zu uns im deutschsprachigen Raum; denn – ja – auch unsere (Ihre!) Erfahrung fließt ein in die Meinungsbildung. Nichts kommt aus der Retorte, alles aus der Praxis. Das ist Orvis! Diese Tatsache wird immer seltener in der heutigen Welt: eigenständig sein, forschen, testen, umsetzen, auf den Markt bringen – aus einer Hand. Gut, dass es so etwas gibt!

Sie, liebe Orvis-Freunde, wissen das natürlich zu schätzen, aber es ist mir ein Bedürfnis den Kern der Kompetenz von Orvis einmal zu unterstreichen!

Am Ufer der Isar: Im Hintergrund werden die aktuellen Orvis Geräte von den Isarfischern getestet, während vorne die Kids von „Isarschnuppern“ , die vorher Isar Insekten untersucht haben eine Pause machen.

Mit herzlichem Gruß!
Ihr

Manfred Raguse

Der Orvis Schusskorb

Unser Orvis-Händler Peter Zwettler (Villach/Klagenfurt) gibt uns (sozusagen) einen Korb. Aber auf die nette Art!

Auch bekannt unter „Durable Stripping Basket“ aus dem Orvis Fliegenfischer  Lieferprogramm. Ein nicht zu unterschätzendes „Werkzeug“, wenn man problemlos von der Küste oder vom Boot gezielt die Fische anwerfen möchte und sich nicht über Schlaufen und Knoten ärgern will.

Über 40 Jahre fliegenfischend unterwegs, hat mich die Salzwasser Fliegenfischerei seit gut 10 Jahren in den Bann gezogen. Ob beim Fischen vom Beach oder vom Boot aus verhindert der Orvis Schusskorb weitgehend ein Verkringeln der Fliegenschnur beim Schießenlassen. Beim Einstrippen wird Klang um Klang großflächig in den Korb gelegt. Die Erhebungen im Korb verteilen die Schnur und es entstehen keine Knoten. Habe persönlich mehrere Modelle ausprobiert, da ja auch die Unterbringung im Reisegepäck ein nicht unwesentlicher Faktor bei Fernreisen ist. Der ORVIS SCHUSSKORB hat nicht nur wegen meiner Liebe zu Orvis  den Zuschlag bekommen. Er hat sich gegenüber den klappbaren Modellen klar und deutlich durchgesetzt.

Im Reisekoffer fülle ich den Korb mit Kleinzeug aus, er ist ja aus schlagfestem Kunststoff anatomisch geformt.  Bemerkenswert auch die Ausbuchtung, um die Rute quer aufzulegen, wenn ein wechseln der Fliege oder des Vorfaches von Nöten ist.

Man könnte bei diesem Artikel absolut vom „Legendären Schusskorb“ sprechen, ist dieser doch mehr als zwei Jahrzehnte im Orvis Lieferprogram. Ob beim Fliegenfischen im Meer oder an Talsperren, vom Boot oder vom Strand, dieser „Orvis Stripping Basket“ verdient dieses Prädikat zu recht. Gern breche ich buchstäblich ein Lanze für diesen Artikel.

Switch – mit Orvis läuft das wie am Schnürchen!

Trendrute Switch. Das ist einfach so und immer mehr Fischer haben eine. Bei Orvis ist der große Vorteil, dass man nicht lange nach der richtigen Schnur für eine – sagen wir mal – 6er Switch-Rute suchen muss. Man nimmt einfach eine 6er Switchschnur vom Typ Hydros. Und passt!

Von wegen „ist doch klar“. Nein, die Schnurzuordnung ist bei anderen Firmen gar nicht so einfach. Bei Orvis aber extrem easy und gut. Denn die Hydros-Schwimmschnüre werfen sich wunderbar und sie fangen auch entsprechend. Bernd Kuleisa konnte kürzlich eine Meerforelle von 6 kg mit seiner 6er Switch von Orvis fangen und gibt die Rute plus Schnur nicht mehr aus der Hand. Sie entwickelt sich zum Lieblingsgerät für größere Wiesenbäche in Deutschland und Dänemark! Und für Rapfen!!

Gerätebesprechung – Fliegenschnüre: ORVIS HYDROS HD – Bonefish – WF-8-F aus dem Fliegenfischer-Forum

Die ab 2015 neuen Hydros HD Fliegenschnüre von Orvis kombinieren zwei unterschiedliche Schnuroberflächen: Spitzen- und Front Taper besitzen eine “diamantenähnliche” Oberfläche, welche die Schnur deutlich rauer macht, sehr gute Schusseigenschaften ermöglicht und weniger Windwiderstand bietet. Der Kopf und die Runningline sind mit einer feinen Noppenstruktur, ähnlich wie bei einem Golfball (nur eben im Mikroformat) ausgestattet. Diese deutlich glättere Oberfläche ermöglicht ein komfortables Handling, weitere Würfe, ein einfacheres Menden und ein viel leichteres Abheben der Schnur von der Wasseroberfläche. Die Kombination dieser Eigenschaften ergibt eine herausragende Fliegenschnur über alle Disziplinen!
Orvis Hydros HD Schwimmschnüre kommen zweifarbig mit funktionellen Farbeinteilungen, Performance Taper, “Orvis Line ID” (aufgedruckter Schnurklassenmarkierung), “IS” (Integrated Slickness) Oberflächenbeschichtung für exzellente Glätte und Haltbarkeit und werkseitigen Front- und Endschlaufen. Es stehen 5 Schnüre für die Süßwasserfischerei zur Verfügung, außerdem 1 Sinkschnur für die Bootsfischerei und 2 Schnüre für die tropische Salzwasserfischerei.
Unser zweites Testmodell war eine ORVIS Hydros HD als Bonefish WF-8-F – eine spezielle tropische Salzwasserfliegenschnur für die anspruchsvolle Flatfischerei auf Bonefish & Co.

Herstellerangaben: ORVIS HYDROS HD – Bonefish WF-8-F 
Art und Farbe: zweifarbige Keulenschnur, schwimmend, Farben: Pale Yellow (Runningline Gelb) / Horizon (Keule Blassblau)
Schnurklasse: #8
Länge: 32 Meter

Besonderheiten: feine HD Mikrostruktur/Kombination, Line ID, Front & Rear Loop, Integrated Slickness
Schnurkern: geflochten (Braided Multifilament Core), steiferer Spezialkern fürs Fischen im warmen Salzwasser
Lieferumfang: Fliegenschnur auf Plastikspule und im Umkarton, Rollenaufkleber, werkseitige Front- und Endschlaufen
Preis: UVP 85,00 €
verfügbare Schnüre in dieser Serie (Stand Sommer 2015): Als WF/F in vier Schnurklassen von #7 bis #10.

