Trout & Salmon urteilt: „Clearwater Switch bietet exzellentes Preis-Leistungsverhältnis“

Eines der internationalen Leitmedien für Fliegenfischer, das britische Magazin Trout & Salmon“, testete jetzt gerade die Orvis Clearwater Switch (11’ # 7). Da wir uns auf Facebook aktuell über eine starke Rückmeldung zum Thema Switch freuen, mag dies besonders interessieren! Trout & Salmon (August 2016): „Wir finden, dass es diese Rute Einsteigern und Fortgeschrittenen gleichermaßen einfach macht, gute Weiten zu erzielen. Die Würfe gelingen mühelos (it puts a line out without trying too hard). Eine sehr angenehme Rute, die sich an den Wurfstil des Fischers anpasst (very user friendly) und ein exzellenter Allrounder für viele Gewässertypen.” Die Rute wurde von der Zeitschrift mit dem begehrten Stempel „Trout & Salmon Recommends“ ausgezeichnet!

Meine erste Begegnung mit einer Orvis-Rute

Oder: Recon-Ruten sind ganz anders als ich dachte!
von Winfried Kellermann

Tatort Wiesent: Vor Kurzem wollte ich nur mal kurz einem Freund, der vor einigen Wochen einen Einsteigerkurs bei mir belegte und nun wieder zu Gast in der Pension war, die Strecke für Hausgäste zeigen und ihn ein wenig auf Äschen und Nymphen einstimmen. Da ich ja seit dem Wurftest am letzten Freitag darauf brannte, die Recon zu fischen, nutzte ich die Gelegenheit und nahm sie mit. Es war ein kurzweiliger Nachmittag mit folgenden Zutaten: eine Orvis Recon 104, eine Orvis Access Mid Arbor II ( in Windeseile bespult), eine Grannom Pupa von Fulling Mill.

Der Anwesenheit des Freundes war es zu verdanken, dass ich ans Wasser kam und die Recon mit Fisch am anderen Ende ausprobieren konnte, und dass jemand fotografierte. Es blieb bei der einen, nicht gerade großen Äsche. Mein Gast fing weitere Fische und Feuer für die Nymphenfischerei, die ihm bis vor kurzem noch nicht geheuer war.

Über die Recon-Ruten wurde schon viel geschrieben und seit meiner Entscheidung für Orvis las ich vieles davon – vielleicht zuviel. Denn ich hatte falsche Vorstellungen und erwartete die gepriesene kraftvolle, aber leichte Rute als relativ steifen schnellen Stecken, der nur etwas mit der Spitze nickt und höherklassige Schnüre benötigt, um sich überhaupt zur Arbeit überreden zu lassen. Wie falsch das alles doch  ist!

Ich erzähle Euch das einfach nur, weil ich froh bin, jetzt nicht nur selbst mit Orvis zu fischen, sondern diese erstklassigen Produkte auch meinen Kunden anbieten zu dürfen.

Viele Grüße!

Winfried Kellermann

Fliegenfischen-Hammermühle
0172 6639400
www.fliegenfischen-hammermuehle.de

Die Manfred Raguse-Kolumne im September

Liebe Orvis-Freunde!

Die norwegische Lachssaison, die mit dem Monat August endet, liegt gerade hinter mir. Eine kurze Bilanz: Sehr mildes Wetter hatte zu ausgezeichneten Bedingungen für die Junifischerei geführt. Während so früh in der Saison in den meisten Jahren gegen schwieriges Wetter und hohes Wasser angetreten werden muss, war es diesmal anders. Die Lachse stiegen in großer Anzahl auf und wurden in der Gaula auch sehr erfolgreich mit der Fliege gefangen. Großlachse und auch mittelgroße Fische bestimmten das Bild. Leider setzte allzu früh Niedrigwasser ein und übte einen negativen Einfluss auf einige der traditionellen Top-Wochen aus. Die Fische kamen bald in reduzierter Anzahl und die Fänge fielen schlechter als gewohnt aus. Auch der August erwies sich als launisch und und trotz eines beeindruckenden Saisonfangens an der Gaula von über 27 Tonnen blieb bei einigen Gästen das Resultat hinter den Erwartungen zurück, bei anderen lief es besser als erhofft – das ist Lachsfischen!

