Die Manfred Raguse-Kolumne im August

Liebe Orvis-Freunde!

Hält der Sommer, was uns eigentlich ein richtiger August verspricht? Wird es richtig warm? Das ist für den „Nur-Urlauber“ schön, doch für unsere Salmoniden keineswegs. Es sind die alternativen Zielfische, die jetzt gut zu fangen sind. Fangen wir einmal mit dem schwierigsten Fisch an, der Meeräsche. Sie vagabundiert in größeren Schulen nun die Ostseeküste entlang. Und wer sie fangen will, braucht Geduld, selbst wenn man mitten im Schwarm steht. Allgemein ist eine schnelle 6er Rute plus Schwimmschnur das richtige Outfit für die Pirsch. Eine 6er Helios 2 (Salzwassermodell) oder eine 6er Recon passen genau zur Meeräschenfischerei. Die Fliege sollte auf einen starken Haken gebunden sein und GRÜN ist bei diesem Zielfisch die Hoffnung: eine 6er bis 8er „Algen-Fliege“ hat sich bewährt.

So sehen fängige Meeräschenfliegen aus!

Natürlich gibt es im August auch Möglichkeiten auf Lachs zu fischen. Meist sind die Wasserstände niedriger und das verwendete Gerät wird auch feiner und die Fliegen schrumpfen ebenfalls bis zu ganz kleinen Hakengrößen. Dann gibt es die Regenfälle, die den Fluss zum Steigen bringen und die meistens besten Einfluss auf das Beissverhalten der Lachse haben. Gern denke ich daran: Im August 2014 konnte ich den in der gesamten Saison größten mit der Fliege gefangenen Lachs an der Gaula fangen. Sehen Sie hier den Film dazu…

 

Karpfen, Döbel und Barsch sind andere Sommerliebhaber, die sich jetzt sehr gut auf Sicht anwerfen lassen. Vielleicht ist es eine Anregung wert, Sie einmal auf diese Fische hinzuweisen? Spannende Drills sind garantiert – vor allem beim Karpfen.

Sommerkarpfen stehen jetzt oft „hoch“ und sind gezielt zu befischen! Foto: Werner Steinsdorfer

Die geschilderte Ausrüstung für Meeräschen ist auch für Karpfen goldrichtig. Orvis-Geräte sind also nicht nur für Salmoniden geschaffen, sondern für alle Fische, die sich sinnvoll mit der Fliege anpirschen lassen.

Versuchen Sie es!

Nochmal ein kurzer Schwenk nach Norwegen an die Gaula, wo das Finale der Saison eingeläutet wird. Noch sind einige wenige Plätze für Kurzentschlossene frei – auch in dem Fliegenfischerkurs mit Bernd Kuleisa, der in der Woche 33 stattfindet. Mehr Info: www.internationalflyfishersclub.com,

Mit herzlichem Gruß!
Manfred Raguse

Händler des Monats: Angelgeräte Wurmbader

Standort: Ellhofen bei Heilbronn

Joachim Rupp ist Ihr Orvis Händler in Ellhofen bei Heilbronn.

Geschäftsführung: Joachim Rupp, seit der Gründung im Jahr 1999. Wertvolle Unterstützung ist Mutter Ursula Rupp und zwar in allen Belangen.

Profil: Ein Fachgeschäft mit einem Namen, der zum Schmunzeln anregt: Wurmbader. Klar, dass hier nicht nur Fliegenfischerartikel angeboten werden. Dennoch ist der Wurmbader eine erste Adresse für Fliegenfans, da der Chef, Joachim Rupp, seit über 20 Jahren bevorzugt mit der Fliege fischt. Produkte von Orvis spielen in seinem Fachgeschäft eine Hauptrolle, weil Joachim Rupp, wie er betont, „zu 100% hinter der Marke steht“. Hohe Kompetenz vor allem im klassischen Bereich des Fliegenfischens (Regenbogenforelle, Bachforelle, Saibling) zeichnet das Fachgeschäft aus. Aber auch wer einmal einen starken Raubfisch mit der Fliegenrute fangen möchte, wird von Joachim Rupp perfekt beraten: Er pirscht auf diese Weise selbst sehr gern, unter anderem am Breitenauer See, für den das Fachgeschäft auch Angelkarten ausgibt.

Was Joachim Rupp an Orvis besonders gut gefällt:

„Als Schlüsselobjekt einer Weltfirma wie Orvis ist die Rutenserie zu betrachten, die ganz oben in der Qualität steht. Hier ist Orvis mit Helios 2  ein großer Wurf gelungen und ich stehe voll zu diesen Topprodukten. Welche Rute wofür? Diese Frage stellen auch meine Kunden und meine persönliche Einschätzung von vier Favoriten möchte ich gern festhalten:

- Orvis Helios-II 864-4 Mid-Flex

Mein Urteil: für die leichte und mittlere Fischerei auf Forellen und Äschen passt diese Rute ganz genau. Die Kraft und Präzision dieser Gerte kommt aus der Mitte (mid flex) und trifft den Geschmack vieler Kunden, die ganz diese Aktion bevorzugen.

- Orvis Helios-II 1005-4 Tip-Flex

Schnurklasse 5 – Länge 10′ / 3,05 m und das Gewicht: nur 77,9 g . Tip-Flex = schnelle Spitzen-Aktion für maximale Schnurkontrolle.

Mein Urteil: eine der genialsten Ruten für die Fischerei auf Distanz sowie das Nymphenfischen im Nahbereich (Czech-Nymphing).

- Orvis Helios-II 906-4 Tip-Flex

Mein Urteil über diese 6er Rute mit 9’ Länge: eine absolute Hammer-Rute für das Fischen auf kapitale Forellen, auch mit Streamern!

- Orvis Helios-II 908-4 Mid-Flex

Eine tolle Rute für die Schnurklasse 8. Gewicht nur 99,2 g! – 4teilig.

Mein Urteil: Die Streamer-Rute schlechthin auf Hecht und Zander, Meerforelle, Bonefish und andere Zielfische für den vielseitigen Fliegenfischer.

Ferner gefällt mir auch die Serie der Recon –Ruten sehr gut. Meine „Favoritin“ habe ich im Monat Juli vorgestellt (siehe dort).

Und generell: Service und Qualität sind super! Mit anderen Worten: auch nach dem Kauf hat man als Verkäufer ein gutes Gefühl, weil eben auch der Service stimmt, wenn es einmal darauf ankommt.“

Kontakt:

Joachim Rupp,
Angelgeräte Wurmbader,
Dorfäckerstraße 35,
D-74248 Ellhofen

Telefon und Fax: +49-7134-90 38 50
petri@wurmbader.de

www.wurmbader.de

Der neue BOA PIVOT – Watschuh

Schnürst Du noch oder drehst Du schon?

Der neue Boa Pivot Boot von Orvis ist nicht nur optisch eine runde Sache, sondern es geht auch rund – nämlich ruckizucki – beim Anziehen! Reinschlüpfen, Stellrad drehen, sitzt!

Und das hochsolide, denn die „Schnürsenkel“ sind aus Flugzeugstahl!

Außer dem schnellen Dreh bietet dieser Watschuh: komfortable Passform, wirksamer Schutz der Zehen durch eine Gummikappe, Obermaterial aus hochbeständiger Mikrofaser. Und nicht zuletzt die speziell für Orvis entwickelte Vibram-Sohle „Dual-Durometer“ sorgt mit ihrem Stollenprofil unter verschiedenen Bedingungen für besten Halt.

Bei Bedarf (beim Fischen in ganz extremem Gelände) können Screw-In-Studs verwendet werden; diese können Sie im Orvis-Fachhandel separat bestellen.

Wir meinen: ein toller, höchst innovativer Watschuh!

Orvis geht noch einen Schritt weiter und legt sich fest: „Die haltbarsten und komfortabelsten Watschuhe, die wir je gefertigt haben!“

Mehr geht nicht? Doch! Lesen allein genügt nicht. Kaufen!!

Superfine Glass – für maximale Freude am Drill

von Frank Weissert

Eine Woche lang sollte es mit der Familie an den Gardasee gehen. Ganz klar wollte ich die Gelegenheit nutzen und informierte mich über die Möglichkeiten für das Fliegenfischen im See. Dabei war immer wieder zu hören und zu lesen, dass es dort viele starke Döbel geben sollte, die jedoch sehr vorsichtig wären und man sich glücklich schätzen könne, wenn man drei Fische am Tag zum Biss verleiten kann. Alles klar: Fische gibt es und fangen lassen sie sich auch. Nur müssen offenbar die Präsentation und somit auch die Rute gut passen.

Überlegen musste ich nicht lange. Denn angesichts der offenbar nötigen feinen Vorfachspitze kam für mich nur die Orvis Superfine Glass in Schnurklasse 3 in Frage. Die geschmeidige Aktion hatte unter anderem zum erfolgreichen Landen einer 50er Regenbogenforelle beigetragen und sollte somit auch auf große Weißfische gute Dienste leisten. Als Rolle kam die optimal passende Orvis C.F.O. II zum Einsatz, bespult mit einer WF 3 F aus gleichem Haus.

Die Orvis Superfine Glass bändigt nicht nur kleinere Fische, wie diesen Döbel.

Vor Ort in San Benedetto bei Peschiera del Garda ganz im Süden des Sees konnte ich auf dem Postamt problemlos eine Angelkarte für drei Monate kaufen. Bereits am ersten Abend beobachtete ich von unserer Terrasse am See aus insbesondere kurz vor und während der Dämmerung fast überall im See zahlreiche Ringe und auch buckelnde Fische verschiedenster Größen. Das Beste daran war, dass die Fische bis kurz vors flache Ufer kamen, sprich zehn Meter und näher. Somit ließen sie sich gut mit der Fliegenrute erreichen. Damit stand die Aktion für den folgenden Abend fest.

Es gab einen Schlupf von kleinen Eintagsfliegen mit weißem Körper. Somit wählte ich eine 18er Trockenfliege aus meiner Äschenbox – weißer Körper mit Grizzly-Hechel. Sie sollte ideal passen, was sich auch bestätigte. Die Fische, die im klaren Flachwasser schnell als Döbel identifiziert waren, schwammen in Rudeln umher, weshalb ich die Fliege an einer 0,12er Vorfachspitze ein Stück vor ihnen in der vermuteten Schwimmrichtung sachte platzierte. Mehrfach ging die Rechnung auf, allerdings konnte ich nur kleinere Fische bis knapp über 30 Zentimeter fangen. Irgendwann zogen die Döbel weiter hinaus außerhalb meiner Reichweite und es wurde zeitgleich schnell dunkler, was das Beobachten der Fliege irgendwann so gut wie unmöglich machte.

Nicht ganz personal best, aber nahe dran – ein Grund zur Freude.

Deshalb knotete ich einen 10er Rehhaar/Kaninchenfell-Streamer an, der bereits viele Fische gebracht hatte. Auch damit kam die Glasrute gut zurecht. Der erste Fisch war eine größere Rotfeder, die fast komplett silbrig gefärbt war – von roten Flossen keine Spur. Dann ging eine längere Zeit nichts mehr.

Jetzt wollte ich nur noch zwei oder drei finale Würfe machen, als es geschah. Wumm – ein massiver Zug an der Schur und ein Fisch hatte sich weitgehend selbst gehakt. Die Orvis verbeugte sich tief und ein großer Wirbel im Wasser zeigte ebenfalls, dass ein größeres Exemplar eingestiegen war. Im seichten Wasser flüchtete mein Gegner im letzten Büchsenlicht auf eine Gruppe von Felsen zu und zog mir lose Schnur durch die Finger. Aber es gelang, die Flucht zu bremsen. Sehr beruhigend war dabei die Sicherheit, die mir die bestens dämpfende Aktion der Rute trotz dünnem Vorfach gab.

Dieser 51-Zentimeter-Fisch konnte wirklich kämpfen.

Meiner Tochter, die in der Nähe saß, rief ich zu, dass sie meinen Sohn rufen sollte, da mir eine Handlandung bei schlechter Sicht zu riskant erschien. Kurz darauf kam er mit dem Kescher gelaufen und brachte das Netz in Position. Nach zwei weiteren Fluchten und stoischem Kämpfen auf der Stelle war es so weit: Ich zog den noch immer nicht identifizierten Fisch über die Maschen und ich konnte endlich aufatmen. Oha – das war tatsächlich ein besserer Döbel: 51 Zentimeter zeigte das Maßband bei dem sicherlich vier Pfund schweren Exemplar. Einmal mehr hatte sich die Superfine Glass als genau richtige Wahl erwiesen – mal sehen, was als Nächstes kommt …

Frank Weissert

www.angelbuch.de

 

Die Entwicklung der neuen Hydros SL Fliegenrolle

Von der alten Hydros Rolle (ganz links), ging das Konzept durch viele Entwicklungsstufen bis die Endversion (ganz rechts) endlich fertig war.

Fotos: Phil Monahan

Jetzt wo die neue Hydros SL Rollen verfügbar sind, dachten wir, dass es für Sie interessant wäre, sich die einzelnen Entwicklungsschritte einmal etwas genauer anzusehen.

Produktentwickler Sam Orvis testete die neue Hydros Rolle im letzten Sommer in Maine. Foto: Sam Orvis

Der Verantwortliche für die Entwicklung der neuen Hydros SL Rolle war der Produktentwickler Sam Orvis – das ist wirklich sein Name (ein weit entfernter Verwandter), der im Oktober 2014 damit begann, die alte Hydros Large Arbor Rolle auseinander zu nehmen, um zu sehen, wie er diese Rolle noch verbessern könnte. Sam ist ein gelernter Maschinenbauingenieur und schaute sich die alte Rolle unter den verschiedensten Aspekten noch einmal genau an. Die Mitarbeiter von Orvis sind ihre eigenen größten Kritiker, sie probieren ihre Produkte immer noch ein bisschen besser, leichter, schneller und haltbarer zu machen. Das Ziel war es, die beste Rolle im mittleren Preissegment zu entwickeln.

1. Schritt: Die ursprüngliche Hydros Large Arbor Rolle war an das Design der Mirage Rolle angelehnt, aber es gab ein paar Eigenschaften, die man noch verbessern könnte.

Rückmeldungen zu den Hydros LA Rollen ergaben, dass die Fischer sich einen größeren Durchmesser wünschen würden, um mehr Schnur pro Kurbelumdrehung aufspulen zu können. So war der größere Durchmesser der neuen Rollen die erste große Entscheidung. Außerdem war es wichtig, das Spiel der Spule zu minimieren, denn gerade bei einem sehr großen Spulendurchmesser kann dies die Leistung beeinträchtigen.

Die ursprüngliche Hydros Rolle hatte zwar ein komplett versiegeltes Bremssystem, aber es verlor manchmal seine Dichtigkeit und das “Clutch Bearing” war überhaupt nicht versiegelt. So konstruierte Sam ein neues Bremsengehäuse, welches eine Messingbuchse enthielt, sowie eine Edelstahl-Verschleisshülse, um eine festsitzende Dichtung wirken zu lassen, sobald die Bremse eingesetzt wird.

Das versiegelte Bremssystem wird die neue Rolle deutlich salzwasserfester machen und das offene Design vereinfacht das Reinigen der Rolle.

Wie Sie unten auf den Fotos sehen können, gab es im Entwicklungsprozess der Hydros SL viele Änderungen, sowohl in technischer, als auch in optischer Form. Als dann auch noch Rückmeldung von den Praxistestern kamen, mussten zusätzliche Änderungen vorgenommen werden, damit die Rolle die Erwartungen erfüllt.

2. Schritt: Sam’s anfängliches Grundkonzept für die neue Rolle war nur ein wenig mehr als ein Weg, das neue versiegelte Bremskonzept zu testen. Doch es war klar, dass ihm etwas daran gefiel, dies sehen wir in den nächsten Schritten…

3. Schritt: Die nächste Entwicklungsstufe ist auf das erste Aussehen aufgebaut. Dieses 3D-gedruckte Muster zeigt ein paar Verfeinerungen. Zu diesem Zeitpunkt war die Idee etwas zu entwickeln, das der Robustheit eines Ford F-150 ähnelt.

4. Schritt: Die endgültige Version dieses Designkonzepts wurde “The War Machine” genannt und jeder dachte, das es zu klobig wäre. Sam bringt es auf den Punkt: “Ich bin ein Ingenieur, ich konstruiere Sachen. An diesem Punkt merkten wir, dass wir Hilfe von einem richtigen Designer benötigen.”

5. Schritt: Um den kreativen Prozess in Gang zu bringen schlug jemand vor, dass das neue Design mit der alten Battenkill Large Arbor beginnen könnte. Diese Rolle hatte eine offene Spule und eine vertikale Rahmenverstärkung.

6. Schritt: Als Sam darüber nachdachte, wie die vertikale Rahmenverstärkung funktionieren könnte, entschied er sich dazu, die “War Machine” auszufräsen, so dass nur noch zwei paar Streben zur Stabilisierung übrigblieben.

7. Schritt: Das Designteam kam mit diesem Entwurf einer komplett offenen Spule und einer sich verjüngenden Rahmenstabilisierung. Obwohl Sam das Konzept mochte, war der Ingenieur in ihm skeptisch, ob diese Rolle den Belastungen beim normalen Fischen, aber auch während eines harten Drills, standhalten könnte.

8. Schritt: Sam’s erste Version war übertechnisiert und als Reaktion darauf, hatten sich die Designer etwas Durchgestyltes einfallen lassen. Die Aufgabe war es, dann einen gesunden Mittelweg zwischen den beiden Konzepten zu finden. Wie diese technische Zeichnung zeigt, wurde im ersten Schritt ein geschlossener Käfig hinzugefügt um die Spule zu unterstützen. Sie waren auf jeden Fall auf dem richtigen Weg…

9. Schritt: Die erste “Final Version” der neuen Hydros SL war bereit für den Praxistest. Orvis CEO Perk Perkins testete genau diese Rolle auf Bonefish. Eins der ersten Dinge, die den Testern auffiel war, dass das Bremssystem zu sehr vom Druck abhängig war und seine Versiegelung bei nur schwach eingestellter Bremse verlor. Sam überarbeitete das System in dem er die O-Ring Dichtung durch eine “Wiper Style” Dichtung tauschte, die tiefer in der Mechanik sitzt. Außerdem hatte ein Angler bei den hunderten von Stunden Praxistest einmal das Problem, dass die Fliegenschnur in der Lücke des Rahmens hängen blieb (gut zu sehen auf dem oberen Foto). Aber dieser eine Fall reichte für Sam aus, um auch dies noch einmal zu überarbeiten.

10. Schritt: Die endgültige Version der Hydros SL Rolle hat den angestrebten Mittelweg gut getroffen. Der Rahmenrand und die Streben zur Stabilisierung wurden etwas verstärkt und ein drittes Paar Streben zur Stabilisierung der Spule wurden hinzugefügt, dies sorgt für eine längere Lebensdauer. Außerdem können Sie sehen, dass die Lücke, in der sich die Schnur verfangen hatte, nun verdeckt ist.

Die jetzt erhältliche Hydros SL Rolle verfügt über eine extrem hohe Einhohlgeschwindigkeit (20,9 cm pro Kurbelumdrehung bei der Hydros SL III Forellenrolle), ein komplett geschlossenes Bremssystem und ein neues Design, was die Haltbarkeit deutlich verbessert. Die Hydros SL hat geringere Toleranzen und die Spule hat deutlich weniger Spiel als das Vorgängermodel. Die geringeren Toleranzen sorgen dafür, dass die Chance, dass die Running Line, oder das Backing sich zwischen der Spule und dem Rahmen verfängt, deutlich verringert wird.

Der Spulenrand ist dicker und somit stärker als bei der alten Hydros Rolle. Das geringere Spiel der Spule kommt durch den erhöhten Welleneingriff und wird die Lebensdauer der Rolle erhöhen und den Verschleiß verringern, denn die Spule dreht sich nur noch auf der Oberfläche. Wir haben außerdem den großen, dominanten Bremsknopf der alten Hydros Rolle durch einen ergonomischen Bremsknopf mit Aussparung für den Daumen ersetzt. Dies sorgt für einen deutlich besseren Halt beim Einstellen der Bremse.

In diesem neuen Video zur Hydros SL können Sie Sam bei der Arbeit sehen:

Clearwater-Zweihand bestens bewährt!

von Bernd Kuleisa

Manchmal lege ich meine innig geliebte 13.6er Helios Zweihand beiseite und greife zur Clearwater 13.6’. Warum? Weil auch diese Orvis-Rute richtig gut ist.
Zweihandfischen und Zweihandkurse leiten – beides ist meine Passion. Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass nicht jeder sich eine Top-Rute leisten will und mancher gern „gut, aber günstig“ vorzieht. Und da ist Clearwater eine Entscheidung, die man nicht bereut!
Auch in meinen Kursen in diesem Jahr kam die Clearwater 13.6, die ich zur Demo immer dabei habe, regelmäßig gut an. Sie macht bestens mit, vermittelt ein vollmundiges Wurfgefühl. Gerade für Einsteiger ist das ideal.
In diesem Juli konnte ich mit der Clearwater sogar eine meiner schönsten Meerforellen überhaupt fangen: 81 cm, 7 Kilo.

Bernd Kuleisa mit seiner 7 kg Meerforelle. Nein, nicht aus dem Rio Grande. Auch deutsche Meerforellen können stattlich sein.

Als Rolle benutzte ich eine Hydros der jetzt ausgelaufenen Serie, die nun vom Typ Hydros SL abgelöst wurde. Die „alte“ ist gut, die neuen Hydros SL sind vielleicht noch besser, aber ich kaufe mir nicht jedes Jahr eine neue Rolle; wobei… die SL reizt mich schon…

Schaun wir mal!

Orvis ist überall

Ein toller Streifzug durch die Welt des Fliegenfischens, der uns von der Forellenfischerei in Montana zum Lachsfischen nach Norwegen führt und viele packende Szenen unserer Passion zeigt. Mit dabei: die Gaulastrecken (www.internationalflyfishersclub.com), an denen Daniel Göz und Anton Hamacher ihren Film „Rivers of Silver & Gold“ drehten. Unbedingt anschauen!

Orvis in the World of Fly Fishing Video from Sharptail Media on Vimeo.

Händler des Monats: Angelsport Klejch

Standort: Fachgeschäft in Wien, seit 1963

Profil: Ein ganz besonderes Fachgeschäft, das über die Grenzen von Wien einen exzellenten Ruf genießt. Die Stärken von Angelsport Klejch sind vielfältig; hier die wichtigsten Punkte: Konzentration auf den Bereich Fliegenfischen, in Fiegenfischerkreisen seit Jahrzehnten eine Institution dank höchster fachlicher Kompetenz, umfangreiche Orvis-Auswahl seit dem Jahr 2000.

Geschäftsführung: Wolfgang Klejch, Gründer: Rudi Klejch.

Was ist Angelsport Klejch im Zusammenhang mit Orvis wichtig?

An der Firma Orvis schätzen wir nach wie vor die Qualität und den hervorragenden Service. Außerdem stehen wir als Fischer voll zu den Produkten. Ein Beispiel unter vielen sind die neuen Recon Ruten. Oder die Silver Sonic Wathosen. Ich kann nur sagen: super! Auch die Kunden sind begeistert. Bei dem fairen Preis der Silver Sonics wird dem Kunden die Entscheidung auch leicht gemacht.

Und wir registrieren auch bei anderen Produkten mit Freude, dass unsere Kunden ausdrücklich Orvis verlangen. So wird zum Beispiel bei der Wahl der optimalen Fliegenrolle gern zu Orvis- Modellen gegriffen. Da stimmt einfach das Preis/Leistungsverhältnis! Diese Entwicklung ist uns willkommen und deshalb bieten wir unseren Kunden sogar die Möglichkeit, Orvis Ruten vor dem Kauf am Wasser zu testen! So etwas ist ja keinesfalls überall möglich. Wir glauben: Es geht eben nichts über die Praxis!

Für folgende Gewässer geben wir auch Tageskarten aus: für die Fischa-Dagnitz, die Große Erlauf Purgstall  I und Purgstall II sowie für die Große Erlauf Wieselburg. Tipp: Unsere Wurfkurse, die in den Monaten April und Mai stattfinden, bieten besonders günstige Konditionen für unsere Kunden!

Übrigens: Zum Fischen auf Hecht verwende ich derzeit die neue Recon mit 2,40 m in Klasse 9. Diese kurzen Ruten sind ideal, um vom Boot oder Belly Boat aus auf Raubfische zu fischen!

Kontakt

Angelsport Klejch,
Thaliastraße 112,
A-1160 Wien.
Tel. 0043-1-4802361
office@flyfish-klejch.com
www.flyfish-klejch.com

Die Manfred Raguse Kolumne im Juli

Liebe Orvis-Freunde!

Die Lachsaison an der Gaula hat begonnen und zwar ausgesprochen gut. Meinen ersten Lachs in dieser Saison konnte ich am 6. Juni in der unteren Gaula fangen und es folgten noch etliche weitere gute Fische. Sie können dazu auf der Webseite www.internationalflyfishersclub.com interessante Informationen lesen.

Manfred Raguse mit seinem ersten Gaula-Lachs der Saison, gefangen am 6. Juni, Länge 90cm. Der Fisch wurde schonend wieder zurückgesetzt.

Wäre es nicht einmal wieder Zeit für die Trockenfliege? Jetzt im Juli?

Oft spielt sich in Deutschland die Forellenfischerei an kleineren Bächen ab: zugewachsen, urig, fischreich. Hier sind keine weiten Würfe gefragt, sondern wer diese Gewässer mit Genuss befischen will, braucht Unterstützung. Nicht etwa einen Guide, aber eine Rute, die alles mitmacht, die sozusagen von selbst wirft. Eine Gerte, die unsere Trockenfliege auf 6 bis 8 Meter Distanz (oft kürzer!) auf das Wasser schmeichelt. Man braucht ein Wurfinstrument, das schon mit wenigen Metern Schnur auf unsere Ideen anspricht. Was Sie brauchen ist, kurz gesagt: Orvis Superfine!

Diese Ruten sind wie geschaffen für das feine Fischen auf Nahdistanz. Beide Versionen –Superfine Carbon und Superfine Glass – haben einfach die gefühlvolle Aktion, welche die Reihen der Fans immer größer werden lassen.

Der Trend zu schnellen Fliegenruten ist ungebrochen, aber die Nische für die geschilderten Fälle der leichten Fischerei ist ebenso erkennbar perfekt besetzt durch Orvis-Superfine.

Nicht nur Forellen, sondern auch Äschen lassen sich von der weichen Präsentation der Trockenfliege überzeugen.

Feine Vorfachspitzen, wie sie die vorsichtigen Fische in Bächen im Laufe der Saison immer mehr fordern (Befischungsdruck!), sind kein Problem. Die sanfte Aktion der Superfine-Rute federt jeden Stoß, jeden Sprung, jede Flucht gaaaanz sanft ab. Wie am Gummiband geführt, landet der Fisch im Kescher.

Auch das sind Sommerfreuden! Die von der sanften, gefühlvollen Art!

Viel Freude beim Fischen wünscht herzlich

Ihr

Manfred Raguse

Die Helios 2 10 Fuß Tip Flex

Allround-Talent in blau

von Thomas Wölfle

Die blaue 10 Fuß Helios 2 gehört zu meinen absoluten Lieblingsruten. Neben einer leichten 3er fische ich die für Klasse 7 konzipierte Rute praktisch das ganze Jahr über, vor allem an großen Flüssen in meiner bayerischen Heimat und wenn es in Sachen Lachs oder Meerforelle auf Reisen geht.

Die 7er ist eine Rute der goldenen Mitte. Sie ist nicht zu leicht und nicht zu schwer, ideal um Streamer auf große Distanzen zu werfen und zu führen und auf der anderen Seite sensibel genug um kleine Fliegen, sei es nun im Riffle Hitch oder klassischen Swing auf Lachs zu servieren oder mit der Nymphe…langsam gestrippt auf die großen Meerforellen des Rio Gallegos in Argentinien.

Die Rute fühlt sich trotz ihrer Länge sehr leicht an, unglaublich leicht würde ich sagen, aber nie so dass man Angst haben müsste, dass sie nicht das hält, was sie verspricht. Es ist eine Rute, mit der bestimmt jeder Fliegenfischer klar kommt…eine Rute die Ungenauigkeiten und Fehler beim Wurf einfach „schluckt“ und verzeiht, ob nun auf kurze oder lange Distanz. Sie ist ein richtiges Multi Talent, das auch mit den unterschiedlichsten Leinentypen bestens klar kommt.

Obwohl sie als Tip Flex angegeben wird, wirkt sie in meinen Augen nicht so. Vielmehr liegt sie, wohl durch den Fuß an extra Länge bedingt,  genau an der Grenze und zum Übergang zu einer Mid Flex, deren Kraft sozusagen aus der Mitte kommt. Aber wie schon erwähnt, passt das ja perfekt in das Bild, das ich von dieser Rute habe. Damit nicht genug, denn die Rute besitzt noch genug Kraftreserven, schnell mal den Wooly Bugger auf Forelle gegen einen großen Streamer zu tauschen und einem Hecht zu präsentieren.

Ich fische viel an Mischgewässern die neben Forellen auch Hechte beherbergen und nicht zuletzt den Fisch von dem viele träumen, der aber unendlich viel Stunden am Wasser verschlingt…den Huchen. Neben den erwähnten Eigenschaften in punkto Wurf und Präsentation macht die Rute auch im Drill viel Freude. Das Schöne ist, um es mal so zu formulieren: Sie ist mit einer größeren Forelle nicht unterfordert, mit kapitalen Fischen aber auch nicht überfordert. Das weiß ich, denn in den letzten vier Jahren hatte das Glück, mit meiner Helios 2 wirklich große Fische zu landen und hatte dabei nie das Gefühl, dass die Rute, selbst bei manch großem Huchen am Lech zu schwach dafür gewesen wäre. Angst hatte ich da nur bei diesen so kritischen Rollbewegungen an der Oberfläche, bei der ein Einfachhaken gerne mal aus dem Maul schlitzt und der Tatsache, dass ich vorher wieder mal ein, zwei Jahre ohne den Biss eines guten Huchens gefischt hatte.

Aber irgendwie hat meine Helios 2 genau die Aura, die es braucht um auch solche Situationen zu meistern und letztendlich den Moment der Momente als Fischer feiern zu dürfen: die Landung eines Kapitalen. Die blaue 10 Fuß Helios ist in meinen Augen der ideale Partner dazu. Sie macht eine Menge Spaß auf dem Weg zum Fisch. Mein Glück in blau, hübsch anzuschauen mit absoluten Nehmerqualitäten. Eine Rute fürs Auge und die Praxis, die definitiv zu meinen Top-Gerten im Rutenranking zählt.

Die Manfred Raguse-Kolumne im Juni

Liebe Orvis-Freunde!

Herzlich willkommen zur Urlaubszeit, zur Hochsaison, zur großen Zeit der Fliegenfischerei nahezu überall! Ja, ein wenig Enthusiasmus schwingt mit bei mir, denn ich befinde mich jetzt in Norwegen in meiner zweiten Heimat an der Gaula.

Die Bedingungen kurz vor Saisonstart Ende Mai sehen sehr gut aus, wir erwarten eine gute Saison, in erster Linie durch zahlreiche Großlachse.

Im Mai: Nach 7-8 Minuten Entertainment verlor dieser Nachläufer (87 cm) die Geduld und packte meinen Pike Bunny

Wie sieht es in der Heimat bei uns an den Forellenflüssen aus?

Der erfahrene Fliegenfischer hat sicher mehrere Orvis-Ruten zur Hand, die er jetzt ans Wasser führen kann. Auch eine vom Typ Recon?

Im Mai: Ein Besuch am Heidebach bescherte mir bei bestem Wetter u.a. diese 40er Bachforelle.

Dazu mein persönlicher Tipp: Wem der Sprung in die Oberklasse zu Helios 2 zu teuer ist, dem kann ich aus jetzt schon gebührender Erfahrung das mittlere Preissegment von Orvis – eben die Recon-Gerten – sehr empfehlen. Auch diese vereinen eine enorme Leichtigkeit mit Wurfpräzision. Der Transfer von hochmoderner Orvis-Technologie wirkt sich äußerst positiv aus: spritzig, herrlich leicht in der Hand, kampfstark (Rückgrat!) im Drill.

Alle Ruten werden in den USA hergestellt und sind ihr Geld auch deshalb wert, weil die großzügige Orvis-Garantie beim Erwerb mitgekauft wird. Das lohnt sich, denn mit der Garantie im Rücken fischt es sich einfach unbeschwerter. Obwohl: Ich habe Recon-Ruten auf Reisen mitgeführt und wirklich hart belastet. Fazit: Daumen hoch, super!

Recon-Ruten sind ähnlich robust wie die vom Typ Helios 2 – was uns allen das gute Gefühl gibt, nicht nur herrliche Wurfinstrumente zu besitzen sondern zugleich solche, die sich in der harten Praxis hervorragend bewähren.

Man findet einfach nichts zu bemängeln an der Segmentierung des Orvis Ruten Angebotes mit bester Qualität für jeden Geldbeutel: Good, better, best! Ganz oben Helios 2, dann Recon in der Mitte und Clearwater als Basis – alle drei Segmente bieten höchste Qualität für den Preis, den Sie zahlen.

Der Kauf einer Orvis-Gerte bereitet Freude, die lange währt!

Dieser Satz gilt! Und zwar uneingeschränkt.

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse