Don Swanson jetzt bei Orvis

Orvis wächst, blüht und zieht offensichtlich führende Köpfe der Szene an. Beleg dafür ist der Wechsel von Don Swanson von Abel zu Orvis! Don verließ die Firma Abel nach über 20 Jahren erfolgreicher Tätigkeit und wird nun „Director of Rod Shop Manufacturing“ bei Orvis.

Don Swanson arbeitet jetzt bei Orvis.

“Don’s Erfahrung passt perfekt zu Orvis,” urteilt Jim Lepage, President von Scientific Anglers und Leiter der Rutenfertigung von Orvis.

Hornhecht-Kurs bei Kalles Angelshop: Die Silberpfeile waren zur Stelle!

von Bernd Kuleisa und Thies Reimers

Kai Rohde mit dem glücklichen Kursteilnehmer Philipp Lingohr, der sich sehr geschickt anstellte und dessen Ausdauer mit zwei Fischen belohnt wurde.

Vor wenigen Tagen (am 7. Mai) fand erstmals ein Orvis-Hornhechtkurs statt, der nah bei Neustadt bzw. unserem Orvis-Händler „Kalles Angelshop“ an der Ostsee durchgeführt wurde.

Kursteilnehmer Marc Ochsen verbesserte dank der Tipps von Thies Reimers seine Wurftechnik.

Dank toller Organisation von der Familie Rohde (zu loben sind alle: Karin, Kalle und Kai, der mit ans Wasser kam), konnten Thies Reimers und Bernd Kuleisa den Kursteilnehmern einen schönen Fischertag auf Hornhecht bereiten. Abgesehen von kulinarischen Highlights wie Brötchen zum zweiten Frühstück, leckerem Kuchen am Nachmittag und zuletzt auch gegrillten Hornhechten am Strand stand die Fischerei im Mittelpunkt: Sie waren „da“, die Hornis!

Kursteilnehmer Andreas Reddeck ganz cool: Er fing zwei Hornhechte!

Bei lebhaftem Wind standen erst Wurfübungen bei den Einsteigern im Vordergrund, während einige gleich loslegten und sich auf den Fang konzentrierten. Nicht alle konnten einen „Horni“ landen, aber insgesamt 14 Fische bei 12 Kursteilnehmern – das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann. Einige Doppelfänge waren also zu verzeichnen, zum Beispiel von Andreas Reddeck, der unermüdlich von 11 Uhr bis 17 Uhr im Wasser stand und sich den Kuchen als Kräftezufuhr nur kurz schmecken ließ.

Daumen hoch! Das passende Symbol für den schönen Kurstag an der Ostsee.

Schönes Wetter, gute Stimmung, alle verließen den Strand mit dem Zeichen „Daumen oben“. Den großartigen Einsatz von Kai Rohde, der Getränke und Grill per Fahrrad (!) an den Strand brachte, möchten wir als Kursleiter besonders hervorheben! Super!

Und vielen Dank an alle Teilnehmer, die mitmachten und den Tag bereicherten!

Geräte-Besprechung – Fliegenrollen: ORVIS Hydros SL II Black Nickel aus dem Fliegenfischer-Forum

Formvollendet und technisch höchst ausgereift: so präsentieren sich die neuen ORVIS Hydros SL Fliegenrollen im sehr ansprechenden, modernen Design. Als “maximal ventilierte” Großkernfliegenrollen glänzen sie zudem mit Leichtigkeit, hoher Schnureinholgeschwindigkeit, sehr starker, gekapselter Bremse mit sanftem Anlaufwiderstand, bester präziser Verarbeitung, sowie mit einer edlen, strapazierfähigen Oberfläche in “Black Nickel”. Vier Rollengrößen decken die Schnurklassen von #3 bis #11 ab.

Verfügbare Modelle (Stand 5/2016)
Hydros SL II (für #3-5)
Hydros SL III (für #5-7)
Hydros SL IV (für #7-9) und
Hydros SL V (für #9-11)
Unser Testmodell war eine ORVIS Hydros SL II.

Technische Daten (eigene Messungen)
Farbe: Black Nickel, Oberfläche eloxiert
Gewichte: Rolle: 159 Gramm / Spule allein: 62 Gramm
Rollendurchmesser: 90 mm
Rollenbreite (ohne/mit Kurbel): 33 (60) mm, Spuleninnenbreite: 23 mm
max. Spulentiefe (nutzbar): 16,5 (15) mm
Spulenkerndurchmesser: 58 mm
Schnuraufnahme bei einer ganzen Umdrehung mit voller Spule: 26 cm 
Schnurfassung: WF5F + 90 Meter 20lbs Backing
Lieferumfang: Karton, Rollen-Etui, Beipackzettel (in Englisch) mit Instruktionen und Garantiebestimmungen
Garantie: Nicht befristete Garantie auf Material- und Herstellungsfehler gegen geringen Unkostenbeitrag, zudem jederzeit Wartungs- und Reparatur-Möglichkeit, ebenfalls gegen einen geringen Unkostenbeitrag, mehr dazu beim Fachhändler.
Seriennummer: nein
Preise (UVP): Rolle: 245,00 €, E-Spule: 125,00 €

Beschreibung und Praxistest: Leichte und maximal ventilierte Großkernfliegenrolle in sehr moderner, ansprechender Optik. Aus dem vollen, hochwertigen Aluminiumblock gedreht und gefräst. Die Rollenoberfläche wurde in Black Nickel eloxiert und geschützt, was zudem sehr edel wirkt. Laut Hersteller (von uns nicht getestet) ist die Rollenserie auch für den Einsatz im Salzwasser geeignet. Die gelagerte Spule läuft auf einer Edelstahl-Achse im offenen Rollenrahmen, die gehäuseseitige Platzausnutzung ist gut. Die Rollenrückseite ist bis auf ein Doppelstegsystem offen gestaltet. Die Spulenvorder- und Rückseiten sowie der Spulenboden kommen mit feinem Stegmuster, sind also ebenfalls weitgehend offen und dadurch im maximal möglichen Rahmen ventiliert. Der Spulenkern wird aus drei Doppelstegen gebildet. Am Gehäuse befinden sich seitlich zwei Stege: hinten ein etwas breiterer Steg für den zweifach von Außen angeschraubten Rollenfuß und vorne mittig ein schmalerer, langgelochter Steg für die Schnurführung.Die Gefahr eines ungewollten Durchrutschens von Schnur oder Vorfach zwischen Rollenrahmen und Spule wird durch das tiefe Hereingreifen der Stege in die Spulennut und die nur sehr geringen Fertigungstoleranzen wirkungsvoll vermindert. Auf der Spulenvorderseite befindet sich eine griffig geformte Kurbel aus Kunststoff in Schwarz, welche spielfrei und korrekt läuft. Dieser gegenüber sorgt ein Kontergewicht für einen tadellos ruhigen Spulenlauf. Scharfe Ecken und Kanten sucht man bei der Hydros SL vergeblich, ebenso gibt es absolut keinerlei störendes Spiel, kein Schlagen, kein Spulenkippeln und nirgendwo zu große Abstände – das alles spricht für eine sehr präzise Verarbeitung. Die (Leer-)Rolle ist, am Rollenfuß gehalten, perfekt und neigungsfrei ausbalanciert.

Die Hydros SL besitzt ein versiegeltes, enorm kräftiges Scheibenbremssystem, welches weitgehend vor äußeren Einflüssen geschützt im Rollenrahmen untergebracht wurde. Mit Hilfe des gut bedienbaren Bremseinstellrades aus Aluminium (Durchmesser 32 mm) auf der Gehäuserückseite lässt sich die Bremse in 3 3/4 Umdrehungen fein von “frei” bis “extrem kräftig” regulieren. Im Test des Bremsen-Testwertes (maximales Abzugsgewicht in Kilogramm bei vollständig geschlossener Bremse und bei gefüllter Spule) ließen sich tatsächlich Werte von über 8 Kilogramm einstellen. Damit ist die Bremse als “phänomenal stark” zu bewerten und natürlich (nicht nur) für diese Rollenart- und Schnurklasse unausschöpfbar und enorm überkalibriert. Wir mussten beim Bremskrafttesten auf ein belastbares Seil zurückgreifen, weil unsere #6er Testfliegenschnur ständig abriss… 
Ein sanftes, ruckfreies Anlaufen der Spule ist jederzeit gewährleistet. Im Test waren weder im nassen Zustand irgendwelche Schwächen des Bremssystems festzustellen. Eine Zuhilfenahme der Hand beim Bremsen ist durch den frei laufenden Spulenrand technisch möglich. Im Betrieb lässt die Hydros SL in beiden Laufrichtungen einen unaufdringlichen Clicker hören. Der Spulenrundlauf der Spule ist nahezu 100%ig “schlagfrei” ausbalanciert, erst bei höheren Drehzahlen tritt ein leichter Schlag auf. Die Spule lässt sich mittels der bewährten Hebel-Entrieglung schnell und einfach wechseln. Ein Umbau von Links- auf Rechtshandbetrieb oder umgekehrt ist in Eigenregie möglich und in den der Rolle beiliegenden Papieren in englischer Sprache erläutert. Sehr vorbildlich ist und für eine längere Haltbarkeit sorgt, dass alle Teile des Achsen-, Lager- und Bremssystems aus Metall bestehen. Optisch, sowie von Gewicht, Größe und Fassungsvermögen her passt unser Testmodell Hydros SL II optimal zu modernen #5er und #6er Fliegenruten.

Fazit: Die Hydros SL II zeigt sich als schöne, sehr moderne Rolle mit exzellenter Verarbeitung und Funktion sowie mit einer bärenstarken Hochleistungsbremse. Trotz aller guten Zutaten hat sie dazu auch noch einen verbraucherfreundlichen Anschaffungspreis, hervorragend!

Bezug: Im Fachhandel (Orvisdealer). Orvis-Vertretung für Deutschland: Orvis Services, Inc. M. Raguse, Hamburg, deutsche Website: www.orvis.de

www.fliegenfischer-forum.de

Die Manfred Raguse Kolumne im Mai

Liebe Orvis-Freunde!

Herzlich willkommen zum Supermonat Mai! Er markiert den Startschuss zur Hauptsaison; wir sind also jetzt mittendrin im Geschehen und überall eröffnen sich tolle Möglichkeiten: Bachforellen (Stichwort Maifliege), Meerforellen und Hornhechte an der Küste, die ersten schönen Hechte… Es gibt viel zu tun!

Gut, dass Orvis die volle Palette des Geschehens abdeckt. Von der gefühlvollen Trockenfliegenpräsentation (Stichwort Superfine) über den ultrapräzisen Weitwurf mit dem Streamer an der Küste (Helios 2, Recon) bis zu ersten Testwürfen beim Fliegenfischerstart (Encounter, Clearwater) – Orvis hat für jeden genau das richtige. Nicht nur bei den Ruten ist das so, wie jeder feststellt, der sich die Zeit nimmt und den neuen Orvis-Katalog studiert.

Obwohl ich immer mit den Themen Lachs und Meerforelle in Verbindung gebracht werde, fische ich – was manche überrascht – auch gern auf Forellen, Hecht und Barsch! Hinzu gekommen ist meine Neigung, auch im warmen Salzwasser die Fliege anzubieten. Genau vor einem Jahr war ich auf Kuba und hatte dort viel Spaß mit Orvis Gerät in den höheren Schnurklassen. Am 1. Mai geht es diesmal wieder an meinen Heidebach, den ich seit 1970 befische, aber für den ich in den letzten Jahren viel zu wenig Zeit hatte. Dann geht es aber noch in der ersten Maiwoche auf Hecht in Brandenburg.

Die norwegische Lachssaison steht vor der Tür, sicher sind wieder einige Fische in diesem Kaliber dabei.

Gedanklich bin ich im Mai aber auch schon häufiger in Norwegen. Die Gaula lockt wieder und viele von Ihnen würden sicher gern einmal beim Saisonstart und auch später mit dabei sein. Schicken Sie mit einfach eine Mail; es sind noch einige Ruten Anfang Juni frei und auch später gibt es noch die eine oder andere freie Rute. Bernd Kuleisa bietet nun doch noch in Woche 33 einen Einsteigerkurs auf Lachs an, nachdem sein Kurs in der Woche davor ausgebucht ist. Wir erwarten eine Großlachssaison. Mehr Info finden Sie auf www.internationalflyfishersclub.com

Ich wünsche Ihnen allen aber erstmal einen wunderschönen Mai!

Herzlichst!

Manfred Raguse

Händler des Monats: AOS Flyfishing

Standort: Graz / Österrreich

Geschäftsführung: Stefan Haider

Profil: 1997 als Austrian Outdoor Sports gegründet, ist AOS Fly Fishing seit vielen Jahren der kompetente Ansprechpartner für alle Bereiche der Fliegenfischerei. Neben dem Geräteverkauf, sowohl im Shop als auch online www.aos.cc , werden Kurse, Guidings sowie hosted-trips zu den unterschiedlichsten Reisedestinationen angeboten.

Als Inhaber von AOS Fly Fishing sind die Brüder Stefan & Alexander Haider natürlich Fliegenfischer mit Leib & Seele und können mittlerweile gemeinsam auf fast 60 Jahre Erfahrung im Süß- und Salzwasser zurückblicken. Neben heimischen Gewässern haben Stefan & Alex unter anderem Argentinien, Russland, British Columbia, die Seychellen, die Malediven, die Florida Keys, verschiedenste Karibik-Inseln, Cuba, Belize, Norwegen, Island, Schweden und Mexico mit der Fliegenrute erkundet. Der aus diesen Reisen gewonnene Erfahrungsschatz ist bei der Kundenberatung von unschätzbarem Vorteil!

Und so sehen Stefan & Alexander Haider die Firma Orvis:

An Orvis schätzen wir besonders das innovative Produktportfolio, das sowohl in Design als auch Qualität vollends überzeugt. Da wir persönlich stets nach Perfektion streben, ist es schön in Orvis einen Partner zu haben, der dieselben Ansprüche hat und diese auch erfüllt. Das umfassende Sortiment deckt jegliche Bereiche der Fliegenfischerei ab und bietet das passende Gerät für jedes Gewässer. Die herausragende und schnelle Abwicklung bei Garantie/Schadensfällen ist ein zusätzliches Plus.

Durch die intensive Nutzung im täglichen Gebrauch wurde eine Vielzahl an Orvis Produkten von uns auf Herz und Nieren getestet. Diese haben unsere hohen Ansprüche und unter teils extremen Bedingungen standgehalten! Besonders hervorheben wollen wir die neuen Helios 2 Ruten. Diese sind nicht nur eine Augenweide und federleicht, die Ruten überzeugen ebenso durch eine hervorragende Aktion und ihre extreme Haltbarkeit.

AOS GmbH | Fly Fishing
Kärntner Strasse 155
8053 Graz
Austria-Europe
Tel. +43-316-822 104 15
Fax +43-316-822 104

office@aos.cc
Web: www.aos.cc

Dinge, die mich bei Orvis begeistern!

Ralph Hendes-Drewes, Chef der Firma K & H D in Hamburg (www.khdfishing.de), äußert sich zu einigen Bestsellern seines Fachgeschäftes:
„Es begeistern mich so einige Orvis-Geräte: die Silver Sonic Wathosen gehören dazu, aber über deren Vorzüge habe ich mich schon vor einiger Zeit geäußert. Auch über meine Lieblings-Helios 2- Rute, die 9.6 # 6 habe ich schon mal geschrieben. Doch außerdem gibt es mindestens noch zwei Dinge, die ich wirklich supergut finde:

- die Helios 2 in 9’ # 7, die eigentlich die Allroundrute für die Küste ist aus meiner Sicht, da sie bei jedem Wetter und Wind perfekt einsetzbar ist. Eine tolle Gerte, für die ich übrigens einen Schusskopf im Gewicht von 18 oder 19 g empfehle (Länge: 9.80 – 10 m).
- den klassischen Orvis-Schusskorb, der viele gute Eigenschaften hat. Zum Beispiel ist er robuster als alle anderen. Und er lässt die Runninglines länger leben, weil er keine störenden Ecken und Kanten im „Gehäuseinneren“ hat, an denen sich die Schnüre reiben. So rentiert sich die Anschaffung des Orvis-Korbes im Laufe der vielen Jahre immer mehr. Man schont die Schnüre, die eigenen Nerven und unter dem Strich auch den Geldbeutel!“

Faszination Junilachs

von Thies Reimers

Saisonstart an der Gaula. Das Wasser ist relativ hoch und kalt.

Bald startet auch in Norwegen die Lachssaison 2016 und ich kann es kaum noch erwarten. Sind es doch gerade die ersten Wochen der Saison, die mich jedes Jahr wieder faszinieren. Von vielen Fliegenfischern höre ich immer wieder, dass sie gerade die ersten Wochen der Saison meiden. Ein Hauptgrund dafür ist das hohe und kalte Wasser, was schwere Sinkschnüre und Ruten von 15′ der Klasse 10 erfordert. Das ist nicht von der Hand zu weisen! Aber sollte das der Grund sein, diese spannende Fischerei in den ersten Juniwochen zu meiden? Ich denke nicht! Vor 20 Jahren hätte diese “Ausrede” noch Geltung gehabt, schwere Ruten und Sinkschnüre (Vollschnüre!), die sich extrem schwierig werfen ließen, machten das Fliegenfischen auf Lachs während der ersten Wochen der Saison mit Sicherheit nicht angenehm. Aber in der heutigen Zeit von Nano Technologie im Rutenbau und perfekt funktionierenden Schussköpfen kann ich nur jedem echten Lachsfan empfehlen, diese Herausforderung anzunehmen. Der Moment, in dem die Fliege an der Strömungskante stehen bleibt, man schon den nächsten Hänger vermutet und wenn sich dieser dann auf einmal bewegt, das ist einfach einmalig!

7 Tipps für den Saisonstart:

1.         Die passende Rute (Orvis Helios Spey 15′)

An großen Flüssen wie der Gaula ist eine 15′ Rute der Schnurklasse 10 zum Saisonbeginn einfach Pflicht. Gar nicht so sehr wegen der großen Fische, denn wir landen auch im Juli/ August Fische von über 100 cm an deutlich kürzeren und leichteren Ruten. Doch bei der Kombination aus großen Fischen und viel Wasser, also einem sehr hohen Strömungsdruck, erleichtert es eine 15′ Rute den Fisch schneller unter Kontrolle zu bringen. Außerdem lassen sich die schnell sinkenden Schussköpfe mit einer 15′ Rute einfacher liften und damit auch angenehmer werfen.

2.         Die passende Rolle (Mirage VI)

Wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht auf eine bestimmte Orvis-Rolle fixiert. Ob man jetzt eine Mirage nimmt, eine Hydros oder eine Access – alle genannten Orvis-Rollen werden, was die Bremse angeht, mit einem frischen Juni-Lachs fertig. Viel wichtiger ist die Größe und die davon abhängige Backingkapazität, denn unter 200 Meter Backing auf der Rolle solltet Ihr nicht ans Wasser gehen. Ihr werdet zwar in mehr als 90 % der Fälle niemals 200 Meter Backing benötigen, aber ein bisschen Reserve ist immer gut. Der Tag wird kommen, an dem Ihr dem Fisch nicht ohne Probleme folgen könnt, er den Pool verlässt und dann seid Ihr froh, dass Ihr noch ein bisschen extra Zeit zum Reagieren habt.

3.         Die passende Schnur

In den ersten Wochen der Saison führt kein Weg an einer Sinkschnur vorbei. Das Wasser ist immer kalt und hoch. Zwar variiert der Wasserstand und die Wassertemperatur – aber so warm wird es nie, dass man mit einer Intermediate oder sogar einer Schwimmschnur eine wirklich gute Chance hat. Es kommt darauf an, den Schusskopf immer an den Wasserstand und den gerade zu befischenden Pool anzupassen. Man könnte jetzt eine Wissenschaft daraus machen, aber ein Satz bringt es auf den Punkt: Wenn Ihr nicht regelmäßig kurz vor Ende der Drift Grundkontakte bekommt, dann fischt Ihr nicht tief genug! Ihr benötigt also eine größere Auswahl von passenden Schussköpfen. Vier Köpfe mit unterschiedlichen Sinkraten haben sich in den letzten Jahren als Grundausstattung durchgesetzt:

I/S2/S4
S1/S3/S5
S2/S4/S6
S3/S5/S7

Je kürzer der Kopf, desto einfacher lässt er sich werfen. Der nicht so geübte Zweihandfischer sollte also lieber auf etwas kürzere Köpfe zurückgreifen, die er dann aber die ganze Woche entspannt fischen kann. Der erfahrene Zweihandfischer wählt die Köpfe etwas länger. Bei der Runningline muss jeder für sich entscheiden, was er bevorzugt. Eine Monofile bringt definitiv den einen oder anderen Meter mehr Wurfweite und der Schusskopf sinkt auch schneller ab als an einer “normalen” Runningline. Die normale Runningline ist dafür etwas entspannter zu fischen, da sie sich nicht so schnell “vertüddelt” und selbst wenn das mal passiert, bekommt man diese wieder gelöst und es bleibt keine störenden Knicke in der Runningline zurück.

Jetzt wird es im Drill noch mal richtig gefährlich. Der Fisch flüchtet stromab in den nächsten Pool und kann sich jederzeit an einem der großen Steine festsetzen.

4.         Das richtige Vorfach

Ob jetzt Fluorocarbon oder normales Monofil – das ist meiner Meinung nach egal. Ich fische meistens normales Monofil, denn zum einen ist das Wasser meistens eh zum Saisonbeginn leicht angetrübt, so dass der Vorteil der “Unsichtbarkeit” des FC nicht wirklich sichtbar ist und zum anderen ist die Knotenfestigkeit von normalen Nylon gegenüber FC dann doch höher. Der einzige Vorteil den FC dann tatsächlich hat ist, dass es schneller sinkt als normales Monofil. Ich würde Euch raten, nicht unter 0,45 mm Monofil-Spitze (Orvis Superstrong) zu fischen. Dieses Material hat eine hohe Tragkraft und reicht aus. Außerdem ist es wichtig, dass das Vorfach abriebfest ist. Denn man hat bei dieser Fischerei ständig Kontakt mit Steinen auf dem Grund und auch der Lachs scheuert im Drill oftmals an diesen Steinen vorbei, somit ist es sinnvoll, ein bisschen Reserve zu haben, um den hart erarbeiteten Fisch nicht wegen eines durchgescheuerten Vorfaches zu verlieren.

Zur Vorfachlänge würde ich raten: so kurz wie möglich! Bei trübem Wasser reicht eine Vorfachlänge von ca. 1,5 m aus. Ist das Wasser relativ klar, können es auch mal 2 m sein, aber länger bitte nicht. Jetzt sagen einige sicher: „Das ist aber kurz!“ Nur, was bringt es Euch, wenn Ihr den ganzen Tag schwerste Sinkschnüre fischt und dann ein 4 oder 5 m langes Vorfach anknotet an dem die Fliege dann viel höher auftreibt als die Sinkschnur? Ihr müsst so nah an den Grund wie möglich und das geht nur mit einem möglichst kurzen Vorfach.

5.         Die Fliege

Hier halte ich es ganz einfach. Vier Fliegen reichen aus um unter den meisten Situationen klar zu kommen. Schwarz/grün, schwarz/orange, Phatagorva und Sunray Shadow – mehr braucht Ihr eigentlich nicht. Diese Muster in unterschiedlichen Größen und variabel beschwert, dann seit Ihr bestens gerüstet. Achtung: Macht die Fliegen aber bitte nicht zu schwer. Eine Kombination aus einer möglichst leichten Tube und einer schnell sinkenden Schnur ist meistens besser als eine superschwere Tube und einer nur leicht sinkenden Schnur.

6.         Der richtige Haken

Hier hat jeder Lachsfischer seinen eigenen Favoriten, dem er vertraut. Macht aber bitte nicht den Fehler, am Haken zu sparen. Ein guter Haken kostet etwas mehr, aber dieses Extra ist wirklich gut angelegt.

Die Freude ist groß, denn so ein Fisch entschädigt für die vielen Stunden harter Fischerei!

7.         Ausdauer

Einige haben das Glück und fangen direkt am ersten Tag Ihren ersten Lachs, aber wenn wir ehrlich sind, ist dies meistens nicht der Fall. Junifische sind etwas Besonders und keine Massenware. Was tun? Dran bleiben und kämpfen! Gönnt Euch aber ab und zu eine Pause, denn nur so  könnt Ihr die ganze Woche konzentriert fischen. Denn selbst wenn bis zum letzten Tag nichts passiert ist, kann mit dem letzen Wurf der Woche immer noch der Traumfisch die Fliege nehmen.

Und genau das wünsche ich Euch!

They have done it!

In der Fachschrift “Fieldsports” erschien ein Testbericht von Marcus Janssen über die Helios 2 in der Klasse 5 (9′, tip-flex). Sehr überzeugend führt der Autor seinen Werdegang an, dass er früher durchaus ein Anhänger von Orvis-Ruten war, dann einige Zeit nicht, dann wieder doch dank Helios. Und dass er sich überhaupt nicht vorstellen konnte, dass Helios 2 noch besser sein würde. Doch: They have done it!

Lesen Sie selbst!

Gerätebesprechung – Fliegenschnüre: ORVIS HYDROS – Superfine WF-5-F aus dem Fliegenfischer-Forum

Mit den ab 2015 neuen Hydros Superfine Fliegenschnüren bietet ORVIS jetzt die perfekt passenden Schnüre für ihre Superfine Glass und Carbon Fliegenruten an (die aber natürlich auch zu vielen anderen Fliegenruten passen). Hydros Superfine kommen als WF Schwimmschnüre, in dezenten, zweifarbigen “Weidengrün”, mit “Orvis Line ID” (aufgedruckter Schnurklassenmarkierung), “IS”- Oberflächenbeschichtung für exzellente Glätte und Haltbarkeit und mit werkseitiger Front-Schlaufe.
Unser Testmodell war eine ORVIS Hydros Superfine WF-5-F.

Herstellerangaben: ORVIS HYDROS – Superfine WF-5-F
Art und Farbe: zweifarbige Keulenschnur, schwimmend, Farben: Keule: Weidengrün, Runningline: Dunkel-Weidengrün
Schnurklasse: #5
Länge: 27,4 Meter

Besonderheiten: Line ID, Front Loop, Integrated Slickness
Schnurkern: geflochten (Braided Multifilament Core)
Lieferumfang: Fliegenschnur auf Plastikspule und im Umkarton, Rollenaufkleber, werkseitige Frontschlaufe
Preis: UVP 85,00 €
verfügbare Schnüre in dieser Serie (Stand Frühjahr 2016): als WF/F Superfine in 6 Schnurklassen – von #1 bis #6

Eigene Messungen und Praxistest:
Länge: Gesamt: 27,65 Meter, davon 11 m Keule
Klassifizierung: Die ersten 9,14 Schnurmeter wiegen 10,6 Gramm, das Gewicht liegt damit nach der AFTMA-Tabelle in Schnurklasse #6, also eine ganze Klasse über der angegebenen. Das Gewicht der gesamten, 11 m langen Keule inkl. Rear Taper) beträgt 12 Gramm.
Art / Aufbau: Ab Schnuranfang (0,96 mm Durchmesser) mit Frontschlaufe erfolgt Zunahme des Schnurdurchmessers auf rd. 2,5 m bis zum Hauptdurchmesser (1,38 mm), der auf dem folgenden 1 m beibehalten wird. Anschließend über 7,5 m langsame, auf den letzten Metern raschere Verjüngung bis auf 0,91 mm (Durchmesser der Runningline). Der Schnurdurchmesser der Hauptkeule wirkt für eine #5+ angemessen. Line-ID-Aufdruck ca. 30 cm nach Schnurspitze. (Messwerte im Detail).
Eigenschaften: Oberfläche / Schnurart: sehr glatte, matt glänzende, sich recht hart anfühlende Oberfläche, höhere Schnursteife & dennoch gute Geschmeidigkeit
Gesamt-Handhabung: sehr gut
Schusseigenschaften: hervorragend
Wurf-Handling: insgesamt sehr gut, sehr viel Power schon auf kurze Distanz, aber auch gute Ergebnisse auf mittleren bis weiten Distanzen
Ausgewogenheit: gut
Schwimmverhalten: gut
Abrolleigenschaften: sehr gut
Farb-Empfinden: sehr gut
Dehnungswerte: im guten Durchschnitt, bis um 5% (gemessen pro Meter bei 1,8 kg Zugkraft)
Haltbarkeit: gut, keine Abnutzungserscheinungen festgestellt, soweit über den Testzeitraum von einigen Wochen beurteilbar 
Eignung für div. Trick- und Spezialwürfe: sehr gut
Memory-Effekt: unauffällig
Zusammenfassung: Die Hydros Superfine WF-5-F ist eine ausgewogene Fliegenschnur mit mittellanger Keule, welche das gesamte Spekrum der Bach- und Flussfischerei sehr schön abdeckt. Schwerpunkt dieser leicht übergewichteten Schnur ist klar das punktgenaue und effiziente Befischen kleinerer Gewässer mit Standard-, Roll- und Switch- Würfen – von der Trockenfliege bis zum Kleinstreamer. Hierbei macht sich das höhere Frontgewicht positiv bemerkbar, denn die Schnur kommt schon auf kurze Distanzen schnell zu Sache, dennoch ist sie so fein konzipiert, dass auch dezente Präsentationen möglich sind. Die unnauffällige “Tarnfärbung” kommt der Pirsch auf scheue Forellen zudem entgegen. Gut haben uns neben den hervorragenden Schuss- und Wurfeigenschaften und der gedeckten Farbgebung auch die feine Frontschlaufe und der verwechslungssichere Aufdruck von Schnurklasse- und Art direkt auf der Schnur gefallen. Wieder einmal eine TOP Schnur, die jede Menge Spaß beim Fischen bringt!
Bezug: Im Fachhandel (Orvisdealer). Orvis-Vertretung für Deutschland: Orvis Services, Inc. M. Raguse, Hamburg, deutsche Website: www.orvis.de

www.fliegenfischer-forum.de

Besprechung: Fliegenfischer-Watbekleidung ORVIS Encounter Wathose aus dem Fliegenfischer-Forum

Die ORVIS Encounter Wathose zählt zu den preisgünstigen Wathosen, dennoch setzt sie durch ihre gute Verarbeitung und  durch eine Reihe von praktischen Ausstattungsdetails neue Maßstäbe in dieser Kategorie. 2015 auf den Markt gekommen, erhielt sie bereits Auszeichnungen, z.B. “Gear of the Year 2015″ von American Angler.

Die technischen Daten:
- Gewicht: 810 Gramm (Gr. L), inkl. Watgurt)
- Farbe(n): Beige/Khaki
- Außen- und Innenmaterial: 100% Nylon
- DuPont Teflon Shield+ Beschichtung
- Wasserdicht, Winddicht und atmungsaktive Membran, 4-lagiger Materialaufbau
- feine Nähte, innen abgedeckt
- vollständig umlaufender Gummizug im oberen Hosenbund, linksseitig einstellbar
- eine Mesh-Außen-Brusttasche (32 x 20 cm) mit Reißverschluss
- eine herausklappbare Innen-Brusttasche (20 x 20 cm) aus Wathosenstoff mit Reißverschluss, darauf ein Klettband zum Ankletten einer weiteren (wasserdichten) Tasche (nicht im Lieferumfang enthalten)
- microfleecegefütterte Handwärmertsche
- elastisches und einstellbares Trägersystem, Gurtbreite 38 mm, zwei kleine Front-Schnallen und zwei kleine Rücken-Schnallen aus Kunststoff
- das Trägersystem lässt sich komplett abnehmen und die Wathose lässt sich in Verbindung mit dem Watgurt hüfthoch tragen
- anatomisch geformte Füßlinge aus Neopren für optimale Passform, im Sohlenbereich Naht- und Knickstellenfrei
- inklusive 38 mm breitem Watgurt aus Kordura, abnehm- und einstellbar
- drei Gurtschlaufen für Watgurt, 2 x seitlich, 1 x auf Rücken
- integrierte, 17 cm hohe Gravel Guards aus dem Hosenstoff, mit doppelt genieteten Einhängeösen aus Metall, gegen das Eindringen von Sand, Steinchen in den Watschuh
- Lieferumfang: Wathose, Watgurt, Netzbeutel, im Karton
- Vielfältige Größenauswahl (!): 14 erhältliche Größen für Herren, 13 Größen für Damen und 4 Größen für Kinder (Maße/ Größentabelle siehe ORVIS Katalog oder Homepage)
- Hand- und Maschinenwaschbar bei 30°C
- Preis: 209,00 EUR (neben dem hier vorgestellten Modell mit Füßlingen ist auch eine Variante mit angesetzten Stiefeln erhältlich (315,00 EUR) und eine wasserdichte Tasche zum Einkletten (13,90 EUR).
- Garantie: 2 Jahre

Testeinschätzung
Die Encounter besitzt einen guten Tragekomfort und durch die großzügige Größenauswahl sollte es nicht schwer fallen, für sich das passende Modell zu finden. Die sich leicht anfühlende Hose weist einen nur sehr geringen “technischen Rascheleffekt” auf, sie besitzt eine feine, sehr glatte Oberfläche, welche das Wasser abperlen lässt. Alle Funktionen lassen sich schnell und zuverlässig bedienen. Die elastischen Schultergurte tragen sich bequem und lassen sich rasch einstellen, die Frontschnallen fallen vorteilhaft klein aus, sie wurden zudem etwas nach Außen versetzt, so dass sie nicht auf die Brust drücken. Das Trägersystem lässt sich bei Bedarf komplett abnehmen und die Wathose lässt sich in Verbindung mit dem Watgurt auch hüfthoch tragen.

Mit dem umlaufenden Gummizug im oberen Hosenbund lässt sich die Hose oben schön zuziehen. Auf der Front im Brustbereich befindet sich eine geräumige Außentasche aus Mesh-Gewebe und mit Reißverschluss, zudem gibt es eine herausklappbare Innentasche, ebenfalls mit Reißverschluss und auf dieser ein Klettband zum Ankletten einer weiteren (wasserdichten) Tasche, die im Zubehörkauf erhältlich ist. Die beiden Taschen bieten guten Stauraum für allerlei Utensilien. Der mitgelieferte Watgurt kann durch zwei Seiten- und eine Rückenschlaufe geführt werden und die Schlaufenanordnung passte im Falle unserer 1,80 m großen Testperson ziemlich gut.

Besonderen Laufkomfort bieten die anatomisch geformten Neopren Füßlinge mit den nahtfreien Sohlen. In die großzügig dimensionierten Füßlinge passen Fußgrößen bis #45+, sie laufen sich bequem und komfortabel. Die Gravel Guards sind aus Wathosenstoff gefertigt, sie sind mit Gummiband weit genug, um gut über jeden Watschuhschaft zu passen, außerdem sind sie weit genug oben angebracht, was auch hohen Watschuhschäften entgegen kommt. Wasserdichtheit und Atmungsaktivität ließen während der Testeinsätze bei frühlingshaften Wetter unsererseits keine Wünsche offen, die Hose ist schön leicht und trocknet schnell. Alle Nähte fallen fein und nicht störend aus, sie wurden sauber vernäht und von Innen abgedeckt. Die Knie- und Unterschenkelbereiche der Encounter wurden für eine bessere Haltbarkeit extra verstärkt.

Fazit: Die Encounter von ORVIS ist trotz ihrer Preisgünstigkeit eine vollwertige Wathose mit guter Ausstattung, die kaum Wünsche offen lässt. Optik, Ausstattung, Verarbeitung und Funktionalität können bei dieser Wathose überzeugen, wie auch das gesamte Preisleistungsverhältnis. Ein großer Pluspunkt für diese empfehlenswerte, leichte Sommerwathose ist zudem die verfügbare Größenvielfalt – und das auch in Form von diversen Männer-, Frauen- und Kindermodellen.
Bezug: Im Fachhandel (Orvisdealer). Orvis-Vertretung für Deutschland: Orvis Services, Inc. M. Raguse, Hamburg. Deutsche Website: www.orvis.de

www.fliegenfischer-forum.de