E Eigene Messungen und Praxistest:
Länge: Gesamt: 32,50 Meter, davon 12,50 m hellblaue Keule inkl. Rear Taper und 20 m gelbe Runningline
Klassifizierung: Die ersten 9,14 Schnurmeter wiegen 13,9 Gramm, das Gewicht liegt damit nach der AFTMA-Tabelle exakt in Schnurklasse #8. Das Gewicht der 12,5 m langen Keule (inkl. Rear Taper) beträgt 18,5 Gramm.
Art / Aufbau: Kleine Frontschlaufe. Spitzendurchmesser 1,02 mm. Auf 2 m bis auf Werte um 1,42 mm ansteigend, die sie auf den anschließenden 8 m behält. Dann Durchmesserabfall über 2,5 m bis auf die Werte der griffigen Runningline mit 1,01 mm. Kleine Endschlaufe. Der Schnurdurchmesser der Hauptkeule wirkt für eine #8er Schnur angemessen. Line ID Aufdruck ca. 30 cm nach Schnurspitze.
Eigenschaften: Oberfläche / Schnurart: glatte, matt glänzende Oberfläche mit fühlbarer, leicht “schuppiger” Mikrostruktur, höhere Schnursteife & dennoch hohe Geschmeidigkeit (bei tropischen Temperaturen).
Gesamt-Handhabung: sehr gut
Schusseigenschaften: hervorragend
Wurf-Handling: insgesamt sehr gut, erstklassige Wurfbalance- und Stabilität auf allen Distanzen 
Ausgewogenheit: sehr gut
Schwimmverhalten: sehr gut
Abrolleigenschaften: sehr gut
Farb-Empfinden: sehr gut (dezent)
Dehnungswerte: im Durchschnitt, bis um 5% (pro Meter, bei 1,8 kg Zugkraft)
Haltbarkeit: gut, keine Abnutzungserscheinungen festgestellt, soweit über den Testzeitraum von einigen Wochen beurteilbar 
Eignung für div. Trick- und Spezialwürfe: gut
Memory-Effekt: unauffällig
Zusammenfassung: Die Hydros HD Bonefish ist eine Spezialfliegenschnur für die effektive Salzwasserfischerei in den Tropen, mit guter Frontgewichtung, die ein effektives Flatfischen gewährleistet und die das komfortable Werfen auch mit den beim Bonefishing üblichen, beschwerten Fliegen begünstigt, auch unter windigen Verhältnissen. Die Schnur liegt sauber in der Luft und durch einen weder zu kurz noch zu lang gehaltenen Spitzensektor kommt sie a) rasch und effektiv zur Sache, was beim Bonefish Fliegenfischen im Flat mit leicht beschwerten Fliegen ein elementar wichtiger Faktor ist und ermöglicht b) dennoch auch dezente “nicht klatschende” Präsentationen, was der Scheuheit der Flatbewohner Rechnung trägt. Die HD Bonefish ist extrem schussfreudig, sie ermöglicht stabile (auch sehr weite) Würfe. Gut haben uns die Zweifarbigkeit und unauffällige (Keulen-)Farbgebung gefallen, die werkseitigen feinen Front- und Endschlaufen und der verwechslungssichere Aufdruck von Schnurklasse- und Art direkt auf der Schnur. Die HD-Mikrostrukturen fallen wesentlich dezenter aus als bei den Hydros 3D Schnüren, sie sind kaum fühlbar, jedoch “singt” die Schnur ebenfalls etwas in den Rutenringen. Alles in Allem ist die ORVIS HYDROS HD Bonefish WF-8-F eine hervorragende Fliegenschnur, welche bei der Pirsch auf dem Flat großen Spaß macht!
Bezug: Im Fachhandel (Orvisdealer). Orvis-Vertretung für Deutschland: Orvis Services, Inc. M. Raguse, Hamburg, deutsche Website: www.orvis.de

www.fliegenfischer-forum.de

Gerätebesprechung Fliegenruten: ORVIS Superfine Carbon – 763-4 Full Flex (7’6″/#3/4tlg.) aus dem Fliegenfischer-Forum

Einmal mehr schickte der US-amerikanische Traditionsfliegenrutenhersteller ORVIS seine beliebten Superfine Fliegenruten in die Kur und präsentiert uns nach den Superfine Trout (2007 und früher), den Superfine Touch (2012) und den Superfine Glass (ab 2014) nun in 2015 als Nachfolger der Touch die neuen Superfine Carbon. Superfine Fliegenruten gehören seit etlichen Jahren erklärterweise zu unseren absoluten Lieblingsruten fürs feine Äschen- und Forellenfischen am Bach und kleinem Fluss, mit ihnen haben wir schon unzählige schöne Stunden am Wasser beim Fischen & Fangen verbracht. Schon deshalb sind wir stets gespannt auf neue Superfine Rutenentwicklungen….

Die Superfine Carbon Fliegenruten setzen auf die Qualitäten der Superfine Touch, sie kommen also z.B. mit feinen, ungeschliffenen Blanks, zarten Korkgriffen in höchster Güte und mit einer schön fischigen, durchgehenden Aktion, sind aber in Sachen “Glanz & Glimmer” ein gutes Stück zu einer unverfänglichen Schlichtheit zurückgerudert: auf Gold & Nickel Optik, Edelholz Spacer und rote Bindungen wurde verzichtet, nicht aber auf höchste Qualität. Die Superfine Carbon Ruten kommen in Dunkelgrau “Graphite”, mit transparenten Bindungen und leichten silbernen SRH mit Korkeinlage. Auch erfreulich: das Preisniveau liegt in etwa beim Vorgänger Touch.

Orvis Superfine Carbon Fliegenruten gibt es in 12 verschiedenen Full-Flex-Modellen von Schnurklasse #1 bis #5 und in den Längen 6’0″ bis 8’6″. Alle Modelle kommen viergeteilt und kosten einheitlich 469 Euro (Stand Sommer 2015).
Unser Testmodell war eine Orvis Superfine Carbon in der Länge 7’6″ und der Schnurklasse #3.

Ausstattung und technische Details:
Teilung, Maße und Daten:
Vierteilige Fliegenrute, Länge 7’6″ (zusammengesteckt und nachgemessen 230 cm), vier gleichlange Teile a. 61,3 cm. Rutengewicht: 55 Gramm. Angegebene Schnurklasse: #3, Blankdurchmesser über dem Griff: 6,8 mm. Blankdurchmesser an der Rutenspitze: 1,5 mm. Rutenrohr Länge: 66 cm, Rutenrohr Leergewicht: 345 Gramm.
Ausstattung:
Die Superfine Carbon besitzt einen sehr schlanken und leichten, dunkelgrauen, ungeschliffenen und dünn glanzlackierten Blank aus hochmodulierter Kohlefaser. Die Verbindungen der Rutenteile sind als passgenaue Überschubverbindungen mit beidseitigen Punktmarkierungen ausgeführt, sie greifen von unten nach oben gemessen 54; 51 und 50 mm ineinander. Die Oberseiten der einzelnen Teile wurden gegen eindringenden Schmutz, Nässe etc. abgedichtet. Silberne Beschriftung auf dem Blank am Handteil überm Griff.
Beringung: Handteil ohne Beringung, mit einer feststehenden Fliegeneinhängeöse in Rollenflucht, 2.Teil mit einem gefütterten Dreibein-Ring und einem Schlangenring, 3.Teil mit drei Schlangenringen, Spitzenteil mit vier Schlangen- und dem Spitzenring. Die Ringdurchmesser und Drahtstärken sind der feinen Schnurklasse gut angepasst, sie wurden mehrfach abgestuft. Alle Schlangenringe und der Spitzenring kommen in Hardchrome. Ring- und Zierbindungen transparent in Rutenfarbe. Eine Zierwicklung in Silber am unteren Ende des dritten Teils, zwei weitere silberne Zierwicklungen fassen den Schriftzug am Handteil ein. Alle Bindungen wurden sauber lackiert und gründlich versiegelt.
Griff: Kurzer Korkgriff (Form Zigarre), 15,7 cm lang (plus sanfter Übergang zum Blank oben +0,9 cm), aus 5mm-Korkscheiben in hervorragender Qualität. 
Rollenhalter: Leichter Schraubrollenhalter aus Aluminium in Silber, griffwärts wirksam, Schraubweg 30 mm, mit einer Einlage aus Kork. 
Sonstiges: Die Lieferung erfolgt im Futteral und im hochwertigen ORVIS-Aluminium-Rutenrohr mit Schraubkappe. Es gilt die 25-Jahre ORVIS Vollgarantie gegen jegliche Art von Bruch. 
Ruten-Preis: 469,00 Euro

Nähere Betrachtung und Praxistest:
Die vor uns liegende, sehr leichte und zierliche Superfine Carbon gefällt ebenso wie bereits ihre Vorgänger auf Anhieb. “Farblich” kommen hier lediglich die Graphite-Töne der Rute zur Geltung, gemeinsam mit den transparenten Bindungen, dem silbernen Rollenhalter und dem erlesenen Kork des Griffes steht ihr das ausgesprochen gut! An der Ausstattung und der Verarbeitung der ganzen Rute gibt es einmal mehr nichts zu bemängeln, der Blank ist gerade und fehlerfrei, sowie sauber lackiert, alle Ringe sitzen gerade in der Flucht, die Ring- und Zierbindungen wurden sauber lackiert und gründlich versiegelt. Der hochqualitative Korkgriff besteht aus 5mm-Korkscheiben und weist keine nennenswerten Löcher und Kittstellen auf. Der Griff liegt mit seiner schlanken Form sehr gut in der Hand, er ist zwar kurz, für diese feine Rute jedoch ausreichend lang und auch vom Durchmesser her gut dimensioniert. Die Zeigefinger- bzw. offene Daumen-Zeigenfingerhaltung wird durch die sanft nach oben verjüngte Griffabstufung unterstützt. Der leichte, griffwärts wirkende Alu-Schraubrollenhalter hält die Fliegenrolle sicher, er passt sehr schön zur Rute, sein Spacer aus Kork komplettiert diese Rute sehr schön. Zusammengesteckt wird die Superfine Carbon mit sehr gut passenden und daher bestens funktionierenden Überschubverbindungen. Erleichtert wird das Ausrichten beim Zusammenstecken der einzelnen Rutenteile durch beidseitige Punktmarkierungen. Die Verbindungen halten die Rute auch bei stundenlangen Fischen sicher zusammen, ohne nachträglich festgestellt werden zu müssen. (Kleiner Tipp am Rande, der für alle Fliegenruten mit Steckverbindungen gilt: Ich habe mir angewöhnt, stets ein klein wenig Rutenwachs auf den Steckverbindungen zu verwenden, dies erleichtert das Handling sehr, die Einzelteile halten “leicht saugend” und sicherer zusammen und beim Auseinandernehmen der Rute nach dem Fischen sind solche Sachen wie “Hülsenklemmer” ausgeschlossen. In der Regel reicht die Behandlung mit Rutenwachs ein- bis zweimal pro Saison aus.)

Die Eigenschaften unserer Testrute beim Wurf und Drill liegen erwartungsgemäß nahe bei denen des Vorgängermodells, sind aber durch die hier einen Grad niedrigere Schnurklasse noch sensibler. Die Superfine Carbon fühlt sich sehr leicht an, bestückt mit einer #3er DT- oder WF-Fliegensschnur lädt sich die Rute schon auf kurzen Distanzen sehr schön auf und ermöglicht so ein Agieren auf engem Raum. Die Full Flex Aktion beschreibt die Rute als solche mit durchgehender Aktion, dies kommt ihrem Einsatz auf Nah- und Mitteldistanzen ebenso zu Gute, wie auch beim Drillgefühl: hier spürt man jeden Fisch am Band und seine Bewegungen bis ins Handgelenk herunter, das ist phantastisch! Die stets mit sichtbar vollem Blankeinsatz dynamisch arbeitende, mittelschnelle Rute erlaubt beim Fischen die ganze Palette: mit Trockenfliegen, Nymphen, bis hin zu kleinen Streamern lassen sich schnelle, präzise “Attacken” genauso gut bewerkstelligen, wie ganz sanfte Präsentationen und unauffälliges Ablegen der Fliege. Durch ihre Sensibilität, Feinheit und Kürze lassen sich diverse Würfe, Rollen und Switchen, sowie das Drillen auf engstem Raum ausführen. Das macht sie zum idealen Partner besonders für kleine und schwierige Gewässer. Gerade auch beim Drill offenbart die Rute hier Qualitäten, die mit einer längeren, stärkeren oder dickeren Rute niemals auf diese Weise fühlbar wären… Trotz ihrer Zierlichkeit verfügt die Rute über genügend Power und Zähigkeit, um auch mit stärkeren Fischen im Drill rasch fertig zu werden. Haupteinsatzgebiet dieser Rute sind die kurzen Distanzen von 5 bis 10 Metern, diese lassen sich geradezu spielend und mit geringstem Aufwand abdecken. Wenn es sein muss, lassen sich mit der Superfine Carbon jedoch auch Wurfweiten bis an die 20 Meter bedienen und kontrollieren.

Fazit: Wir empfinden auch die neue Superfine Carbon als äußerst gelungene Neuauflage einer legendären Fliegenrute. Ausstattung, Optik, Verarbeitung und Leistungen stehen außerhalb jeden Zweifels und lassen keine Wünsche offen. Diese Bachrute ersten Ranges sorgt einfach für maximalen Fischerspaß an Bächen und kleinen Flüssen – und sieht dazu noch super aus – zwar schlicht, aber fein! Mit ihrer kurzen 4er Teilung passt sie in jeden Daypack und die umfassende Orvis-Vollgarantie macht den Rutenkauf zur Lebensanschaffung.

www.fliegenfischer-forum.de