Silver Sonic im Spiegel der Fachpresse

Zwei bemerkenswerte Berichte über die Silver Sonic-Wathosen sind aktuell in der Fachpresse zu sehen.

Bericht 1 stammt von Rolf Schwarzer und findet sich in der Nummer 17 der AngelWoche. „Die wirklich bequeme Wathose“ – so das Urteil!

Bericht 2 ist in der Ausgabe 52 des Magazins „Kutter&Küste“ zu lesen. Dieser Testbericht bezieht sich auf das neue Guide-Modell der Silver Sonic.

Viel Spaß beim Lesen der Berichte!

Die Manfred Raguse-Kolumne im August

Liebe Orvis-Freunde!

Der norwegische Sommer beeindruckt zur Zeit in einigen Landesteilen mit Hitze-Rekorden. Dieser Juli ist der seit 113 Jahren wärmste Monat, den die Provinz Süd-Tröndelag erlebt hat, es handelt sich also um „den wärmsten Juli aller Zeiten“, wie die Zeitungen es ausdrücken. Entsprechend niedrig sind die Wasserstände der Flüsse, während die Wassertemperatur entsprechend hoch ist. Als wenn die Lachse es geahnt haben, war der Aufstieg auch deutlich geringer als normal. Kein Wunder also, dass die Lachsfischerei hier bisher nicht gut war, während die Fischereisaison in Europa wohl ein sehr gemischtes Bild bietet.

Manfred Raguse mit einem Gaulalachs aus der Saison 2014.

Wie ordnet man die bisherige Lachs-Saison in Norwegen generell ein? Besteht Grund zur Panik? Werden die Lachse immer rarer? Ist das ein Trend und mehr als eine Momentaufnahme? Warum tun die Politiker nicht mehr gegen die Lachsfarmen konventionellen Typs?

Meine jahrzehntelange Erfahrung lässt mich Schwankungen vielleicht etwas gelassener sehen. Immer wieder werden gute Fänge in der Euphorie des Glücks überhöht gewertet („Für mich zählt nur Norwegen, sonst nichts!“) und auch das Gegenteil („Hör mir auf mit Norwegen…“) tritt bei Misserfolgen ein.

Die Saison 2014 ist noch lange nicht zu Ende. Der August steht noch aus und kann positive Überraschungen bieten. Die klassische Situation, wenn der Regen nach langer Trockenheit einsetzt und die Flüsse ansteigen wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Warten wir ab. Erst im Herbst werden die wichtigsten Fakten für eine Gesamtbeurteilung auf dem Tisch liegen.

Mein Sohn Alexander (jetzt 16 ½) und ich haben eine „alternative Woche“ zusammen mit schwedischen und norwegischen Freunden in der Femundsregion verbracht. Hier ist die Fischerei auf Fettflossenträger wie Renken, Äschen und Forellen angesagt, sowie auf Hecht und Barsch. Alexander fing schon gleich am ersten Abend 5 Fische, darunter eine Renke von 1,8 kg (56 cm) und einen schönen Stromhecht. Ich konnte auf Nymphe einige schöne Fische fangen und als Erlebnis der Woche verlor ich eine sehr große Forelle nach ca. 10 Minuten Drill.

Alexander Raguse mit einer Renke von 1,7kg/ 57 cm.

Manfred Raguse mit einer Renke von 1,3kg.

Schön war das Wiedersehen mit Julius Ytteborg und seinem Bruder Prof. Jan Ytteborg. Julius, der inwischen 90 Jahre alt ist, hat seine ersten Artikel in norwegischen Fischereizeitschriften schon in den vierziger Jahren geschrieben und ist der Begründer der systematischen Trockenfliegenfischerei auf Renken. Beide Brüder haben in jüngeren Jahren bei uns an Gaula/Stjördal häufiger auf Lachs gefischt.

Julius und Jan Ytteborg neben Julius’s Rekordfisch, einer Renke im Gewicht von 4,15kg und einer Länge von 65 cm, gefangen auf eine Greenwells Glory Gr. 12. Der Rekord wurde am 18.7.68 aufgestellt und ist seither ungeschlagen.

Lehrreich war für Alexander und Manfred Raguse die gemeinsame Fischerei mit Julius Ytteborg an dessen Stammgewässer seit 1937!

Trotz aller Hitze im August: Kühlen Kopf bewahren, liebe Freunde! Die Situation des Fliegenfischers im August ist traditionell sowieso schon heiß genug. Stichwort Hundstage! Gehen Sie lieber morgens früh ans Wasser oder nutzen Sie den Abendsprung. Hitzetaugliche Fische(r) gibt es ja auch. Die Meeräsche zum  Beispiel. Oder den Döbel. Je wärmer es ist, desto besser beißt er. Fischen Sie einmal anders im August. Genießen Sie die Lebensfreuden am Wasser! Kühltasche, Fruchtsaft, ein leichter Weißwein vielleicht, einige Tapas und ein Gartenstuhl für die Pause! Man muss ja nicht den Dauerfischrekord brechen. Die gute Orvis-Rute ein wenig schwingen, nicht übertreiben, dann wieder in den Schatten (zurück zur Kühltasche). Muss Fliegenfischen immer tierisch ernst und verbissen sein?

Im August, finde ich, eigentlich nicht.

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse