Der ultimative Film zur ORVIS Helios 3

Die preisgekrönte Helios 3 Fliegenrute von ORVIS wurde „die präziseste Rute auf dem Planeten“ genannt. Doch wie ist es gelungen, eine so exakt werfende Fliegenrute zu bauen?

Der ultimative Film zur ORVIS Helios 3 zeigt die Entwicklung dieser Rute und atemberaubende Aufnahmen.

Dieser ultimative Film zur ORVIS Helios 3 zeigt die Entwicklung dieser Fliegenrute und atemberaubende Aufnahmen.

Soeben wurde der Film „ORVIS Helios 3 – Accurate from Anywhere“ veröffentlicht, in dem Sie tiefe Einblicke in die Entwicklungsgeschichte dieser sensationellen Fliegenrute von ORVIS erhalten. Sie erfahren, wie die Helios 3 entwickelt worden ist, einige extrem gut gemachte Animationen erklären, worauf es bei einer erstklassigen Fliegenrute wirklich ankommt und zahlreiche Action-Shots zeigen, wie aufregend Fliegenfischen sein kann – wenn man die Fliege genau dorthin platzieren kann, wo man möchte.

Den Film „ORVIS Helios 3 – Accurate from Anywhere“ muss man einfach gesehen haben, wenn man am Wasser mitreden will.

Händler des Monats: AOS Flyfishing

Standort: Graz / Österrreich

Geschäftsführung: Stefan Haider

Profil: 1997 als Austrian Outdoor Sports gegründet, ist AOS Fly Fishing seit vielen Jahren der kompetente Ansprechpartner für alle Bereiche der Fliegenfischerei. Neben dem Geräteverkauf, sowohl im Shop als auch online www.aos.cc , werden Kurse, Guidings sowie Hosted-Trips zu den unterschiedlichsten Reisedestinationen angeboten.

Als Inhaber von AOS Fly Fishing sind die Brüder Stefan & Alexander Haider natürlich Fliegenfischer mit Leib & Seele und können mittlerweile gemeinsam auf fast 60 Jahre Erfahrung im Süß- und Salzwasser zurückblicken. Neben heimischen Gewässern haben Stefan & Alex unter anderem Argentinien, Russland, British Columbia, die Seychellen, die Malediven, die Florida Keys, verschiedenste Karibik-Inseln, Cuba, Belize, Norwegen, Island, Schweden und Mexico mit der Fliegenrute erkundet. Der aus diesen Reisen gewonnene Erfahrungsschatz ist bei der Kundenberatung von unschätzbarem Vorteil!

Und so sehen Stefan & Alexander Haider die Firma Orvis:

An Orvis schätzen wir besonders das innovative Produktportfolio, das sowohl in Design als auch Qualität vollends überzeugt. Da wir persönlich stets nach Perfektion streben, ist es schön in Orvis einen Partner zu haben, der dieselben Ansprüche hat und diese auch erfüllt. Das umfassende Sortiment deckt jegliche Bereiche der Fliegenfischerei ab und bietet das passende Gerät für jedes Gewässer. Die herausragende und schnelle Abwicklung bei Garantie/Schadensfällen ist ein zusätzliches Plus.

Stefan Haider beim erfolgreichen Test der neuen Helios 3 auf den Seychellen.

Durch die intensive Nutzung im täglichen Gebrauch wurde eine Vielzahl an Orvis Produkten von uns auf Herz und Nieren getestet. Diese haben unseren hohen Ansprüchen und unter teils extremen Bedingungen standgehalten! Besonders hervorheben wollen wir die neuen Helios 3 Ruten. Diese sind nicht nur federleicht, die Ruten überzeugen ebenso durch eine hervorragende Aktion und ihre extreme Haltbarkeit, so wie überragende Präzision. Ein weitere Produkt, was uns sehr gut gefallen hat sind die neuen Mirage Rollen. Sie passen nicht nur farblich hervorragend zu den neuen Helios 3 Ruten, sondern sind auch echte Arbeitsmaschinen, die wir erfolgreich auf den Seychellen auf GT testen konnten.

AOS GmbH | Fly Fishing
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Austria-Europe
Tel. +43-316-822 104 15
Fax +43-316-822 104

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Web: www.aos.cc

Die Manfred Raguse Kolumne im Januar

Liebe ORVIS-Freunde,

ich wünsche Ihnen einen glücklichen und gesunden Start ins Jahr 2018 und hoffe, Sie werden im Laufe des Jahres viele spannende Stunden am Wasser zubringen und sich fischereiliche Träume erfüllen.

Nachdem ich am 28. und 29. Dezember noch zwei wunderschöne, aber fischereilich erfolglose Tage mit meinem Boot auf einem Brandenburger See verbracht habe, nimmt die Planung der neuen fischereilichen Agenda 2018 verstärkt meine Aufmerksamkeit in Anspruch.

Beim Einstrippen eines großen Wiggletail-Streamers von Fulling Mill (www.fliegen-shops.de) an meinem vorletzten Tag am Wasser in 2017.

Selbst die brandenburgische Antwort auf „Moonlight on Mrs. Higginbotham“ bringt keinen Biss.

Das Licht schwindet. Die Fische stehen jetzt tief. Am Bug sieht man meine neue elektrische Ankerwinde, die sich mit dem 7,5 kg schweren Pilzanker bestens bewährt hat, weil das Ankern per Hand in großen Tiefen ein mühsames Geschäft ist.

Die Abenddämmerung am brandenburgischen See an meinem letzten Tag am Wasser in 2017 weckt viele Emotionen. Von hier aus habe ich noch etwa zwei Kilometer bis zur Hütte zu rudern.

In den Abendstunden allein am See wurde ich von eindrucksvollen Erinnerungen eingeholt und wurde sehr nachdenklich, bevor ich die zwei Kilometer zu meiner Hütte zurückruderte. Ich musste an mir sehr wertvolle Freunde denken, die im vergangenen Jahr verstorben sind, ein schwerer Verlust für den Schutz der bedrohten Bestände des atlantischen Wildlachses. Am 13. März war Prinz Richard zu Sayn-Wittgenstein – Berleburg überraschend im Alter von 82 Jahren gestorben. Mit ihm hatte ich viele Jahre zur selben Zeit an einem schwedischen Meerforellenfluss gefischt, er war einige Male bei mir an der Gaula und nach seiner Genesung fischten wir unlängst wieder an einem westnorwegischen Fluss zusammen. Prinz Richard hatte u.a. als engagierter Lachsschützer mit seiner Ehefrau, Prinzessin Benedikte zu Dänemark, eine Schlüsselfunktion im dänischen Lachsschutz und war ein verdienstvoller Unterstützer des North Atlantic Salmon Fund (NASF).

Prinz Richard 1996 im alten NFC Hauptquartier an der Gaula.

Erfahrungsaustausch nach der Morgenfischerei: Prinz Richard und Manfred Raguse in Schweden.

Am 1. Juli erreichte mich an der Gaula die Nachricht vom Tode Orri Vigfússon’s, der an diesem Tag im Alter von 74 Jahren, nur wenige Tage vor seinem 75. Geburtstag, unvorhergesehenen gesundheitlichen Komplikationen im Zusammenhang mit Lungenkrebs erlag. Die atlantischen Lachse, die sich seit einigen Jahrzehnten in einer existentiellen Krise befinden, haben mit Orri ihren wichtigsten Unterstützer verloren und die Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Wildlachse zu retten, einen nicht zu ersetzenden Visionär.  Ich persönlich fühlte mich Orri, seit er mich erstmals 1994 in Norwegen besuchte, sehr nahe. Dies wurde durch zahlreiche gemeinsame Unternehmungen und Begegnungen vertieft.

Als in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Weidegründe der Lachse von beiden Seiten des Atlantiks um Grönland und die Faröer Inseln  entdeckt wurden, führte dies zum Einsatz von unzähligen Meilen von Treibnetzen und Langleinen zusätzlich zu den küstennahen Fischereien mit den verschiedensten Netzen und den Habitats Zerstörungen zu einem drastischen Rückgang der Wildlachsbestände, ähnlich, wie es Orri bereits in den sechziger Jahren bei den Heringen erlebt hatte.

Besuch an der Gaula 1994: v. l. n.r. Mortan Carlsen, Manfred Raguse, Orri Vigfússon

Er entschloss sich, den Rest seines Lebens dem Schutz der Wildlachse zu widmen und gründete zu diesem Zweck den NASF, mit dem er seine Vision anstrebte, den Beständen des Atlantischen Lachses durch vielfältige Aktivitäten wieder zu historischen Dimensionen zu verhelfen. Durch den Aufkauf von Netzfangqoten im Nordatlantik, mit Verträgen, die die Interessen sowohl der kommerziellen Fischer, als auch der Lachsschützer berücksichtigten, konnte dauerhaft eine Verminderung der Ausbeutung der Wildlachsbestände erreicht werden und Schätzungen zufolge rettete der NASF zehn Millionen, oder mehr Wildlachse.

Der Prince of Wales nimmt regen Anteil an den Aktivitäten des NASF.

Orri war es gelungen, in mehreren Ländern, darunter auch Deutschland (Wanderfische ohne Grenzen www.wanderfische.eu, NASF Deutschland),  nationale Sektionen des NASF aufzubauen und arbeitete mit vielen nationalen und internationalen Organisationen zum Wohle der Wildlachse zusammen. Seine unermüdlichen Lachschutzaktivitäten brachten ihm die weltweite Anerkennung von Umweltschützern, er hatte eine Vielzahl von bedeutsamen Ehrenämtern und bekam  zahlreiche internationale Auszeichnungen von Regierungen, Königshäusern und Verbänden.

Es ist kaum möglich, die durch Orri Vigfússon‘s verfrühten Tod entstandene Lücke zu füllen und es ist zu hoffen, dass die fortdauernden Diskussionen unter den internationalen Lachsschützern über die künftige Formatierung des Lachsschutzes bald wirksame Ergebnisse bringen werden. ORVIS hat immer wieder mit großzügigen Spenden den NASF unterstützt und ich bin sehr zuversichtlich, dass dies auch weiterhin geschieht.

In den heiligen Hallen des Flyfishers‘ Club in London anno 1998: Manfred Raguse übergibt einen Scheck von ORVIS für den Lachsschutz an Orri Vigfússon.

Es gibt neue ORVIS Filme und eine gute Auswahl davon wurde von Daniel Göz und Anton Hamacher am 20. November beim „DOWN THE HATCH“ Festival im Kino „Orfeus Erben“ in Frankfurt gezeigt. Das Interesse war groß und wir hoffen, dass Anton und Daniel auch im nächsten Jahr wieder zumindest eine Veranstaltung machen. Sehen Sie bitte den kleinen Film über dieses Ereignis, das Daniel Göz gefilmt hat.

In der kalten Jahreszeit bietet es sich an, von weit entfernten Reisezielen für Fliegenfischer zu träumen und Reisen dorthin zu planen, zumindest, wenn man nicht ein schönes Huchen- oder Äschengewässer zur Verfügung hat. Auch bei mir ist wieder so einiges in der Planung, neben Schweden, England und Norwegen steht auch wieder Kuba auf meinem Programm. Darüber erfahren Sie mehr, wenn Sie mal auf www.internationalflyfishersclub.com reinschauen. Vielleicht haben Sie ab dem 23.03.2018 Lust mit zu kommen?

Ich wünsche Ihnen einen schönen Januar und hoffe, Sie schaffen es, an ein gutes Huchen- oder Äschengewässer zu kommen, oder vielleicht sogar den Frühling auf der gegenüber liegenden Seite der Weltkugel zu erleben.

Herzlichst, Ihr

Manfred Raguse

Produkt des Monats: Die neue ORVIS Helios 3

Als die ersten Gerüchte über die neue Helios 3 durchsickerten, da konnten wir es nicht mehr erwarten, die neuen Ruten endlich in den Händen zu halten – oder zumindest vorab Informationen zum Leistungsspektrum dieser neuen Fliegenrute von ORVIS zu erhalten. Doch das „Projekt Helios 3“ war bei ORVIS top secret, und wirklich nichts sickerte zu uns durch, nicht einmal das kleinste Detail! So war die Spannung groß, als Manfred Raguse im Juni 2017 zu ORVIS in die USA flog, um sich die brandneuen Ruten persönlich anzusehen und am Delaware River zu testen. Eines war sofort klar: Diese Helios 3-Ruten sind anders! Nicht nur das Design, auch die Aktion der Ruten und die damit verbundene Genauigkeit beim Fischen sind einmalig. Das Handteil der Rute fällt sofort ins Auge. Das Label ist auffällig, die Helios 3 ist so schon von weitem von anderen Ruten zu unterscheiden. Genau das wollten die Designer von ORVIS erreichen – es ist beabsichtigt, dass sich die Helios 3 deutlich von den meisten anderen Fliegenruten auch optisch unterscheidet.

Design und Eigenschaften der neuen Helios 3 von ORVIS

Markantes Design. Die neue Helios 3 von ORVIS hebt sich deutlich von der Masse der Fliegenruten ab.

Viel wichtiger als das Design ist für uns Fliegenfischer allerdings die Aktion. Die Ruten sind noch mal ein bisschen leichter geworden, sowohl beim „gefühlten“ Gewicht in der Hand als auch beim tatsächlichen Gewicht auf der Waage. Außerdem ist es durch die Verwendung von neuen Kohlefasermatten, Schnittmustern und Harzen (exklusiv für ORVIS entwickelt) gelungen, die Verformung des Blanks beim Wurf deutlich zu verringern und die Bruchfestigkeit sogar nochmals um 20 Prozent gegenüber der Helios 2 zu steigern!

Beim Bruchtest zeigte die neue ORVIS Helios 3 eine enorme Belastbarkeit. Gegenüber der Helios 2 konnte diese nochmals um 20 Prozent gesteigert werden.

 Worauf wurde bei der Entwicklung der neuen Helios 3 besonders Wert gelegt?

In den letzten Jahren ging es bei der Rutenentwicklung immer darum Ruten zu entwickeln, die eine möglichst hohe Schnurgeschwindigkeit erreichen, um auf sehr große Distanzen zu kommen. Den Rutenentwicklern bei ORVIS ging es diesmal aber weniger darum, eine „Wurfmaschine für Weitenjäger“ zu entwickeln. Die neue Fliegenrute sollte vielmehr als „Präzisionswerkzeug“ dienen, das eine möglichst exakte Präsentation der Fliege ermöglicht. Und genau dies ist mit der ORVIS H3 gelungen! Denn sind wir mal ehrlich: Ist es nicht wichtiger, die Fliege auf 15 oder 20 Meter einem Fisch punktgenau zu präsentieren, als einen Wurf auf 25 oder 30 Meter zu machen, der unkontrolliert landet?

Das Geheimnis: Die neue  Helios 3 von ORVIS hat einen eingebauten Schwingungsdämpfer!

Seitliche Schwingung einer herkömmlichen Fliegenrute (rot) sind ungewollt und führen zu einer ungenauen Flugbahn der Fliegenschnur. Grün sehen Sie im Vergleich die ORVIS Helios 3.

Auch vertikale Schwingung einer herkömmlichen Fliegenrute (rot) führen zu einer ungenauen Flugbahn der Fliegenschnur. Grün sehen Sie im Vergleich die ORVIS Helios 3.

Doch wie ist es gelungen, eine so unglaublich präzise werfende Fliegenrute zu entwickeln? Dies wurde möglich, da sich der Blank beim Wurf weniger verformt und dadurch fast keine Schwingungen oder Vibrationen entstehen, die sich auf die Fliegenschnur übertragen. Das Geheimnis dabei war eine Veränderung der Umfangsspannung des Blanks. Die ORVIS H3 hat sozusagen einen eingebauten Schwingungsdämpfer und dieser führt selbst bei ungeübten Fliegenfischern zu einem präziseren Wurf.

Die beiden Varianten der Helios 3 von ORVIS machen diese Fliegenruten perfekt!

Die Helios 3 gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Zum einen die Helios 3 F. Das F steht dabei für „Feel“, also Gefühl. Und dann gibt es noch die Helios 3 D, wobei hier das D für „Distance“ (Weite) steht. Von der Aktion her sind beide Ruten komplett unterschiedlich! Die Helios 3 F ist relativ weich und ähnelt der alten Mid Flex-Ruten. Die Helios 3D ist deutlich steifer und ist vergleichbar mit der alten Tip Flex- Aktion.

Die ORVIS Helios 3 F. Die Variante “F” steht für “Feel” also Gefühl. Diese Fliegenrute ist perfekt auf das Fischen mit Trockenfliegen oder kleinen Nymphen abgestimmt.

Die ORVIS Helios 3 D. Die Variante “D” steht für “Distance”, also Weite. Diese Fliegenrute ist perfekt auf das Fischen mit dem Streamer oder schweren Nymphen abgestimmt und ermöglicht große Wurfweiten.

Dass es die Helios 3 von ORVIS in zwei Ausführungen gibt, hat einen einfachen Grund: Die Helios 3 F ist hervorragend für das Fischen mit der Trockenfliege und mit kleineren Nymphen ausgelegt und die Helios 3 D ist die perfekte Streamer-Rute und kann auch schwere Nymphen-Rigs auf große Distanz bringen. Auch farblich unterscheiden sich die beiden Rutenserien voneinander. Die Helios 3 F hat einen mattgrauen Blank mit grünen Wicklungen und die Helios 3 D hat einen mattschwarzen Blank mit blauen Wicklungen.

Die Entwicklung der ORVIS Helios 3 kostete eine halbe Million Dollar

Um die neue Helios 3 fertigen zu können, hat ORVIS eine halbe Million US-Dollar für neue Maschinen ausgegeben, eine sehr große Investition. Trotz der Anschaffung neuer Maschinen ist der Arbeitsaufwand bei der Herstellung einer Helios 3 extrem hoch. Die komplette Produktion einer Rute, vom Schneiden der Kohlefasermatten bis zum Verpacken ins Rutenrohr, dauert 8 Arbeitstage und benötigt 50 Paar Hände. Doch wer einmal mit einer Helios 3 geworfen hat, der weiß, dass sich dieser Aufwand definitiv gelohnt hat! Lassen Sie sich diese beiden neuen Rutenserien von ORVIS nicht entgehen und fragen Sie einfach Ihren ORVIS-Händler, ob Sie eine der Helios3-Ruten mal zur Probe werfen dürfen. Sie werden sehr schnell spüren, dass Sie eine ganz besondere Rute in der Hand halten.

ORVIS Film-Tipp: Travelling Back In Fly Fishing

Von den Danica Dudes stammt unser ORVIS Film-Tipp des Monats: “Travelling Back In Fly Fishing”, ein stimmungsvoller Film und eine Reise in die Vergangenheit.

Der Film Travelling Back In Fly Fishing ist der ORVIS Film Tipp des Monats.

Szene aus dem Film “Travelling Back In Fly Fishing”, er ist der ORVIS Film-Tipp des Monats.

Zwei Brüder wurden von ORVIS an die berühmten Flüsse Test und Itchen in Großbritannien eingeladen. Für die beiden wurde es eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise zu den Wurzeln des Fliegenfischens. Fast spürten Sie die körperliche Anwesenheit unserer Altvorderen, die vor vielen, vielen Jahren an genau derselben Stelle gefischt und über die Wahl der perfekten Trockenfliegen diskutiert haben – und das Nymphenfischen nicht ernst nahmen.

 

 

Geräte-Besprechung: Fliegenrollen ORVIS Mirage V (Modelljahr 2017) aus dem Fliegenfischer-Forum

Das seit Jahren immer weiter entwickelte “beste Pferd im Stall” unter den ORVIS Fliegenrollen heißt Mirage und bietet jede Menge Know How! Mirage Großkern-Fliegenrollen sind Made in USA und wissen nicht nur durch ihr ansprechendes, modernes Design und ihre enorme Stärke zu überzeugen, sondern auch durch eine ausgefeilte, überlegene Technik, die hochwertigen, in ihr verarbeiteten Materialien und nicht zuletzt durch ein raffiniertes, besonders starkes Bremssystem.
Verfügbare Modelle (Stand Sommer 2017)
Die aktuelle Mirage Rollenserie wurde von ehemals acht auf fünf Modelle (II-VI) reduziert, welche die Schnurklassen von #3 bis #13 abdecken. Farben: Midnigth Black und Pewter.
Mirage II (für #3-5)
Mirage III (für #5-7)
Mirage IV (für #7-9)
Mirage V (für #9-11)
Mirage VI (für #11-13)
Unser Testmodell war eine ORVIS Mirage V in Pewter.

Technische Daten (eigene Messungen): 
Farbe: “Pewter” (Titan Matt), Oberfläche: militärisch spezifizierte Typ III anodiosierte Hartbeschichtung
Gewichte: Rolle: 276 Gramm / Spule allein: 96 Gramm
Rollendurchmesser: 114 mm
Rollenbreite (ohne/mit Kurbel): 42 (84) mm, Spuleninnenbreite: 30 mm
max. Spulentiefe (nutzbar): 22 (19) mm
Spulenkerndurchmesser: 70 mm
Schnuraufnahme bei einer ganzen Umdrehung mit voller Spule: 33 cm 
Schnurfassung: WF10F + 225 yds 30lbs Backing
Lieferumfang: Karton, Rollen-Etui, Werkzeug, Beipackzettel (in Englisch) mit Instruktionen und Garantiebestimmungen
Garantie: Nicht befristete Garantie auf Material- und Herstellungsfehler gegen geringen Unkostenbeitrag, zudem jederzeit Wartungs- und Reparatur-Möglichkeit, ebenfalls gegen einen Unkostenbeitrag, mehr dazu beim Fachhändler.
Seriennummer: ja, auf der Gehäuseinnenseite
Herstellungsland: USA
Preise (UVP): Rolle: 809,00 €, E-Spule: 415,00 €

Beschreibung und Praxistest: Stabil konstruierte Großkern-Fliegenrolle in sehr moderner und ansprechender Optik, aus dem vollen 6061-T6- Aluminiumblock gedreht und gefräst. Die Rollenoberfläche wurde mit einer “militärisch spezifizierten Typ III anodiosierten Hartbeschichtung” geschützt. Laut Hersteller (von uns (noch) nicht geprüft) ist die Rollenserie selbstverständlich für den Salzwasser- Einsatz geeignet. Die mehrfach gelagerte Spule läuft auf einem Achsensystem aus Titan, welches mit dem Bremssystem komplett im Rollengehäuse untergebracht ist, im offenen Rollenrahmen. Die gehäuseseitige Platzausnutzung ist gut. Die Rollenrückseite und der Spulenkern besitzen ein modernes, offenes Design. Die Spulen- Vorder- und Rückseiten sowie der Spulenboden sind durch umlaufende Ausfräsungen ebenfalls fast vollständig offen, bzw. stark ventiliert. Am Gehäuse befinden sich zwei Stege: hinten ein breiterer Steg für den zweifach von Außen angeschraubten Rollenfuß (vorbildlich: die Bohrlöcher für die Schrauben gehen nicht durch, außerdem wurde der Rollenfuß abgerundet, um darum gelegte Vorfächer nicht zu knicken) und vorne mittig ein Innen offener Steg für die Schnurführung. Die Gefahr eines ungewollten Durchrutschens von Schnur oder Vorfach zwischen Rollenrahmen und Spule wird durch das tiefe Hereingreifen der Stege in die Spulennut und die nur äußerst geringen Fertigungstoleranzen wirkungsvoll vermindert. Auf der Spulenvorderseite befindet sich eine griffige geformte Kurbel aus Aluminium in Rollenfarbe, welche butterweich, absolut spielfrei und perfekt läuft und durch ihre Form einem Verfangen der Schnur entgegen wirkt. Ihr gegenüber sorgt ein (nicht über die Spulenkante herausragendes) Kontergewicht für einen tadellos ruhigen Spulenlauf. Scharfe Ecken und Kanten sucht man bei der Mirage vergeblich, ebenso gibt es absolut keinerlei störendes Spiel, kein Schlagen und nirgendwo zu große Abstände – das alles spricht für eine äußerst präzise Verarbeitung. Die (Leer-)Rolle ist, am Rollenfuß gehalten, sehr gut ausbalanciert.

Die Spule lässt sich leicht und einfach wechseln, hierzu wird die Mutter auf der Spulenvorderseite per Hand locker geschraubt, anschließend kann die Spule nach vorne heraus gezogen werden. Die Mutter besitzt eine Führung und kann daher auch im gelockertem Zustand nicht versehentlich verloren werden. Ein Umbau von Links- auf Rechtshandbetrieb oder umgekehrt ist in Eigenregie möglich und in den der Rolle beiliegenden Papieren in englischer Sprache erläutert. Ein entsprechendes Spezialwerkzeug hierfür liegt der Rolle ebenfalls bei.
Im Betrieb lässt die Mirage in beiden Laufrichtungen ein angenehmes Schnurren hören. Der Rundlauf der Spule ist 100%ig “schlagfrei” ausbalanciert. Das zuverlässig arbeitende und starke, neu konstruierte Multischeibenbremssystem der Mirage auf Basis von Kohlefaser- und Edelstahl-Bremsscheiben wurde geschützt und komplett wartungsfrei versiegelt im Gehäuseinneren untergebracht. Hier wirken je nach Rollenmodell/Größe bis zu 20 Bremsscheiben. Die Bremse läuft völlig ruckfrei an und lässt sich mit dem gut bedienbaren Bremseinstellrad (31,5 mm Durchmesser) auf der Gehäuse-Rückseite in 30 Klicks und nur knapp einer einzigen Komplettumdrehung fein von „Ungebremst“ bis „Sehr stark“ regulieren. Ein vorderer und hinterer Anschlag sowie eine kleine Markierung machen die Bedienung sicher und komfortabel. Unser Bremsen-Testwert (maximales Abzugsgewicht in Kilogramm bei vollständig geschlossener Bremse und bei gefüllter Spule) ergibt einen Wert bis um 4,1 kg – ein sehr guter Wert, entsprechend dem Drillanspruch in dieser Schnurklasse. Ebenfalls vorbildlich: Beim Verstärken der Bremseinstellungen von Minimum bis Maximum wird das Einstellrad nicht im Gehäuse versenkt. Im Test waren weder im nassen Zustand, noch bei unseren Belastungstests irgendwelche Schwächen des Bremssystems festzustellen. Eine Zuhilfenahme der Hand beim Bremsen ist durch den frei laufenden Spulenrand technisch möglich, jedoch kaum nötig. Optisch, sowie von Gewicht und Größe her passt unser Testmodell Mirage V optimal zu modernen #10er (+/- 1) Fliegenruten. Die Mirage V besitzt die vollen, sehr geschätzten Vorzüge echter Large Arbor Fliegenrollen, z.B. einen geringen Anlaufwiderstand, einen stets relativ gleich bleibenden Abzugswiderstand und eine rasche Schnuraufnahme. Das Schnurfassungsvermögen der Rolle lässt für eine Rolle dieser Bauart keine Wünsche offen.

Fazit: Die neue Mirage hat uns wie auch schon ihre Vorgänger sehr gut gefallen, es ist eine enorm starke Großkern-Fliegenrolle mit einem sehr ansprechenden, modernen Design und einem technisch sehr ausgereiften Innenleben. Die Fertigungsgüte ist exzellent und das große Leistungsspektrum ist praktisch wohl nicht auszuschöpfen. Ebenfalls hervorragend ist das zeitgemäße Garantie- und Serviceversprechen von Orvis. Auch ohne geschlossenen Rollenkäfig ist die Mirage eine der derzeit stärksten Fliegenrollen am Markt. Einziger Wehrmutstropfen ist der recht deftige Anschaffungspreis…
Bezug: Im Fachhandel (Orvisdealer). Orvis-Vertretung für Deutschland: Orvis Services, Inc. M. Raguse, Hamburg, deutsche Website: www.orvis.de

Quelle: www.fliegenfischer-forum.de

ORVIS-Shop des Monats: Beutler Fisch

In Neuhausen in der Schweiz leitet Geschäftsführer Peter Beutler seit 30 Jahren liebevoll seine Firma „Beutler Fisch“, die zuvor als „Fish Corner“ gegründet worden war. Wir stellen Ihnen unseren ORVIS-Shop des Monats vor.

Fisch Beutler ist ein  Orvis Shop in der Schweiz.

Beutler Fisch in Neuhausen (Schweiz) ist unser ORVIS-Shop des Monats. Das Geschäft, es liegt direkt am Wasser, führt Peter Beutler seit gut 20 Jahren.

Fragt man Peter Beutler nach seinem Beruf, leuchten seine Augen und er erzählt: „Die Firma Beutler Fisch feiert diese Jahr ihr 30ig jähriges Bestehen! Wenige Jahre nach der Gründung konnten wir eine grössere Liegenschaft direkt am Rhein erwerben,damit ging ein Traum in Erfüllung. Es gibt nichts Schöneres, als bei solch einer einzigartigen Lage direkt vor der Haustüre auf Forellen und Äschen fischen zu können.

Diese einmalige Lage gibt der Kundschaft die Möglichkeit, jederzeit zum Beispiel eine Helios 3 – Rute in die Hand zu nehmen und gleich am Wasser zu testen. Und genau dies, so glaube ich, stellt mit Sicherheit für jeden Fliegenfischer etwas ganz Besonderes dar..Zudem zeigen die Ruten beim Test klar auf, wieso sie den Unterschied ausmachen..“

Peter Beutler ist Geschäftsführer von Fisch Beutler in der Schweiz.

Freundlich und kompetent: Peter Beutler ist Ihr ORVIS-Händler in Neuhausen/Schweiz und ein guter Ansprechpartner, wenn es um das Fliegenfischen geht.

So sieht Peter Beutler die Zusammenarbeit mit ORVIS

Für uns ist die Firma ORVIS eine vertrauenswürdige Firma, mit der die Zusammenarbeit besonders viel Spaß macht! Ihr Konzept mit ihrer strukturellen Form gibt uns die Möglichkeit, einerseits die weltbekannten Helios 3-Ruten zu verkaufen oder in der Mittelklasse eine Recon und für Anfänger eine Encounter. Was uns zudem besonders freut, sind die qualitativ hochwertigen Silver Sonic Guide-Wathosen. Zu solchen Produkten kommt noch der perfekte Service, der die Firma ORVIS immer wieder auszeichnet. Folglich ist mein Vertrauen als Händler zu ORVIS groß. Und dies wiederum die beste Voraussetzung, um unsere Kundschaft optimal mit Orvis-Produkten bedienen zu können.
Wir sind stolz, die Firma ORVIS vertreten zu dürfen und darauf, dass wir ORVIS-Shop des Monats geworden sind.

Beutler Fisch
Viktor-von-Bruns-Straße 15
CH-8212 Neuhausen
Tel.: 0041/526 72 30 50
E-Mail: info@fischbeutler.ch
www.fischbeutler.ch

Dort, wo alles begann …

Die Geburtsstunde des heutigen Fliegenfischens liegt, wie man wohl weiß, in England – doch wo genau? An einem kalten, aber sonnigen Wochenende waren wir dort, wo alles begann …

An den Flüssen Test und Itchen begann die moderne Fliegenfischerei. ORVIS hat hier eigene Strecken zum Fliegenfischen.

Zwei malerische Kreideflüsse, der Test und Itchen River im Süden Englands,waren damals die Wiege des modernen Fliegenfischens. Hier trafen sich heutige Legenden und haben über die Techniken, Präsentationen und Fliegen diskutiert.

Durch Thies und Manfred von ORVIS Deutschland hatten wir die Möglichkeit, an den Ursprung zurückzukehren, an den Ort, wo alles begann. Durch eine Einladung ergab sich Ende November für uns die Möglichkeit, am River Test und Itchen zu fischen. 

Traumhaft schön – an den Kreideflüssen im Süden Englands fühlt man sich wie auf einer Zeitreise in die Vergangenheit.

Trotz des kalten Wetters und der wenigen Insekten auf dem Wasser bot sich uns an beiden Flüssen eine eindrucksvolle und wunderbare Fischerei auf Äsche, Bachforelle und auch auf Hecht.

ORVIS kann je einen Beat an den Flüssen sein Eigen nennen, perfekt ausgestattet mit kleiner Hütte und Ofen – und natürlich dem Tisch draußen, auf der frisch gemähten Wiese, mit Blick auf den Pool.

Very British, der frisch gemähte Rasen am Ufer.

Nachdem wir von Richard, Repräsentant für ORVIS im europäischen Markt, mit frischem Kaffee und aufgebauten Ruten begrüßt wurden, konnten wir keine Sekunde unsere Augen vom River Test nehmen. Wir sehen einen herrlichen Kreidefluss, klares Wasser und den einen oder anderen steigenden Fisch. 

Wir nahmen Platz auf den kleinen Bänken entlang des Tests und beobachteten das Wasser einige Zeit. Uns wurde klar, dass sich hier eine einzigartige Möglichkeit bot, das moderne Fliegenfischen zu entwickeln.

Beim Fliegenfischen an den ORVIS-Strecken am Test und Itchen fingen wir schöne Bachforellen.

Wir konnten einige der heiklen Fische mit Nymphen überlisten, und staunten immer wieder über die makellosen Fische. Sogar Lachse, die im Test noch in einer geringen Stückzahl vorkommen, sahen wir das Wehr am oberen Ende des Beats überwinden

Gestärkt von einem Full English Breakfast ging es am nächsten Tag weiter an den Itchen River. Dort bot sich uns zwar auch das Bild eines Kreideflusses, doch diesmal in ganz anderer Form. Hier wechselten sich schnelle Rieselstrecken mit langgezogenen, tiefen Rinnen ab, in denen man starke Äschen und Bachforellen auf der Suche nach Nahrung beobachten konnte.

Wer über diese alte Brücke geht, der wandelt auch auf historischen Pfaden.

Wir können uns nicht oft genug bei ORVIS bedanken für dieses perfekte und erlebnisreiche Wochenende an den hauseignen Strecken mit Fliegenfischer-Geschichte. Danke an Thies, Manfred und natürlich Richard für die Organisation!

Tight Lines,
Danicadudes
www.danicadudes.com

Die Manfred Raguse Kolumne im Dezember

Liebe ORVIS-Freunde,

die extreme Nässe gerade in der zweiten Novemberhälfte hier im Norden Deutschlands, mit Überschwemmungen, Hochwasser und der Gefahr von Deichbrüchen, bildete in weiten Teilen des vergangenen Monats nicht gerade eine ertragreiche Kulisse für die Fliegenfischer. Aber gelegentlich gab es doch den einen oder anderen halbwegs schönen Tag. So nutzte ich die Chance, am letzten Sonntag noch einmal an meinen kleinen Heidebach zu kommen und zu sehen, wie es den Äschen geht. Diese haben noch bis zum 15. Januar Saison.

Hier und etwas oberhalb gab es an meinem kleinen Heidebach früher immer aktive Äschen.

Dieser Bach ist mir seit Beginn meiner Mitgliedschaft 1970 intim bekannt und ich habe dort früher viele schöne Tage verbracht, mit der Trockenfliege und auch beim Nymphenfischen. In dieser Zeit war ich fasziniert dabei, mit Hilfe der zeitgemäßen Fliegenfischer-Literatur ( u. a. z. B. Erich Stoll/ Hans Gebetsroither: „Hohe Schule auf Äschen“, 1972) viel über diese Fischerei zu lernen und zu probieren.

In den letzten Jahren war die Zeit knapp und ich bin nur sehr selten dort gewesen. Bei diesen Besuchen waren bei Begegnungen mit anderen Vereinsmitgliedern auch meist pessimistische Töne zu hören. Die Hauptschuld an einem schwachen Fischbestand trägt wohl der Kormoran, wie zu vernehmen ist. Trotzdem glaubte ich am letzten Sonntag an vergangene Erfolge anknüpfen zu können und war rechtzeitig am Wasser, weil ich mich nur zu gut daran erinnere, dass im späten November die Äschen bei gutem Wetter gern auf sehr kleine Fliegen stiegen.  Ich bin gut gerüstet und möchte meine neue Helios 3 „F“ (für fein) mit feinstem Vorfach und winzigen Fliegen einsetzen. In meiner Posigrip  Fliegendose sind winzige Mückenimitationen auf dem Einfädler wie auf einer Perlenkette aufgereiht und gaukeln mir ein „nimm mich“ vor.

Bild oben: Ich möchte meine neue Helios 3 „F“ (fein) mit feinstem Vorfach einsetzen…

In diesem kleinen Blasenteppich (unten, Mitte) zeigten sich doch früher immer kleine Ringe…

Aber es blieb ruhig, selbst zur besten Tageszeit waren keine Aktivitäten von Äschen auszumachen. Und es sind keinerlei Insekten zusehen! Der Bach sieht gut aus, man hat ihn in teilweise richtig zuwachsen lassen und korrigierende Eingriffe hat es in diesem Bereich schon lange nicht mehr gegeben. Das Wetter ist vielversprechend. Aber wo sind die Insekten?

Der reife Erich Stoll hatte damals nach erfahrungsreichen Jahren geschrieben: „Heute bin ich der Auffassung, dass das Thema Fliegen stark überbewertet wird“.  Ok, er hatte das natürlich anders gemeint. Er wollte damals sagen, dass er mit nur wenigen Fliegenmustern auskommt und von der heute offensichtlichen Problematik, der weit verbreiteten Abwesenheit natürlicher Insekten, hat er damals nichts geahnt.

Aber hier, unterhalb des Einlaufes sind doch früher bei jedem Wetter Fische gestiegen…

Sie alle haben es bemerkt: Fährt man mit dem Auto über Land, sind es nur noch ganz wenige Insekten, die auf der Windschutzscheibe kleben bleiben. Die meisten erinnern sich daran, dass dieses mal ganz anders war. Der Rückgang der Insektenbiomasse ist ein Fakt und inzwischen eindrucksvoll dokumentiert. Ein hoher Stellenwert kommt der Studie der Radboud-Universität Nijmegen zu. In ihr wird der großflächige drastische Rückgang der Insekten in Deutschland dargestellt. Die Grundlage dieser Untersuchung sind die Daten, die über einen Zeitraum von 27 Jahren seit 1989 vom Entomologischen Verein Krefeld in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg mittels aufgestellter Insektenfallen in 63 Naturschutzgebieten gesammelt wurden. Obwohl während eines so langen Untersuchungszeitraums Schwankungen auftreten, ist die Tendenz unstrittig. Es gibt sogar in Naturschutzgebieten etwa nur noch ein Viertel so viele Insekten, wie zu Beginn der Untersuchungen, d. h., der Verlust beträgt seit 1989 mehr als 75% der Biomasse! Außerhalb der Naturschutzgebiete dürfte es noch schlechter aussehen. Aber es gibt nur wenige Untersuchungen und das liegt daran, dass es sehr schwierig ist, für wissenschaftliche Untersuchungen dieser Art Mittel zu bekommen. Die Chemische Industrie und die Landwirtschaft sind daran interessiert viel Gewinn zu machen und Kosten dieser Art werden gerne vermieden, insbesondere, wenn die Politik korrumpiert ist oder schläft.  Sie lenkt lieber von solchen Problemen ab und fordert gar nicht erst Untersuchungen. Die etablierten Parteien haben auf ganzer Linie versagt!

Dennoch ist die Forschung nach den Ursachen weiter vorangekommen und als Hauptursache werden von den Wissenschaftlern die Folgewirkungen der Intensivierung der Landwirtschaft genannt. Großflächige Umgestaltungen der Landschaft sind nur in geringerem Maße verantwortlich, denn der Rückgang der Insekten wurde ja in Naturschutzgebieten festgestellt. Auch der Klimawandel scheint hier nicht so eine gravierende Rolle zu spielen, denn es wurden steigende Durchschnittstemperaturen festgestellt.

Idyllischer Bachlauf in der Heide, aber wo sind unsere Insekten geblieben?

Es scheint so, als ob die Landwirtschaft vergessen hat, im Einklang mit der Natur zu leben, zu große Freiräume genießt, die Natur viel zu stark belastet und in ihrer Kalkulation die Schädigung der Umwelt vergessen hat. Dies ist nur deshalb möglich, weil die etablierten Parteien sich scheuen, daran etwas zu ändern. Deshalb ist mein Frust über die Zerstörung der Insektenvorkommen ohne Gegenwehr der langjährig regierenden Parteien grenzenlos. Gerade der aktuelle Skandal um die Verlängerung der Nutzungserlaubnis des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat durch Agrarminister Christian Schmidt (CSU) verstärkt meinen Frust, zumal der Minister mit dümmlichen Statements in der Öffentlichkeit agiert und zumindest als „Bauernopfer“ im wahrsten Sinne des Wortes einen sofortigen Rausschmiss verdient hätte, wozu es wohl leider nicht kommen wird. Das Totalherbizid Glyphosat vernichtet nicht nur das eigentliche Unkraut, sondern tötet flächendeckend alle Pflanzen auf dem Acker. Damit entzieht es Insekten, Vögeln und anderen Tieren die Nahrungsgrundlage, warnt das Bundesumweltamt (UBA). Es ist fraglich, ob es irgendwann möglich sein wird, den in den genannten Insekten-Untersuchungen geschilderten Trend umzukehren. Ich bin entschlossen, mich dafür aktiv einzusetzen und hoffe, Sie sehen es ähnlich.  In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Dezember, mit schönen Festtagen, an denen hoffentlich etwas von ORVIS* untere dem Baum liegt und einem guten Rutsch.

Herzlichst, Ihr Manfred Raguse

*Eine Gelegenheit, noch ein Geschenk von ORVIS zu besorgen haben Sie noch auf einigen Hausmessen im Dezember und natürlich jederzeit bei Ihrem ORVIS Händler. Gute Atmosphäre herrschte auf der Fliegenfischer-Hausmesse bei Spezi Erfurt vor wenigen Tagen.

Oben: Gute Stimmung auf der Hausmesse bei Spezi Erfurt. Unten: Jungangler (im Vordergrund!) mit ORVIS Practicaster, einem besonders coolen Geschenk.

 

Produkt des Monats: Das TyWheel

Fast überall hat uns die Schonzeit im Griff und das ist die beste Zeit, um die Fliegenboxen wieder aufzufüllen. Binden Sie jetzt Ihre Fliegen – und nutzen Sie die Zeit lieber während der Saison zum Fischen! Dabei kann Ihnen das TyWheel sehr helfen – das TyWheel ist übrigens auch ein tolles Weihnachtsgeschenk für Fliegenfischer.

Das TyWeel macht aus jedem Tisch einen gut organisierten Platz zum Fliegenbinden.

Ordnung auf dem Bindetisch ist sehr wichtig. Nur so kann man sich auf das Binden konzentrieren und muss nicht stundenlang das benötigte Garn, die Goldköpfe oder die richtige Schere suchen. Das TyWheel ist ein echtes Organisationstalent, das das gesamte Werkzeug und Material zum Fliegenbinden auf kleinsten Raum ordentlich zusammenhält.

 Das TyWheel sorgt für Ordnung beim Fliegenbinden

Das TyWheel ist magnetisch, vier Sektionen können befestigt am Grundelement angebracht werden.

Das TyWheel besteht aus einer magnetischen Grundplatte, diese allein hilft dem Fliegenbinder schon ungemein weiter. Hier kann er seine Schere, Haken und andere Sachen aus Metall ablegen, ohne dass diese herunterfallen. Die 4 weiteren Sektionen, die durch Magneten an die Grundplatte angesteckt werden können, vervollständigen das TyWheel.

Das TyWheel ist durchdacht bis ins Detail

Jede dieser Sektionen ist gut durchdacht und hilft dem Fliegenbinder beim Organisieren seiner Sachen, so gibt es beispielsweise eine Sektion mit Messingstiften für Bindefäden. Die Stifte können ganz individuell nach Ihren Wünschen oben oder auch an der Seite angebracht werden. Eine weitere Sektion hat 3 kleine „Töpfe“, in denen Sie Haken, Perlen oder anderes Bindezubehör unterbringen können, das Ihnen sonst über den Tisch rollen würden. Auch eine Sektion mit kleinen und großen Löchern ist dabei, in die Sie Ihr Bindewerkzeug stecken können. Zum Schluss darf natürlich der Müllbehälter nicht fehlen. So bleibt Ihr Bindetisch immer schön sauber. Dieser Behälter ist an der Spitze magnetisch, sodass niemals die Gefahr besteht, dass Sie aus Versehen Haken oder fertig gebundenen Fliegen wegschmeißen.

In dieser Verpackung ist das TyWheel erhältlich. Hier zu sehen: Die Grundplatte und Sektionen, die an dieser befestigt werden können.

Der Verkaufspreis für das TyWheel liegt im bei 179 Euro.

Um eine noch bessere Vorstellung zu diesem innovativen Produkt zu bekommen, sehen Sie hier noch ein kurzes Video zum TyWheel


 

ORVIS Film-Tipp: Saved by Axe

Als Soldat der US Navy hat Chad Brown einiges in seinem Leben mitmachen müssen, und fast hätten Desert Storm und Restore Hope sein Leben zerstört. Doch zum Glück ist er auf den Hund gekommen, und dieser Hund heißt Axe.

Chad Brown stellte sich dem Kampf mit PTBS und fand einen Mitstreiter – seinen Hund Axe.

Chad Brown, Soldat der US Navy, hat es erwischt. Die Operation Desert Storm in Kuwait und die Operation Restore Hope in Somalia sind nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Diagnose: Post-Traumatic Stress Disorder, auch bekannt als PTBS (posttraumatische Belastungsstörung).

Klingt harmlos, doch PTBS raubt dem Betroffenen sämtliche Energie und Lebensfreude, führt zu schweren Depressionen und endet meist tragisch. Chad Brown stellte sich dem Kampf mit PTBS und fand einen Mitstreiter – seinen Hund Axe.

Axe begleitet Chad auf Schritt und Tritt, natürlich auch zum Fischen.

Im ORVIS Film-Tipp “Saved by Axe” erfahren Sie die persönliche Geschichte von Chad und Axe, und natürlich führt Sie diese Geschichte auch ans Wasser. Denn Fliegenfischen ist bekanntlich die beste Therapie.