Diesen 90 cm langen Lachs konnte ich am 17. Juni an der Gaula landen.

An unseren Forellen- und Äschenflüssen steht jetzt die vielleicht schönste Zeit des Jahres an. Herrlich, die Tage des Altweibersommers mit dunstigen, frühen Stunden und strahlendem Sonnenschein danach. Und um die Mittagszeit bis in den frühen Abend dürfen wir mit Eintagsfliegenschlüpfen rechnen. Wunderbar!

Die „kleine Graue“ ist Trumpf; als Emerger gefischt fängt sie zumeist besser als die klassische Dun. CDC ist jetzt wieder Trumpf: einen CDC-Emerger der Größe 16 sollte jeder in der Box haben!

Immer wieder erstaunlich, dass selbst Regenbogenforellen von einem Kilo und mehr sich die Mühe machen, diese CDC-Zwerge aus dem Oberflächenfilm zu nippen. Spannende Stunden stehen uns bevor. Feine Spitzen sind angesagt; ein klarer Fall für das zuverlässige Superstrong Plus – Monofil von Orvis!

Die größeren Flüsse der Äschenregion laufen jetzt zur Hochform auf. Präzise Würfe sind gefragt – zuweilen auch auf Distanz – ein klarer Fall für den Fliegenfischer, der eine 4er oder 5 er Helios 2 – Rute mit sich führt. Enge Wurfschlaufen, punktgenaue Präsentation: dies ist bei Helios 2 sozusagen eingebaut.

Genießen Sie diese herrliche Zeit am Fischwasser!

Mit allen Sinnen. Und mit Orvis!

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse

Händler des Monats Sepp Egner Fischereigeräte

Ort: Fachgeschäft seit 1987 in Huglfing (Pfaffenwinkel / Bayern)

Geschäftsführung: Christine und Sepp Egner

Profil: Sepp Egner und seine Frau Christine sind einem breiten Publikum bekannt, da sie seit Jahren den Orvis-Stand auf der EWF-Messe betreiben. Dieses Familienunternehmen besteht seit 1987, wobei die Fliegenfischerei aus persönlicher Neigung ein immer größeres Gewicht im Geschäftsumfang erreichte. Seit vielen Jahren sind die Egner’s nun schon “Authorized Orvis Dealer”. Damit sind sie, nach eigener Aussage, sehr glücklich, da Orvis ihr Bemühen um Qualität, Seriosität und gute Kundenbetreuung optimal unterstützt. Das Fischereigeschäft liegt in Huglfing, im Herzen des Pfaffenwinkels. Idyllisch zwischen Loisach und Ammer, am Rande der Alpen, also dort, wo andere Urlaub machen oder gern wohnen würden! Die Fliegenfischerei ist hier einfach ein natürlicher Bestandteil des Lebens.

Sepp Egner über Orvis:

„Ein großer Schwerpunkt in meinem heimatlichen Umfeld ist die Bachfischerei mit der Trockenfliege. Meine Kunden kann ich dank des überzeugenden, vielfältigen Orvis-Angebots von Ruten der Schnurklassen 3 und 4 sehr gut bedienen. Die bei uns meist üblichen Längen bewegen sich zwischen 7’ und 8.6’.

Manchmal jedoch darf es eine oder zwei Schnurklassen höher sein! Der Grund: Oft sind im Sommer große Steinfliegen in schnellen Flüssen mit grobem Geröll wie Isar oder Ammer aktiv. Sehr große Nymphen, bis Hakengröße 4 oder entsprechende Nass- und Trockenfliegen verlangen geradezu nach einer kräftigen Recon in der 5er oder 6er Schnurklasse. Und nach entsprechenden Vorfächern wie den neuen Superstrong Plus Leader  mit stark erhöhter Tragkraft.

Erfolgreich getestet habe ich auch die Superfine Glass 866-3 in # 6 auf die kräftigen Ammerforellen. Die parabolische Aktion hielt die „Ausbruchsversuchen“ der zum Teil mehrpfündigen Fische besser Stand als Kohlefaser! Ich darf diese Gerte also wirklich empfehlen; testen Sie diese selbst!

Und noch ein Highlight: Sehr gut bewährt haben sich natürlich die neuen Hydros SL Rollen und der bequeme Access Watschuh.“

Kontakt:

Sepp Egner Angelgeräte, Hauptstraße 17, 82386 Huglfing. Telefon 08802-1332.

j.chr.egner@t-online.de

www.firstclass-flyfishing.de

Ihr Sicherheitskonto ist ab sofort im PLUS!

Woran hängt der Fisch? Wovon hängt im Belastungsfall die glückliche Landung ab? Von der schwächsten Stelle der Montage.Und die befindet sich im Vorfach. Hält es? Hält es wirklich?

Orvis hat nun mit dem neuen Super Strong Plus eine Sicherheitsreserve geschaffen: Die Vorfächer und das Tippetmaterial halten im Knoten bis zu 45% mehr an Belastung aus. Mehr muss man eigentlich nicht sagen; man sollte es nur wissen und geschwind die eigenen Vorfächer umstellen – auf Super Strong Plus von Orvis!

Nebenbei gesagt: Wenn Sie ein 4 x Material fischen wollen, dann bekommen Sie es bei Orvis auch. Kein Schummeln, kein Mogeln, ehrliches, bärenstarkes Material. Zu Ihrem Vorteil und jetzt bei Ihrem Orvis-Händler zu haben.

Wir kennen erfahrene Orvis-Händler, die mittels Mikrometer schon seit Jahren feststellen, dass die Durchmesser bei Orvis stimmen. Ganz im Gegensatz zu manchen Produkten der Konkurrenz. Dieser Vorteil zählt jetzt erst recht!

Vertrauen Sie auf Orvis!

Kursleiter, die Orvis vertrauen

Die neue, lockere Folge von Beiträgen stellt Kursleiter vor, die Orvis-Geräten vertrauen und auf diese Weise demonstrieren, dass sie Wert auf eine perfekte Ausrüstung legen.

Werner Steinsdorfer

Jeder Fliegenfischer kennt ihn, den Bindefuchs aus Neustadt an der Donau. Er bietet seinen Kursteilnehmern „Orvis only“ an, weil er damit beste Erfahrungen gemacht hat und weil ihm auch die Loyalität zu dieser Weltmarke wichtig ist. Wer Orvis führt, ist auch stolz darauf.

Seine Meinung ist kurz und trotzdem umfassend: „Bei Orvis stimmt alles – sogar die Durchmesser der Monofilmaterialien. Zu den Ruten und Rollen und Flugschnüren ist nichts zu sagen, außer: perfekt. Etwas anderes kommt nicht in die Hände meiner Kunden!“

Bei den Kursen von Werner braucht man nur gute Laune mitzubringen, alles andere wird gestellt. Ruten, Rollen, Schnüre sind natürlich von Orvis und auch die Watbekleidung.

Info über seine Kurse unter www.flyfishing-steinsdorfer.com

Die perfekte Nymphe für den September: Glitzer Girl

von Bernd Kuleisa

An dieser Stelle wollen wir, liebe Orvis-Freunde, nun auch öfter einmal innovative Fliegen von namhaften Bindern vorstellen. Und so geht es los:

Einer der besten Fliegenbinder Deutschlands kommt aus dem Schwabenland: Alfons Schefhold. Er ist Serien-Sieger bei Bindewettbewerben und viele virtuos gebundene Muster stammen von ihm. Er kann aber auch anders: schlicht, einfach, aber fängig.

Eine solche Nymphe schickte er mir zu und ich freue mich, Sie hier allen Orvis-Freunden zum Nachbinden zu empfehlen; sie heißt Glitzer Girl.

Dank der Tungsten-Perle taucht sie schnell tief ab und findet den Fisch. Selbst Fische, die jede Goldkopfnymphe schon ablehnen, nehmen sie ohne zu zögern!

Glitzer Girl von Alfons Schefhold

Haken: TMC 200R Größe 10 oder 12

Faden: 8.0 beige

Tungstenperle: 3.8 mm

Körper: Krystal-Flash (Farbe nach Wahl), Coq de Leon-Feder, Rebhuhnfeder, Squirrel-Dubbing (braun und grau)

Bindeanleitung:

1. Perle auf den Haken bringen und Grundwicklung legen

2. Coq de Leon-Fiber als Schwänzchen einbinden

3. Circa 8 cm Krystal-Flash an beiden Enden vor dem Schwänzchen einbinden und eine Schlaufe bilden

4. Graues Squirrel-Dubbing in die Schlaufe legen und verdrallen

5. Dubbingstrang um den Haken winden und Körper formen

6. Braunes Dubbing in eine Schlaufe legen, verdrallen und den Thorax bilden

7. Rebhuhnfeder an der Federspitze einbinden und zwischen Thorax und Perle mit 3-4 Windungen festlegen – fertig!

Tipp: Beim Verdrallen der Dubbingstränge das Material ausbürsten und überflüssige Bestandteile auszupfen. Das Krystal-Flash sollte gut sichtbar sein; so erhält die Fliege das gewisse Extra!

Die Manfred Raguse-Kolumne im August

Liebe Orvis-Freunde!

Hält der Sommer, was uns eigentlich ein richtiger August verspricht? Wird es richtig warm? Das ist für den „Nur-Urlauber“ schön, doch für unsere Salmoniden keineswegs. Es sind die alternativen Zielfische, die jetzt gut zu fangen sind. Fangen wir einmal mit dem schwierigsten Fisch an, der Meeräsche. Sie vagabundiert in größeren Schulen nun die Ostseeküste entlang. Und wer sie fangen will, braucht Geduld, selbst wenn man mitten im Schwarm steht. Allgemein ist eine schnelle 6er Rute plus Schwimmschnur das richtige Outfit für die Pirsch. Eine 6er Helios 2 (Salzwassermodell) oder eine 6er Recon passen genau zur Meeräschenfischerei. Die Fliege sollte auf einen starken Haken gebunden sein und GRÜN ist bei diesem Zielfisch die Hoffnung: eine 6er bis 8er „Algen-Fliege“ hat sich bewährt.

So sehen fängige Meeräschenfliegen aus!

Natürlich gibt es im August auch Möglichkeiten auf Lachs zu fischen. Meist sind die Wasserstände niedriger und das verwendete Gerät wird auch feiner und die Fliegen schrumpfen ebenfalls bis zu ganz kleinen Hakengrößen. Dann gibt es die Regenfälle, die den Fluss zum Steigen bringen und die meistens besten Einfluss auf das Beissverhalten der Lachse haben. Gern denke ich daran: Im August 2014 konnte ich den in der gesamten Saison größten mit der Fliege gefangenen Lachs an der Gaula fangen. Sehen Sie hier den Film dazu…

 

Karpfen, Döbel und Barsch sind andere Sommerliebhaber, die sich jetzt sehr gut auf Sicht anwerfen lassen. Vielleicht ist es eine Anregung wert, Sie einmal auf diese Fische hinzuweisen? Spannende Drills sind garantiert – vor allem beim Karpfen.

Sommerkarpfen stehen jetzt oft „hoch“ und sind gezielt zu befischen! Foto: Werner Steinsdorfer

Die geschilderte Ausrüstung für Meeräschen ist auch für Karpfen goldrichtig. Orvis-Geräte sind also nicht nur für Salmoniden geschaffen, sondern für alle Fische, die sich sinnvoll mit der Fliege anpirschen lassen.

Versuchen Sie es!

Nochmal ein kurzer Schwenk nach Norwegen an die Gaula, wo das Finale der Saison eingeläutet wird. Noch sind einige wenige Plätze für Kurzentschlossene frei – auch in dem Fliegenfischerkurs mit Bernd Kuleisa, der in der Woche 33 stattfindet. Mehr Info: www.internationalflyfishersclub.com,

Mit herzlichem Gruß!
Manfred Raguse

Händler des Monats: Angelgeräte Wurmbader

Standort: Ellhofen bei Heilbronn

Joachim Rupp ist Ihr Orvis Händler in Ellhofen bei Heilbronn.

Geschäftsführung: Joachim Rupp, seit der Gründung im Jahr 1999. Wertvolle Unterstützung ist Mutter Ursula Rupp und zwar in allen Belangen.

Profil: Ein Fachgeschäft mit einem Namen, der zum Schmunzeln anregt: Wurmbader. Klar, dass hier nicht nur Fliegenfischerartikel angeboten werden. Dennoch ist der Wurmbader eine erste Adresse für Fliegenfans, da der Chef, Joachim Rupp, seit über 20 Jahren bevorzugt mit der Fliege fischt. Produkte von Orvis spielen in seinem Fachgeschäft eine Hauptrolle, weil Joachim Rupp, wie er betont, „zu 100% hinter der Marke steht“. Hohe Kompetenz vor allem im klassischen Bereich des Fliegenfischens (Regenbogenforelle, Bachforelle, Saibling) zeichnet das Fachgeschäft aus. Aber auch wer einmal einen starken Raubfisch mit der Fliegenrute fangen möchte, wird von Joachim Rupp perfekt beraten: Er pirscht auf diese Weise selbst sehr gern, unter anderem am Breitenauer See, für den das Fachgeschäft auch Angelkarten ausgibt.

Was Joachim Rupp an Orvis besonders gut gefällt:

„Als Schlüsselobjekt einer Weltfirma wie Orvis ist die Rutenserie zu betrachten, die ganz oben in der Qualität steht. Hier ist Orvis mit Helios 2  ein großer Wurf gelungen und ich stehe voll zu diesen Topprodukten. Welche Rute wofür? Diese Frage stellen auch meine Kunden und meine persönliche Einschätzung von vier Favoriten möchte ich gern festhalten:

- Orvis Helios-II 864-4 Mid-Flex

Mein Urteil: für die leichte und mittlere Fischerei auf Forellen und Äschen passt diese Rute ganz genau. Die Kraft und Präzision dieser Gerte kommt aus der Mitte (mid flex) und trifft den Geschmack vieler Kunden, die ganz diese Aktion bevorzugen.

- Orvis Helios-II 1005-4 Tip-Flex

Schnurklasse 5 – Länge 10′ / 3,05 m und das Gewicht: nur 77,9 g . Tip-Flex = schnelle Spitzen-Aktion für maximale Schnurkontrolle.

Mein Urteil: eine der genialsten Ruten für die Fischerei auf Distanz sowie das Nymphenfischen im Nahbereich (Czech-Nymphing).

- Orvis Helios-II 906-4 Tip-Flex

Mein Urteil über diese 6er Rute mit 9’ Länge: eine absolute Hammer-Rute für das Fischen auf kapitale Forellen, auch mit Streamern!

- Orvis Helios-II 908-4 Mid-Flex

Eine tolle Rute für die Schnurklasse 8. Gewicht nur 99,2 g! – 4teilig.

Mein Urteil: Die Streamer-Rute schlechthin auf Hecht und Zander, Meerforelle, Bonefish und andere Zielfische für den vielseitigen Fliegenfischer.

Ferner gefällt mir auch die Serie der Recon –Ruten sehr gut. Meine „Favoritin“ habe ich im Monat Juli vorgestellt (siehe dort).

Und generell: Service und Qualität sind super! Mit anderen Worten: auch nach dem Kauf hat man als Verkäufer ein gutes Gefühl, weil eben auch der Service stimmt, wenn es einmal darauf ankommt.“

Kontakt:

Joachim Rupp,
Angelgeräte Wurmbader,
Dorfäckerstraße 35,
D-74248 Ellhofen

Telefon und Fax: +49-7134-90 38 50
petri@wurmbader.de

www.wurmbader.de

Der neue BOA PIVOT – Watschuh

Schnürst Du noch oder drehst Du schon?

Der neue Boa Pivot Boot von Orvis ist nicht nur optisch eine runde Sache, sondern es geht auch rund – nämlich ruckizucki – beim Anziehen! Reinschlüpfen, Stellrad drehen, sitzt!

Und das hochsolide, denn die „Schnürsenkel“ sind aus Flugzeugstahl!

Außer dem schnellen Dreh bietet dieser Watschuh: komfortable Passform, wirksamer Schutz der Zehen durch eine Gummikappe, Obermaterial aus hochbeständiger Mikrofaser. Und nicht zuletzt die speziell für Orvis entwickelte Vibram-Sohle „Dual-Durometer“ sorgt mit ihrem Stollenprofil unter verschiedenen Bedingungen für besten Halt.

Bei Bedarf (beim Fischen in ganz extremem Gelände) können Screw-In-Studs verwendet werden; diese können Sie im Orvis-Fachhandel separat bestellen.

Wir meinen: ein toller, höchst innovativer Watschuh!

Orvis geht noch einen Schritt weiter und legt sich fest: „Die haltbarsten und komfortabelsten Watschuhe, die wir je gefertigt haben!“

Mehr geht nicht? Doch! Lesen allein genügt nicht. Kaufen!!

Superfine Glass – für maximale Freude am Drill

von Frank Weissert

Eine Woche lang sollte es mit der Familie an den Gardasee gehen. Ganz klar wollte ich die Gelegenheit nutzen und informierte mich über die Möglichkeiten für das Fliegenfischen im See. Dabei war immer wieder zu hören und zu lesen, dass es dort viele starke Döbel geben sollte, die jedoch sehr vorsichtig wären und man sich glücklich schätzen könne, wenn man drei Fische am Tag zum Biss verleiten kann. Alles klar: Fische gibt es und fangen lassen sie sich auch. Nur müssen offenbar die Präsentation und somit auch die Rute gut passen.

Überlegen musste ich nicht lange. Denn angesichts der offenbar nötigen feinen Vorfachspitze kam für mich nur die Orvis Superfine Glass in Schnurklasse 3 in Frage. Die geschmeidige Aktion hatte unter anderem zum erfolgreichen Landen einer 50er Regenbogenforelle beigetragen und sollte somit auch auf große Weißfische gute Dienste leisten. Als Rolle kam die optimal passende Orvis C.F.O. II zum Einsatz, bespult mit einer WF 3 F aus gleichem Haus.

Die Orvis Superfine Glass bändigt nicht nur kleinere Fische, wie diesen Döbel.

Vor Ort in San Benedetto bei Peschiera del Garda ganz im Süden des Sees konnte ich auf dem Postamt problemlos eine Angelkarte für drei Monate kaufen. Bereits am ersten Abend beobachtete ich von unserer Terrasse am See aus insbesondere kurz vor und während der Dämmerung fast überall im See zahlreiche Ringe und auch buckelnde Fische verschiedenster Größen. Das Beste daran war, dass die Fische bis kurz vors flache Ufer kamen, sprich zehn Meter und näher. Somit ließen sie sich gut mit der Fliegenrute erreichen. Damit stand die Aktion für den folgenden Abend fest.

Es gab einen Schlupf von kleinen Eintagsfliegen mit weißem Körper. Somit wählte ich eine 18er Trockenfliege aus meiner Äschenbox – weißer Körper mit Grizzly-Hechel. Sie sollte ideal passen, was sich auch bestätigte. Die Fische, die im klaren Flachwasser schnell als Döbel identifiziert waren, schwammen in Rudeln umher, weshalb ich die Fliege an einer 0,12er Vorfachspitze ein Stück vor ihnen in der vermuteten Schwimmrichtung sachte platzierte. Mehrfach ging die Rechnung auf, allerdings konnte ich nur kleinere Fische bis knapp über 30 Zentimeter fangen. Irgendwann zogen die Döbel weiter hinaus außerhalb meiner Reichweite und es wurde zeitgleich schnell dunkler, was das Beobachten der Fliege irgendwann so gut wie unmöglich machte.

Nicht ganz personal best, aber nahe dran – ein Grund zur Freude.

Deshalb knotete ich einen 10er Rehhaar/Kaninchenfell-Streamer an, der bereits viele Fische gebracht hatte. Auch damit kam die Glasrute gut zurecht. Der erste Fisch war eine größere Rotfeder, die fast komplett silbrig gefärbt war – von roten Flossen keine Spur. Dann ging eine längere Zeit nichts mehr.

Jetzt wollte ich nur noch zwei oder drei finale Würfe machen, als es geschah. Wumm – ein massiver Zug an der Schur und ein Fisch hatte sich weitgehend selbst gehakt. Die Orvis verbeugte sich tief und ein großer Wirbel im Wasser zeigte ebenfalls, dass ein größeres Exemplar eingestiegen war. Im seichten Wasser flüchtete mein Gegner im letzten Büchsenlicht auf eine Gruppe von Felsen zu und zog mir lose Schnur durch die Finger. Aber es gelang, die Flucht zu bremsen. Sehr beruhigend war dabei die Sicherheit, die mir die bestens dämpfende Aktion der Rute trotz dünnem Vorfach gab.

Dieser 51-Zentimeter-Fisch konnte wirklich kämpfen.

Meiner Tochter, die in der Nähe saß, rief ich zu, dass sie meinen Sohn rufen sollte, da mir eine Handlandung bei schlechter Sicht zu riskant erschien. Kurz darauf kam er mit dem Kescher gelaufen und brachte das Netz in Position. Nach zwei weiteren Fluchten und stoischem Kämpfen auf der Stelle war es so weit: Ich zog den noch immer nicht identifizierten Fisch über die Maschen und ich konnte endlich aufatmen. Oha – das war tatsächlich ein besserer Döbel: 51 Zentimeter zeigte das Maßband bei dem sicherlich vier Pfund schweren Exemplar. Einmal mehr hatte sich die Superfine Glass als genau richtige Wahl erwiesen – mal sehen, was als Nächstes kommt …

Frank Weissert

www.angelbuch.de

 

Die Entwicklung der neuen Hydros SL Fliegenrolle

Von der alten Hydros Rolle (ganz links), ging das Konzept durch viele Entwicklungsstufen bis die Endversion (ganz rechts) endlich fertig war.

Fotos: Phil Monahan

Jetzt wo die neue Hydros SL Rollen verfügbar sind, dachten wir, dass es für Sie interessant wäre, sich die einzelnen Entwicklungsschritte einmal etwas genauer anzusehen.

Produktentwickler Sam Orvis testete die neue Hydros Rolle im letzten Sommer in Maine. Foto: Sam Orvis

Der Verantwortliche für die Entwicklung der neuen Hydros SL Rolle war der Produktentwickler Sam Orvis – das ist wirklich sein Name (ein weit entfernter Verwandter), der im Oktober 2014 damit begann, die alte Hydros Large Arbor Rolle auseinander zu nehmen, um zu sehen, wie er diese Rolle noch verbessern könnte. Sam ist ein gelernter Maschinenbauingenieur und schaute sich die alte Rolle unter den verschiedensten Aspekten noch einmal genau an. Die Mitarbeiter von Orvis sind ihre eigenen größten Kritiker, sie probieren ihre Produkte immer noch ein bisschen besser, leichter, schneller und haltbarer zu machen. Das Ziel war es, die beste Rolle im mittleren Preissegment zu entwickeln.

1. Schritt: Die ursprüngliche Hydros Large Arbor Rolle war an das Design der Mirage Rolle angelehnt, aber es gab ein paar Eigenschaften, die man noch verbessern könnte.

Rückmeldungen zu den Hydros LA Rollen ergaben, dass die Fischer sich einen größeren Durchmesser wünschen würden, um mehr Schnur pro Kurbelumdrehung aufspulen zu können. So war der größere Durchmesser der neuen Rollen die erste große Entscheidung. Außerdem war es wichtig, das Spiel der Spule zu minimieren, denn gerade bei einem sehr großen Spulendurchmesser kann dies die Leistung beeinträchtigen.

Die ursprüngliche Hydros Rolle hatte zwar ein komplett versiegeltes Bremssystem, aber es verlor manchmal seine Dichtigkeit und das “Clutch Bearing” war überhaupt nicht versiegelt. So konstruierte Sam ein neues Bremsengehäuse, welches eine Messingbuchse enthielt, sowie eine Edelstahl-Verschleisshülse, um eine festsitzende Dichtung wirken zu lassen, sobald die Bremse eingesetzt wird.

Das versiegelte Bremssystem wird die neue Rolle deutlich salzwasserfester machen und das offene Design vereinfacht das Reinigen der Rolle.

Wie Sie unten auf den Fotos sehen können, gab es im Entwicklungsprozess der Hydros SL viele Änderungen, sowohl in technischer, als auch in optischer Form. Als dann auch noch Rückmeldung von den Praxistestern kamen, mussten zusätzliche Änderungen vorgenommen werden, damit die Rolle die Erwartungen erfüllt.

2. Schritt: Sam’s anfängliches Grundkonzept für die neue Rolle war nur ein wenig mehr als ein Weg, das neue versiegelte Bremskonzept zu testen. Doch es war klar, dass ihm etwas daran gefiel, dies sehen wir in den nächsten Schritten…

3. Schritt: Die nächste Entwicklungsstufe ist auf das erste Aussehen aufgebaut. Dieses 3D-gedruckte Muster zeigt ein paar Verfeinerungen. Zu diesem Zeitpunkt war die Idee etwas zu entwickeln, das der Robustheit eines Ford F-150 ähnelt.

4. Schritt: Die endgültige Version dieses Designkonzepts wurde “The War Machine” genannt und jeder dachte, das es zu klobig wäre. Sam bringt es auf den Punkt: “Ich bin ein Ingenieur, ich konstruiere Sachen. An diesem Punkt merkten wir, dass wir Hilfe von einem richtigen Designer benötigen.”

5. Schritt: Um den kreativen Prozess in Gang zu bringen schlug jemand vor, dass das neue Design mit der alten Battenkill Large Arbor beginnen könnte. Diese Rolle hatte eine offene Spule und eine vertikale Rahmenverstärkung.

6. Schritt: Als Sam darüber nachdachte, wie die vertikale Rahmenverstärkung funktionieren könnte, entschied er sich dazu, die “War Machine” auszufräsen, so dass nur noch zwei paar Streben zur Stabilisierung übrigblieben.

7. Schritt: Das Designteam kam mit diesem Entwurf einer komplett offenen Spule und einer sich verjüngenden Rahmenstabilisierung. Obwohl Sam das Konzept mochte, war der Ingenieur in ihm skeptisch, ob diese Rolle den Belastungen beim normalen Fischen, aber auch während eines harten Drills, standhalten könnte.

8. Schritt: Sam’s erste Version war übertechnisiert und als Reaktion darauf, hatten sich die Designer etwas Durchgestyltes einfallen lassen. Die Aufgabe war es, dann einen gesunden Mittelweg zwischen den beiden Konzepten zu finden. Wie diese technische Zeichnung zeigt, wurde im ersten Schritt ein geschlossener Käfig hinzugefügt um die Spule zu unterstützen. Sie waren auf jeden Fall auf dem richtigen Weg…

9. Schritt: Die erste “Final Version” der neuen Hydros SL war bereit für den Praxistest. Orvis CEO Perk Perkins testete genau diese Rolle auf Bonefish. Eins der ersten Dinge, die den Testern auffiel war, dass das Bremssystem zu sehr vom Druck abhängig war und seine Versiegelung bei nur schwach eingestellter Bremse verlor. Sam überarbeitete das System in dem er die O-Ring Dichtung durch eine “Wiper Style” Dichtung tauschte, die tiefer in der Mechanik sitzt. Außerdem hatte ein Angler bei den hunderten von Stunden Praxistest einmal das Problem, dass die Fliegenschnur in der Lücke des Rahmens hängen blieb (gut zu sehen auf dem oberen Foto). Aber dieser eine Fall reichte für Sam aus, um auch dies noch einmal zu überarbeiten.

10. Schritt: Die endgültige Version der Hydros SL Rolle hat den angestrebten Mittelweg gut getroffen. Der Rahmenrand und die Streben zur Stabilisierung wurden etwas verstärkt und ein drittes Paar Streben zur Stabilisierung der Spule wurden hinzugefügt, dies sorgt für eine längere Lebensdauer. Außerdem können Sie sehen, dass die Lücke, in der sich die Schnur verfangen hatte, nun verdeckt ist.

Die jetzt erhältliche Hydros SL Rolle verfügt über eine extrem hohe Einhohlgeschwindigkeit (20,9 cm pro Kurbelumdrehung bei der Hydros SL III Forellenrolle), ein komplett geschlossenes Bremssystem und ein neues Design, was die Haltbarkeit deutlich verbessert. Die Hydros SL hat geringere Toleranzen und die Spule hat deutlich weniger Spiel als das Vorgängermodel. Die geringeren Toleranzen sorgen dafür, dass die Chance, dass die Running Line, oder das Backing sich zwischen der Spule und dem Rahmen verfängt, deutlich verringert wird.

Der Spulenrand ist dicker und somit stärker als bei der alten Hydros Rolle. Das geringere Spiel der Spule kommt durch den erhöhten Welleneingriff und wird die Lebensdauer der Rolle erhöhen und den Verschleiß verringern, denn die Spule dreht sich nur noch auf der Oberfläche. Wir haben außerdem den großen, dominanten Bremsknopf der alten Hydros Rolle durch einen ergonomischen Bremsknopf mit Aussparung für den Daumen ersetzt. Dies sorgt für einen deutlich besseren Halt beim Einstellen der Bremse.

In diesem neuen Video zur Hydros SL können Sie Sam bei der Arbeit sehen: